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uralgievon A bis Z InformationenSelbsthilfegruppe TrigeminusneuralgieDuisburg/Niederrhein

Trigeminusneuralgie – Mitten aus dem LebenEin sperriges Wort und was dahinter steht, weißeigentlich nur der Betroffene und natürlich seineihn behandelnden Ärzte.„Oh, Sie haben Zahnschmerzen“, sind die gängigsten Bemerkungen, wenn Mitmenschen einenvon einer Attacke geplagten Betroffenen sehen.Was mich am meisten erschüttert hat, sind die direkten Kontakte mit Nicht-mehr-weiter-wissendenLeidenden. Sie wollen diese grässlichen Attackennicht mehr ertragen. Sie greifen zu allem, wasSchmerzen reduziert. Manche wollen gar nichtmehr. „Das Leben macht so keinen Sinn mehr!“Das sagen vor allem die allein Lebenden. Die mitLebensgefährten oder Ehepartner bekommen mit,wie ihre Angehörigen an diesem Leid mittragen.Das zieht runter.Das sollte so nicht hingenommen werden. Esgeht immer im Verbund mit Angehörigen undÄrzten um die Schmerzreduzierung und dadurchum Verbesserung der Lebensqualität.Darum geht es auch in dieser Broschüre zur Trigeminusneuralgie. Wir brauchen Hilfe von außen.Niemand steht für sich allein, aber es muss erkennbar sein, dass die Hilfe auch angeboten wird.Harald JeschkeSprecher der SelbsthilfegruppeTrigeminusneuralgie Duisburg/Niederrhein2

eschichteSeite24-678 - 1112 -14Notfall TrigeminusneuralgieDuisburg/Niederrhein15Adresse / Kontakt16Notizen3

4AkkupunkturLat acus (Nadel) – punctio Stechen, Teilgebiet der traditionellenchinesischen Medizin TCM – kann auch bei TrigeminuspatientenSchmerz lindernAkuttherapiePhenytoingabe – Wirkstoff bei EpilepsienAmalgamZahnfüllungen oder -kronen, die zu Schwermetallvergiftungenführen können und evtl. Trigeminusreiz auslösenAmitriptilinArzneistoff aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva, derin erster Linie zur Behandlung von Depressionen verordnet wirdAstronautennahrungHilfreich bei Nahrungsaufnahme, wenn bei gereiztem Trigeminusnerv diese erschwert wirdBaclofengegen MuskelspastikBallon-Kompression desGanglionsIn Kurznarkose wird ein kleiner Ballon in das Ganglionvorgeschoben und aufgeblasen. Dies führt zur Zerstörung derSchmerzfasern.BruxismusZahnknirschen siehe Z - falscher BissCarbamazepinDibenzazepine und Antikonvulsivum, Trigeminusneuralgien oderfür diabetische Neuropathie und bipolaren StörungenChronischeSchmerzenVerselbständigung des Schmerzes – er wird zur eigenständigenKrankheit, der Schmerzkrankheit. Häufigste chronische Schmerzen: Rücken- und Kopfschmerzen, gefolgt von Nervenschmerzen.CitalopramArzneistoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und wird in der Behandlung vonDepressionen eingesetztCMDCraniomandibuläre Dysfunktion - Schmerzen und Funktionsstörungen von Kaumuskeln und Kiefergelenken durch Stress undFehlkontakteCTComputertomografie - ein medizinisches Verfahren zur Darstellung von rvenwurzelblockadenComputertomographisch (CT) gesteuert, werden lokal wirksameBetäubungsmittel direkt an die schmerzauslösenden Nervenwurzeln, Wirbelgelenke oder Rippennerven gespritzt und dadurchkönnen mittel- bis langfristige Schmerzlinderungen erzielt werdenCyberknife o.Gamma-Knifestrahlenchirugische TherapieDekompressiongereizten oder unter Druck stehenden Nerv entlastenDepressionensiehe Amitriptilin, Citalopram, DuloxetinDopplerUltraschall-Untersuchung der hirnzuführenden Gefäße am Hals(extrakranielle Dopplersonographie) sowie des Gehirns (intrakranielle Dopplersonographie.DuloxetinArzneistoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und wird in der Behandlung vonDepressionen eingesetztDrillingLat. TrigeminusEEGElektroenzephalographie - Aufzeichnung der elektrischenAktivität des GehirnsEmlaWirkstoffhaltiges Pflaster –Lokalanästhetikum / Lidocain u. Prilocaim)EnoraleBlockadeBlockade des Ganglion cervicale superius.

