Transcription

Die Zeitschrift der DLRG Bayern . Ausgabe1 . 2014Bayern aktuellDoppelte Prämierung für Augsburger ProjektFörderpreis „Helfende Hand 2013“Offiziersanwärter retten Vater und Sohn vor dem ErtrinkenDLRG ehrt Soldaten in besonderem EinsatzDLRG-Jugend BayernWinter ist Eisregeln-Zeit:Prämierte Comics, Flyer und Plakate kostenfrei bestellenbayern.dlrg.de

EditorialHorst AuerLeiter VerbandskommunikationDLRG BayernAuf ein Neues!Oder so ähnlich wünscht man sich gegenseitig in der Silvesternacht. Und wir in der DLRG Bayernstarten ebenso in ein neues Jahr. Mit neuen Herausforderungen, die wir gerne angegangen sindund auch weiterhin angehen. So haben wir nach längerer Vorarbeit die Titelseite unserer Verbandszeitschrift neu gestaltet. Dem Wunsch nach einer optischen Anpassung an die bundesweite Verbandszeitschrift wurde damit Rechnung getragen.Ehrenamtliches Engagement ist weltweit kaum so ausgeprägt, wie in Deutschland. Viele sind derMeinung, dass ohne das Ehrenamt so manche Aufgabe nicht mehr getan werden könnte. Umsobedeutender ist es dann, wenn verdiente Menschen für ihren – zum Teil Jahrzehnte langen – Einsatz geehrt werden können. Auch in dieser Ausgabe dürfen wir uns dieser Tatsache widmen.Auch in dieser Ausgabe berichten wir gerne über die Aktion „Sichere Schwimmer“. Bei dem Startdes Projekts in Neumarkt war Staatssekretär Bernd Sibler anwesend und konnte sich dabei von derQualität überzeugen. In diesem Zusammenhang gilt es auch, das Medienecho solcher Aktionen zuerwähnen. Ob große Zeitungsartikel oder Radiointerviews – die DLRG Bayern genießt einen sehrguten Ruf in der Öffentlichkeit.Dies zeigen u.a. auch die Berichte über Absicherungen bei Dreharbeiten, Kindergartenaktionen unddem Zugpferd unter den Breitensportaktivitäten überhaupt – dem 24-Stunden-Schwimmen. Oderdie Auszeichnung mit einem kommunalen Ehrenpreis. All das sind wichtige kleine Mosaiksteinchen, die zum Bild der DLRG Bayern beitragen.Ein Wort in eigener Sache: in der letzten Ausgabe wurde ein Fotowettbewerb gestartet. Ziel dessenwar es, gute Fotos zu prämieren, die dann für die bayernweite Öffentlichkeitsarbeit verwendetwerden können. Die Resonanz auf den Wettbewerb hätte intensiver sein können. Ich mache diekurze Zeitspanne in Verbindung mit den Feiertagen und dem Jahreswechsel verantwortlich underachte die Verlängerung der Frist für geboten. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.Viel Spaß beim Lesen wünscht2BAYERN AKTUELL 01 - 2014

i nhalt2EDITORIALvon Horst Auer, Leiter VerbandskommunikationBUNDESWEIT4Jetzt bewerben! Zentraler Wasserrettungsdienst Küste5Langjähriges Engagement gewürdigt Jürgen Bonnemann erhält Auszeichnung„Du schaffst es“ Kinder- und Jugendbuch der DLRGDLRG BAYERN678Offiziersanwärter retten Vater und Sohn vor dem ErtrinkenFörderpreis „Helfende Hand 2013“Doppelte Prämierung für das Augsburger Projekt der ARGE10Hochwasser: Zusammenhänge erkennen, Vorbereitungen treffen11Digitalfunk: DLRG bei Flächen- und Massentests im Süden Bayerns aktivJUGEND12Aktion „Sichere Schwimmer“Winter ist Eisregeln-Zeit1314Manfred J. Bolz (re.) erhält dieAuszeichnung „pro Meritis“.Soldaten in besonderem Einsatz6Ehrenamtlich: Ehrensache!Manfred J. Bolz erhält Ehrung „pro Meritis“Auftaktveranstaltung in Neumarkt i.d. OPf.Prämierte Comics, Flyer und Plakate kostenfrei bestellen8REGIONALESDLRG Pöcking-Starnberg Absicherung von FilmaufnahmenFörderpreis „Helfende Hand 2013“:Doppelte Prämierung für dasAugsburger Projekt der ARGE.ESTOS GmbH unterstützt ehrenamtliches EngagementZehn neue Sanitäter im Landkreis Starnberg15161718192021222324DLRG Augsburg/Aichach-Friedberg Neuer Rettungshubschrauber in Augsburg25TERMINE, TERMINE, TERMINE.26IMPRESSUMFührungswechsel bei der DLRG DLRGDLRGDLRGDLRGTeisendorf Trauer um Hermann NiedermaierAugsburg/Aichach-Friedberg Dreharbeiten mit Samy Deluxe abgesichertKaufbeuren/Ostallgäu Ausgezeichnete Unterstützungsgruppe SanitätseinsatzleitungFürth Wer macht mit? Seeschwimmen mit dem SVSVBurgebrach 24-Stunden-Schwimmen im neuen HallenbadKronach Ehrungen bei den TauchernOberkotzau 100 Jahre DLRG & die Oberkotzauer KirchweihGerbrunn Angriff auf Santäter endet mit HaftstrafeBamberg-Gaustadt DLRG-Kinder(garten)projekt / Weiterhin an der SpitzeMühldorf am Inn Mühldorfer aktiv in der Pressearbeit11Die DLRG war bei Flächen- undMassentests im Digitalfunkim Süden Bayerns beteiligt.BAYERN AKTUELL 01 - 20143

