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PRAXISGEOGRAPHIEUnterrichtsmaterialienFoto: Nabil ZorkotDie süße Chance –Fairer Handel am Beispiel KakaoA ut o r : U l r i c h B r ame i e rLiebe Schülerinnen und Schüler,wisst ihr eigentlich, wo der Kakao in eurem Schoko riegel oder eurer Trinkschokolade herkommt? Woer überhaupt wachsen kann und wer daran allesmit verdient – oder vielleicht zu wenig bekommt?Schoko lade g ehört mit Abstand zu den beliebtestenSüßig keiten, die Produktion von Schokoladen warenin Deutschland hat sich in den letzten 30 Jahren ver dreifacht. Gleichzeitig leiden die Kakaobauern in denAnbauländern unter der schwierigen Situation amKakao-Markt und dem zu geringen Einkommen, dassie mit ihren Ernten erwirt schaften. Gegen diese Un gleichgewicht tritt der faire Handel an: Fairtrade setztsich – bei Kakao genauso wie bei anderen Produkten,die aus tropi schen Ländern zu uns nach Deutsch land importiert werden müssen – ganz gezielt füreine nachhaltige Entwicklung und einen gerechtenWelthandel ein. Und ihr könnt mitmachen: Auf denfolgenden Seiten erfahrt ihr mehr über den globa len Kakaomarkt, die Wirkung des fairen Handels mit Kakao und darüber, wie ihr selbst für einen gerechtenWelthandel aktiv werden könnt.Euer TransFair- und Praxis Geographie-TeamImpressum„Die süße Chance – Fairer Handelam Beispiel Kakao“ ist ein Gemein schaftsprojekt von TransFair (Vereinzur Förderung des Fairen Handels inder Einen Welt e. V., Remigiusstraße21, 50937 Köln-Sülz; www.fairtradedeutschland.de)und der Fachzeitschrift Praxis Geogra phie (Bildungshaus SchulbuchverlageWestermann, Georg-WestermannAllee 66, 38104 Braunschweig,www.praxisgeographie.de; 4. Auflage,Oktober 2019)Bestellung weiterer Exemplare:www.fairtrade-deutschland.deAutor: Ulrich BrameierBeratung: Sylke Haß/Praxis Geogra phie, Melanie Leucht/TransFair e.V.Gestaltung: Lars Köckeritz1

L e r n a n geb ot 1K aka o ko n sumM 1 Kakao – mein süßer Begleiter im AlltagEndlich Sommer. Es ist heiß. Tim ist in der Stadt, in seinemLieblings-Eiscafé gönnt er sich ein Schokoeis Stress. Der Abgabetermin für die Hausarbeit naht, Celina sitztam Computer. Kaum hat sie einen Satz eingetippt, schon greiftihre Hand wieder in die Schüssel mit den Schokonüssen, dieneben ihr steht Aufstehen. Frühstück. Viel zu früh. Da heitern nur Schoko flakes die Laune von Paul auf Foto: Fairtrade FinnlandM 2 Dem Kakao auf der Spur – ErkundungKakaohaltiges ProduktKakaoanteilSonstige Informationen(z.B. Herkunft des Aufgaben1. Prüfe deinen Alltag und nenne Situationen, in denen duzu Produkten mit Kakao greifst.2. Erkunde bei dir Zuhause, welche kakaohaltigen Produktevorhanden sind. Fasse eine Auswahl in der Übersicht(M 2) zusammen.3. Erstellt in Gruppen eine Collage zum Thema „Kakao –mein süßer Begleiter im Alltag“. Vergleicht eure Collagen.4. Fasst gemeinsam Aussagen eurer Collagen in 3 bis 5Thesen zusammen oder formuliert 3 bis 5 Fragen, die ihrzum Thema Kakao/Schokolade gern beantwortet hättet.

