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Die Zeitschrift der DLRG Bayern . Ausgabe3 . 2015Bayern aktuellDLRG-Feste veranstaltenTipps für eine gelungene Veranstaltung (Seite 8 - 10)Bezirksmeisterschaften im RettungsschwimmenTolle Leistungen (Seite 23)Gegen den StromFoto: DLRG Bad AiblingLebensretter übten mit vollem Einsatz (Seite 24)bayern.dlrg.de

EditorialHorst AuerLeiter VerbandskommunikationDLRG BayernDLRG Bayern – Ehrenamtlich. Vielfältig. Aktiv.In den letzten Wochen und Monaten haben sich die Einsatzkräfte der DLRG Bayern auf die aktuelleWachsaison vorbereitet. Seit Mai besetzen sie wieder Wachstationen, um für Menschen da zu sein,die ihre Freizeit sicher am Wasser verbringen wollen. Und dabei verbringen sie selbst ihre Freizeit.Die Wasserrettung in Bayern ist nach wie vor eine ehrenamtliche Aufgabe, die unseren Respektund unsere Anerkennung verdient. Ob am See, an Badeflächen an Flüssen oder im Frei- und Hallenbad – an vielen Orten wacht die DLRG. Die bereits veröffentlichten Ertrinkungszahlen aus demvergangenen Jahr zeigten für Bayern leider das gewohnte Bild: leider nehmen wir die traurigeSpitzenposition ein. Die hohe Zahl hat viele Ursachen, wie z.B. die große Wasserfläche insgesamt,hohes Tourismusaufkommen usw. Ich bin mir sicher, dass unsere gut ausgebildeten Wasserretteralles tun, um den Sporttreibenden, den Erholungssuchenden und den am Wasser Spaß suchendenMenschen eine sichere und unbeschwerte Zeit zu bereiten. Unterstützen auch Sie die ehrenamtliche Arbeit der DLRG in Bayern!In dieser Ausgabe konnten wir mit einem großen Schwerpunkt wieder die Arbeit einiger Gliederungen „vor Ort“ abbilden. Es ist nicht nur wichtig, diese wichtige Arbeit zu leisten, sondernauch darüber zu schreiben. Wenn es gelingt, einen Titel bei den Rettungswettkämpfen der Seniorenzu holen, ist es genau so wichtig, wie davon zu lesen, dass man sich bei Bezirksmeisterschaftenerfolgreich beteiligt hat. Ein neues Boot in dem einen Ortsverband, welches dieser mit Stolz inDienst stellt, ist mir genau so wichtig wie die Ausbildung im Digitalfunk, die uns allen gerade indiesen Tagen ins Haus steht.Es ist mir persönlich eine große Freude zu sehen, wie sich die Mitglieder der DLRG in Bayern aktivzeigen. Mein herzlicher Appell an alle kann kurz und knapp gehalten werden: Macht bitte weiter so!2BAYERN AKTUELL 03 - 2015

24i nhaltEDITORIALvon Horst Auer, Leiter VerbandskommunikationBUNDESWEITStäKo lebt! Informationen zur ständigen Konferenz der BildungsbeauftragtenDLRG BAYERN5Auf ein Wort. Wasser - Quelle des Lebens und der GefahrVon Julia von Seiche-Nordenheim, Präsidentin der DLRG Bayern6Umfassend kompetent: Drei neue Multiplikatoren7DLRG Bezirksverband Alpenland: GrundsteinVeranstaltungen - Feste feiern mit der DLRG8Ein Fest für die ganze Familie - Maifest der DLRG Hirschaidfür künftige Ausbilder10Sommerfest am Badeweiher - DLRG Ortsverband Polizei-München11AnzeigeREGIONALES121314DLRG Ortsverband Weltenburg: KajakfahrerEinladung zum Mega-Event - 24-Stunden-Schwimmen15DLRG Ortsverband Furth im Wald:25 Taucher im Wasser - Further gewinnen Pokal15DLRG Kreisverband Kronach:Meisterlich! Deutsche Seniorenmeisterin aus Kronach16DLRG Kreisverband Wunsiedel:Wunsiedler Wasserretter bei den Oberfränkischen MeisterschaftenDLRG Ortsverband Bamberg-Gaustadt: Erfolgreiche JahresbilanzDLRG-Bezirksverband Mittelfranken: Fit im FunkDLRG Ortsverband Pleinfeld: Neues Rettungsboot am BrombachseeDLRG Ortsverband Ansbach: Neue Vorstandschaft gewählt1617171818192021Ausbildung Ressort Schwimmen/Rettungsschwimmen:Neue Multiplikatoren für BayernRettungsschwimmer (m/w) gesucht!gerettetDLRG Kreisverband Oberallgäu/Sonthofen: Aktiv im AllgäuDLRG Ortsverband Amberg:DLRG Ortsverband Schäftlarn-Wolfratshausen:Wasserretter im Kino - neue ImagekampagneDLRG