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2015GeschäftsberichtVolksbankPforzheimWestliche Karl-Friedrich-Str. 5375172 PforzheimTelefon 07231 184-0Telefax 07231 [email protected]

Volksbank Pforzheim – Geschäftsbericht 201523InhaltBericht über das Geschäftsjahr 2015 4–5Omnikanal-Banking und Filialkonzept 6–7TeilhaBÄR 8Banker im Blaumann 9Jubilare 2015 10Soziales Engagement 11Events im VolksbankHaus 2015 Leistungsbilanz und Erfolgszahlen 2015 Lagebericht 12–131415–28Erklärung zur Unternehmensführung 29Vorschlag für die Ergebnisverwendung 30Bericht des Aufsichtsrates 31Aktiva 32Passiva 33Gewinn- und Verlustrechnung 34Anhang 35–46Bestätigungsvermerk 47ImpressumHerausgeber: Volksbank Pforzheim eGVerantwortlich für den Inhalt: Volksbank Pforzheim eGGestaltung: Specktakulär Werbeagentur GmbHDruck: Alpha-Druckhaus GmbH

Geschäftsbericht 2015 – Bericht des Vorstandes45Bericht über das Geschäftsjahr 2015Liebe Mitglieder und Kunden der VolksbankPforzheim, liebe Leserinnen und Leser unseresGeschäftsberichts,zahlreiche Trends prägen die heutigen und zukünftigen Anforderungen, die Sie an Ihre Hausbankhaben. Die digitale Vernetzung unserer Arbeitsund Freizeitwelt ist einer davon. Internetbasierteund mobile Technik prägt mittlerweile einenGroßteil unseres Alltags – beruflich wie privat.Sie ermöglicht, erleichtert und beschleunigt dieKommunikation zwischen Menschen und ist ausBüros und Aktenkoffern nicht mehr wegzudenken – auch nicht aus unseren Häusern, Autosund Jackentaschen. Diese Entwicklung hält weiteran – Generationen übergreifend, unabhängigvon sozialem Status, Beruf oder Branche.Eine Konsequenz hieraus ist, dass sich dieKontaktwege zwischen Unternehmen und Verbrauchern, zwischen Banken und ihren Kundenweiter verschieben. Lag bei Bankkunden bis vorwenigen Jahren noch der klassische, regelmäßigeFilialbesuch auf Platz eins, so stehen heute einemVor-Ort-Termin pro Jahr durchschnittlich rund500 alternative Kontakte wie Online- oderMobile-Banking, die Nutzung von SB-Gerätenoder Telefonservices gegenüber.Als große und mitgliederstarke Genossenschaftsbank haben wir einen gesetzlich verankertenFörderauftrag. Er verpflichtet uns zur Nähe undzur Wahrung der Interessen unserer Mitgliederund Kunden in unserem Geschäftsgebiet. Dochwie sieht Nähe im 21. Jahrhundert aus, und wiedefiniert sich das Geschäftsgebiet, wenn Bankdienstleistungen weltweit genutzt werden können? Die Antwort auf diese Fragen bestimmennicht wir, sondern Sie – als Nutzer unseres persönlichen Beratungsangebots und als modernerund mobiler Bankkunde mit hohem Sicherheitsund Verfügbarkeitsanspruch an die Technik. Wirwerden auf Dauer erfolgreich sein, wenn wirbeides können. Filiale und Internet, Genossenschaftliche Beratung und VR-Banking-App, fairbepreister persönlicher Service und clevereLösungen fürs Smartphone. Veränderungenunseres Umfelds und des Wettbewerbs begleitenuns seit unserer Gründung. Die Geschwindigkeit,mit der sie uns heute begegnen, hat jedochdeutlich zugenommen und wird sich weiter beschleunigen. Unser Selbstverständnis und unserQualitätsanspruch, für Sie die Nr. 1 zu sein,machen Lust auf die Zukunft. Wir sind offen fürNeues und zugleich der Tradition verpflichtet,Ihre Ziele und Wünsche in den Mittelpunktunseres Handelns zu stellen.Wir laden Sie herzlich ein, diesen Weg gemeinsam mit Ihrer Volksbank Pforzheim zu gehen.Wie sich unsere Bank im zurückliegendenGeschäftsjahr entwickelt hat, erläutern wir Ihnenausführlich auf den kommenden Seiten. Einesvorweg: Auf die Ergebnisse können wir stolz sein.Unser Antrieb ist, den wirtschaftlichen Erfolgdauerhaft sicher zu stellen. Dies ist kein Selbstläufer,sondern angesichts zahlreicher Herausforderun-gen aus dem finanzpolitischen und regulatorischenUmfeld, der fortwährenden Niedrigzinsphaseund bestehender Kostenstrukturen unsere Hauptaufgabe für die Zukunft.Was uns 2015 neben den Geschäftszahlen nochbewegt hat, haben wir in Text, Bild und Videoauf den kommenden Seiten für Sie zusammengestellt. Viel Vergnügen bei der Lektüre!Der Vorstand der Volksbank Pforzheim eGDer Vorstand derVolksbank Pforzheim:René Baum,Fritz Schäfer(stellvertretenderVorsitzender),Jürgen Zachmann(Vorsitzender) (v.  l.  n.  r.)

