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Rawpixel Ltd. / Fotolia iStock.com/ ALotOfPeople iStock.com/ olaserJahresbericht 2017-2018der Psychologischen Beratungsstellefür Schule, Jugend und Familie- Regionale Schulberatungsstelle Schüler stärken Schulen unterstützenEltern beraten Krisen bewältigen

InhaltsverzeichnisI. Vorbemerkung4II. Zahlen auf einen Blick6III. Organisation der Beratungsstelle8IV. Statistischer Überblick/Abbildungen11Abb. 1: Schülerzahlen im Kreis Paderborn im Schuljahr 2017/2018. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12Abb. 2: Einzelhilfen, Verteilung der Klientel auf Schulformen und Kindergarten. . . . . . . . . . . . . . . . 13Abb. 3: Familienkonstellationen unserer Klientel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14Abb. 4: Zusammensetzung unserer Klientel nach Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15Abb. 5: Initiative zur Anmeldung durch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16Abb. 6: Anmeldegründe im Beratungsjahr 2017/2018. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Abb. 7: Die häufigsten Diagnosen, die sich aus der Beratung ergeben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18Abb. 8: Beratungs-Intensitäten in der Einzelfallhilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20Abb. 9: Anlässe zur Krisenintervention. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21Abb. 10: Anteil von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte in der Beratungsstelle 2017/2018. . . . 22Telefonsprechstunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23Wartezeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23V. Systemberatung, Vorträge und Öffentlichkeitsarbeit 2017/201824VI. Fördergruppen30VII. Soziale Ansprechpartner30VIII. Themen- und Arbeitsfelder311. „Neue Autorität – Professionelle Präsenz statt Macht“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312. Präventives psychosoziales Unterstützungsnetzwerk (PePSUN). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33IX. Veröffentlichungen von Mitarbeiter(inne)n37X. Mitwirkung in Arbeitskreisen und Netzwerken37XI. Qualifizierungen38XII. Anhang403

I. Vorbemerkung4

Sehr geehrte Damen und Herren!Vor Ihnen liegt der Jahresbericht des letzten Schuljahres 2017/2018, der bedingt durch unserenUmzug ins Kreisgebäude C im September 2018 etwas später als üblich zur Verfügung steht.Neben der systemischen Einzelfallarbeit, über die Sie auf den ersten Seiten des Jahresberichtsorientiert werden, stellen wir auch wieder die Angebote dar, die im Rahmen der Unterstützung derSchulen als System erfolgt sind. Hier setzt unsere Präventionsarbeit an, Schulen in ihrem Alltagshandeln zu unterstützen, was wiederum vielen Schülerinnen und Schülern zugute kommt. Klassikersind hier Beratung, pädagogische Diagnostik und Förderung von Lese-Rechtschreibschwierigkeitensowie Rechenschwierigkeiten aber auch der Umgang mit Unterrichtsstörungen, den wir mit demKonzept der Neuen Autorität begegnen. Hierüber können Sie ab Seite 31 Näheres erfahren. Nachwie vor erhalten wir viel Nachfrage zu schulinternen Lehrerfortbildungen, zu aktuellen Themen, dieden Schulen unter den Nägeln brennen, aber auch zu Fragen der Teamentwicklung, um in ihremSystem abgestimmt und damit erfolgreich arbeiten zu können.Da die halbe Landesstelle zur „Integration für Bildung“ ab dem 1.9.2017 für das gesamte Schuljahrvakant war und die halbe Projektstelle des Kreises im Kontext der interkulturellen Ausrichtung derSchulberatungstelle zur Unterstützung neu Zugewanderter erst zum 1.2.2019 besetzt werden konnte, nimmt das Thema im Schuljahr 2018/19 wieder Fahrt auf.Zum 1.2.2018 konnte das Modellprojekt unter dem Namen „Präventives psychosoziales Unterstützungsnetzwerk (PePSUN)“ starten. Hierbei handelt es sich um ein auf 4 Jahre angelegtes Projekt desLandes zur besseren sozialen Eingliederung von Schülerinnen und Schülern am Berufskollegzentrum Maspernplatz, durch die Anbindung einer schulpsychologischen Kraft vor Ort, die das schulische Netzwerk unterstützt. Die ersten Erfahrungen können Sie ab Seite 33 lesen.Wir danken auch in diesem Schuljahr wieder für viele konstruktive Kooperationserfahrungen mitden Schulen, Kindergärten und Netzwerkpartnern!Susanne FitznerLeiterin der Psychologischen Beratungsstelle für Schule, Jugend und Familie- Regionale Schulberatungsstelle -5