le r n a n geb ot 2K aka o – w o ko mmt e r he r ?M 1 Der Kakao wächst am BaumFoto: TransFair e.V./Christian NuschM 2 Anbaubedingungen des KakaobaumsKakaobohnen sind die Samen des Kakaobaums. Die Blütenund später die Früchte sitzen direkt am Stamm und an starkenÄsten. Die gelblichen, rötlichen bis bräunlichen Früchte sindin 5 Längsfächer eingeteilt, die jeweils bis zu 10 Samen – dieKakaobohnen – enthalten. Etwa 5–7 Monate nach der Blütesind die Früchte reif. Es gibt zwei Erntezeiten in den MonatenOktober bis März (Haupternte) sowie Mai bis August.Um gute Erträge zu erzielen, muss der Kakaobaum einenfeuchten, tiefgründigen Boden vorfinden. Die Pfahlwurzelndes Kakaobaumes dringen etwa einen Meter tief in den B odenein. Im Jahresmittel sollten die Temperaturen etwa 25 C be tragen, wobei die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Csinken sollten. Als Schattengewächs verträgt der Kakao baumkeine direkte Sonneneinstrahlung. Auf Kakaofeldern werdendaher schattenspendende Pflanzen (z. B. Bananen, Palmen)zwischen den Kakao gepflanzt. Der Niederschlag sollte um2 000 mm pro Jahr liegen und sich möglichst gleichmäßigüber das ganze Jahr verteilen. Der Kakao baum kann sowohlim Flachland als auch in Höhenlagen angebaut werden.Die Beschreibung der Anbaubedingungen zeigt, dass die warmen, regenreichen Tropen beidseitig des Äquators zwi schen 20 nördlicher und südlicher Breite der ideale Standortfür den Kakaoanbau sind.Foto: TransFair e.V./Frank EichingerM 3 Zur Geschichte des KakaosEs gilt als sicher, dass Kakao in Mittelamerika schon lange alsNahrungs- und Genussmittel bekannt war. Als Geschenk von„Quetzalcoatl“ – dem gefiederten Gott des Windes – ange sehen, waren Kakaobohnen bei den Tolteken hoch geschätzt.Azteken, die im 12. Jahrhundert die Tolteken unterwarfen,übernahmen gern deren Kakao-Kultur und benutzten die Samenkerne der Kakaofrucht sogar als Zahlungsmittel.Da Kolumbus bei seiner Landung in Mittelamerika 1502*wenig Interesse am Kakao gezeigt hatte, blieb es HernandoCortez vorbehalten, nach der Eroberung des Aztekenreichesbei seiner Rückkehr nach Europa den ersten Kakao mit zubringen.Die ungesüßten Kakaozubereitungen der Azteken moch ten den Europäern jedoch nicht so recht munden, entsprachdoch ihr Geschmack recht treffend ihrem aztekischen Namen„xocoatl“, der aus xococ ( sauer, herb, würzig) und atl( Wasser) zusammensetzt. Erst nach Zugabe von Honig oderRohrzucker begann der Siegeszug der Kakaoerzeugnisse inalle Welt. Und aus dem aztekischen „xocoatl“ wurde mit derZeit Schokolade.* Kolumbus unternahm zwischen 1492 und 1504 insgesamt 4 Fahrten nach Amerika.Quelle: Infozentrum Schokolade, Rubrik: Geschichte (www.infozentrum-schoko.de)Aufgaben1. Fertige im Heft einen Steckbrief des Kakaobaums an(M 1, M 2). Beschreibe das Aussehen von Kakaobaum und-frucht; ergänze die Informationen, die du auf dieser Seitefindest, durch eine Internetrecherche.2. Die Klimadaten stammen von drei afrikanischen Orten.Begründe, warum sich zwei der Orte nicht als Standort fürden Kakaoanbau eignen. Errechne, falls nötig, die Jahres werte.3. Ergänze in dem Kakao-Steckbrief drei weitere Informatio nen zur Geschichte des Kakaos (M 3).Ort 1 CmmOrt 2 CmmOrt 3 27262626252424242526265782 216 243 337 486 725 776 638 388 15052Jahr