FelsenbeinSchädelbasisGabapentinAntikonvulsiva, zur Behandlung der Epilepsie und bei TrigeminusGamma KnifestereotaktischeBestrahlungEinzellaser Strahlentherapie (Röntgen-Strahlung) - verschiedenePunkte rund um den Kopf millimetergenau auf ein festgelegtesZielgebiet im Schädel gerichtet z.B.l auf Nervenknoten MittelohrGanglionblockade(Halsganglion)Blockade des oberen Halsganglions zur Schmerztherapie - Ansammlungen von Nervenzellkörpern (Ganglien), die im Bereichdes Halses Teil des Grenzstranges sindGesichtsschmerzAm 7. Oktober wird in den USA seit 27 Jahren der „Tag desGesichtsschmerzes begangenGLOAGanglionäre lokale OpioidanalgesieIdiopathischerSchmerzUngeklärter HerkunftInvasiveVerfahrenLat.: einfallend, eindringendKieferZahnärzl. BehandlungenLevetiracetam (Wirkstoff) z.B imMedikamentKeppraAntiepileptikaLyrica –neuer NamePregalinAntikonvulsiva, zur Behandlung der Epilepsie u.a.KaumuskulaturKraniomandibuläre DysfunktionenKeppraWirkstoff LevetiracetamKoagulationInjektion von GlycerolLamotriginArzneistoff aus der Gruppe der AntiepileptikaLevetiracetamEbenfalls ein Arzneistoff aus der Gruppe der AntiepileptikaMikrovaskuläre Dekompression nachJannettaneurochirurgischer Eingriff, bei dem krankhafte Kontaktezwischen Arterien und Hirnnerven beseitigt werden (Öffnung desSchädels)Misoprostolzur Behandlung der Trigeminusneuralgie bei Multipler SklerosewirksamMotorikKau- und SchläfenmuskulaturMRTMagnetresonanztomographie des Schädels (Synonyme: cranialeMRT. Hirn-MRT – oder auch KernspintomographieMyoarthropathie und CMDSchmerzen und Funktionsstörungen von Kaumuskeln undKiefergelenken durch Stress und FehlkontakteNervenreizungdurch Gefäßschlingen n um Basenhaushalt zu regulieren bei Verdachtauch Schwermetalle, die TN auslösen könnenOxcarbazepinGegen Übererregbarkeit von Nervenzellenvergleichbar mit Carbmazepin5