Kurt Kleemann / FotoliaGrußwortII. Zahlen auf einen Blick6

EspelnHövelhofBad LichtenauBad WünnenbergBürenFürstenbergSchulen im Kreis PaderbornSchülerzahlAnzahl Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen(ohne Weiterbildungskollegs)2017 / 201812946.2123.0362016 / 201712846.6872.999ZuständigkeitenLeitung: Frau FitznerHr. Dr. SchütteHr. SchulzHr. NeuhausFr. WiesingFr. ZünklerFr. KrammFr. ChoduraFr. ChoduraFr. Gröblinghoff7

iStock.com/ yandsIII. Organisation derBeratungsstelle8

MitarbeiterFachliche QualifikationSusanne inSupervisorinSchulmediatorinAndreas NeuhausDiplom-PsychologeSystemischer Therapeut undBerater (SG)Zuständigkeiten Leitung derBeratungsstelle Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen Krisenbeauftragte StellvertretendeLeitung Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen KrisenbeauftragterBettina Klaßen-LeitloffDiplom-PsychologinErzieherin, ZielorientierteGesprächspsychotherapeutin,Coach (Landesbedienstete) Schulpsychologin anden Berufskollegsam Maspernplatz(PePSUN)Dr. Nils SchütteDiplom-PsychologePsych. Psychotherapeut(Landesbediensteter) Einzelfallarbeit undStrukturelle HilfenCarsten SchulzDiplom-PsychologeSystemischer Berater(Landesbediensteter) Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen Fortbildung derBeratungslehrer(Z-Kurs Bez.-Reg.Detmold)M.Sc.-Psychologin(bis 31.8.2017 Landesbedienstete) Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen bis 31.8.2017Landesbedienstete„Integration durchBildung“Martina GröblinghoffDiplom-PädagoginSystemische Therapeutin,Familientherapeutin, Beraterin(SG und DGSF) Einzelfallarbeit undStrukturelle HilfenKirsten Systemische Supervisorin undCoach, Kinder- u. Jugendlichen Psychotherapeutin Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen KrisenbeauftragteSabrina Chodura9

Cornelia WiesingSabine KrammN.N.Diplom-SozialarbeiterinKreative KindertherapeutinDiplom-SozialpädagoginKreative KindertherapeutinLandesstelleSchulpsychologie Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen Fördergruppe fürGrundschüler(innen)mit besonders gravierenden Aufmerksamkeitsproblemenin der Grundschule gravierendenAufmerksamkeitsproblemen in derGrundschule Einzelfallarbeit undStrukturelle Hilfen Fördergruppe fürGrundschüler(innen) mit besonders gravierendenProblemen bei derEntwicklung vonLese- und Rechtschreib-Kompetenzen „Integration durchBildung“seit 1.9.2017 vakant10N.N.Schulpsychologie halbe Projektstellezur Unterstützungder Schulen imKontext neu Zugewanderterseit 1.1.2018 vakantAnette BaurSekretärin SekretariatBirgitt EversmannVerwaltungsangestellte Sekretariat

lily / FotoliaIV. Statistischer Überblick /Abbildungen11

Abb. 1: Schülerzahlen im Kreis Paderborn im Schuljahr 2017/2018Schülerzahlen im Kreis Paderborn im Schuljahr 2016/201712

Abb. 2: Einzelhilfen, Verteilung der Klientel auf Schulformen und Kindergarten(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503)Einzelhilfen, Verteilung der Klientel auf Schulformen und Kindergarten imVorjahr(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017; N 535)Die Fallzahlen der Neuanmeldungen sind insgesamt um 32 Fälle im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.13

Abb. 3: Familienkonstellationen unserer Klientel(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503)Familienkonstellationen unserer Klientel im Vorjahr(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017; N 535)Die Verteilung auf die Familienkonstellationen ist ähnlich wie im Vorjahr.14

Abb. 4: Zusammensetzung unserer Klientel nach Geschlecht(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503)Zusammensetzung unserer Klientel nach Geschlecht im Vorjahr(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017; N 535)In 306 Fällen war die Klientel männlich.15