L e r n a n geb ot 3D e r W eg zum G e n ussM 1 Die Schritte in den Erzeugerländern 1245312345Fotos: TransFair/S. WalkshoferM 2 und in Industrieländernröstenbrechen Jede einzelne Kakaofrucht wird von Hand vom Stamm ge schnitten. Die Früchte, die sehr weit oben hängen, werdenmit langen Bambusstangen geerntet. An deren Ende ist einscharfes Messer befestigt.mahlendickflüssige Kakaomasse aus Kakaopulver und alzenpulverisierenconchieren(erhitzen und rühren)SchokoladeAbb. westermannKakaoKakao200 gaoKak kTrindeMain silBraKakaopulver Gleich nach der Ernte öffnen die Bauern mit scharfen Mes sern die Früchte und entnehmen die Samen. Für den fol genden Prozess, Fermentation genannt, werden die Samenin Holzkisten gefüllt. Durch Gärung wird das Fruchtfleischabgebaut. Dann werden die Bohnen gewaschen und ge trocknet. Anschließend werden sie auf ihre Qualität geprüftund in Säcke gepackt. Viele der Kakaobauern leben in abgelegenen Gebieten; siekennen oft den aktu ellen Weltmarktpreis nicht und sindaufgrund der mangelhaften Infrastruktur darauf angewie sen, dass die Händler zu ihnen kommen. Die Händler kau fen die Kakaobohnen gegen Bargeld auf und transportie ren sie zur Küste, wo die großen Containerschiffe warten. Die Endverarbeitung zu Schokolade und Kakaopulver er folgt meist nicht vor Ort, sondern in den großen Verbrau cherländern. Wie das geht, zeigt dir die Zeichnung.Aufgaben1. Beschrifte die Fotos mithilfe der Informationen (M 1).2. Immer mehr Kakaobauern geben ihre Plantagen auf undwandern ab in die Städte. Nenne Gründe und erläutere,was das für die Situation in den Städten und auf demLand bedeutet.3. Die Weiterverarbeitung des Kakaos zu Schokolade ge schieht zumeist in Industrieländern. Erkläre die Herstel lung der Kakaomasse und deren Verarbeitung zu Schoko lade und Kakaopulver (M 2).

le r n a n geb ot 4K aka o als W eltha n delsgutM 1 Wichtige AnbauländerM 2 Wichtige VerbraucherländerAngaben in 1 000 t, Erntejahr 2018/2019ElfenbeinküstePro-Kopf-Konsum von Rohkakao in kg 2014/20152 ien220Welt4 799Daten: ICCO 2019 (nach Schätzungen)Daten: ICCO 2017M 3 Produktion und Konsum gegenübergestelltKakaoproduzentenAfrika (Schätzung)Menge in 1 000 t2017/2018Anteil in %3518KakaoverbraucherMenge in 1 000 t 2015/2016Europa1 852Amerika1 254Amerika752Asien u. Ozeanien731Asien u. Ozeanien368Afrika154Welt4 638100Quelle: Kakaobarometer 2018; Südwind-Institut/Voice Network, Daten: ICCO 2018Welt3 991Anteil in %100Quelle: Kakaobarometer 2018; Südwind-Institut/Voice Network, Daten: ICCO 2018M 4 Kakaoweltkarte westermannLegendeAufgaben1. Veranschauliche in der Karte die wichtigsten Anbau- undVerbraucherländer (M 1, M 2).2. Berechne die Anteile der Kontinente an Produktion undVerbrauch (M 3).3. Die wichtigsten Lieferländer von Rohkakao für Deutsch land sind die Elfenbeinküste (56 %), Nigeria (19 %),Ghana (17 %) und Ecuador (4 %). Stelle in der Karte dieWaren ströme des in Deutschland verarbeiteten Kakaosdar.