OberkieferastMittlerer tige SchmerzattackenPerkutaneVerfahrenDurch eine Nadel wird entweder eine Radiofrequenzsondezur temperaturgesteuerten Ausschaltung des Trigeminusnervseingeführt oder ein Ballonkatheter eingeführt.PhenytoinArzneistoff zur Dauerbehandlung der Epilepsie (Antikonvulsivum)PimozidWirkstoff aus der Gruppe der Neuroleptika mit antipsychotischenEigenschaftenPregalin –früher Lyrica6RadiochirurgieBestrahlung des TrigeminusnervsStereotaktischeBestrahlungs. Gamma Knife - Gamma-Knife bzw. mit Linearbeschleunigernbei Patienten mit kleinen Tumoren. Auf diese Weise bleibt bei95% der Patienten die Gesichtsnervenfunktion erhaltenStirnastOberer Trigeminusnerv-AstTag derseltenenKrankheiten85 Nationen begehen diesen am 28. FebruarTenstranskutane elektrische Nervenstimulation - elektromedizinischeReizstromtherapieTemgesic –sublingualSchmerzmittel (Opioid)Topiramat(Handelsname: Topamax,Filmtablettenoder Kapsel)Arzneistoff gegen Epilepsie und MigräneTramalSchmerzmittel (Opioid)Trigeminuslat. DrillingFünfter Hirnnerv mit drei ÄstenTrigeminusneuralgieauch Tic douloureux genanntTriggerzonenBlitzartige Schmerzauslösung, AuslösungszonenUnterkieferastUnterer von drei atisWirkstoffhaltiges Pflaster mit LidocainWurzel(Zahn)Eine Entzündung im Bereich einer Zahnwurzel kann zu ähnlichelektrisierenden Schmerzen führen wie bei einer Trigeminusneuralgie. Deshalb sollte man sich zahnärztlich untersuchen undgegebenenfalls eine Röntgenaufnahme der Zähne anfertigenlassen, wenn die Trigeminusneuralgie im zweiten oder drittenNervenast (im Ober- oder Unterkieferbereich) ausgeprägt ist.ZahnproblemeZahnärztliche Untersuchen und ggf. Röntgenaufnahme derZähne, wenn die Trigeminusneuralgie im zweiten oder drittenNervenast (im Ober- oder Unterkieferbereich) ausgeprägt ist.ZahnknirschenBruxismus – Ursache: Schlecht sitzende Füllungen, Kronen, Brücken oder Prothesen oder auch kieferorthopädische Fehlstellung.

HELIOS-KlinikenBad AiblingSchön Klinik Bad AiblingBad BellingenMediClin Seidel KlinikBad BergzabernEdith-Stein-FachklinikBad BerleburgHELIOS KlinikenBad BerkaNeurologieBad CambergNeurologische RehabilitationsklinikBad DübenMediClin Reha-Zentrum Bad DübenBaden-BadenKlinikum MittelbadenBad GöggingReha-ZentrumBad GriesbachKlinik Stift RottalBad HomburgWicker KlinikBad KarshafenRehaklinik CarolineumBad KötzingCapio Klinikum MaximilianBad KrozingenPark-KlinikumBad LiebensteinFachklinik Bad LiebensteinBad Malente-GremsmühlenAugust-Bier-KlinikBad MergentheimCaritas KrankenhausBad NauheimParkinson KlinikBad NenndorfKlinik NiedersachsenBad Neustadt/SaaleNeurologische KlinikBad OeynhausenMATERNUS-Klinik für RehabilitationBad OeynhausenKlinik am OsterbachBad OeynhausenKlinik am RosengartenBad OrbMediClin RehazentrumBad PyrmontEvangelisches Bathildis KrankenhausBad PyrmontPsychosomatische FachklinikBad SchönbornSankt Rochus KlinikenBad SchwalbachNeurologie im Klinikzentrum LindenalleeBad SegebergSegeberger KlinikenBad Sooden-AllendorfKlinik Hoher MeissnerBad StaffelsteinSchön Klinik Bad StaffelsteinBad UrachErmstalklinik, Klinikum am Steinenberg ReutlingenBad WildbadKliniken QuellenhofBad WildungenAsklepios Kliniken - Fachklinik FürstenhofBad WildungenWestend-KlinikBad WildungenWicker KlinikBad WindsheimKiliani-KlinikBad ZwestenNeurologisches ZentrumBaden-BadenStadtklinik Asklepios Neurologische Klinik FalkensteinÜbermittelt vom Deutschen HeilbäderverbandKlinikAhrenshoopHeilbäder und Kurorte mit Kliniken mit neurologischen SchwerpunkteOrt7