b undesweitZentraler Wasserrettungsdienst Küste:Jetzt bewerben!Die zentrale Bewerbungs- undKoordinierungsstelle ZWRD-Korganisiert die Bewerbungenund den Einsatz derRettungsschwimmerinnen und –schwimmer, deren Qualifizierungsowie in der Perspektive zusätzlich auch die Bereitstellungder Stationsausstattungund den Betrieb vonWasserrettungsstationen.Hauptberuflicher Leiter der Bewerbungs- und KoordinierungsstelleZWRD-K ist Peter Sieman, Verwaltungsleiter Andreas Salger ist für denInnendienst verantwortlich. Um dieZusammenarbeit mit den Gemeindenund Kurverwaltungen zu optimierenund das erweiterte Angebot umzusetzen, werden teilweise Abschnittsleiter4BAYERN AKTUELL 01 - 2014eingesetzt, um die Rettungsschwimmer regional zu unterstützen.Die Einsatzleiter der Mecklenburg-Vorpommernnehmen weiterhin die operativeGesamtverantwortung für ihr jeweiliges Bundesland wahr. Für Niedersachsen ist dies Dieter Salverius, der direktin der neuen Zentrale der Bundesgeschäftsstelle seinen Sitz hat. Thies O.Wolfhagen, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein hatim Land zwischen den Meeren die Aufgabe übernommen und Mai Bartschsetzt ihre Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern fort.Die Landesverbände behalten weiterhin wichtige Aufgaben, wie die Akquisition und Betreuung von Badestellenund Wachgebieten, die Kooperationmit den Kurverwaltungen, die fachdienstliche Aufsicht über die Wasserrettungsstationen in ihrem Bereich unddie Überprüfung der Einhaltung derBedingungen für das Zertifikat „Lifeguarded Beach/bewachter Strand“.BewerbungRettungsschwimmer, die sich für denWasserrettungsdienst Küste bewerben möchten, können dies im Internetunterwww.zwrd-k.dlrg.de/index.phponline durchführen oder alternativeine pdf-Datei als elektronisch ausfüllbares Formular herunterladen.Die Bewerbung ist zu senden an [email protected] per Post an die DLRGBundesgeschäftsstelle, Im Niedernfeld1-3, 31542 Bad Nenndorf.Quelle: www.dlrg.de