L e r n a n geb ot 5 D e r K aka o p r e i sM 1 Wer verdient an der Schokolade?Seit 1948 hat sich die Weltkakaoproduktion vervierfacht. Inmehr als 30 Ländern des globalen Südens wird Kakao an gebaut – 14 Millio nen Menschen bestreiten ihren Lebens unterhalt mit seiner Produktion. In zahlreichen LändernWestafrikas und Latein amerikas ist die Kakao-ProduktionHaupteinnahme quelle von vielen Familien.Die Kleinbauern verkaufen an Zwischenhändler. Diese wiederum beliefern Unternehmen, die den Kakao mahlen undteilweise auch schon zu Schokoladenmasse weiter verarbeiten.Erst dann folgen die eigentlichen Schokoladenhersteller. Dieletzte Stufe bildet der Handel.M 2 Rohkakaoproduktion und -preiseUS- tin 1000 /71 75/76 80/81 85/86 90/91 95/96 2000/01 05/06 10/11 15/16 18/190 westermann (Daten: ICCO)M 3 Schwankende Preise –große MissständeAufgrund der stark schwankenden Kakaopreise können vieleKakaobauern nicht mehr in ihre Plantagen investieren. Eingroßer Teil der Bäume ist älter als 20 Jahre. Darüber h inaushaben die Bauern kein Geld, um ausreichende Mengen Dün ger und Pestizide zu kaufen. Dies führt dazu, dass sie in derRegel nur rund 400 kg Kakao je Hektar ernten – möglich wäremehr als das Doppelte. Auch die Regierungen vieler Anbau länder unterstützen die Bauern nicht in einem Maße, das not wendig wäre. Es fehlt an Weiterbildungsmöglichkeiten, Infra struktur wie Straßen und Schulen sowie an Möglichkeiten,Kredite aufzunehmen.Die Verarmung vieler Bauern führt auch dazu, dass siekeine Erntehelfer mehr bezahlen können. Daher setzten sieverstärkt Kinder ein. In Westafrika arbeiten HunderttausendeKinder bis zu 15 Stunden am Tag. Sie seien – so der Vorwurf –teilweise aus Mali und Burkina Faso verschleppt und nun aufPlantagen eingesperrt. Zehnjährige sehen durch die harteArbeit wie müde Alte aus. Sie schlafen auf dem nackten Bo den in Lehm- oder Holzhütten, ohne Elektrizität oder sanitäreEinrichtungen. Ein trauriges Detail ist auch, dass die Kinderselbst noch nie die Schoko lade gekostet haben, die hierzu lande so beliebt ist.nach: Südwind-Institut (Hrsg.): Fact-Sheet: Die Wertschöpfungskette von Schokolade.Siegburg 2012 (verändert und ergänzt)Aufgaben1. Beschreibe die Entwicklung der Rohkakaoproduktion undvergleiche diese mit der Preisentwicklung (M 2).2. Die Preise für Rohkakao schwanken stark. Beschreibe dieFolgen.3. Kakaobauer Koroma aus Ghana will seine Kakaobohnenverkaufen. Ein Zwischenhändler fährt mit seinem LKW vor.Schreibe auf, wie das Gespräch zwischen ihnen verlaufenkönnte.4. Im Supermarkt bezahlst du für eine Tafel Marken schokolade 89 Cent. Notiere, wer wie viel von diesemGeld erhalten soll (M 5).M 4 Marktmacht –die Kontrolle einiger wenigerFünf große Unternehmen kontrollieren 80 % des Handels mitKakao – sie kaufen die Bohnen in den Anbauländern, ver schiffen sie in die USA oder in die EU und veredeln sie. DieVerarbeitung wirft satte Gewinne ab, von denen die Wirt schaft der westafrikanischen Länder nicht profitiert. Auch derSchokoladenmarkt konzentriert sich auf wenige Akteure: Soerwirtschaften die sechs größten Konzerne 60 % des welt weiten Umsatzes mit Süßwaren. Die Millionen Kleinbauern im Süden stehen also einer kleinen Zahl an Großunternehmenmit großer Marktmacht gegenüber.M 5 Mein Vorschlag: 89 Cent für