Geschäftsbericht 2015 – Omnikanal-Banking und Filialkonzept67Omnikanal-Bankingund FilialkonzeptWas zeichnet eigentlich eine Volksbank aus?Sicher ist es das Persönliche, Vertraute, Menschliche,das uns von Bankengruppen unterscheidet, beidenen Börsenkurs und Gewinnmaximierung imVordergrund stehen. Sicher sind es auch der Servicevor Ort, die Genossenschaftliche Beratung, dasFilialnetz und die Tatsache, dass man seinem Beraterabends oder am Wochenende auch einmal ohneAnzug und Krawatte begegnet – beim Einkaufen,beim Schulfest oder beim Stadtbummel mit Familie.Diese Nähe bietet keine Direktbank.Unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal ist undbleibt aber die Mitgliedschaft – die Beteiligungam Unternehmenserfolg bei gleichem Stimmrechtfür alle. Das bietet außer einer Volksbank niemand. Die genossenschaftlichen Werte habenVolksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsammit ihren Verbundunternehmen erarbeitet undleben sie Tag für Tag. Werte, Mitgliedschaft undFörderauftrag sind unverändert Teil unseresSelbstverständnisses – dies hat Konsequenzen.Unsere Welt verändert sich mit immer höhererGeschwindigkeit – im beruflichen wie im privatenUmfeld. Ohne digitale Hilfsmittel und neueKommunikationskanäle sind viele alltäglicheVorgänge kaum noch vorstellbar. Auch IhreAnforderungen an uns haben sich mit zunehmender technischer Entwicklung und Digitalisierungzu Recht weiter entwickelt. Dies wiederum hatAuswirkungen auf unsere Kommunikation, unserePräsenz vor Ort und im Internet: Bankgeschäfteper App über das Smartphone zu tätigen undden Berater per E-Mail zu kontaktieren, ist heuteso normal wie der Einkauf im Internet mittels OnlineBezahlverfahren.Wir befinden uns in einer Übergangsphase,in der wir in beiden Welten sattelfest sein müssen:An der einheitlichen Beratungsqualität arbeitenGenossenschaftsbanken bundesweit, um Ihnenrund um Ihre finanziellen Anliegen das gleichegute Gefühl zu geben. Gleichzeitig bauen wir unsere Internetpräsenz und die „digitale Volksbank“massiv aus, um Ihren Bedürfnissen auch in diesemBereich gerecht zu werden. Unsere Homepageverzeichnet im Monat rund 120.000 Besucher und180.000 Anmeldungen im Online-Banking. Anunserer Philosophie ändert sich dadurch nichts:Ihre Ziele und Wünsche stehen im Mittelpunktunseres Handelns.In der persönlichen Beratung liegen wir vorne.Im digitalen Bereich wollen wir für Sie noch besserwerden. Unsere technischen Möglichkeiten bietenmittlerweile interessante Lösungen und vielversprechende Perspektiven für Privat- und Firmenkunden. Einige Beispiele dafür finden Sie aufdiesen Seiten.Was unser Filialnetz anbelangt, so werden wirauch heute und in Zukunft Ihrem Bedarf entsprechend für Sie da sein. Im Rahmen eines langfristigangelegten Filialkonzepts haben wir alle unsereStandorte analysiert und deren personelle undtechnische Ausstattung auf den Prüfstand gestellt.Online -Ban kingVR -Banking AppAusschlaggebend für die Beurteilung eines Standorts sind unter anderem Faktoren wie Besucherfrequenz, Öffnungszeiten, Automatenausstattungund deren Nutzung.Wenn 500 alternativen Kontakt- oder Nutzungswegen nur noch ein Filialbesuch pro Jahr gegenübersteht, sind wir gegenüber unseren Mitgliedernin der Pflicht, etwas zu ändern. Denn auch alsGenossenschaftsbank sind wir dazu verpflichtet,nachhaltig ertrags- und kostenbewusst zu wirtschaften.In den kommenden Jahren werden wir daher –am Bedarf unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet – unser Filialnetz in puncto Ausstattungund Öffnungszeiten anpassen, an ausgewähltenStandorten verstärkt auf terminierte Beratungund Selbstbedienungstechnik setzen und unsereLeistungen dort anbieten, wo sie nachgefragtwerden.19.600GeldautomatenSicher onlinebezahlenPersönlicheBeratung vor OrtAPPsolutflexibel!OnlinAber e bezahlen?sicWeil her. Waruwir‘sm?können.Umsatzanzeige aller KontoverbindungenMultibankfähigkeitÜberweisungen aufgebenFinanzmanagementpaydirektDie neue Zahlungsmethodewww.vbpf.de Extras wie z. B. Filial- undGeldautomatenfinderitt m p fürztJe -Ap s!ebil rwegoM nteuMobile-AppMit der App für iPhoneund Android-Mobil telefonelassen sich alle Inhalte auchunterwegs abrufen.