Anhaltender idiopathischer GesichtsschmerzAnhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz (neuere Bezeichnung für „atypischer Gesichtsschmerz“) ist definiert alsGesichtsschmerz, der nicht die Charakteristika einer Neuralgie besitzt und nicht durch eine andere (neurologische)Erkrankung bedingt ist. Der Schmerz ist täglich vorhanden,überwiegend kontinuierlich, einseitig und schlecht lokalisierbar. Sensibilitätsstörungen oder andere Ausfälle liegen nichtvor. Zusatzuntersuchungen, inklusive Röntgendiagnostik vonGesicht und Kiefer, sind meistens unauffällig. Eine Verletzungoder Operation von Gesicht, Kiefer und Zähnen kann denSchmerz aber ursprünglich einmal ausgelöst haben.DiagnostikDie Diagnose stützt sich auf die Anamnese sowie einen unauffälligen Untersuchungsbefund. Charakteristisch ist einüberwiegend einseitiger Dauerschmerz, der schlecht lokalisierbar ist und typischerweise Auge, Nase, Wange, Schläfeund Kiefer betrifft. Die Oberkieferregion ist bevorzugt; ein Seitenwechsel und ein Auftreten an mehreren Stellen gleichzeitigsind möglich. Der Schmerz unterbricht den Schlaf nur seltenund ist tagsüber kontinuierlich mit wechselnder Intensität vorhanden. Der Schmerz wird oft als tief und bohrend beschrieben. Manche Patienten beschreiben ihn auch als quälendoder zermalmend. Einschießende Sekundenschmerzen undTriggerzonen wie bei der Trigeminusneuralgie treten nicht auf.Sehr häufig wird jedoch von den Patienten eine Verschlimmerung der Schmerzen durch Kälteeinwirkung beschrieben.Sensible Ausfälle sind meistens nicht vorhanden.Apparative UntersuchungenZum Ausschluss von behandelbaren Ursachen für Gesichtsschmerzen sind je nach Lokalisation augenärztliche, Hals-Nasen-Ohren-ärztliche oder zahnärztliche Untersuchungen mitentsprechender bildgebender Diagnostik erforderlich. Dabeiist aber stets kritisch zu überprüfen, ob ein krankhafter Untersuchungsbefund dann tatsächlich auch ursächlich mit demGesichtsschmerz in Zusammenhang steht.UrsachenManche Autoren nehmen eine psychogene Ursache an.Viele Patienten haben aber ein Trauma oder Operationen imHNO- oder Zahn-, Mund- und Kiefergebiet mit danach anhaltenden Schmerzen hinter sich, wobei diesbezüglich dannVerletzungen der Nervenenden diskutiert werden. Allerdingsist oftmals auch ein vorhandener Schmerz der Auslöser fürdie erste Operation, dessen ursprüngliche Ursache wiederumunklar ist.8