Abb. 5: Initiative zur Anmeldung durch .(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503)Initiative zur Anmeldung durch . im Vorjahr(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017; N 535)Ca. ein Drittel (imVorjahr ein Viertel)der Anfragen kommtvon Müttern, Väternbzw. beiden Eltern.Möglicherweiseträgt die intensiveÖffentlichkeitsarbeit im Rahmenvon Elternvorträgenzur Steigerung derMeldungen durchEltern bei. In 42,14% erfolgt die Initiative zur Anmeldungdurch die Schule(Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter bzw.Schulleitung).16

Abb. 6: Anmeldegründe im Beratungsjahr 2017/2018(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503, Mehrfachnennungenmöglich)Anmeldegründe im Beratungsjahr 2016/2017(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017; N 535, Mehrfachnennungenmöglich)Während viele Anmeldegründe ähnlich wie im Vorjahr ausfallen, haben die emotionalen Problemeleicht zu- und die Verhaltensprobleme leicht abgenommen.17

Abb. 7: Die häufigsten Diagnosen, die sich aus der Beratung ergeben(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503, Mehrfachnennungenmöglich)18

Die häufigsten Diagnosen im Vorjahr, die sich aus der Beratung ergeben(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017; N 535, Mehrfachnennungenmöglich)Nach wie vor nimmt die Diagnose emotionaler Probleme mit 34,95 % den größten Raum ein. DerAnteil der Diagnosen „problematischer Lern- und Arbeitsgewohnheiten“ sowie „Störverhalten/Disziplinprobleme“ ist in diesem Berichtszeittraum leicht gesunken.19

Abb. 8: Beratungs-Intensitäten in der Einzelfallhilfe(Gesamtfälle im Zeitraum 2017/2018: 625)Beratungs-Intensitäten in der Einzelfallhilfe im Vorjahr(Gesamtfälle im Zeitraum 2016/2017: 641)20

Abb. 9: Anlässe zur Krisenintervention(bezogen auf die Gesamtfälle im Zeitraum 2017/2018: 625)Anlässe zur Krisenintervention im Vorjahr(bezogen auf die Gesamtfälle im Zeitraum 2016/2017: 641)In 18 Fällen war Unterstützung in Krisenfällen erforderlich. Im Vorjahr waren es 33 Fälle.21

Abb. 10: Anteil von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte in der Beratungsstelle 2017/2018(bezogen auf neue Klienten im Zeitraum August 2017 bis Juli 2018; N 503)Mit Hilfe einer halben auf zwei Jahre befristeten Projektstelle, die der Schulausschuss im Dezember2017 bewilligt hat, wollen wir uns Aufschluss geben über den Bedarf an Schulberatung von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte.Wenn man sich Abb. 10 anschaut, bleibt anhand der schlichten Zahlen offen, ob der Anteil derSchülerinnen und Schüler, die die Schulberatungsstelle in Anspruch nimmt, höher ausfallen müsstegemessen an Gesamtpopulation der Schüler und Schülerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Haben neu Zugewanderte überproportional größere Probleme in der Schule bzgl. der Integration oderLeistung? Sind die Schulen im Kontext neu Zugewanderter so professionell, dass sie viele Problemedirekt vor Ort abfangen? Braucht es dann weiterhin eher Fortbildungs- und Supervisionsangebotefür Lehrkräfte? Oder kommen die Eltern bzw. Schülerinnen und Schüler nicht, weil sie das Settingnicht kennen und Psychologie in ihrer Heimat eine andere Bedeutung hat? Diese Fragen lassen sichnicht einfach beantworten.Wir wollen prüfen, inwieweit das Beratungsangebot bekannt ist und ob die Form unseres Angebotes zu der Klientel passt. Wie muss sich die Schulberatungsstelle in Zukunft aufstellen, damitsie interkulturell wirksam sein kann? Welche Passung ist erforderlich? Was brauchen die Schulen?Diesen Fragen werden wir uns mit Hilfe einer Evaluation unserer Angebote stellen, um daraus einen interkulturellen Ansatz der Beratung abzuleiten. Wir freuen uns, dass diese Arbeit zum 1.2.2019aufgenommen wird.22