Ortsverband Regensburg: Junge Retter im AustauschDLRG Ortsverband Geretsried: Training an der OstseeDLRG Bezirksverband Alpenland:Jürgen Kräkel und Alfons Krauser sind Ehrenmitglieder21DLRG Ortsverband Pleinfeld:Einladung zum 12. Brombachseeschwimmen am 21. Juni 201522DLRG Ortsverband Pöcking-Starnberg:Mehrtägige Vermisstensuche nach 13-jährigem RudererDLRG Ortsverband Bad Aibling: Freude über Medaillenregen232468Feste feiern mit der DLRG:Spielerisch die Arbeit derWasserretter kennen lernen17Pünktlich zur Wachsaison 2015:Neues Motorrettungsboot amBrombachsee in Betrieb genommen.DLRG Kreisverband Mühldorf am Inn:Gegen den Strom - Lebensretter mit vollem EinsatzInformation25Termine, Termine, Termine.26Impressum24Gegen den Strom:Lebensretter übten mit vollem Einsatzim Landkreis Mühldorf am InnBAYERN AKTUELL 03 - 20153

bundesweitStäKo lebt!Informationen zur Ständigen Konferenz derBildungsbeauftragten der DLRG.Nunmehr 13 Jahre ist es her, als2002 nach Vorarbeit der Ständigen Konferenz der Bildungsbeauftragten (StäKo), der Präsidialratdie Konzeption zum Bildungswerk derDLRG beschlossen hat. Grundgedankewar, auf Basis dieser Konzeption eineVernetzung der Bildungsangebotealler Gliederungen vom Ortsverbandbis hin zum Bundesverband herzustellen, um Synergien zu nutzen, eine einheitliche Aus-, Fort- und Weiterbildungmit hoher Qualität zu erreichen undden Bedarf hierfür zu decken, geradewenn einzelne Angebote regional nichtrealisierbar sind.Diese Konzeption ist jedoch weithin unbekannt und auch für denGroßteil der Tagungsteilnehmer inFulda Anfang März ein verschollenesPapier gewesen. Hierbei traten auchunterschiedliche Auslegungen derBegrifflichkeiten zu Tage. Unter Bildungswerk verstanden Vertreter derBundesebene auf Grundlage der Konzeption das Netzwerk der Bildungsstätten in ganz Deutschland. Füruntergeordnete Gliederungsebenenwar „Bildungswerk“ der Name für dieBildungsstätte in Bad Nenndorf. Daskommt womöglich auch daher, dasses einen offiziellen Namen hierfür bislang nicht gibt.Es war einhelliger Wunsch der Bildungsbeauftragten der Landesverbände, dass es zu einer weiterenVernetzung kommt und Kooperationen zwischen der Bundeseinrichtung und den Landesverbändensowie zwischen den Landesverbänden untereinander eingegangenund gefördert werden. Die 2002erstellte Konzeption wurde dabeifür sinnvoll, wenn auch sehr allgemein befunden, aber sie bietet eineentsprechende Grundlage. Nun musssie umgesetzt und in die Gliederungenhinaus getragen werden.Die Vernetzung der Bildungsangeboteist in Bayern nichts Neues. Längst gibtes die Möglichkeit, dass jede Gliederung ihre Lehrgänge über die Seminaranwendung des Landesverbandesausschreiben kann. Ziel muss es abersein, diese Idee zu vereinheitlichenund auch länderübergreifend zu fördern, davon profitieren zum einen diean den Grenzen zu anderen Landesverbänden liegenden Gliederungen undzum anderen jeder, der Lehrgänge imregionalen Bereich aus terminlichenoder anderen Gründen nicht wahrnehmen kann. Eine Konkurrenzsituationsoll vermieden werden, auch dazukann eine Einheitlichkeit der Angebotebeitragen.Der Bundesverband will ebenfallsweiter entgegenkommen und kannsich eine Veranstaltung seiner Lehrgänge auch außerhalb Bad Nenndorfsvorstellen. Zu diesem Zweck hat JensQuernheim, Bildungsreferent des Bundesverbandes, die Landesverbändegebeten, eine Aufstellung der möglichen Bildungsstätten an ihn weiterzuleiten. Je nach Bedarf, wie Auslastungdes Hotels Delphin und Herkunft derTeilnehmer, kann so eine Dezentralisierung und damit eine verbesserteAnreisemöglichkeit gerade auch fürbayerischeGliederungenerreichtwerden. Gliederungen, die ihre Einrichtung zu diesem Zwecke dem Bund,anderen Landesverbänden und untergeordneten Gliederungen anbietenwollen, können sich gerne per E-Mailmelden [email protected] die