Nach invasiven Eingriffen an Zähnen (z.B. Extraktion, Wurzelspitzenresektion, Wurzelkanalbehandlung) kann sich einelokalisierte Form des Gesichtsschmerzes entwickeln, die sogenannte „atypische Odontalgie“, bei der ein dem Phantomschmerz vergleichbarer krankhafter Mechanismus angenommen wird (Türp 2005).Bei einem Teil der Patienten liegen zusätzliche Schmerzsymptome vor, wie chronischer Rücken- oder Nackenschmerz,eine Myoarthropathie des Kausystems, Migräne, ein Colonirritabile oder eine Dysmenorrhö (Feinmann 1993).TherapieEin ausführliches Aufklärungsgespräch stellt bei Patienten mitlanger Vorgeschichte und frustranen (vergeblich, ohne Effekt)diagnostischen Prozeduren bzw. ebenso frustranen Therapieversuchen (Antibiotika wegen „Sinusitis“ (Entzündung derNasennebenhöhlen), Extraktion gesunder Zähne) den erstentherapeutischen Schritt dar.Dabei muss klargestellt werden, dass beim anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerz eine organische Schmerzursache nicht fassbar ist, wiederholte apparative Untersuchungennicht zweckmäßig sind und operative Eingriffe ohne eine klarfassbare schmerzassoziierte Läsion nicht durchgeführt werden dürfen, zumal sie die Beschwerden sogar unterhaltenkönnen.PharmakotherapieEin Therapieversuch mit einem trizyklischen Antidepressivum sollte analog zum Kopfschmerz vom Spannungstyp (s.entsprechende Leitlinie) und anderen chronischen Gesichtsschmerzen (Sharav et al. 1987) gemacht werden (Guler et al.2005). Venlafaxin zeigte in einer kleinen kontrollierten Studieeine mäßige Wirkung bei der Behandlung des anhaltendenidiopathischen Gesichtsschmerz (Forssell et al. 2004). Alternativ kann Duloxetin verwendet werden.Antikonvulsiva wie Carbamazepin, Oxcarbazepin, Gabapentin, Pregabalin oder Topiramat (Volcy et al. 2006) könnenebenfalls versuchsweise eingesetzt werden, ggf. auch inKombination mit einem Antidepressivum.Verhaltenstherapie, HypnoseVerhaltenstherapeutische Maßnahmen werden empfohlen,um Ängste abzubauen und den Patienten zu einer realistischeren Schmerzeinschätzung und zur Schmerzbewältigungzu verhelfen (Paulus et al. 2002). Hypnose führte in einer einfach blinden Studie nach 4 Wochen zu mehr Schmerzlinderung als Entspannungstraining (Abrahamsen et al. 2008).Aus: „Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurolo9

gie“, Kapitel „Kopfschmerzen und andere Schmerzen“ vonFrau Prof. Dr. Claudia Sommer, Neurologische Klinik der Universität Würzburg, für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) im September sichtsschmerzMedikamenteDie allgemein bekannten Schmerzmedikamente wie Ibuprofen, Dolomite oder Diclofenac sind oft wirkungslos bei Trigeminusneuralgie und entfalten ihre Wirkung auch erst viel zuspät (erst nach 30 Minuten) um Schmerzattacken zu lindern.Da diese Attacken jederzeit und ohne Vorwarnung auftretenkönnen, in den meisten Fällen tun sie es, wird sehr oft vorbeugend zu einer medikamentösen Dauertherapie mit speziellenSchmerzmedikamenten gegriffen. Sehr häufig kommen dafürTabletten, die den Wirkstoff Carbamazepin enthalten, zumEinsatz.Hierbei handelt es sich meist um Medikamente, welche Epileptiker verschrieben bekommen. Die Dosis der Medikamentewird dabei Schritt für Schritt gesteigert bis die Schmerzattacken nachlassen oder ganz aufhören. Neben Carbamazepinwerden auch Oxcarbazepin und Baclofe als alternative Wirkstoffe eingesetzt. Meist als Monotherapie (nur ein Wirkstoff).Aber diese können auch in Kombination verabreicht werdenwenn der Betroffene sehr starke Schmerzen hat. Bei AkutenSchmerzen kann man unteranderem stationär im Krankenhaus mit Phenytoin behandelt werden.Mikrovaskuläre Dekompression nach JanettaHierbei handelt es sich um eine Operation unter Vollnarkose!Hierbei wird in einer Operation eine kleine Öffnung in denSchädel geschaffen, hinter dem Ohr. So wird die Wurzel desTrigeminusnervs frei gelegt und zwischen der Nervenwurzel und den Blutgefäßen, die den Nerv reizen, ein kleinesKunststoffpolster gelegt. Um die 98 Prozent sind sofort oderkurz nachdem Eingriff beschwerdefrei. Aber im Vergleich zuanderen Operationen ist die mikrovaskuläre Dekompressionmit einem höheren Operationsrisiko verbunden. In bis zu 3Prozent der Fälle kann es durch die Operation zu einseitigemHörverlust sowie Blutungen und einer Schwellung des Kleinhirns kommen. Jedoch tritt nach einer erfolgreichen Operationdie Trigeminusneuralgie seltener erneut auf.Ganglion-Gasseri-TechnikenHierbei handelt es sich um Operationen mit örtlicher Betäubung oder Vollnarkose!Die Ganlion-Gasseri-Techniken sind Eingriffe durch die unverletzte Haut hindurch am oder im gebildeten Nervenknoten10