b undesweitLangjähriges EngagementgewürdigtVerdienstzeichen in Gold mitBrillant für Jürgen Bonnemann(DLRG KreisverbandMemmingen/Unterallgäu).Mit dem Verdienstzeichen der DLRGin Gold mit Brillant wurde derMemminger Jürgen Bonnemann ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung,die in der DLRG verliehen wird, wurdeBonnemann vom Ehrenpräsidentender DLRG, Dr. Klaus Wilkens, und demLeiter Einsatz, Hans-Hermann Höltje,im feierlichen Rahmen des Deutschlandpokals überreicht. Zuvor hatteder Stellvertretende Leiter Einsatzdes DLRG Bundesverbandes, CarstenSchlepphorst, in seiner Laudatio dieumfangreichen Verdienste des Geehrten stichpunktartig aufgezählt.Mit der Auszeichnung Gold mit Brillantwerden besonders langjährige herausragende Verdienste um die FörderungJürgen Bonnemannim Einsatz alsBootsführer für dieDLRG esellschaft und ihrer Ziele gewürdigt.Jürgen Bonnemann ist seit 1969 Mitglied der DLRG Memmingen/Unterallgäu. Hier hat er sich im Laufe der Jahrein den verschiedensten Bereichenengagiert und ist auch heute mannigfach in die DLRG Arbeit einbezogen.Beim Junihochwasser war er im Einsatz und stellte sich als EinsatzleiterWasserrettungsdienst zur Verfügung.Regelmäßig sieht man ihn auch amBeckenrand des Memminger Hallenbades wo er das Training der Rettungsschwimmer leitet.Auf Bundesebene war er über zehnJahre im Kreis der Nationalmann-schaft als Schwimmer aktiv. In dieserZeit konnte er drei Welt- und drei Vizeweltmeistertitel gewinnen.Nach seiner eigenen Karriere widmeteer sich zuerst dem Kampfrichterwesenehe er 2002 die Betreuung der Nationalmannschaft als Teammanager übernahm. Und nach sechs Jahren - undunter anderem drei Weltmeisterschaften - legte er dieses Amt nieder undwechselte erneut zu den Kampfrichtern. Hier war er neben Einsätzen inDeutschland zuletzt als stellvertretender Hauptschiedsrichter bei den Weltmeisterschaften in Adelaide/Australienim Einsatz.Arno EberleKinder- & Jugendbuch der DLRG:»Du schaffst es«Das 80-seitige Buch (Art.-Nr:12408035) besteht aus einzelnenErzählungen rund ums Wasser undwird für 9,90 Euro in der Materialstelle angeboten.Sämtliche Geschichten in demDLRG-Kinderbuch haben die Autorinnen und Autoren WolfgangBittner, Ulrich Karger, Max Kruse,Renate Schoof, Angela SommerBodenburg, Matthias Sodtke undBettina Sturm der DLRG kostenloszur Verfügung gestellt; der Erlöskommt ausnahmslos der Schwimmausbildung zu Gute. Die Grafikenstammen von Kimberley Hoffmann.https://shop.dlrg.de/Ehrenpräsident Dr. Klaus Wilkens (Bildmitte) bei der Übergabe der Verleihungsurkunde anJürgen Bonnemann (links), rechts im Bild Leiter Einsatz Hans-Hermann Höltje.Quelle: www.dlrg.deBAYERN AKTUELL 01 - 20145

bayernEhrung „pro Meritis“ für Manfred J. BolzEhenamtlich:Ehrensache!Manfred J. Bolz (rechts) erhält die Ehrennadel und Ehrenmedaille „pro meritis“ aus denHänden von Vizepräsident Michael Trifellner.Für seine jahrzehntelange Tätigkeitauf verschiedenen Ebenen derDLRG hat der Landesverband BayernManfred J. Bolz (in Bayern und darüberhinaus besser bekannt als „MaBo“)auf Antrag „seines“ Kreisverbandesim Rahmen der Jahreshauptversammlung des DLRG-Kreisverbandes nmedaille „pro Meritis“ verliehen. Manfred J. Bolz, Träger desBundesverdienstkreuzes am Bande,engagierte sich unter anderem mehrals 20 Jahre im Bereich Tauchwesenauf Landes- und Bundesebene und warüber 30 Jahre Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Kreisverbandes.Aber es gab in der Vergangenheit auchnoch eine andere Seite: Manfred Bolz,der sich um die Schwimmausbildungund das Training kümmert, amWochenendeimAugsburgerSportbad Jugendschwimmabzeichenabnimmt, regelmäßig mit einer„Mädelsmannschaft“ zu Wettkämpfenfährt und unermüdlich für seinenKreisverband im Einsatz ist.Wenngleich sich Manfred Bolz ausgesundheitlichen Gründen aus dervordersten Front der DLRG-Arbeitzurückziehen musste, ist er bis heuteim Stützpunkt Kissing aktiv, der vielenbayerischen Tauchern durch den dortliegenden Weitmannsee bekannt ist.„MaBo“, vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz.DLRG Augsburg/Aichach-Friedberg e.V.Frank Lippmann, Vorsitzender6BAYERN AKTUELL 01 - 2014