Vernetzung der gesamtverbandlichen Bildungsarbeit weiter voranzutreiben, wird die StäKo nun wiederjährlich im Frühjahr durchgeführt, undzwar mit einem festen Personenkreis.Teilnehmer sind die Bildungsbeauftragten der Landesverbände und desBundes. Damit soll eine Kontinuität inder Arbeit und eine bessere Kommunikation ohne wiederkehrende Findungsphasen erreicht werden.Zwischen den Konferenzen wird eineArbeitsgruppe aus vier Vertretern derLandesverbände und dem Bildungsbeauftragten des Bundes, unter anderemmit Sven Buhl aus Bayern, die Ergebnisse aufarbeiten und die Umsetzungvorantreiben.Sven Buhl,Stellv. Leiter Ausbildung4BAYERN AKTUELL 03 - 2015

bayernAuf ein Wort.Wasser Quelle des Lebensund der GefahrVon Julia von Seiche-Nordenheim,Präsidentin der DLRG Bayern.Am 1. Mai hat offiziell die Badesaison begonnen. In den Wochenzuvor haben landauf und landabunzählige Wasserretter sich selbst, ihreWachstationen und ihre Einsatzgerätefit gemacht, um von nun an bis weit inden September hinein im Notfall ihrenMitmenschen am, auf und im Wasserzu helfen.Wasser übt gewaltige Faszination aufuns aus. Ich glaube, das hat erstaunlich viele Gründe:Wasser gehört zu den vier Grundelementen neben Luft, Erde und Feuer.Wasser ist die Grundlage allen Lebens:Die Erde an sich besteht zu über 70Prozent aus Wasser - und auch dermenschliche Körper besteht zu über70 Prozent aus Wasser. Diese Analogiemag jeder für sich selbst deuten. Nunkönnte man glauben, wenn die Erde zunahezu zwei Drittel aus Wasser besteht,dann hat der Mensch ja hinreichendWasser, um seinen Bedarf zu decken.Das ist aber leider nicht so: Nur 0,3Prozent der weltweiten Wasservorrätesind als Trinkwasser geeignet. Darauserklärt sich auch die Tatsache, dass invielen Regionen der Welt geradezuKriege stattfinden, um den Zugang zuTrinkwasser zu erlangen. Daher habendie Vereinten Nationen den Zugangzu sauberem Trinkwasser zu einemMenschenrecht erklärt, übrigens ohneGegenstimme.Manche Wissenschaftler behauptenübrigens, die letzte große medizinische Revolution sei die Einführung derKanalisation für Abwässer und damitdie Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung gewesen.Damit verschwand auch in Deutschland die Ende des 19. Jahrhunderts soweit verbreitete Cholera-Epidemie.Wie heilsam Wasser für die Gesundheit ist, wussten auch schon die altenRömer und Griechen. Die Hydrotherapie, heutzutage untrennbar mit demNamen Sebastian Kneipp verbunden,war schon bei den Römern festerBestandteil der Angebote in öffentlichen Bädern. So wird von dem römischen Ehrenbürger Antonius Musaberichtet, dass er 23 v. Chr. den KaiserAugustus mit kalten Bädern geheilthätte.jeder von uns erfahren mit einem verunglückten Sprung vom Drei-MeterBrett. Noch gefährlicher wird Wasser,wenn man dieses Element oder sichselbst unter- bzw. überschätzt. So wunderschön die Brandung an Nord- oderOstsee aussieht: hier entsteht oftmalseine gefährliche Unterströmung, dieselbst erfahrene Schwimmer kaumüberwinden können.Ganz gefährlich aber wird es, wennman mit einer akuten Erkrankung odermit Alkohol ins Wasser geht. Für vieleBadeopfer des letzten Jahres war diesdie Ursache.Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, einenwunderschönen Sommer mit vielenschönen Momenten am und imWasser. Vor allem aber wünsche ichIhnen, dass wir uns im Herbst, nachEnde der Badesaison, gesund wiedersehen.Herzlichst,So wie jede Münze zwei Seiten hat, sobirgt auch dieses kostbare Nass ganzerhebliche Gefahren. Dass Wasser hartwie Beton sein kann, hat sicher schonBAYERN AKTUELL 03 - 20155