(Ganglion Gasseri) vom Trigeminusnerv. Wenn bei einem Patienten keine Vollnarkose infrage kommt geschieht die Durchführung der Operation unter örtlicher Betäubung.Beim Eingriff selbst wird eine Nadel über die Wange bis hinzum Nervenknoten geführt. Der Operateur zerstört dann mithilfe dieser Nadel die Nervenfasern die für die Schmerzleitungverantwortlich sind. Hierfür gibt es 3 Techniken. mechanisch Ballonkompression - mit einem Ballonkatheter thermisch Thermokoagulation - durch Hitze über eine Sonde chemisch Glyzerinrhizolyse - durch GlyzerinDurch die Ganglion-Gasseri-Techniken kann man hohe Erfolgsraten bis über 90 Prozent erzielen bei der Trigeminusneuralgie-Therapie. Sehr viele Betroffene sind auch nach Jahrenbeschwerdefrei. Doch vor allem bei der Ballonkompressionkann es sein das die Trigeminusneuralgie nach einer gewissen Zeit erneut auftritt. In sehr seltenen Fällen kann so einEingriff auch zu einem Dauerschmerz (Anaesthesia dolorosa)führen. Nebenwirkungen einer Operation nach Ganglion-Gasseri-Techniken kann sein das die Berührungs- und Druckempfindlichkeit sich vermindert oder die Betroffenen Empfindungsstörungen in der betroffenen Gesichtshälfte haben.Radiochirurgisches VerfahrenRadiochirugische Verfahren stellen eine schonendere Alternative zu Operationen dar.Hierbei wird nach der sogenannten Gamma-Knife oder Cyber-Knife der Trigeminusnerv nahe des Hirnstamms einmaligmit einer hohen Strahlendosis bestrahlt. Ein operative Öffnung des Schädels wie bei Ganglion-Gasseri-Techniken istnicht erforderlich. So ist auch die Komplikationsrate geringeraber gleichzeitig die Erfolgsaussichten niedriger.Wird dieses Verfahren an Betroffenen durchgeführt die sichvorher keiner anderen Operation (siehe oben) unterzogenhaben sind 63 bis 75 Prozent der Patienten mit Trigeminusneuralgie danach schmerzfrei. Wenn eine andere Operationstattgefunden hat im Vorfeld sind die Erfolgsaussichten deutlich schlechter. Auch tritt die Wirkung dieser Therapie erst vielspäter ein als bei anderen Verfahren und Operationen. Oftdauert es einige Woche bis eine spürbare Schmerzlinderungeinsetzt.11