bayernSoldatenin besonderem EinsatzOffiziersanwärter retten Vaterund Sohn vor dem Ertrinken.Ob es ein alltäglicher Nachmittaggewesen ist, wissen wir nicht.Doch das was am 30. Juli 2013 in Rerikan der Ostsee geschehen ist, war esauf keinen Fall. Die Soldaten Leutnant Patrick Plitt und Leutnant RenéRothenbücher versahen ihren Dienstim Rahmen des Zentralen Wasserrettungsdienstes Küste der DLRG amStandort Rerik. Beide Soldaten hattenerst im Frühjahr 2013 ihren Lehrscheinbei der DLRG erworben und sich fürihren Urlaub den Dienst als Rettungsschwimmer an der Ostsee vorgenommen.An diesem Tag fielen ihnen zwei Personen im Wasser auf, die sich offensichtlich vom Ufer zu weit weg wagten:Vater und Sohn waren zu weit hinausgeschwommen und hatten nun nichtmehr ausreichend Kraft, um zum Uferzurück zu schwimmen. Sie erkanntendie Zeichen des Vaters, um sich aufsich aufmerksam zu machen. LeutnantJulia von Seiche-Nordenheim (Präsidentin der DLRG Bayern)übergab den beiden Soldaten die Landes-Leistungs-Nadel derDLRG Bayern für die Rettung von Menschenleben.Patrick Plitt schwamm hinaus zu Vaterund Sohn und rettete die beiden unterEinsatz seines eigenen Lebens ausdem Wasser, in dem er sie ans Uferzurück schleppte.schlussappells ihrer Einheit die „Landes-Leistungs-Nadel für die Rettungvon Menschenleben, als herausragende Einzeltat unter eigener Gefährdung“ als Bandschnalle.Leutnant René Rothenbücher warbei dem Rettungseinsatz Wachführerund organisierte die sanitätsdienstliche Versorgung durch die Rettungsschwimmer und die Übergabe an denLandrettungsdienst und trug somitwesentlich zur erfolgreichen Rettungder beiden Personen bei.In seiner Laudatio ging DLRG-Vizepräsident Achim Haag sehr einfühlsamauf das beherzte Handeln der Soldatenein. Er lobte das ehrenamtliche Engagement, das als Vorbild für alle diene.Beide geben ein Beispiel an Haltungund Pflichterfüllung und gelebten bürgerschaftlichem Engagement.Den zwei Soldaten verlieh die DLRGBayern im Rahmen des Jahresab-Horst AuerBAYERN AKTUELL 01 - 20147

bayernAusgezeichnet!Förderpreis„Helfende Hand 2013“Doppelte Prämierung für dasAugsburger Projekt der ARGE.Seit 2009 vergibt das Bundesministerium des Innern zur Förderungdes Ehrenamts im Bevölkerungsschutz den BMI-Förderpreis Helfende Hand in folgenden Kategorien:„NachwuchsundJugendarbeit“,„Neue innovative Konzepte“ und„Vorbildliches Arbeitgeberverhalten“.Außerdem wird seit 2011 auch einPublikumspreis vergeben. Und da essich beim Zusammenschluss der fünfgroßen Augsburger Hilfsorganisationen (ASB, BRK, DLRG, JUH und MHD)zur „Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen in der Stadt Augsburg“(ARGE), mit dem Ziel sich gemeinschaftlich für das Ehrenamt und dieVerbesserung der Anerkennungskulturdurch Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einzusetzen, nun wirklich umein innovatives Projekt handelt, lages nahe, sich um den Förderpreis„Helfende Hand 2013“ zu bewerben.144 Bewerbungen sind hierfür 2013in den verschieden Kategorien eingegangen. Die Konkurrenz war stark.Aber die ARGE schafftees in der Kategorie „Innovatives Konzept“ mit demProjekt „Zusammen indie Zukunft“ in die Endrunde und damit auch imRennen um den Publikumspreis. Es begann einespannende und nervenaufreibende Zeit. BeimPublikumspreis gab es einKopf-an-Kopf-Rennen mitdem Projekt „65 plus“ derBaden-WürttembergischenFeuerwehr. Um jede Stimme wurdeengagiert geworben und bis zum Endegezittert, ob es reichen würde.Am Dienstag, den 17.12.2013 machten sich die Augsburger dann auf denWeg nach Berlin zur Preisverleihung.Um 11:30 Uhr starteten sie an derGeschäftsstelle der Malteser mit ZielFlughafen München, von wo es mitder Lufthansa nach Berlin weiterging.Die fünf großen Augsburger Hilfsorganisationen (ArbeiterSamariter, Rotes Kreuz, DLRG, Johanniter und Malteserhatten sich im Jahr 2008 zur „Arbeitsgemeinschaft derHilfsorganisationen in der Stadt Augsburg“ (ARGE) zusammengeschlossen, um sich gemeinschaftlich für das Ehrenamt unddie Verbesserung der Anerkennung durch Politik, Wirtschaft undGesellschaft einzusetzen. Dabei ermöglicht die Zusammenarbeitder Hilfsorganisationen es, mit „einer Stimme“ zu sprechenund auch Vorhaben zu verwirklichen, die für eine einzelneOrganisation zu umfangreich wären. Sie arbeiten kollegialzusammen, teilen die erforderlichen Einsatzdienste untereinander fair und leisten Großeinsätze in gemischten Teams allerOrganisationen, beispielsweise bei Straßenfesten oder demAugsburger Friedensmarathon. Auch öffentlichkeitswirksameAktionen führen sie gemeinsam durch – beispielsweise dasProjekt „Rettet die Retter – Abenteuereinsatz im Land der Helfer“zusammen mit der Augsburger Puppenkiste.8BAYERN AKTUELL 01 - 2014iDie Abenteuer von Maskottchen „Sani“:Schaut mal, ich fliege nach Berlin!Landung 16:15 Uhr.Mit von der Partiewaren für die ARGE Günter Gsottberger (Sprecher), Werner Chodora(stellv. Sprecher), Raphael Doderer(Presse/Medien) und Theo Gandenheimer als Schirmherr sowie UlrichNießeler (ASB), Michael Gebler (BRK),Armin Voß (DLRG), Gertrud StreitDoderer (JUH) und Wolfgang Weiß(MHD) als Vertreter der Hilfsorganisationen. Natürlich durfte auch „Sani“aus „Rettet die Retter“ nicht fehlen,denn er war ja das „Maskottchen“ desganzen Projekts. Bei einem gemütlichen Abend im Restaurant Brennerhatten unsere Augsburger dann Gelegenheit für einen ganz privaten Abend.Am nächsten Tag erwartete die Gästein der Bayerischen Vertretung in Berlinein festlich hergerichteter ehemaligerInnenhof mit Glasüberdachung alsFestsaal. Im Foyer waren die jeweiligen RollUps der nominierten Projekteaufgebaut.Die Augsburger hatten einen Buttonmit dem Logo „Augsburg hilft“ mitgebracht. In diesem Rahmen fandenangenehme Gespräche mit den anderen Nominierten und interessierten geladenen Gästen statt.