TelefonsprechstundeDie Telefonsprechstunde dient dazu, dass die Klienten innerhalb einer Woche mit dem entsprechenden Berater einen telefonischen Erstkontakt haben. In dieser Telefonberatung wird geprüft,ob die Fragestellung zur Schulberatungsstelle passt, welche Fragen innerhalb der Schule vorabnoch geklärt werden und welche Unterlagen zum Erstgespräch mitgebracht werden sollen. Zudemwird die Dringlichkeit des Anliegens eingeschätzt sowie ein Termin für das Erstgespräch vereinbart.Durch die Regionalteamstruktur konnten die Telefonsprechstunden in allen Regionalteams zu 100%vorgehalten werden.Damit wurde die Zielsetzung, den Erstkontakt zum Berater innerhalb einer Woche zuzusichern, insgesamt tatsächlich zu 100% erreicht.WartezeitenDie Wartezeit von der Anmeldung bis zum Erstgespräch wird immer wieder als großes Problembei therapeutischen und beratenden Angeboten gesehen. Wir versuchen die Wartezeit so kurz wiemöglich zu halten, vor allem weil wir wissen, dass viele Probleme akut sind, wenn Ratsuchende sichan uns wenden. Allerdings können wir aus Kapazitätsgründen nicht immer sofort Termine anbieten. Familien in Krisen und Jugendliche, die sich selbst anmelden, bekommen sofort einen Termin.Zudem nutzen viele Klienten die Telefonsprechstunden, um vorweg Absprachen zu treffen oderwichtige Aspekte abzuklären. Unsere durchschnittliche Wartezeit im Schuljahr 2017/2018 beträgt27 Tage.Die Berater bieten auch Beratung in den frühen Abendstunden an, um berufstätigen Eltern entgegen zu kommen. Zudem findet Beratung auch in den Schulferien statt.23

V. Systemberatung, Vorträgeund Öffentlichkeitsarbeit2017/201824

SystemberatungBei der Hilfe im Einzelfall und bei der Schulberatung als Systemberatung handelt es sich in derPraxis um zwei Ausformungen der Arbeit mit Schulen, die sich gegenseitig überlappen und zumTeil gegenseitig bedingen. Erst auf der Grundlage der Erkenntnisse und Erfahrungen aus vielenunterschiedlichen Problemlagen in der Alltagspraxis der Einzelfallhilfe kann die Beratung mit ganzen Kollegien oder Teilen von Kollegien ihre schulpraktische Relevanz und Überzeugungsfähigkeitgewinnen. Deshalb ist auch der Doppelauftrag für die Schulpsychologie, sowohl Hilfe im Einzelfallanzubieten (Verhaltensmanagement) als auch in der Beratung von Schulen tätig zu werden (Verhältnismanagement), sinnvoll und fachlich gut begründet. Beide Arbeitsformen können letztlichihren Beitrag dazu leisten, die Arbeit in den Schulen zu verbessern und im Einzelfall negative Schulkarrieren von Schülern und damit möglicherweise ein Abgleiten in gesellschaftliche Randbereichezu verhindern.Lehrkräfte, die unsere Fortbildungen besucht haben, sind auch Multiplikatoren unserer Arbeit inihren Schulen. Sie machen die Arbeit unserer Beratungsstelle im Kollegium bekannter und tragendie bei uns erworbenen Kompetenzen an Kolleginnen und Kollegen weiter.Schulübergreifende Fortbildungen Lehrkräfte als BeraterVier Ganztage und fünf Halbtage Erfolge im Lesen und Schreiben sichernZwei Ganztage und ein Halbtag Elternarbeit interkulturellEin Ganztag und ein Halbtag Rechenschwierigkeiten erkennen und fördernZwei Ganztage Neue Autorität (im Schuljahr zweimal angeboten)Zwei Ganztage pro Kurs Handlungssicher in schulischen KrisenEin Ganztag und ein Halbtag Trauma, Trauer, Stress in der SchuleZwei Ganztage und ein Halbtag Moderation des Z-Kurses „Beratungstätigkeit in der Sekundarstufe I und II“2 Ganztage und 3 Halbtage für Beratungslehrkräfte in Detmold Suizidalität als Modul im Rahmen des Z-Kurses „Beratungstätigkeit in der Sekundarstufe I und II“Ein Ganztag für Beratungslehrkräfte in Detmold Umgang mit dem Notfallordner und Tod und Trauer in der Schule als Modul im Rahmen desZ-Kurses „Beratungstätigkeit in der Sekundarstufe I und II“Ein Ganztag für Beratungslehrkräfte in Detmold Praxisreflexion für Lehrkräfte in internationalen Klassen2 Stunden Systemisch Führen 2016/2017 (in Kooperation mit dem BIZ)Ein Ganztag und ein Halbtag für Schul- und KiTa-Leitungen Systemisch Führen 2018/2019 (in Kooperation mit dem BIZ)Zwei Ganztage und ein Halbtag für Schul- und KiTa-LeitungenIm Rahmen der schulübergreifenden Fortbildungen konnten 180 Lehrkräfte erreicht werden.25