Geschäftsbericht 2015 – TeilhaBÄR8Geschäftsbericht 2015 – Banker im Blaumann9Der TeilhaBÄR:Unser sympathischer BotschafterBanker im Blaumann:Wir verstehen, was Sie tun.2015 war auch das Jahr, in dem wir nicht nurviele neue Kunden sondern auch ein wirklichaußergewöhnliches Familienmitglied begrüßenkonnten: den TeilhaBÄR. Er ist das sympathischeGesicht und der Botschafter des Genossenschaftsprinzips, durch das jeder Kunde auch ein Teilhaberunserer Bank werden kann.Digitale Technik und persönliche Kundennähe –wir können beides. In unserem Geschäftsgebietexistieren hoch spezialisierte Industrie-Weltmarktführer neben innovativen Ideenschmieden undtraditionellen Handwerksbetrieben. Trotz unterschiedlichster Anforderungen haben sie einesgemeinsam: die richtige Hausbank.Um Groß und Klein auf die Vorteile einer Mitglied- bzw. Teilhaberschaft bei uns aufmerksamzu machen, ist der TeilhaBÄR seit Ende 2015 aktiv.Besonders viel Freude löste er zum Beispiel alsPlüsch-Variante aus. Als Mini-Ausgabe des großenTeilhaBÄRen kam diese während der WeltsparWoche zum Einsatz und sammelte ordentlichFans. Die große Bärenfamilie tritt dagegen beivielen unserer zahlreichen Veranstaltungen auf.Hier sorgt vor allem die Möglichkeit, denTeilhaBÄRen sozusagen in Person zu treffen, fürBegeisterung bei den Jüngsten und so manchenSchmunzler bei den Älteren.Übrigens: Weil der TeilhaBÄR immer wieder einenbesonderen Auftritt hinlegt, bekommt er beiuns im Frühjahr 2016 sogar einen eigenen Film.Der klärt nicht nur die Frage, wie der TeilhaBÄRzu seinem Namen gekommen ist, sondern auch,was es mit der TeilhaBÄRschaft so auf sich hat.Zu finden ist der Film auf der Homepage derVolksbank Pforzheim www.vbpf.de.2Die Geschwindigkeit, mit der uns heute Veränderungen begegnen, betrifft ganz besondersdas Geschäft mit unseren Firmen- und Gewerbekunden. Nicht nur in betriebswirtschaftlichenBelangen, sondern auch technisch auf Augenhöhemit unseren Geschäftspartnern zu sein, ist vonentscheidender Bedeutung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.Mit dem „Banker im Blaumann“ leben wir diesesPrinzip in Reinkultur. Für einen Tag tauscht derBankberater seinen Anzug gegen Blaumann,Bäckerschürze & Co. und arbeitet aktiv bei seinemKunden mit – ein Austausch, von dem beide Seitenprofitieren.„Das Schöne an einer Kücheist für mich, dass sie derOrt ist, an dem zuhause allezusammenkommen.“Rico Tischer, Inhaber der Firma Küche & ed seit 2010.Zuhause in Weiler.Titelbild:Guido Jeremias weihtBanker Stefan Nonnenmacherin die Teigwarenproduktionein.TeilhaBÄR BankerimBlaumann

Geschäftsbericht 2015 – Jubilare10Die Jubilareder Volksbank PforzheimGeschäftsbericht 2015 – Soziales EngagementSoziales Engagementin der RegionMit der Aktion „Genossenschaften spenden Helfer“leisten wir seit Jahren einen besonderen Beitragfür karitative und soziale Einrichtungen in unseremGeschäftsgebiet.Statt Unterstützungswünsche aus dem Kreis unserer Kunden und Mitglieder einfach mittels Spendenscheck zu erfüllen, binden wir diese als Helfermit ein, zum Beispiel für soziale und karitativeEinrichtungen oder Integrations- und Inklusionsprojekte – am Ort des Geschehens, und damit ganzim Sinne der genossenschaftlichen Gründerväter.Dass wir dabei auch selbst mit anpacken, ist Ehrensache. So markierten unsere eigenen 45 Auszubildenden den Auftakt für die Helferaktionenim Jahr 2015: Eine Woche lang halfen sie in derVesperkirche bei der Essensausgabe, beim Servieren und Abspülen.Jubilare 201511Es folgten zwei Schulprojekte zu Gunsten desFamilienzentrums Au und der Pforzheimer Tafel.Fröhlich und sportlich