bayernAusgezeichnet!Staatsministerin Christine Haderthauer am Projektstand der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen.Fortsetzung von Seite 8Von links: Gertrud Streit-Doderer, Werner Chodora, Wolfgang Weiß, Günter Gsottberger, Theo Gandenheimer, Armin Voß, Christine Haderthauer, Michael Gebler, UlrichNießeler und natürlich „Sani“. (Bildquelle: BMI)Zu den Besuchern zählten u.a. DLRGVizepräsident Achim Haag und derVizepräsident des DLRG-LV Brandenburg, Eike Gläser. Die Augsburgerin Ulrike Bahr als MdB, informiertesich ebenfalls aus erster Hand überdie ARGE und das Projekt. Auch dieHausherrin, Staatsministerin Christine Haderthauer, nahm sich Zeit fürGespräche und Fotos.Um 14:30 Uhr war es dann endlichsoweit; der Festakt mit der Preisverleihung “Helfende Hand 2013” begann.Zunächst gab es ein Grußwort vonStaatsministerin Christine Haderthauer. Anschließend begrüßte NorbertSeitz, Abteilungsleiter für Krisenmanagement und Bevölkerungsschutzim Bundesinnenministerium, rund200 Gäste von Hilfsorganisationenund Feuerwehren und entschuldigteden ehemaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in dessenAmtszeit die Bewerbung noch gefallenist, und den neuen Innenminister Dr.Thomas de Maizière, in dessen Amtszeit jetzt die Preisverleihung fällt, dabeide leider durch andere Termine verhindert waren.Für die Vertreter der ARGE und diejenigen die die Preisverleihung zuhauseonline per Livestream verfolgten, hießes warten, denn es wurden zunächstdie Geburtstagstorte „5 Jahre Helfende Hand“ präsentiert. Anschließend folgten die Projektvorstellungund die Preisverleihung in der Kategorie „Nachwuchs- und Jugendarbeit“und eine Musikeinlage.Endlich war es so weit. Die Kategorie„Innovatives Konzept“ wurde angekündigt. Nach der Kurzvorstellungder sechs nominierten Projekte wurderückwärts gezählt.Es wurde nicht einer der beiden fünften Plätze, auch nicht der vierte undauch nicht der dritte Platz, sondern derzweite für das Projekt „Zusammen indie Zukunft“. Nur das Projekt „65 plus“der Feuerwehrsenioren aus BadenWürttemberg wurden von der Fachjurymit Platz eins noch höher bewertet.Aber beim Publikumspreis gab esja noch eine Gewinnchance. Diesera) Gewinner des Publikumspreises „Helfende Hand 2013“b) Von rechts: Juror Klaus-Dieter Kühn (ARKAT), Norbert Seitz (BMI), Moderatorin AnneGesthuysen, Juror Edmund Baur (Vizepräsident MHD), sowie die Vertreter des Projektsmit Gästen Günter Gsottberger, Werner Chodora, Raphael Doderer, Gertrud StreitDoderer, Dr. Arnold von Rümker (Präsident JUH), Theo Gandenheimer, Ulrich Nießeler,Michael Gebler, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Vizepräsidentin DRK),Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident MHD, Armin Voß, Wolfgang Weiß.(Bildquelle: BMI/Mike Auerbach)wurde ganz am Ende verliehen. Undtatsächlich ging der Publikumspreisan das Projekt „Zusammen in dieZukunft“ und damit nach Augsburg.ImAbstimmungszeitraumhattenrund 16.000 Personen ihre Stimmefür eines der 16 nominierten Projekteihre Stimme abgegeben. Mit knapp einViertel davon (3.870 Stimmen) wurdedas Augsburger Projekt auf Platz 1gewählt. Herzlichen Dank für so vielAnerkennung. Der Publikumspreis, derein reiner Ehrenpreis ist, ist wieder einkleiner Schritt zur Verbesserung derAnerkennungskultur für ehrenamtliche Arbeit.Mit der Verleihung des Publikumspreises und den obligatorischen Preisträger-Fotos näherte sich ein aufregenderTag seinem Ende. Unmittelbar nachder Veranstaltung ging es für die Augsburger wieder zurück nach Hause. DasMaskottchen „Sani“ bewacht dort jetztganz stolz die Trophäen.An dieser Stelle Herzlichen Dank analle, die das Projekt der ARGE „Zusammen in die Zukunft“ unterstützthaben. Ohne Euch hätten wir es nichtgeschafft. Vielleicht kann sich der eineoder andere, der nicht abgestimmt hat,bei einer ähnlichen Gelegenheit dazudurchringen auch mitzumachen. Dennes ist die Gemeinschaft, die uns starkmacht.Dagmar LeebBAYERN AKTUELL 01 - 20149