Schulinterne Fortbildungen LehrergesundheitJeweils ein Ganztag und ein Halbtag an zwei SchulenSouverän in schwierigen SituationenEin HalbtagHandlungssicherheit im Umgang mit Krisen in der Schule – Arbeiten mit dem NotfallordnerJeweils ein Halbtag an vier SchulenTeamentwicklungEin Ganztag und ein Halbtag an einer SchuleEin Ganztag an einer weiteren SchuleMobbingEin Ganztag und ein Halbtag an einer SchulEin Halbtag an einer weiteren SchuleSchwierige Elterngespräche führenEin Ganztag an einer SchuleIndividuelle Förderung bei Lese-Rechtschreib-SchwierigkeitenJeweils ein Halbtag an zwei SchulenKollegiale FallberatungEin Halbtag an einer SchuleIm Rahmen der schulinternen Fortbildungen wurden 352 Lehrkräfte (im Vorjahr 428 Lehrkräfte)qualifiziert.Fortbildungs-Symposien Fachtag gegen sexuelle Gewalt an SchulenEin Ganztag im Liborianum, Paderborn Sind Jungen die Bildungsverlierer?Ein Halbtag in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und IntegrationszentrumHieran nahmen insgesamt 160 Lehrkräfte teil.Insgesamt wurden durch Fortbildungen 692 Lehrkräfte erreicht.Fortbildungen in Zusammenhang mit weiteren Zielgruppen Weiterentwicklung der Gesprächs- und Beratungskompetenz für Erzieherinnen in KindertagesstättenVier Ganztage Praxisreflexion nach Beendigung des Beratungskurses für ErzieherinnenEin Halbtag Umgang mit schwierigen Situationen für Sekretärinnen der Schulberatungsstellen OWLEin GanztagMit diesen Veranstaltungen konnten 20 Erzieherinnen sowie 5 Sekretärinnen erreicht werden.26

Workshops Trauma-Trauer-StressEin Halbtag für 35 Lehramtsstudierende Trauma-Trauer-StressEin Halbtag für Museumspädagoginnen des Kreismuseums WewelsburgBeratungskonferenzSeit 2013 bietet die Regionale Schulberatungsstelle den Schulen die Möglichkeit, für ein Schuljahreine Beratungskonferenz einzurichten. Ein Berater der Schulberatungsstelle berät sich zusammenmit der Klassenlehrkraft, der Beratungslehrkraft, der Jahrgangskoordinator/in und sofern vorhanden mit der Schulsozialarbeit. Die Beratungskonferenz ist eine Unterstützung der Kolleginnen undKollegen an und in der Schule im Umgang mit: Schülerinnen und Schülern, um die sich die Lehrkräfte besondere Sorgen machenherausforderndem Verhalten einzelner Schülerinnen und Schülernschwierigen Unterrichtssituationenproblematischen Gruppendynamiken in der Klasseder Kooperation mit den Elterndurch: persönlichen Austausch aller Beteiligten in der SchuleEntwicklung neuer Sichtweisenklare Absprachenkonkrete Vereinbarungenkonkrete AufgabenverteilungenVereinbarung außerschulischer Maßnahmen wie z.B. Runde Tische mit denEltern, psychologische Diagnostik, Einbezug des Jugendamtes usw.Unterstützung der Beratungskonferenz Vier Termine im Umfang von 2-3 Stunden für Lehrkräfte und Schulsozialarbeit an je zwei Schulen, ein weiterer Termin an einer SchuleAn den Konferenzen waren insgesamt 26 Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter beteiligt. Die Beratungskonferenz wird auf Wunsch von drei Schulen im Schuljahr 2018/19 fortgesetzt und kann beiBedarf auch auf andere Schulen übertragen werden.Vorträge Handlungssicher in schulischen KrisenVortrag für Lehrkräfte in schulischen Krisenteams des Erzbistums PaderbornIm Rahmen dieses Vortrags konnten 20 Schulleitungen und Lehrkräfte erreicht werden.27

