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Seehunde und Kegelrobben

2Erstaunliches über RobbenRobben leben im und am Meer. Alle Robben haben ihrenKörper im Laufe der Evolution sehr gut an das Leben imWasser angepasst. Ihr Körper ist spindelförmig mit verkürzten Hinterbeinen, die als Antriebsflossen fungieren.Die Vorderbeine dienen als Ruderflossen. Zwischen denZehen befinden sich Schwimmhäute.Die gut ausgebildete Fettschicht, die Blubber genanntwird, dient wie bei Walen zur Wärmeisolation im kaltenWasser. Die Nasen- und Ohrenöffnungen bleiben unterWasser verschlossen. Beim Tauchen werden nur Muskeln,Gehirn und Herz gut durchblutet, so wird der Stoffwechsel reduziert. Robben können im Vergleich zu Landsäugetieren mehr Sauerstoff im Blut speichern und nutzen mitdem Myoglobin einen zusätzlichen Sauerstoffspeicher imMuskel.Alle Robben haben einen gut ausgeprägten Geruchssinn.Druck- und Strömungsänderungen werden über dieBarthaare wahrgenommen. Auch die Zähne sind in einerbesonderen Form entwickelt: Aus dem Raubtiergebiss mitverschieden gestalteten Zähnen wurde z.B. beim Seehundein mehr oder weniger gleichförmiges Fischfressergebiss.Robben wurden früher an vielen Küsten der Erde ingroßem Umfang gejagt. Seit Mitte der 1970er Jahre ist dieJagd auf Seehunde in Deutschland jedoch eingestellt.Die Kegelrobbe (Halichoerusgrypus) kommt im Nordatlantik und in der Ostsee vor. DieMännchen sind deutlich größerals die Weibchen.

3Der Seehund (Phoca vitulina) gehört wie die Kegelrobbe zu den Hundsrobben.Im Wasser sind Seehunde Einzelgänger, an Land versammeln sie sich zugrößeren Gruppen.Ist jede Robbe ein Seehund?Mit Seehund und Robbe ist es wie mit Apfel und Obst:Robbe ist der Oberbegriff für mehrere Arten, Seehundist eine Art. Robben werden in drei Familien unterteilt:Ohrenrobben, Hundsrobben (ohne sichtbare Ohrmuscheln) und das Walross. An unserer Nordseeküste lebenzwei von weltweit 35 Robbenarten: der Seehund und dieKegelrobbe. Ganz selten besuchen auch Robben aus derArktis das Wattenmeer, zum Beispiel Ringel-, Sattel- undBartrobben. Seehunde und Kegelrobben gehören zu denHundsrobben und haben sich aus otterähnlichen Vorfahren entwickelt.Seehunde leben küstennah auf der gesamten Nordhalbkugel, so auch in Atlantik, Nord- und Ostsee. Im Wattenmeer ruhen Seehunde bei Ebbe auf Sandbänken. Kommenihnen Menschen zu nahe, fliehen sie ins Wasser, ihrsicheres Element. Seehunde werden bis zu 40 (im Durchschnitt ca. 12) Jahre alt, 1,8 m lang und 120 kg schwer; dieWeibchen sind etwas zierlicher.

4Seehunde: Unsere ältesten FischerErwachsene Seehunde fressen fast ausschließlich Fisch. ImWattenmeer besteht ihre Nahrung aus Grundeln, Sandaalen, Wittlingen und verschiedenen Plattfischen, bevorzugtwerden kleinere Fische von bis zu 20 cm Länge. Junge Seehunde fressen vor allem Garnelen. Für ausgiebige Beutezügeverlassen Seehunde das Wattenmeer und schwimmen 50 kmund mehr hinaus in die Nordsee. Dort gehen sie ein bisdrei Tage auf Jagd, manchmal auch länger, bevor sie sichanschließend eine ebenso lange Ruhepause im Wattenmeergönnen.Das Nahrungsspektrum der Seehunde überschneidet sichnur zu einem Teil mit den Fischarten, die von den einheimischen Fischern gefangen werden. Seehunde könnenallenfalls kleinräumig die Fischbestände beeinflussen,nordsee- bzw. weltweit ist jedoch die Fischerei der entscheidende Faktor für die sinkenden Fischbestände der Meere.Bei der Jagd helfen den Seehunden ihre Barthaare (Vibrissen), mit denen sieBewegungen von Fischen aufspüren und ihnen folgen können.