bayernHochwasser:Zusammenhänge erkennen,Vorbereitungen treffenDas Landesamt für Umweltschutzhat als zuständige bayerischeBehörde auch nach diesem Hochwasser einen wasserwirtschaftlichenBericht veröffentlicht. Für die ÖrtlicheGefahrenabwehr (ÖGA) enthält dieserBericht sehr interessante Passagen. Inder DLRG ist dieser Bereich ÖGA ausdem Katastrophenschutz, dem Wasserrettungsdienst und den SchnellEinsatz-Gruppen neu entstanden.Die Verfasser beleuchten die inBayern betroffenen Deiche, Hochwasserschutzanlagen, mobilen Hochwasserschutzanlagen aber auch dieNotmaßnahmen kritisch und stellendabei fest, dass die in der Vergangenheit geschaffenen Retentionsflächen und Polder bereits bei diesemHochwasser ihre Aufnahmegrenzenerreicht haben. Ein weiteres Fazit:Der Bevölkerung kommt ein nichtunwesentlicher Teil der Selbsthilfe zu.Das Vertrauen auf den technischenHochwasserschutz ist zwar gut, aber10BAYERN AKTUELL 01 - 2014deutlich zu hoch - und dieMittel und Möglichkeitender Dienste und Kommunen gelangen bei Naturkatastrophen deutlich an ihreGrenzen.Die Autoren regen außerdem an,den Katastrophenschutz auch künftig durch Übungen und durch mehrZusammenarbeit zu stärken. Und sierufen zu einem Risikodialog mit allenBeteiligten und Betroffenen auf. DasHeft kann kostenfrei von der Internetplattform des Hochwassernachrichtendienstes Bayern zunterstütze ich das Engagement derbayerischen Wasserwirtschaft und desLandesamtes für Umweltschutz undweise nochmals auf die veröffentlichten gewässerkundlichen Monats- undJahresberichte des Hochwassernachrichtendienstes hin. Für unsere Fach-Von Xaver Schruhl,Referent Katastrophenschutzin der DLRG Bayernberater und Führungskräfte sind dieseBerichte eine wertvolle Informationsquelle für regionale und überregionale Flussgebiete.Die Adresse für den Download dergenannten Materialien ist:www.hnd.bayern.de/ereignisse/ereignisse.htm