Elternvorträge Vorläuferfähigkeiten – Wie bereite ich mein Kind gut auf die Schulzeit vor?Elternvortrag zwei Jahre vor EinschulungAuf zu neuen Ufern – Aus Kindergarten-Eltern werden Schulkinder-ElternElternvortrag im letzten KindergartenjahrAbschluss Klasse 4 und dann?ElternvortragMedienerziehung heuteElternvortragIm Rahmen der insgesamt 17 Elternvorträge konnten 1452 Eltern erreicht werden.Öffentlichkeitsarbeit Mitwirkung beim Kreisfamilientag am 06.05.2018 in Bad Wünnenberg Vorstellung der Arbeit der Regionalen Schulberatungsstelle Im Rahmen der Veranstaltung für Lehrkräfte zur Unterstützung von Schülerinnen undSchüler mit unterbrochenen Lernwegen der Bezirksregierung Detmold (Heinz-Nixdorf-Forum) Vortrag für Ehrenamtliche in der FlüchtlingshilfeIm Rahmen der Vorträge zur Vorstellung der Arbeit der Schulberatungsstelle wurden 15 Lehrkräfteerreicht.28

VI. FördergruppenVII. Soziale AnsprechpartnerVIII. Themen- und ArbeitsfelderIX. Veröffentlichungen vonMitarbeiter(inne)nX. Mitwirkung in Arbeits kreisen und Netzwerken29

VI. FördergruppenIm Schuljahr 2017/2018 wurden durch Frau Wiesing zwei Fördergruppen für Grundschüler(innen)mit besonders gravierenden Aufmerksamkeitsproblemen angeboten sowie sechs begleitende Elterntreffen geleitet.Unter der Leitung von Frau Kramm wurde eine Gruppe von Grundschüler(innen) mit besondersgravierenden Problemen bei der Entwicklung von Lese- und Rechtschreib-Kompetenzen durchgeführt. Hinzu kamen zusätzliche Beratungen der Lehrkräfte und Eltern der Kinder, die an der Gruppeteilnahmen, um die Kinder im Schulalltag bestmöglich im Umgang mit Lese- bzw. Rechtschreibschwierigkeiten zu unterstützen.VII. Soziale AnsprechpartnerSusanne Fitzner und Andreas Neuhaus stehen Bediensteten des Kreises Paderborn als soziale Ansprechpartner zur Verfügung. Sie bieten Beratung bei persönlichen Problemen, sofern diese sich auf die dienstliche Tätigkeit auswirken Einschränkungen der psychosozialen Gesundheit, Vermittlung weiterer Hilfsangebote Kommunikationsproblemen mit Kolleg(inn)en und Mitarbeiter(inne)n; Klärungs- und Vermittlungshilfen bei KonfliktenNeben der Schulberatungsstelle stehen den Mitarbeiter(inne)n für diese Fragen auch der Personalrat, die Gleichstellungsbeauftragte, die Jugend- und Auszubildendenvertretung, die ServicestelleBeruf und Familie sowie die Schwerbehindertenvertretung zur Verfügung.Im Schuljahr 2017/2018 wurde die Schulberatungsstelle in sieben Fällen tätig.30