5NDasSeehundjahr imGWattenmeerAIOKTFEZ APRMÄRMSEPJANlungsphase)twick(EnDEZf.see auordrNdeOVB(Ruhephase)WährendderWintnn sich die SeehhalteateunondemierJUNJULAUH a ar w e c h selPaarungszeitS ä u g e ze itG e b u r t s ze itGesTtration pet rioda g e zeiB e s u c h e r s a is o nInsbesondere in den Sommermonaten während der Besuchersaison nutzen dieSeehunde das Wattenmeer (Abbildung: Pocher nach Behnke/van Haaften).Wenn Seehunde werfen.dann brauchen sie viel Ruhe. Ende Mai beginnt imWattenmeer die etwa vierwöchige Wurfzeit der Seehunde.Auf abgelegenen Sandbänken bringen die Weibchen beiNiedrigwasser ihren Nachwuchs zur Welt. Die Jungenwiegen in der Regel zwischen 7 und 10 kg. Die Geburtselbst dauert nur wenige Minuten. Bei der Geburt habendie Jungtiere ein kurzes wasserabweisendes Fell. Wenn dienächste Flut kommt, müssen sie schwimmend der Mutterfolgen - obwohl sie sich anfangs gerne Huckepack mitziehen lassen. Die Jungen werden meist bei Niedrigwasserauf den Sandbänken gesäugt, selten auch im Flachwasser.Seehundmilch hat stolze 45 Prozent Fett! Nach nur vierWochen wiegen die Jungtiere bereits 25 kg und müssennun selbstständig werden. Das Fettpolster reicht geradeso lange, bis sie sich selbst das Fischen beigebracht haben.Hunger ist ein strenger Lehrer.

6Die Heimkehr der KegelrobbeLange Zeit war es nur wenigen Menschen bekannt, dassim Wattenmeer außer dem Seehund eine zweite Robbenart heimisch ist: die Kegelrobbe. Bis zum Mittelalter wardie Kegelrobbe im Wattenmeer häufig. Danach hatte derMensch die Kegelrobben im Wattenmeer beinahe ausgerottet. Nun sind sie wieder da - ein Nationalparkerfolg!Männliche Kegelrobben werden bis zu 2,3 m lang und330 kg schwer. Weibchen wiegen nur die Hälfte und sindhell mit schwarzen Tupfen. Männchen haben ein dunklesFell, das z. T. hell getupft ist - hier sind alle Farbvariantenmöglich. Typisch ist die lange, kegelförmige Schnauze. ImWattenmeer gibt es Kegelrobbenkolonien im Bereich derKnobsände vor Sylt und Amrum, auf der Kachelotplatewestlich von Juist sowie fast 6.000 Tiere nahe der holländischen Insel Terschelling. Die größte deutsche Koloniehat sich außerhalb des Wattenmeeres auf der HelgoländerDüne angesiedelt.Die Kegelrobbe steht am Ende der Nahrungskette und hat imWattenmeerkeine natürlichen Feinde. Die Hauptgefahren für sie sind die Gewässerverschmutzung und der Verlust ihres Lebensraumes.

7Kegelrobben haben einen langgezogenen Kopf und kegelförmige Zähne, daherkommt ihr Name. Sie ernähren sich hautpsächlich von Fisch.Wo kegeln die Robben?Junge Kegelrobben kommen bei uns in der ungemütlichsten Jahreszeit zur Welt: zwischen Ende November undEnde Januar. Die Jungtiere wiegen bei der Geburt zwischen10 und 15 kg. Ihr flauschiges weißes Fell (Lanugo) schütztsie vor dem Wind, aber nicht vor der Kälte des Wassers.Ehe sie das Wasser erkunden, müssen sie sich eine ordentliche Speckschicht zulegen. Ihre Kinderstuben sind deshalbhochwassersichere Plätze.Die jungen Kegelrobben liegen oftmals - scheinbarverlassen - auf der Wurfbank, am Strand oder in denDünen und warten, dass die Mutter zurückkehrt. Dankder extrem fettreichen Milch (53 Prozent) nehmen dieJungtiere pro Tag 1,5 bis 2 kg zu! Sie werden nach 2-3Wochen abgestillt, bleiben für den Fellwechsel allein anLand und zehren von der Speckschicht. Nach 3-6 Wochenhaben sie ihr Babyfell gegen das der erwachsenen Tieregetauscht. Sie sind nun selbständig und wandern weitin die Nordsee hinaus. Kegelrobben werden mit 4 bis 7Jahren geschlechtsreif, sind aber erst mit 10 bis 15 Jahrenausgewachsen.