bayernDLRG bei Flächen- und Massentestsim BOS-Digitalfunk aktivDie DLRG war bei zwei Testszum BOS-Digitalfunk im SüdenBayerns im Einsatz.Bei dem ersten Test am 30.November2013gingesumdie eVerifikation der ßeren Gewässern. Hier wurdenin den Landkreisen Starnberg undLandsberg der Ammersee, Pilsensee,Starnberger See, Wörthsee sowiedie Lechstaustufen befahren und dasDigitalfunknetz getestet.Beteiligt waren unter anderem Bootevon Polizei, DLRG (OrtsverbändeGeretsried und Pöcking-Starnberg),Wasserwacht, ein Polizeihubschraubersowie die Projektgruppe DigiNet.Das Ergebnis dieses Testes war: Aufallen Gewässern steht das FunknetzohnespürbareEinschränkungenzur Verfügung. Gesprächsabbrücheoder Sprachaussetzer (z.B. durchZellwechsel),konntennichtbeobachtet werden. Die Verständigunguntereinander oder mit ät subjektiv von einigenTeilnehmern als noch nicht optimalgesehen wurde. Im Direktmodussind Einschränkungen vergleichbarzum Einsatzstellenfunk im 2m-Bandbeobachtbar, wobei die Reichweiteim analogen Funk als erheblich weiterwahrgenommen wurde.Am 7. Dezember 2013 fand der zweiteTest „Zellwechsel vieler Teilnehmer“statt. Ziel war hier die VerifikationdesproblemlosenZellwechselsvieler Teilnehmer und eine gezielteProvozierungeinerÜberlastungDer Fahrzeugkonvoi unter Beteiligung des Zugtrupps der DLRG Pöcking-Starnberg e.V.abfahrbereit zum Test „Zellwechsel vieler Teilnehmer“.Bildquelle: Christian Nagel, Projektleiter Digitalfunk ZRF-FFBdurch viele Gespräche. Testort war dieFahrstrecke A9 (Ingolstadt) - A92 - B471- A96 - A99 - B388 (Flughafen MünchenFranz-Josef-Strauß).Teilgenommen haben hier BRK,Bundespolizei, Feuerwehr, PolizeidesPräsidiumsObb-Nord,Bayerisches Staatsministerium desInnern, THW, Wasserwacht, Zoll,Zweckverband für Rettungsdienstund Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck sowie das Zugtruppfahrzeugdes Wasserrettungszuges AlpenlandderDLRGPöcking-Starnberg.Insgesamt waren 42 Fahrzeugeeingesetzt. Zusätzlich mit aktiv wardie Clearingstelle der ProjektgruppeDigiNet.Wie erwartet wurden beim Zellwechselbei den Empfängern Sprachaussetzer(1-2 Sekunden) registriert. In einzelnenFällen kam es zu Wartezeiten beimAufbau von Gruppenrufen durchdie Auslastung der sorgungwarkeineKommunikation möglich. Insgesamtwar eine problemlose Verständigungzwischen allen Teilnehmern möglich,fast durchgängig sogar mit demHandfunkgerät ohne Außenantenne.Auch hier war die Sprachqualität/Verständlichkeit subjektiv von einigenTeilnehmern als noch nicht optimalwahrgenommen worden.Insgesamt kann man sagen, dass dieszwei für die Teilnehmer interessanteTests mit wichtigen Erkenntnissenwaren. Die Funktionalitäten desDigitalfunks sind bereits erfreulich undwenn die notwendigen und geplantenOptimierungen und Anpassungennoch vorgenommen werden, könnenwir uns auf einen innovativen BOSDigitalfunk freuen.Walter KohlenzBAYERN AKTUELL 01 - 201411

j ugendPrävention von ErtrinkungsunfällenStaatssekretär Bernd Sibler startetAktion „Sichere Schwimmer“in Neumarkt/OPf.Zusammen mit dem Staatssekretär Bernd Sibler, LandratAlbert Löhner und dem2. Bürgermeister von NeumarktFranz Düring, feierten DLRGund AOK Bayern am 14. Januarden Start der Aktion „SichereSchwimmer“ im HallenbadNeumarkt. Dafür nahm sichauch der stellvertretendeVorstandsvorsitzende der AOKBayern, Hubertus Räde, gernedie Zeit.N“„Schwimmenmacht Spaßund stärktdie Gemeinschaft.“Bernd Sibler, StaatssekretärebendenRektorinnenderGrundschule Wolfstein Frau Pichlund Holzheim Frau Hiltl war auchder Schulamtsdirektor von Neumarkt,Franz Hübl, anwesend. Mit der Aktion„Sichere Schwimmer“, unterstütztdie DLRG den Schwimmunterrichteinmal wöchentlich an den zweiGrundschulen. Das Ziel ist es, dassalle Kinder die Grundschule mit ungsunfällevorzubeugen.Die Aktion wird vom BayerischenGesundheitsministerium und der AOKBayern unterstützt.Thomas MeierWinter ist Eisregeln-ZeitPrämierte Comics, Flyer und Plakate kostenfrei bestellenFür die Präventionsarbeit in Schule, Kindergarten und Verein können alle Kinder- und Jugendärzte,Apotheken, Schulen, Kindergärten, Frei- und Hallenbäder Informationsmaterialien kosten- und portofreibestellen. Die von der DLRG-Jugend Bayern zusammen mit der Versicherungskammer Bayern entwickelten Präventionsmaterialien wurden als erste deutschlandweit von der Bundeszentrale für GesundheitlicheAufklärung und der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ als „Ausgezeichnete Mediender Kinderunfallprävention“ prämiert. Bestellung unterwww.baderegeln.info12BAYERN AKTUELL 01 - 2014