Eine TN:Wo:Art:Manfred1961Berlinseit 2006 bis 2016rechts oben, 1. Asttypisch kurz einschießender Schmerz ( 1 Sekunde)TN-Verlauf2006 - 2007, Carbamazepin ca. 200 - 400 mg hatten gereicht2008 - 2009, komplett schmerzfrei ohne Medikamente2009 - 2016, 400 mg Carbamazepin hatte nicht mehr gereicht.Umstieg auf Gabapentin, Dosis über die Jahre erhöht. Versuche die Dosis leicht zu reduzieren, waren gescheitert.Dosis Gabapentin in mg 2009 - 2010: unter 2000 2011: 2100 2012: 2700 2100 2000 2013: 2000 2100 3000 2014: 2900 2700 3600 (später plus Novaminsulfon) 2015: knapp unter 3600 (plus Novaminsulfon) 2016: 3600 mg (plus Diverse)2016Ende Juni kamen die Schmerzattacken wieder durch. Im Julihatte ich 1030 Schmerzattacken mit einem Tageshöchstwertvon 168. Glücklicherweise waren die nicht ganz so heftig,weil sie noch durch die Medikamente gedämpft wurden.Die 6 Wochen von Ende Juni bis zur OP Anfang Augustwaren der Tiefpunkt in meiner „TN-Karriere“. Ständig befandich mich in einer Art Schutzhaltung um nicht wieder eineAttacke auszulösen. Viele von euch kennen die Situationensicherlich selber: T-Shirt über den Kopf ziehen, Rasieren,Zähneputzen, Haare waschen, etc. Das Essen schnitt ich mirin kleinste Stücke, damit ich den Mund nicht zu weit aufmachen musste. Es gibt so viele simple Situationen im täglichenAlltag die man meistern muss - und das mit TN.Die Schulmedizin brachte also keine Lösung mehr. Ich galtals therapieresistent und ließ mich somit zur OP beraten;ich war voll überzeugt auch weil drei Ärzte unabhängig voneinander dazu geraten hatten. Weiterhin hatte ich mit zweiBetroffenen gesprochen, die die OP ebenfalls hatten machenlassen - erfolgreich.Als schnelle Hilfe bis zum OP-Termin ließ ich noch eineGLOA-Infiltration in der neurologischen Schmerztherapie12

Charité Virchow machen. Das ist eine Spritzentherapie dieden Nerv für einen kurzen Zeitraum (Tage oder sogar Wochen) blockiert. Ich hatte im Abstand von 3 Tagen jeweils 3Spritzen bekommen; eine in den Rachen, eine in die Wangekurz vor dem Ohr und eine in die Augenbraue (weil bei mirder 1. Ast betroffen war). Es scheint geholfen zu haben, dennschon 3 Tage vor der OP war ich bei Null Schmerzattacken.Krankenhaus-Aufenthalte 2016Charité Benjamin-Franklin: Nephrologie: Im Juli, 4 Tage weil Natriumwert in denKeller ging (wahrscheinlich wegen Oxcarbazepin). Neurochirurgie: Im August, Janetta-OP (mikrovaskuläreDekompression) wurde erfolgreich durchgeführt. Aufenthalt 4 Tage. Dermatologie: Im September, 6 Tage wegen Medikamenten-Allergie Typ 4 (verzögertes Auftreten). Hautausschlag an vielen Stellen des Körpers. Wurde mit Kortison behandelt. Verursacher - wahrscheinlich Phenytoin,oder Amitriptilin.Medikamente Carbamazepin: 1. Wahl bei TN. Ist Ok, wenn bis 400mg helfen. Eine höhere Dosis kann auf die Leber gehen(g-GT, Normwert 66. Nur 400 mg Carbamazepin resultierten in einen g-GT von 88 bzw. 132 in Kombinationmit Gabapentin).Gabapentin: Hat mir immer gut geholfen. Nebenwirkungen - Schwindel, Gleichgewicht, Reaktionszeit,Müdigkeit, Psyche, das Übliche, aber nichts wirklichGravierendes.Duloxetin: Habe ich nicht vertragen. Blutdruck schnellthoch. Unruhe, Nervosität.Oxcarbazepin: Habe ich nicht vertragen. Blutdruckschnellt hoch. Unruhe, Nervosität. Senkt Natriumwert inkritischen Bereich. Brachte mich in die Notaufnahme.Phenytoin: Als Zusatzmedikament mit 300 mg zu 3600mg Gabapentin hatte es ein wenig geholfen. Achtung Leberwerte beobachten. Hat bei mir wahrscheinlich zumHautauschlag geführt (Medikamenten-Allergie Typ 4).Citalopram: Antidepressivum, geringe Dosis gut vertragen.Amitriptilin: Antidepressivum (evtl. Risiko auf Hautauschlag).DiversesIm Rahmen der klaren Erst-Diagnose 2006 beim Neurologen wurden noch folgende Untersuchungen durchgeführt:Doppler, EEG, CT.In 2010 hatte ich noch eine Akupunktur-Session gemacht.13