bayernAusbildungMarkus Maier vonder DLRG SchäftlarnWolfratshausen.Umfassendkompetent:Drei neueMultiplikatorenIm April konnten drei MultiplikatorenAnwärter die Prüfung im RessortSchwimmen/Rettungsschwimmenerfolgreich in der Bundesschule derDLRG in Bad Nenndorf abschließen.Multiplikatoren sind die Ausbilder der Ausbilder. Sie führendie Fachausbildungen in den Bezirksverbänden durch, um den einzelnenGliederungen in Bayern qualifizierteAusbilder zur Verfügung stellen zukönnen.Die Ausbildung für diesen höchstenAusbildungsgang der DLRG begannfür Andreas Frieß, Patrick Plitt undMarkus Maier bereits im Dezember2014 mit dem vorbereitenden Lehrgang, der allgemeinen Multiplikatorenschulung, gemeinsam mit weiterenAnwärtern aus dem Bereich Katastrophenschutz. Der Vorbereitungslehrgang zur Prüfung fand daraufhin imJanuar 2015 in Bad Nenndorf statt.Diese Ausbildung aus dem BereichSchwimmen/Rettungsschwimmenvermittelt DLRG-spezifische Qualitätstandards für die Methodik undDidaktik, Planung und Durchführungvon Lehrgängen, methodische Vermittlung von Lehrgängen, Lernerfolgskontrollen, Leistungs-/ Prüfungs- undBeurteilungskriterien sowie zur Handlungs- und Beratungskompetenz fürdie Ausbildung.Markus Maier6BAYERN AKTUELL 03 - 2015Dazu Patrick Sinzinger,Leiter Ausbildung der DLRG Bayern:Die Ausbildung zum Multiplikator istdie anspruchsvollste Qualifikation,die ein Ausbilder der DLRG durchlaufen kann. Die bis zu drei Ausbildungswochenenden an der Bundesschuleder DLRG bilden den Abschluss. Davorgilt es, als Ausbilder im jeweiligenFachbereich zu überzeugen, bei Ausbildungen zu hospitieren, Lehrgänge zu organisieren und als Ausbilderin Teilbereichen zu unterstützen. Ambitionierte Ausbilder brauchen hierfür mindestens zwei Jahre. DieseZeit ist erforderlich, um den Ansprüchen an diese einmalige Qualifikation gerecht zu werden.Als Ausbilder der Ausbilder wirkt der Multiplikatorbei der Aus- und Fortbildung sowie bei der Prüfungvon Ausbildern mit. Um als Multiplikator eingesetztzu werden, bedarf es immer eine Beauftragung durchden Landesverband. Herausragende Besonderheit:Solch eine gezielte Ausbildung und Prüfung von Multiplikatoren führt unter den Hilfsorganisationen nurdie DLRG durch.

bayernAusbildungFoto: Archiv DLRG BayernDLRG-BezirksverbandAlpenland:Grundstein fürkünftige AusbilderAn vier Tagen im Februar und Märzführte der Bezirksverband Alpenlandeinen sogenannten GemeinsamenGrundausbildungsblock für angehendeAusbilder durch. Der Bezirksverbandumfasst die südlichen Landkreise desRegierungsbezirks Oberbayern.Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten verschiedeneThemen der Methodik und Didaktik sowie DLRG-spezifische Grundlagen vermittelt. Die 20 Teilnehmer imAlter von 16 bis fast 50 Jahren kamenaus den DLRG-Gliederungen BadAibling, Mühldorf am Inn, PöckingStarnberg, Schäftlarn-Wolfratshausenund Seeon-Truchtlaching.Die Referenten schufen in Lehrgesprächen, Diskussionen und Präsentationen von und für die Teilnehmer, mitund ohne Videoanalyse, die optimalenGrundlagen für aufbauende Fachausbildungen. Lehrgangsleiter MarlonBuß, Multiplikator Schwimmen/Rettungsschwimmen, hatte sich mitMarkus und Tobias Maier, beide angehende Multiplikatoren Schwimmen/Rettungsschwimmen, die Themenaufgeteilt. Den Lehrsaal hatte dieFeuerwehr Bad Aibling zur Verfügunggestellt.Inhalte waren unter anderem: Grundlagen des Lernens, Motivation, Unter-richtsplanung, Rhetorik, Übungen zurpraktischen Umsetzung, Satzung undweitere rechtliche Grundlagen, Prüfungsordnung, Verwaltung, Humanitätund Sport, Versicherung und Führung.Dieser Grundblock ist das Basiswissen aller Ausbilderqualifikationen derDLRG. Einmal absolviert, ist er zeitlichunbegrenzt gültig. Der nächste Kursdieser Art im Bezirksverband Alpenland ist für 2016 vorgesehen.Markus MaierFoto: Archiv DLRG Bayern: DLRG Mühldorf am InnBAYERN AKTUELL 03 - 20157