DLRG Ortsverband Pöcking-Starnbergr egionalesHollywood am Starnberger See Absicherung von FilmaufnahmenAbsicherung von Filmaufnahmen am SylvensteinspeicherDie DLRG Pöcking-Starnbergwurde im September undOktober mehrfach zu teilweisemehrtägigen Absicherungen vonDreharbeiten eingesetzt.So forderte man die DLRG-Kräftebeispielsweise für den HollywoodFilm „Big Game” in der Partnachklammund am Sylvensteinspeicher sowie fürdie Krimi-Verfilmung „Die reichen Leichen” am Starnberger See an.Im Einsatz waren Rettungsboote,Wasserretter, Einsatztaucher undsogenannte “Set-Medics”, also medizinisch hoch qualifizierte Kräfte zurAbsicherung am gesamten Filmset.Aufgabe der DLRG war die medizinische und rettungsdienstliche Absicherung der Hauptdarsteller, derStuntmen und der Filmcrew sowieArbeiten unter Wasser durch die Einsatztaucher.Infos über den DLRG OrtsverbandPöcking-Starnberg e.V. gibt es imInternet unterwww.poecking-starnberg.dlrg.deImpressionen der Absicherungen anden Filmsets am Sylvensteinspeicherund am Starnberger See zeigen dieBilder auf dieser Seite.Text: Walter KohlenzFotos: Claus SchrammBilder unten: Krimi-Verfilmung am Starnberger See - „Die reichen Leichen“BAYERN AKTUELL 01 - 201413

r egionalesDLRG Ortsverband Pöcking-StarnbergESTOS GmbHunterstütztehrenamtlichesEngagementEs gibt viele Arten, das Jahr ausklingen zu lassen. Große Feiern sind eineMöglichkeit. Die großen Feiern ausfallen zu lassen und dafür etwas Gutes zutun, das ist eine andere Variante. Undgenau hierfür haben sich Belegschaftund Geschäftsführung der in Starnbergansässigen ESTOS GmbH entschieden.750 Euro konnten so der DLRG PöckingStarnberg e.V. als Spende überreichtwerden. Die ehrenamtlichen Retterfreuten sich sehr über die Anerkennung ihrer gemeinnützigen Arbeit.Denn rund um die Uhr und jeden Tagim Jahr stehen sie bereit, um Menschen in Not zu helfen und Leben zuretten. Dass sie dies auch beherrschenbewiesen sie bei etwa 250 Alarmenpro Jahr im Landkreis Starnberg unddieses Jahr auch zusätzlich im Rahmendiverser Hochwasser-Katastropheneinsätze in Rosenheim, Deggendorf und inSachsen-Anhalt.Jürgen Temmler, Vorsitzender derDLRG im Landkreis Starnberg freutsich über das vorbildliche Engagementder ortsansässigen Firma. „Es ist heutenicht mehr selbstverständlich, dassBürger im Notfall für einander einstehen und sich jederzeit gegenseitighelfen. Umso mehr danken wir denArbeitgebern, dass sie unsere ehrenamtlichen Helfer im Einsatz jederzeitfreistellen und freuen uns über diehilfreiche finanzielle Unterstützungdurch die Firma ESTOS. Es ist ein guteGefühl, wenn man merkt, dass unserEngagement wahrgenommen wird.“Die DLRG finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden und jedeUnterstützung kommt der Hilfe vonMenschen in Not zu Gute.Seit 1997 entwickelt die ESTOS GmbHinnovative Standard-Software und istheute mit mehr als einer Million verkaufter Lizenzen führender Herstellersogenannter Unified CommunicationsProdukte. Nähere Informationen imInternet unter www.estos.de.Walter Kohlenz14BAYERN AKTUELL 01 - 2014Von links nach rechts: Florian Bock und Christoph Lösch (beides Geschäftsführer derESTOS Gm

1-3, 31542 Bad Nenndorf. Quelle: www.dlrg.de Jetzt bewerben! H. BAYERN AKTUELL 01 - 2014 5 bundesweit Langjähriges Engagement gewürdigt Verdienstzeichen in Gold mit Brillant für Jürgen Bonnemann (DLRG Kreisverb