le r n a n geb ot 6 D e r Fa i r e H a n del m i t K aka oM 1 Wer verdient wieviel an einer Tafel Schokolade für 89 Cent(mit konventionell gehandeltem Kakao)?*Bruttoeinnahmen Bäuerinnen und Bauern6,6 % (5,9 Cent)Inlandstransport0,5 % (0,4 Cent)Steuern/Vermarktungsbehörde4,2 % (3,7 Cent)Internationaler Transport0,3 % (0,3 Cent)Kosten am Ankunftshafen1,1 % (1,0 Cent)Internationale Händler0,2 % (0,2 Cent)Verarbeiter und Vermahler7,6 % (6,8 Cent)Hersteller35,2 % (31,3 Cent)Einzelhandel und Steuern44,2 % (39,3 Cent)*Die Werte für diese Beispielkalkulation können sehr stark variieren - je nachdem wie viel Kakao eine Schokolade enthält,wie hoch der aktuelle Weltmarktpreis für Kakao und der Endverkaufspreis der Schokolade ist.Foto: FairtradeQuelle: Preisgestaltung in der Wertschöpfungskette Kakao – Ursachen und Auswirkungen; Fountain/Hütz 2015M 2 Mehr Einnahmen durch FairtradeFairtrade-Partnerfirmen zahlen den Produzentengruppen denfestgelegten Mindestpreis – aktuell 2 400 US-Dollar/ Tonneplus 300 USD/Tonne für Bio-Kakao. Dieser garantiert denBauernfamilien unabhängig vom aktuellen Weltmarktpreis(2018/2019 lag dieser im Durchschnitt bei 2 268 US-Dollar/Tonne) ein regelmäßiges Einkommen. Übersteigt der Welt marktpreis den Fairtrade-Mindestpreis, wird den Produzentenstets der höhere Preis gezahlt. Fairtrade-Kooperativen erhal ten zusätzlich eine Fairtrade-Prämie für die gemeinschaftliche Verwendung.Der Mindestpreis hilft den Produzenten-Organisationendabei, dass durch die Einnahmen die Kosten einer nachhal tigen Produktion gedeckt werden. Die Prämie verbessert dieLebenssituation der Bauernfamilien und ihrer Dorfgemein schaften, da sie unter anderem in Gesundheit, Bildung, Um welt oder Ökono mie usw. investiert wird. Dabei entscheidendie Bauern und Beschäftigten selber darüber, wofür die Prä mie genau verwendet werden soll.Mittlerweile sind 263 Kakao-Produzentenorganisationen indas Fairtrade-System integriert. Trotzdem macht in Deutsch land der fair gehandelte Kakao bislang nur rund zehn Prozentder gesamten Kakaoproduktion aus.Was bei Fairtrade noch wichtig ist:‣ Vom Fairtrade-System profitieren über 1,7 Millionen Men schen, 89 % davon sind genossenschaftlich organisiertekleinbäuerliche Familienbetriebe (Stand 2017).‣ Die Genossenschaften müssen politisch unabhängig seinund eine demokratische Struktur aufweisen. Die Klein bauern sind an allen wichtigen Entscheidungen ihrerGenossenschaft direkt beteiligt.‣ Die Organisationen setzen sich für eine nachhaltige Ent wicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung ein.‣ Fairtrade verbietet den Einsatz von Gentechnik und fördertdie Umstellung auf biologischen Anbau.‣ Zwangsarbeit und ausbeuterische Kinderarbeit sind ver boten.M 3 Kakaobauern vor der KameraInfos zum FilmErfahrt, wie der faire Han del Kakaobauern in derElfen beinküste ein besse res Leben ermöglicht.Länge: 4:16 MinutenHerstellungsjahr: 2015Quelle: TransFair e. V.Download: www.fairtrade-deutschland.de/service/mediathek; Stichwort: Fairer KakaoAufgaben1. In Aufg. 4, Lernangebot 5 solltest du notieren, wer wieviel vom Verkaufspreis einer Tafel Markenschokoladeerhalten soll. Vergleiche deine Notizen mit den Angabenin M 1.2. Suche nach Gründen für die dabei festgestellten Unter schiede.3. Berichte anhand des Films (M 3) und der Materialien überdie Ziele und Tätigkeiten einer Kooperative.4. Bewerte die Entwicklungen in der Kooperative, über dieim Film berichtet wird.5. Prüfe, inwieweit du in deinem Alltag auf solche Entwick lungen Einfluss nehmen kannst und willst.