fair ging es zu, als dieFußballer des 1. FC 08 Birkenfeld im Rahmen ihresSommerfestes gegen eine Mannschaft derLebenshilfe Pforzheim antraten.Auch die Erste BürgerStiftung Pforzheim-Enz, dieseit ihrer Gründung im Jahr 2007 gemeinnützigeProjekte in Pforzheim und der Region fördert,durfte sich freuen. Mit einer Zuzahlung von250.000 Euro in den Vermögensstock konnte dieStiftung das Jahr 2015 mit frischem Kapital starten. Damit leistete die Volksbank Pforzheim erneuteinen wichtigen Beitrag für bürgerschaftlichesEngagement in ihrem ef JürgenZachmann (links) bei derSpendenübergabe zuGunsten der ErstenBürgerStiftung PforzheimEnz, vertreten durchStiftungsvorstand FritzSchäfer und denVorsitzenden des Stiftungskuratoriums, Dr. GerhardBossert (rechts)[1]10 Jahre BetriebszugehörigkeitManuel Akay, Stefan Bach, Sarah Blust, Volkmar Buchwald, Kerstin Denk, Stefanie Furrer,Marina Gehrmann, Bertram Göppert, Elisa Geßner, Thomas Herlan, Ramona König, Edigna La Verde,Nadine Murnberger, Sven Neubauer, Martin Rahn, Emil Raiser, Jasna Rehberger, Ingo Rüdiger,Josef Schreiner, Sarah Staps, Jörg Wittke25 Jahre BetriebszugehörigkeitHeidrun Ewert, Martina Fricker, Sabine Geisel, Christina Großmann, Eric Großmann,Thorsten Lichtenberger, Martin Ludwig, Sandra Rochholz, Yvonne Schubert, Tobias Schuster,Constanze Umlauf12Abijahrgang des TheodorHeuss-Gymnasiums[2]40 Jahre BetriebszugehörigkeitSigrid Boschert, Bernd Hotter, Bernhard Jarosch, Andrea Keuchel, Margarete Meindl,Albrecht SulzerAzubis in der Vesperkirche[3]341. FC 08 Birkenfeld[4]5Spendenlauf der11. Klassen derFritz-Erler-Schule[5]

Geschäftsbericht 2015 – Events im VolksbankHaus1213Events im VolksbankHaus 201520.–21.03.152. Internationaler PforzheimerSchokoladenmarkt (4)21.04.15Walking Dinner LukullENZ (2)26.04.15„Frühlingsfest im VolksbankHaus“ amverkaufsoffenen Sonntag (6)18.06.15481Eröffnung der ersten PforzheimerKindernotinsel (9)24.07.15Modenschau der Akademie fürKommunikation (3)515.09.15Wanderausstellung „Baden-Württemberg inEuropa“ (8)22.10.1592Ausstellungseröffnung „Urban Nature“ mitRené Dantes und Winfried Reinhardt (1)26.10.15Sportlerwahl und Sterne des Sports (5)28.11.15Wunschbaumaktion des Kinderschutzbundes(10) und Charitymarkt (7)613710

Geschäftsbericht 2015 – Unsere Leistungsbilanz und Erfolgszahlen14Leistungsbilanz und Erfolgszahlen 2015Geschäftsbericht 2015 – Lagebericht15Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015der Volksbank Pforzheim eGI. Geschäftsverlauf1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften2015TEURLeistung erfügbare Kaufkraft in der Region durch GehaltszahlungenVan Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter16.705 erfügbare Kaufkraft durch Vergabe von AufträgenVan Dienstleister in der heimischen Region7.317Steuerleistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter5.369Steuerzahlungen an Bund, Länder und Gemeinden3.623davon Steuerzahlungen an Kommunen im Geschäftsgebiet1.845 Leistungenfür Mitglieder und Kunden sowie Spenden an soziale,wohlfahrtspflegerische, sportliche und kulturelle Einrichtungen2.523GesamtsummeZahlen aus Bilanzpressekonferenzvom 26.02.201635.5372015 Geschäftsvolumen3,1 Mrd. 3,1 % Bilanzsumme2,9 Mrd. 2,8 %Betreutes Kreditvolumen unserer Kunden1,6 Mrd. 6,7 %Betreutes Anlagevolumen unserer Kunden2,7 Mrd. 3,8 %Bilanzgewinn2,6 Mio. unverändertEigenkapital229 Mio. 3,4 %531- 13davon Auszubildende45-4Bank- und Servicestellen48unverändertDividendenvorschlagDie Exporte der deutschen Wirtschaft stiegen spürbar um5,4 % an, wozu auch der Rückgang des Euro‑Wechselkursesbeigetragen haben dürfte. Die