bayernEin Festfür die ganze FamilieDer 1. Mai ist in Deutschland zwar der Tag der Arbeit, die DLRGHirschaid jedoch hat ihn zum Tag der Freude gemacht. Rund500 Bürgerinnen und Bürger kamen, um auf dem Gelände desWasserrettungszentrums das „Fest für die ganze Familie“ zu feiern.Anlass für die Lebensretter wardas 35-jährige Jubiläum desVerbandes und das 10-jährige Bestehen des First-ResponderStandorts. Zielsetzung war einerseits,die Öffentlichkeit umfassend über dasAufgabengebiet und die Tätigkeitenzu informieren und andererseits jedeMenge Spaß und Freude – vor allemden Kindern – zu bereiten. Bayernaktuell zeigt, wie Ortsgliederungen einsolches Fest erfolgreich durchführenkönnen.8BAYERN AKTUELL 03 - 2015AnschauenIn einer Ausstellung war auf 50 Quadratmetern eine Vielzahl Bilder mitErklärungen und umfangreiches technisches Equipment zu sehen. Der erstvor wenigen Wochen erworbene Eisretter des Herstellers Lanco war mitfast fünf Metern Länge der Hingucker.Mit ihm können die Retter an ins Eiseingebrochene Personen herankommen und sie schonend und einfachretten. Auch ein Rettungsbrett, einkompletter Strömungsretteranzug unddie gesamte Ausstattung für einen Einsatztaucher konnten hautnah betrachtet werden. Fachleute beantwortetenFragen kompetent und umfassend.Die Besucher erfuhren, wie vielseitigder DLRG-Ortsverband aktiv ist: In derSchwimmausbildung und Rettungsschwimmausbildung, der mobilenund stationären Wasserrettung sowieim Katastrophenschutz.MitmachenGleichermaßen erfolgreich war derErste-Hilfe-Treff. Die Gäste hattenhier Gelegenheit, ihre Kenntnisse inErste Hilfe aufzufrischen. So mancher staunte nicht schlecht, dass erdie (nicht mehr ganz so neue) Seitenlage in sein Repertoire aufnehmenmusste oder als er erkannte, dassman bei der Frequenz der Herz-

bayernVeranstaltungen - Feste feiern mit der DLRGLungen-Wiederbelebung nicht mehrzwischen Ein- und Zweihelfermethodezu unterscheiden braucht. Diese Erfahrungen machten auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhornund der Erste Bürgermeister KlausHomann, die eifrig übten.Spaß habenAuf dem Veranstaltungsgelände standeine Hüpfburg und sorgte schon alleindadurch für großen Andrang. Ob beimKinderschminken, in der Malecke,beim Riesenpuzzle oder dem Puppentheater für die Baderegeln – überall hatten die Kinder ihren Spaß undwurden gut unterhalten. Beim Ballon-Weitflug-Wettbewerb gab es zeitweise sogar Warteschlangen, denn dieKinder konnten einen Preis gewinnen.Wer es schafft, steht freilich noch aus.Essen und TrinkenDas Wetter an diesem Tag war nichtganz freundlich. Das machte aberdank des aufgestellten kleinen Festzeltes nichts. Dadurch saßen die Elternim Trockenen und warteten, bis ihreKinder wieder vom Tanzen mit Nobbiund dem Lied „Wir machen wasserfest“ zurückkehrten. Oder gehörten zuden mehr als 70 Männern und Frauen,die am Maßkrug-Stemmen teilnahmen. Der Gewinner schaffte es mehrals viereinhalb Minuten lang, denschweren Krug am ausgestrecktenArm zu halten. Ein Alleinunterhaltersorgte für gute Stimmung bei Kaffeeund Kuchen.Offizielles am AbendAm Abend gab Vorsitzender HorstAuer einen kleinen Rückblick in dieGeschichte des Ortsverbands. Eineunglaubliche Entwicklung in den vergangenen 35 Jahren attestierte er denAnwesenden. Und er fand Lob undAnerkennung für seine äußerst aktiveTruppe. Dies spiegelte sich auch inden Grußworten des 1. Bürgermeisters Klaus Homann wider. Durch das24-Stunden-Schwimmen sei er wiederzumregelmäßigenSchwimmengekommen und er lobte das Engagement vor allem auch im kulturellenBereich. Als beispielhaft bezeichneteer das Neujahrsschwimmen. Besonders begeistert zeigte er sich jedochüber den First-Responder-Dienst, dener kürzlich auch live in Aktion sehenkonnte. Er bat die Wasserretter weiterso aktiv zu sein, freute sich schon aufdas 40-jährige Jubiläum und sicherteweiterhin seine Unterstützung für dieDLRG in Hirschaid zu.Begeisterte GästeAuch die Gäste waren voll des Lobes:„Das war ein klasse Tag“ und „das Festwar super schön“, war oft zu hören.Eine Mutter: „Ein fettes Lob. SuperProgramm, prima Fest - auch fürdie Kinder war viel geboten. UnsereTochter hat sich pudelwohl gefühltund wir haben das Ganze entspanntgenossen.