VIII. Themen- und Arbeitsfelder1. „Neue Autorität – Professionelle Präsenz statt Macht“Die Schulberatungsstelle bietet für Lehrkräfte eine schulübergreifende Lehrerfortbildung zumThema „Neue Autorität – professionelle Präsenz statt Macht“ an. Das Ziel der Fortbildung beinhaltet neben der Vermittlung von theoretischen Informationen verschiedene praktische Übungen zuden unterschiedlichen Präsenzebenen (physische, emotional-moralisch, pragmatische, internale,systemische und intentionale Präsenz). Die Lehrkräfte werden eingeladen, sich auf dieses Themainsbesondere durch praktische Rollenübungen einzulassen. Durch die Rollenübungen kann sicheine Sensibilisierung für gewisse Dynamiken im Interaktionsprozess zwischen der Lehrkraft undden Schüler(inne)n entwickeln. Dadurch können eigene Unterrichtsituationen analysiert werden,um präventiv symmetrische bzw. komplementäre Eskalationen frühzeitig identifizieren zu können.Die schulübergreifende Lehrerfortbildung besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Blöcken, diejeweils einen ganzen Fortbildungstag umfassen.In den nachfolgenden Abschnitten wird das Konzept der Neuen Autorität nun ausführlicher dargestellt und in seine Historie eingebettet: Die traditionelle Autorität basiert auf den Konzepten vonphysischer Bestrafung, blindem Gehorsam, Furcht und Distanz sowie Hierarchie und Machtgefälle(Omer & von Schlippe, 2010). Wenn das Kind nicht gehorcht, büßt der Erwachsene seine Autoritätein und gerät leicht in Machtkämpfe und Eskalationen. Gehorcht das Kind jedoch, nimmt die Selbständigkeitsentwicklung mit zunehmenden Kontrollgehorsam ab (Omer & von Schlippe, ebenda).Bernhard Bueb stellte im Jahr 2006 in seinem Buch „Lob der Disziplin – Eine Streitschrift“ dieseDimensionen der traditionellen Autorität ausführlich dar. Seine „Streitschrift“ hat damals ein großes Echo im deutschsprachigen Raum hervorgerufen, aber ein geteiltes Echo. Dieses Konzept dertraditionellen Autorität ist nämlich durch moderne Werte wie „Gewaltlose Kommunikation“, „Arbeitim Netzwerk“ und „Transparenz“ in einer pluralistischen und freiheitsliebenden Gesellschaft zunehmend in die Kritik geraten (Omer & von Schlippe, ebenda).Haim Omer und Arist von Schlippe haben im Jahr 2010 in Deutschland zusammen mit anderenPraktikern und Autoren einen neuen Ansatz vorgestellt: Die Neue Autorität. Sie basiert auf den Konzepten von Präsenz, Selbst-Kontrolle, Beziehung, Wiedergutmachung, Netzwerk und Unterstützung.Zentral für dieses Konzept der Neuen Autorität ist die Trennung von der Person an sich und demsichtbaren Verhalten. Anerkennung und Respekt gegenüber der Person an sich (hier dem Schüler,der Jugendlichen, dem Kind) bedeuten, dass dem Gegenüber stets eine „gute Absicht“ unterstelltwird: „Jede Handlung ist der mehr oder weniger geglückte Versuch, ein Bedürfnis zu befriedigen!“(Lemme & Körner, 2016).Präsenz, die als Quelle der Autorität verstanden wird, lässt sich mit den folgenden Ebenen beschreiben (Lemme & Körner, ebenda): Physische Präsenz: „Ich bin körperlich und geistig anwesend!“ Emotional-Moralische Präsenz: „Ich bin von dem, was ich tue, überzeugt!“ Pragmatische Präsenz: „Ich kann (wieder) handeln und meine Handlungen sind wirksam!“ (Siesind unabhängig vom Verhalten des Kindes!) Internale Präsenz: „Ich kann mich bei Eskalationen selbst kontrollieren und steige nicht mitein!“ Systemische Präsenz: „Ich kann Unterstützung wahrnehmen und nutzen!“ Intentionale Präsenz: „Ich bleibe in Beziehung und zeige Interesse an der Beziehung! (Auchwenn es schwierig wird!)Um die Präsenzebenen Schritt für Schritt analysieren zu können, wurde von Lemme und Körner(2016) ein Leitfaden entwickelt. Hierdurch kann der Praktiker die zu den Präsenzebenen zentralenFragen in prozeduraler Reihenfolge abarbeiten:31