Importe nach Deutschlandstiegen aufgrund der hohen Binnennachfrage ebenfallsmerklich um 5,8 % an.Im Hinblick auf die Staatsfinanzen konnte die öffentliche Handdas Jahr zum zweiten Mal in Folge mit einem Überschussabschließen.Veränderunggegenüber 2014MitarbeiterIm Jahr 2015 setzte sich der konjunkturelle Aufschwung inDeutschland fort. Den ersten Schätzungen des StatistischenBundesamtes zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,7 % über das Vorjahresniveau gestiegen. Derwichtigste Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums warenerneut die Konsumausgaben. Maßgeblich hierfür waren nebender Beschäftigungs‑ und Tariflohnentwicklung auch Sonderfaktoren wie die Einführung des allgemeinen gesetzlichenMindestlohns und die Kaufkraftgewinne durch den niedrigenÖlpreis. Darüber hinaus gingen von der starken Zuwanderungvon Flüchtlingen nach Deutschland Nachfrageimpulse aus.4,0 %Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich 2015 abermalsin einer guten Grundverfassung. Die Zahl der Erwerbstätigenist im Jahresdurchschnitt 2015 auf 43,0 Mio. gestiegen. DieZahl der registrierten Arbeitslosen ist gegenüber dem Vorjahrauf knapp 2,8 Mio. Menschen gesunken, was einer Arbeitslosenquote von 6,4 % entspricht.Die Inflationsrate in Deutschland ist von 0,9 % in 2014 auf0,3 % in 2015 gesunken. Ausschlaggebend hierfür war derPreisverfall bei Rohöl und den Energiepreisen, wohingegenNahrungsmittel und Dienstleistungen einen moderatenPreisanstieg verzeichneten.Die großen Notenbanken waren in 2015 die Taktgeber an denFinanzmärkten. Während sich in den USA die Signale in RichtungZinswende verdichteten, lockerte die Europäische Zentralbankihre expansive Geldpolitik nochmals und weitete ab März 2015ihr Aufkaufprogramm für Wertpapiere aus. In diesem Umfeldblieb auch das Renditeniveau von Bundesanleihen niedrig, beikürzeren Laufzeiten teilweise tief im negativen Bereich.Unterschiedliche Erwartungen an die Geldpolitik dies‑ undjenseits des Atlantiks waren es dann auch, die dem Euro in 2015das zweite Jahr in Folge Kursverluste gegenüber dem US‑Dollarbescherten.Der DAX hat das Jahr 2015 mit einem deutlichen Jahresplusvon 9,6 % gegenüber dem Vorjahresultimo beendet. Aktienprofitierten besonders von der Geldpolitik der EZB und einemzunehmenden Konjunkturoptimismus für den Euroraum. BisMitte April stieg der deutsche Leitindex auf ein neues Allzeithoch von knapp 12.500 Punkten, das er aber im weiterenJahresverlauf nicht erfolgreich verteidigen konnte.Auch die Wirtschaft im Geschäftsgebiet der Volksbank Pforzheim eG präsentiert sich nach Einschätzung der IHK Nordschwarzwald insgesamt in überdurchschnittlich guter Stimmungbei überwiegend stabiler Ertragslage.Trotz nicht einheitlicher Entwicklung der Umsätze blicken dieUnternehmen optimistisch in die nahe Zukunft. Einen maßgeblichen Beitrag hierzu leistet der private Konsum. Dämpfendwirkt sich die wachsende Unsicherheit über die Auswirkungeninternationaler Konflikte aus.Nach wie vor zeigt sich die Beschäftigtensituation im Geschäftsgebiet zweigeteilt. Der Bezirk Pforzheim führt mit einerArbeitslosenquote von 7,1 % erneut die landesweite Statistikder Agentur für Arbeit an. Der Enzkreis nimmt in dieser Statistik mit 2,7 % Platz zwei im landesweiten Vergleich ein und liegtsomit günstiger als der baden‑württembergische Durchschnittvon 3,7 % (jeweils Werte Dezember 2015).In diesem Marktumfeld entwickelten sich die baden‑württembergischen Kreditgenossenschaften erneut solide.Aggregiert auf Verbandsebene, konnten sowohl die kumuliertenKundeneinlagen als auch die Kundenkredite gesteigert werden.Die Eigenmittel der Volksbanken und Raiffeisenbanken inBaden‑Württemberg wuchsen dabei ebenfalls weiter, insbesondere im Hinblick auf das Kernkapital. Hierbei zeigt sich weiterhindas hohe Maß an Vertrauen, über das genossenschaftlicheInstitute bei ihren privaten und gewerblichen Kunden verfügen.