“Im Verlauf des Festaktes am Abendkonnten der Ortsverbandvorsitzendeauch 20 Mitgliedern Ehrungen fürIhre Verdienste und ihre langjährigeMitgliedschaft übereichen.Insider-Tipps der DLRG HirschaidDer Termin 1. Mai bietet sich grundsätzlich für eine solche Veranstaltung an. Daes ein Feiertag ist, ist das Besucherpotential hoch.Werbung lohnt sich - falls möglich - in den Kindergärten. Sollten am Ort oderin der näheren Umgebung mehrere Feiern und Feste stattfinden, sollte dieWerbung genau an der Zielgruppe ausgerichtet sein.Für die Verpflegung empfiehlt es sich, einen guten Zulieferer (örtlicher Metzger mit Catering-Service) in der Hinterhand zu haben.Bei Musikdarbietungen gilt es, rechtliche Vorgaben (GEMA, Künstlersozialkasse) zu beachten.Ebenfalls sollte im Ordnungsamt nach den einschlägigen Vorschriften für Veranstaltungen lange im Vorfeld nachgefragt werden, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Das Ballon-Weitfliegen muss bei der DFS DeutscheFlugsicherung angezeigt werden.Die DLRG-Servicegesellschaft der hilft beim Branding der Veranstaltung(Beach-Flags, Banner, Stellwände usw.). Der Landesverband Bayern hat inbegrenztem Maß ebenfalls Werbematerial vorrätig. Dauer der Veranstaltung: 12 Stunden mit Öffentlichkeit, zzgl. 4 StundenVor- und Nachbereitung am Veranstaltungstag. Hinzu kommt die Zeit fürdie gesamte Planung.Personalaufwand: 40 PersonenZeltauf- und Zeltabbau: 6 PersonenBereiche: Ausstellung, Kasse, Jugendspaßbereich, Ausgaben Getränke undEssen, Spanferkelgrill, Spüldienst, 2 Fotografen, Erste-Hilfe-Parcours, Läuferdienst, First-Responder-CrewBAYERN AKTUELL 03 - 20159

bayernIn lockerer Reihenfolge stelltBayern aktuell von jetzt anPräsentationen und Festevor, mit denen engagierteOrtsgliederungen in derÖffentlichkeit gehen. Da wirdauf ein Mal erlebbar, wasoft in Schwimmhallen undLehrsälen verborgen bliebt.Die Lebensretter sind buchstäblich zum Anfassen, esgibt Gesprächsstoff und auchgenug Anlass, sich für eineMitgliedschaft in der DLRG zuentscheiden. Und oftmals aucheinfach Spaß für Groß und Klein.Heute: Unterföhring im nördlichen Landkreis München.Vor zehn Jahren haben wir vomDLRG-Ortsverband Polizei München mit der Idee einer Badepartyfür Kinder an unserem Wachgebiet,dem Poschinger Weiher – amtlichUnterföhringer See genannt - denGrundstein für unser heutiges Sommerfest gelegt. Zunächst war dasGanze als reines Kinderfest konzipiert, mit allem was dazugehört,wie eine Hüpfburg, die bis heute dieGroßen und Kleinen begeistert, dieBastelecke, Taschen bemalen und Torwandschießen.Ganz groß in Erste HilfeNach und nach haben wir die Grundidee weiter entwickelt. Zum einen, umein breiteres Publikum anzusprechenund zum anderen, um die Arbeit derDLRG besser nach außen präsentierenzu können. So ist heute der Infostandebenso fester Bestandteil des Sommerfestes wie die Erste-Hilfe-Station.An ihr können unsere Gäste unteranderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit und ohne Defibrillatorausprobieren und unsere Ausbilderstehen für alle Fragen zur Ersten Hilfezur Verfügung. Weil am Badeweiher einviel befahrener, naturnaher Radwegentlang führt, haben unsere Sanitäterimmer wieder verunfallte Radler mitSchnittwunden und Knochenbrüchen10BAYERN AKTUELL 03 - 2015Veranstaltungen - Feste feiern mit der DLRGSommerfestam BadeweiherStartklar zum Fest: Die Lebensretter vom Poschinger Weiher.zu versorgen, ebenso Fälle von Hitzeerschöpfung und Insektenstiche bishin zum anaphylaktischen Schock.Gelegenheit fürs SeepferdchenZusätzlich zu den Angeboten amWasser können die Kleinen ihreSchwimmfähigkeit unter der Anleitungunserer