1. Wer oder was braucht Schutz? Maßnahmen der Kindeswohlgefährdung prüfen, z.B. Inobhutnahme durch das Jugendamt(SGB VIII §8a) Jugendpsychiatrische Maßnahme Selbstschutz: Der Handelnde selbst darf nicht in Gefahr kommen Beruhigungsräume Beaufsichtigung des Kindes/Jugendlichen in anderen Räumen2. Wer oder was eskaliert? Wie ist eine De-Eskalation möglich? Symmetrische Eskalation: Beide Konfliktpartner wollen nicht nachgeben und sich unbedingtdurchsetzen: „Ich gewinne jetzt!“ und „Ich muss mich sofort durchsetzen!“Folge des Gewinnenmüssens: Eine Konfliktspirale wird in Gang gesetzt, die außer Kontrollegeraten kann. Die nachfolgende Fremd- oder Selbstgefährdung werden in Kauf genommen Komplementäre Eskalation: Wiederholte Nachgiebigkeit eines Konfliktpartners(Nachgeben aus Angst oder Unsicherheit). Auch durch dieses Verhalten wird eine Eskalationsspirale immer weiter fortgesetzt.3. Worum geht es genau? Verhaltensschleifen, Abläufe? Eine Trennung zwischen der Person an sich (ggf. dem Charakter der Person)und dem sichtbaren Verhalten ist hier zentral (Hierbei soll auf eine beschreibende undnicht-wertende Sprache geachtet werden.)4. Um welche Verhaltensweisen geht es ganz genau? Welches Verhalten kann nicht mehrgeduldet werden? Welche Bedürfnisse stehen hinter dem gezeigten Verhalten? Wofür stehen genügend Ressourcen zur Verfügung und wofür soll viel Energie und Zeit aufgewendet werden? Um das Kind nicht aus dem Auge zu verlieren, ist die Frage nach dem Bedürfnis des Kindesan diesem Punkt zentral. Welches Bedürfnis wird durch dieses Verhalten, und scheint es im Augenblick noch so schädlich, befriedigt?5. Welche Präsenzebene ist wahrnehmbar oder geschwächt? An diesem Punkt werden die o.g. Präsenzebenen Ebene für Ebene analysiert, um erkennen zukönnen, welche Ebene geschwächt ist.6. Welche Handlungsaspekte sind hilfreich? Nachdem die geschwächte Präsenzebene identifiziert worden ist, kann durch zielgerichteteHandlungen die besagte Präsenzebene wieder sukzessive gestärkt werden.7. Was ist der nächste Schritt? ( und ist er noch so klein)Im Jahr 2018 existiert bereits eine breitgefächerte und vielfältige Erfahrung mit dem Konzept derNeuen Autorität, die zudem durch eine wissenschaftliche Forschung begleitet wurde. Anhand vonerfolgreichen Fallbeispielen schildern Haim Omer und Arist von Schlippe zum Beispiel in ihremBuch „Autorität ohne Gewalt“ (2017), wie Eltern oder auch Lehrkräfte durch ein Coaching anhandder Leitlinien der Neuen Autorität Eltern-Kind-Probleme bzw. Lehrkraft-Schüler-Konflikte zielgerichtet lösen konnten.In der Schulberatungsstelle wurden bisher drei Fortbildungen zum Thema Neue Autorität angeboten. Die Fortbildung ist gut nachgefragt und wird als beständige Fortbildung weiterhin angeboten.32

Literaturverzeichnis:Lemme, M. & Körner, B. (2016). Neue Autorität in der Schule – Präsenz und Beziehung imSchulalltag. In: C. Hubrig (Hrsg.), Spickzettel für Lehrer (Band 16). Heidelberg: Carl- Auer-SystemeVerlag.Omer, H. & von Schlippe, A. (2010). Stärke statt Macht. Neue Autorität in Familie, Schulemeinde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.und Ge-Omer, H. & von Schlippe, A. (2017). Autorität ohne Gewalt - Coaching für Eltern vonmit Verhaltensproblemen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Kindern2. Präventives psychosoziales Unterstützungsnetzwerk (PePSUN)Bei PePSUN handelt es sich um ein auf 4 Jahre angelegtes Modellprojekt zur besseren sozialenEingliederung von Schülerinnen und Schülern am Berufskollegzentrum Maspernplatz, durch dieAnbindung einer schulpsychologischen Kraft vor Ort, die das schulische Netzwerk unterstützt.Ausgangslage:Fast 8000 Schüler und mehrere hundert Lehrpersonen besuchen den gemeinsamen Campus derSchulen: Ludwig-Erhard, Helene-Weber und Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg. Ludw

Fürstenberg Bad Wünnenberg Lichtenau Borchen Schwaney Altenbeken Bad Lippspringe Paderborn . Dr. Nils Schütte Diplom-Psychologe Psych. Psychotherapeut . Fortbildung der Beratungslehrer (Z-Kurs Bez.-Reg. Detmold) Sabrina Chodura M.Sc.-Psychologin (bis 31.8.2017 Landesbediens-tete) Einzelfallarbeit und Strukturelle Hilfen bis 31.8.2017 .