Geschäftsbericht 2015 - Lagebericht16172. Entwicklung der Volksbank Pforzheim eG BilanzsummeAußerbilanzielle 30VeränderungUrsächlich für das Wachstum waren insbesondere deutlicheZuwächse beim Kundenkreditvolumen. Die briefte Verbindlichkeiten12.28112.1461351,1Nachrangige areinlagenandere 861.312.737‑29.351‑2,224.28218.1946.08833,5Die Entwicklung des Kundenkreditgeschäftes lag über denErwartungen.Die Entwicklung der Kredite in laufender Rechnung spiegeltdie gute Liquiditätssituation der Kunden wider, sie reduzierten‑20.11614.464WertpapieranlagenAus einer Vielzahl von Existenzgründungsberatungen konnten79 Gründer/‑innen von uns begleitet werden. Dies entsprichteinem Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber demVorjahr.561.020172.6661.417.987Private Baufinanzierungen und das gewerbliche Kreditgeschäftmit regional ansässigen Unternehmen stellten die größtenWachstumstreiber dar. Trotz harten Wettbewerbs am BankplatzPforzheim konnten erneut durch kompetente Beratung undindividuelle Lösungen, welche so weit wie möglich auchzinsgünstige öffentliche Fördermittel enthalten, Steigerungenüber Verbandsdurchschnitt erzielt werden.540.904Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenKundenforderungen inkl. AvalkrediteForderungen an 8.374BerichtsjahrTEURDie Bankenrefinanzierungen sind dominiert von Wertpapierpensionsgeschäften zur Finanzierung der Eigenanlagen.Während die Sichteinlagen und Tagesgeldanlagen (andereEinlagen) der Kunden auf hohem Niveau erneut weiterzunahmen, haben sich die Spareinlagen leicht reduziert. Durchdie gute Eigenkapitalsituation konnten wir auch im Berichtsjahr 2015 die nachrangigen Verbindlichkeiten deutlichzurückführen.In der Entwicklung der Einlagen spiegelt sich bei anhaltendemNiedrigzinsumfeld der allgemeine Trend der Kunden zukurzfristigen Geldanlagen (Liquidität) wider. Die bilanziellenKundeneinlagen konnten um rund 3 % zulegen.Die Geldanlagen der Kunden bei Spezialinstituten, überwiegend des genossenschaftlichen Finanzverbundes, insich entsprechend. Bei den mittel‑ und langfristigen Kreditenwurden im Rahmen des gelebten Subsidiaritätsprinzips gezieltKredite zu Spezialinstituten des genossenschaftlichen Finanzverbundes vermittelt.In Summe konnten somit die bilanziellen Kundenforderungenmit einem Zuwachs von rund 8 % die Entwicklung derbaden‑württembergischen Genossenschaftsbanken ( 5,5 %)übertreffen.Veränderungen im Interbankengeschäft stehen im Zusammenhang mit den bankeigenen Wertpapieranlagen. Investitionenerfolgten ausschließlich in Wertpapieren von Emittenten mitsehr guter bis guter Bonität mit maximaler Laufzeit von10 Jahren.1.006.190Veränderung968.3342.801.006Die außerbilanziellen Geschäfte haben sich durch im Geschäftsjahr eingeräumte, bislang allerdings noch nicht in Anspruchgenommene Kreditzusagen erhöht.2014TEUR%%überstiegen das Vorjahresniveau insgesamt um rund 41 %.Bedingt durch ein extrem niedriges Marktzinsniveau habensich die Wertpapieranlagen reduziert.BerichtsjahrTEURTEURTEUR*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen).Die Bilanzsumme der Volksbank Pforzheim eG erhöhte sichum 78,4 Mio. EUR bzw. 2,8 % und liegt über unseren Planungen(Durchschnitt der baden‑württembergischen Genossenschaftsbanken 3,9 %).Passivgeschäftfestverzinslichen