Ausbilder unter Beweis stellen.Hierfür sperren wir einen kleinen Teildes recht flachen Sees mit Bojen undeiner Schwimmleine ab, um hier zumBeispiel die Möglichkeit zur Abnahmeder Seepferdchenprüfung zu bieten.Rettungsvorführungen unserer Einsatzkräfte im und am Wasser rundendie Veranstaltung ab.Terminliche PunktlandungEine Veranstaltung dieser Art erfordert einige Vorarbeit, die in der Regelein kleiner Planungsstab von zweioder drei Personen leistet. Acht biszehn Monate vor dem Sommerfestkommt der schwierigste Teil, die Festlegung des Termins. Zum einen darfder Termin nicht mit anderen Veranstaltungen, wie z.B. dem Sommerfestder örtlichen Feuerwehr kollidieren,zum anderen darf die Torwand undinsbesondere die Hüpfburg, die unsdie Gemeinde Unterföhring zur Verfügung stellt, nicht anderweitig verplantsein. Des Weiteren ist der Erfolg dieserFreiluftveranstaltung natürlich immerwetterabhängig, daher liegt der Terminim Hochsommer, in der Regel zwei bisdrei Wochen vor Beginn der Sommerferien. Heuer wird es der 12. Juli sein.Ein Sonntag ist nach unserer Erfahrung für die meisten Gäste günstigerals ein Samstag.Das Seefest findet mitten in unsererWachsaison statt, daher benötigen wirzum einen viele Helfer für das Fest, dasje nach Wetterlage von ein paar Dutzend bis zu mehreren Hundert interessierten Bürgern besucht wird, zumanderen müssen wir gleichzeitig denreibungslosen Betrieb der Rettungsstation gewährleisten. Daher sindunsere vielen fleißigen Helfer, die sichzum Teil schonseit dem erstenKinderfest regelmäßigengagieren,einerder wichtigstenGaranten für denErfolg der Veranstaltung. Dr. Frank HasenäckerFrank Hasenäckerist Leiter Ausbildungbeim OrtsverbandPolizei München.

Das AHORN Hotel Am Fichtelberg gehört zu den fünf AHORN Hotels,die in den schönsten Urlaubsregionen Deutschlands liegen: Templin / Brandenburg Friedrichroda / Thüringen Altenberg / Sachsen 2x Oberwiesenthal / SachsenMit seinen 388 Zimmern verfügt das AHORN Hotel Am Fichtelberg über zahlreiche In- und Outdoorangebote u.a. mit Innen-Pool und Wassergymnastik, Fitness inklusive Kursprogramm, Wii-Lounge,Tischtennis und Kino. Minigolf, Rummenigge Soccerfield, Beachvolleyball u.v.m. sowie ein täglichesFreizeitprogramm mit dem Active Team sorgen für Vielfalt und Abwechslung. Das AHORN Hotel AmFichtelberg steht für den erholsamen Urlaub, der Familien genauso anspricht wie Paare oder Gruppen.Eingebettet zwischen Fichtel- und Keilberg begeistert das Erzgebirge hier gleichermaßen Aktivurlauber und Erholungssuchende. Vor der Haustür locken ein Naturschutzgebiet zum Wandern und einEldorado für Alpinski- und Langlaufsportler.RETTUNGSSCHWIMMER (m/w) GESUCHT!Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Termin Rettungsschwimmer (m/w). Die Hauptaufgabenbeinhalten die Sicherstellung des reibungslosen und besucherfreundlichen Ablaufes des Badebetriebessowie die Wartung und Pflege der technischen Anlagen.Dafür sollten Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein aktuelles Rettungsschwimmabzeichen in Silber undeinen gültigen Erste-Hilfe-Nachweis mitbringen. Darüber hinaus wünschen wir uns von Ihnen Organisationstalent, Flexibilität,Kreativität, Kontaktfreudigkeit und Spaß am Umgang mit Kindern.Das AHORN Hotel Am Fichtelberg gehört ebenso zur Familie der Albeck & Zehden Hotels(www.albeck-zehden.de). Innerhalb des gesamten Unternehmens bieten wirunseren Mitarbeitern attraktive Benefits und Vergünstigungen. Bei Bedarf kann aucheine Unterkunft zur Verfügung gestellt werden.Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung einschließlich Lebenslauf,Zeugnissen sowie Gehaltsvorstellung, bevorzugt per E-Mailan [email protected] Ansprechpartnerin ist Frau Lauterwald.AHORN Hotel Am FichtelbergHotel am Fichtelberg Oberwiesenthal Betriebs GmbH & Co. KGKarlsbader Straße 4009484 Kurort OberwiesenthalTel. 037348 17197www.ahorn-hotels.de