L e r n a n geb ot 7W i r i n A kt i o nM 1 Fairer oder konventioneller Handel?Der Einsatz von Gentechnik ist verboten.Die Bauern müssen zu dem Preis verkaufen,den ihnen die Zwischenhändler vorschlagen.Die Kakaobauern verdienen genug,um zu überleben.Viele Kinder müssen auf den Feldern arbeiten,statt zur Schule zu gehen.Globale Preisschwankungen wirken sich stark aufdas Einkommen der Bauern aus.Kakao wächst unter tropischen Bedingungen.Abnahmeverträge werden immer langfristig abgeschlossen.M 2 Informieren, kommentieren, mitmachen!Nur etwa 10 % des Kakaos der in Deutschland verkauften Schokolade ist fair gehandelt. Da geht noch was!Alle lieben Schokolade. Aber woher kommt der Kakaodafür? Felix von der Laden, bekannter YouTuber und Vlogger, wollte es wissen und reiste 2018 dafür in dieElfen beinküste. Begleitet ihn auf seiner Entdeckungs tour: www.felix-reisen-fuer-den-fairen- handel.de/elfenbeinkuesteAktionsvorschlag: Fair-KostungProbieren geht über studieren! Bietet auf einer Veranstaltungin eurer Schule fair gehandelte Schokolade zum Verkosten anund überzeugt so eure Mitschüler, Eltern und andere Lehrer.Stellt vorher im Unterricht Flyer mit den wichtigsten Infor mationen aus dieser Lerneinheit zusammen. Zusätzlich könntihr kostenloses Informationsmaterial von TransFair o nlinebestellen und auslegen oder Filme über Fairtrade-Kakao aufeiner Leinwand o: TransFair e.V., S. BeylandFelix’ Reisen für den fairen HandelFoto: 25mate Paul SydowAufgaben1. Wähle drei Behauptungen (M 1) aus und entscheide,ob sie den fairen Handel und/oder den konventionellenAnbau zutreffend beschreiben. Begründe deine Antwort.2. Bringt den fairen Handel an eure Schule! Ob im Unter richt, am Schulkiosk oder während der Projektwoche.Die Kampagne Fairtrade-Schools macht’s möglich.Tipps, Ideen und viele kostenlose Materialien findet ihrunter www.fairtrade-schools.de

Zeit Schokolade. * Kolumbus unternahm zwischen 1492 und 1504 insgesamt 4 Fahrten nach Amerika. Quelle: Infozentrum Schokolade, Rubrik: Geschichte (www.infozentrum-schoko.de) J F M A M J J A S O N D Jahr ort 1 c 13 14 17 21 25 27 28 28 26 24 20 15 mm 4 5 3 10 8 ort 2 c 21 21 20 17 15 13 13 13 14 16 18 20 mm 12 8 17 47 84 82 85 71 43 29 17 11