Wertpapieren, Aktien, Investmentfonds,Garantiezertifikaten, Vermögensverwaltungen, Bauspar‑ undVersicherungsverträgen betrugen 1.124.188 TEUR ( 5,5 %)zum 31.12.2015. Der Zugang resultiert aus der positivenEntwicklung der internationalen Börsensituation im Geschäftsjahr 2015 sowie Ansparleistungen der Kunden.Nach Berücksichtigung der Zuwächse bei den bilanzwirksamenEinlagen hat sich die Summe aller von uns betreutenVermögenswerte ausgeweitet. Diese lagen am 31.12.2015 bei2.743.262 TEUR gegenüber 2.643.236 TEUR zum 31.12.2014.Das betreute Kundenkreditvolumen konnte zum 31.12.2015mit 1.596.801 TEUR gegenüber dem Vorjahr (31.12.2014 1.495.854 TEUR) erhöht werden.InvestitionenBauliche Maßnahmen im Filialnetz bleiben weiterhin einwesentlicher Bestandteil unserer Investitionstätigkeit.Großprojekte wie das 2013 eingeweihte VolksbankHaus„Tiergarten“ stellen dabei jedoch Ausnahmen dar. Ausschlaggebend für unser Investitionsverhalten war und ist stets dieAnpassung unserer Präsenz und Verfügbarkeit an sichverändernde Bedürfnisse von Mitgliedern und Kunden.Mit zunehmender Technisierung und Digitalisierung vonBankdienstleistungen verlagern sich auch die Anforderungenan das Service‑ und Dienstleistungsangebot – von der Filialehin zum PC oder mobilen Endgerät.Dies führt zu einem deutlichen Ausbau der Investitionen inInformations‑ und Kommunikationstechnologien sowie derAutomaten‑ und Selbstbedienungstechnik.

Geschäftsbericht 2015 – Lagebericht1819Personal‑ und SozialbereichZum Jahresende beschäftigten wir 486 Mitarbeiter/‑innen.Zusätzlich bildeten wir 41 junge Menschen in den Berufen Bankkaufmann, Finanzassistent und Immobilienkaufmann sowie vierStudenten an der Dualen Hochschule in Karlsruhe aus.Abgestimmt auf das Unternehmensleitbild und die Vision derVolksbank Pforzheim eG spiegeln sich die Personalentwicklungsmaßnahmen in einer geringen Fluktuationsquote von2,9 % wider.Die Ausbildungsquote liegt bei rund 9,3 %.Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter/‑innen liegt bei rund 43Jahren. Die Zugehörigkeit bei der Volksbank Pforzheim eGbeträgt im Durchschnitt 19 Jahre.Auch in 2015 nahm die Aus‑ und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen einen hohen Stellenwert ein. Interne und externeSeminare sowie spezielle Schulungsprogramme für künftigeFachberater, Fachspezialisten und Führungskräfte trugen dazubei, die Mitarbeiter/‑innen für die sich stetig wandelnden undsteigenden Anforderungen der Bankpraxis zu qualifizieren.Im Geschäftsjahr 2015 konnten sechs Mitarbeiter/‑innen für40-jährige, elf Mitarbeiter/‑innen für 25-jährige und 21Mitarbeiter/‑innen für 10-jährige Betriebszugehörigkeit geehrtwerden.Sonstige wichtige Vorgänge im GeschäftsjahrSonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr ergaben sichnicht.Die Geschäftsstrategie richtet sich an der Bedarfssituation derMitglieder und Kunden der Volksbank Pforzheim eG aus.Daraus wird eine langfristige Unternehmensplanungabgeleitet, die eine dauerhafte Begleitung der Mitglieder undKunden in allen Finanzierungs‑ und Vermögensanlagefragensicherstellt.In der Risikostrategie werden die Steuerungsphilosophie, diemethodischen Grundlagen sowie die Grundsätze der Risiko-Die Instrumente der Unternehmenssteuerung sind umfassenddokumentiert und im Tagesgeschäft implementiert. Das Eingehen von kalkulierbaren Risiken bestimmt die täglichenEntscheidungen.2.1 Ziel des Risikomanagements1. Gesamtbanksteuerung, RisikomanagementDie Ausgestaltung des Risikomanagementsystems wird durchdie vom Vorstand festgelegte Geschäfts‑ und die dazukonsistente Risikostrategie bestimmt. Die Unternehmensziele sowie die geplanten Maßnahmen zur Sicherung deslangfristigen Unternehmenserfolges sind in der Geschäftsstrategie beschrieben. Darin ist das gemeinsame Grundverständnis des Vorstandes zu den wesentlichen Fragen derGeschäftspolitik dokumentiert.Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und dieTätigkeit der Internen Revision werden die Zuverlässigkeit derSteuerungsinformationen und eine ordnungsgemäßeGeschäftsabwicklung sichergestellt.Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen undder aufsichtsrechtlichen Vorgaben wird zeitnah Rechnunggetragen.II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichenEntwicklung der Volksbank Pforzheim eG1. StrategienBestandteil der Gesamtbanksteuerung. Die bestehendengesetzlichen Anforderungen an ein System zur Gesamtbanksteuerung im Sinne des § 25a KWG werden erfüllt. Diebankaufsichtsrechtlichen Regelungen zur Risikobegrenzungwerden sowohl quantitativ (z.B. CRR) als auch qualitativ(MaRisk) eingehalten. Die eingesetzten Verfahren zur Banksteuerung genügen den MaRisk, tragen dem Risikogehalt dergetätigten Geschäfte angemessen Rechnung und zeigennachhaltig ihre vollumfängliche und zuverlässige Funktionsfähigkeit.steuerung näher spezifiziert. Darüber hinaus wird im Rahmender Risikostrategie das in den Mindestanforderungen an dasRisikomanagement (MaRisk) geforderte Gesamtrisikoprofil derBank dokumentiert.Der Kreislauf zur Risikosteuerung ist adäquat ausgestaltet undbildet die Basis, um Entscheidungen auf fundiert ermitteltenund aktuellen Daten in allen Entscheidungsebenen und durchalle zuständigen Kompetenzträger zeitnah treffen zu können.Anhand der eingesetzten Steuerungsinstrumente und Verfahrensowie darüber hinausgehender Regelungen kann jederzeit diefinanzielle Lage mit hinreichender Genauigkeit bestimmt werden.2. G esamtsystem der Risikoüberwachungund ‑steuerungDas Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vordem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte imBankgeschäft von großer Wichtigkeit und elementarerZiel der Risikomanagement‑ und Risikoüberwachungssystemeist die qualifizierte und zeitnahe Identifizierung, Messung undDarstellung aller wesentlichen Risiken und deren Entwicklung.Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichtendirekt dem Vorstand. Die Steuerungssysteme befinden sich ineinem ständigen Soll/Ist‑Abgleich mit der tatsächlichen Risiko‑/Chancenentwicklung. Hiermit ist gewährleistet, dass dieRisikosteuerungssysteme einen wesentlichen Beitrag zurOptimierung der Risiko‑ und Ertragsstruktur der Bank leisten.Das innerbetriebliche Überwachungssystem trägt dazu bei, diewesentlichen Risiken zu identifizieren, zu steuern und soweitwie möglich zu begrenzen.Die bestehende Risikostrategie für alle Steuerungsmechanismen ist zentraler Bestandteil des Risikomanagements undschließt wichtige organisatorische Grundlagen sowie dieZuordnung der Verantwortlichkeiten des Berichtswesens ein.Die Identifikation, Messung, Überwachung und das Reportingder Risiken erfolgt weitgehend zentralisiert durch den BereichBankplanung/‑steuerung, Abteilung Controlling.2.2 RisikotragfähigkeitMit Hilfe von Kennzahlen und einem Limitsystem auf Grundlage der Risikotragfähigkeitsberechnung werden für dasaktuelle Geschäftsjahr sowie ab Mitte des Jahres für dasfolgende Geschäftsjahr im Rahmen der Szenario‑ und Stresstestbetrachtungen die Entwicklungen der jeweiligen Geschäftsfelder gesamtbankbezogen geplant, gesteuert undüberwacht.Die Risikotragfähigkeit, die periodisch (

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