r egionalesDLRG Ortsverband WeltenburgKajakfahrergerettet Auftrag erfüllt:Die Weltenburger Retter habendie Klosterkiesbank erreicht.DLRG-Einsatzkräfte retteten junge Kajakfahrermit dem Motorrettungsboot von einemFelsvorsprung in der Donau.Am Abend des Karsamstag kentern dreijunge Männer mitihrem Kajak im Donaudurchbruchbei Weltenburg. Sie können sich samtihrem Kajak nur auf einen Felsvorsprung am Rand des Flusses retten.Ein Handy haben sie glücklicherweisein einem Trockenbeutel verstaut undkönnen damit einen Notruf absetzen.Die Leitstelle alarmiert DLRG, BRKWasserwacht, Feuerwehr, Rettungsdienst und Helikopter. Die DLRGWeltenburg ist als erstes vor Ort undrettet nach kürzester Zeit zwei derMänner mit dem Motorrettungsboot.Die Jugendlichen waren stark unterkühlt.12BAYERN AKTUELL 03 - 2015Die Retter bringen sie vom Unfallort,der „langen Wand“, sofort zu der einenKilometer entfernten Klosterkiesbankund übergeben sie dort dem Landrettungsdienst.Dem dritten jungen Mann hilft dieFeuerwehr. Die persönlichen Gegenstände wie Kleidung, Kajak und Trockenbeutel können ebenfalls geborgenwerden. Das Kajak haben die Männernoch selbst an den Flussrand gebracht.Am Kloster nahe der Kiesbank wartetder Rettungswagen. Hier legt das Rettungsboot an und die Jugendlichenkönnen selbständig zum Rettungswagen gehen.Florian Kolb

DLRG Kreisverband Oberallgäu/SonthofenAktivim Allgäu r egionalesSchleifen, streichen, renovieren:Sanierung der Einsatzzentraledurch engagierte Mitglieder.Die Kreisverbandsversammlung im März blickte auf einereignisreiches 2014 zurück.Der Kreisverband, der über 500Mitglieder umfasst, hatte seineEinsatzzentralesaniertundein neues Transportfahrzeug für dieEinsatzkräfte beschafft. Wie wichtigdas neue VW-Fahrzeug ist, beweisen die Einsätze in der sogenannten allgemeinen Gefahrenabwehrund die über 2.600 Stunden geleisteterWasserrettungsdienstamNiedersonthofener See. Der Bürgermeister der Stadt Sonthofen, Christian Wilhelm, betonte inseinem Grußwort, wie wichtig dieRettungsorganisationen für die Stadtsind und lobte das große Engagement der DLRG in der Jugendarbeit:Von insgesamt rund 1.900 Ausbildungsstunden entfallen fast 60 Prozent auf die Jugendschwimm- undRettungsschwimmausbildung. Auchin der Arbeitsgemeinschaft Sonthofener Jugendverbände (ASJ), in der alleJugendverbände der Stadt vertretensind, ist die DLRG eine feste Größe.So stellte unsere Jugendorganisation11 Prozent der Teilnehmer am ASJUmwelttag 2014, an dem Jugendlichefür eine saubere Umwelt kämpfen undim Stadtgebiet Unrat entfernen.Wildbäche, Rettungshunde,SpineboadIm Wasserrettungsdienst registriertedie DLRG ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Das ist unter anderem auf denerfolgreich eingeführten Einsatzleiterdienst zurückzuführen, den sich DLRGund BRK-Wasserwacht im wöchentlichen Wechsel teilen. Der Einsatzleiterkoordiniert und leitet alle Maßnahmender Wasserrettung und steht der Integrierten Leitstelle Allgäu bei fachlichenFragen und zur Abklärung vor Ort zurVerfügung. Unter anderem mussteunsere Schnelleinsatzgruppe zu fünfEinsätzen in Wildbächen ausrücken.Der am weitesten entfernte Einsatz,mit einer Anfahrtszeit von fast 20Minuten mit Sondersignal, befand sichbei den Buchenegger Wasserfällen inder Nähe von Oberstaufen. Hier warim Sommer eine junge Frau tödlichverunglückt, nachdem sie von einemFelsvorsprung in das Tosbecken einesWasserfalls gestürzt war und darauf-Strömungsretter errichtenein Hochseil überdie Ostrach.hin von einem unterirdisc

DLRG in Bad Nenndorf abschließen. Ausbildung Umfassend kompetent: Drei neue Multiplikatoren ultiplikatoren sind die Ausbil-der der Ausbilder. Sie führen die Fachausbildungen in den Bezirks-verbänden durch, um den einzelnen Gliederungen in Ba