14 mal war ich da und hatte ca. EUR 1.000 aus eigener Tasche bezahlt. Wirkung 0. Ich muss zugeben, dass ich nichtwirklich auf die alternativen Behandlungsmethoden stehe.Schön, dass andere darauf ansprechen - ich tue es nicht.Zusammenfassend kann ich nur jedem Betroffenen raten,sich selber in das Thema einzulesen (Buch www) undeinen regen Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten (Forenund Selbsthilfegruppe) zu führen. Wegen der Seltenheit vonTN kennen viele Ärzte / Neurologen die Krankheit nicht sogut und können oftmals nur nach Schulbuch versuchen zuhelfen. Da jeder Mensch anders reagiert gibt es jedoch keinegoldene Regel.Noch nehme ich die 3600 mg Gabapentin. Erst 3 Monatenach der OP werde ich den Ausschleichprozess beginnenund drücke mir fest die Daumen, dass ich ohne Beschwerden auf 0 mg komme.Rückblickend war das letzte Jahrzehnt aus TN-Sicht nichtso prickelnd. Jedoch war ich dank entsprechender Medizinfast immer beschwerdefrei. Nur durch meine Versuche dieDosis wieder leicht zu reduzieren ( jeweils 2-3%) kamen dieSchmerzen ein wenig wieder; natürlich hatte ich die Dosisdann gleich wieder erhöht. Wenn ich mir da andere Leidenswege von euch durchlese, da läuft mir jedes Mal ein Schauerden Rücken runter.Links TN / P - Mikrovaskuläre Dekompression nach Janetta /https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrovaskuläre DekompressionGLOA-Infiltration / rofessor Dr. med. Peter Vajkoczy (Charité Berlin) ochirurgie-Berlin-Prof-Vajkoczy-LebenslaufBuch / /ref sr 1 1?ie UTF8&qid 1476082015&sr 8-1&keywords trigeminusneuralgieTN beschrieben von der Deutschen Gesellschaftfür Neurologie / inusneuralgieWenn mich jemand persönlich kontaktieren möchte. sehrgerne. Ich bin auch meistens bei den Treffen der BerlinerGruppe dabei.14

NotfallTrigeminus-Neuralgie GesichtsschmerzIch habe eine akute SchmerzattackeIch kann nicht sprechenBitte verständigen Sie1. Frau/HerrnTel.2. Ein Taxi für die Fahrt zum Arzt/KrankenhausAnschrift3. Den NotarztBrennen / blitzartigstromstoßartige Gesichtsschmerzen im gesamtenstromstoßartige Gesichtsschmerzen oberen Bereichstromstoßartige Gesichtsschmerzen mittleren Bereichstromstoßartige Gesichtsschmerzen unteren BereichMedikamenteMedikamenteDosisCarbamazepin 400DosisDosis800120015

ruppe TrigeminusneuralgieDuisburg/NiederrheinHarald JeschkeWildungerstr. 25 47259 DuisburgTelefon: 0203-710968E-Mail: lgie Deutschland e.V.Das deutschsprachige Netzwerk fürTrigeminusneuralgie- und Gesichtsschmerz-PatientenIn Kooperation mit den Sana Kliniken Duisburgwww.sana-duisburg.de

Bad Pyrmont Psychosomatische Fachklinik Bad Schönborn Sankt Rochus Kliniken Bad Schwalbach Neurologie im Klinikzentrum Lindenallee Bad Segeberg Segeberger Kliniken Bad Sooden-Allendorf Klinik Hoher Meissner Bad Staffelstein Schön Klinik Bad Staffelstein Bad Urach Ermstalklinik, Klinikum am Steinenberg Reutlingen