8Steckbrief: SeehundWissenschaftlicher Name:Phoca vitulina vitulinaVorkommen:Norwegen bis PortugalGröße und Gewicht:Weibchen: 1,20 m-1,50 m, bis 80 kgMännchen: 1,50 m-1,80 m, bis 100 kgAussehen:rundlicher Kopfgrau-silbriges Fell mit dunklenFleckenNahrung:Fisch, Jungtiere; auch GarnelenWurfzeit:Frühsommer (Mai/Juni)Jungtiere:bei Geburt 7-10 kg schwerkurzes, wasserabweisendes Fellwerden ca. 4 Wochen gesäugtSeehundmilch hat 45 % FettPopulation (Wattenmeer):ca. 28.350 Tiere gezählt (2020)Gefährdungen:Störungen am utzstatus:nach Jagdrecht ganzjährig geschont(d. h. nicht bejagt)

9Steckbrief: KegelrobbeWissenschaftlicher Name:Halichoerus grypusVorkommen:Nordatlantik, Westatlantik und OstseeGröße und Gewicht:Weibchen: bis 1,90 m, bis 150 kgMännchen: bis 2,30 m, bis 330 kgAussehen:langgezogener Kopfkegelförmige Zähne (namensgebend)Weibchen: hell mit dunklen FleckenMännchen: dunkel mit hellen FleckenNahrung:Fisch (z.B. Dorsch, Sandaal, Hering)Wurfzeit:Winter (November bis Januar)Jungtiere:bei Geburt 10 bis 15 kg schwerweißes, langhaariges Lanugofellwerden 2-3 Wochen gesäugtKegelrobbenmilch hat 53 % FettPopulation (Wattenmeer):Gefährdungen:ca. 7.650 Tiere gezählt (2020)Verlust des LebensraumesÜberflutung der nders geschützte Art(nach Naturschutzrecht)

10Die Kunst des RobbenzählensObwohl die Tiere nicht gerade klein sind, ist Robbenzählen nicht ganz einfach. Der Seehundbestand wird jedesJahr in den Sommermonaten ermittelt. Die Zählungenwerden an mehreren Zählterminen vom Flugzeug ausunternommen und finden bei Niedrigwasser statt. Dannruhen viele der Seehunde auf den Sandbänken und können dort deutlich besser gezählt werden, als wenn sie imWasser sind. Wichtig ist, dass das gesamte Wattenmeerzur gleichen Zeit, d.h. während einer Niedrigwasserperiode abgeflogen wird, damit es keine Doppelzählungen gibt.Die Termine werden über das gemeinsame Wattenmeersekretariat koordiniert und finden zeitgleich in SchleswigHolstein, Hamburg, Niedersachsen, Dänemark und denNiederlanden statt.Im gesamten Wattenmeer und auf Helgoland wurden imSommer 2020, 28.352 Seehunde gezählt, davon 7.553in Niedersachsen und Hamburg, 10.746 in SchleswigHolstein, 2.256 in Dänemark und 7.661 in den Niederlanden. Da bei den Zählungen nicht immer alle Tiere erfasstwerden können, geht man davon aus, dass der tatsächlicheBestand um ca. die Hälfte höher liegt.Gezählter Seehundbestand im Wattenmeer (DK, D, NL)30.00025.00020.00015.00010.000Entwicklung der Bestandszahlen der Seehunde. Die Einbrüche durch diebeiden Staupeepidemien 1988 und 2002 sind deutlich zu 5.000

11Die Seehunde auf diesem Foto sind recht einfach zu zählen - aber wie vieleweitere verbergen sich unter Wasser?Kegelrobben werfen ihre Jungen mitten im Winter, aufhochwasserfreien Stränden oder Sandbänken. In Niedersachsen wird die Anzahl der Geburten durch mehrereZählflüge erfasst, in Schleswig-Holstein durch regelmäßigeZählungen vor Ort. Zur Haarwechselzeit im März/Aprilwerden in allen drei Ländern zwei Kegelrobben-Zählflügedurchgeführt. Für 2020 wurde dabei eine Zahl von 7.649Kegelrobben im trilateralen Wattenmeer und auf Helgoland ermittelt. Ein Teil der Tiere sind Durchwanderer, einanderer Teil ist relativ ortstreu.Dreck macht krankRobben und Wale stehen am Ende der Nahrungsketteim Meer. Daher reichern sich viele Schadstoffe in ihremKörper an. Untersuchungen von Seehunden und Kegelrobben nach der Staupe-Epidemie 1988 zeigten einestarke Belastung mit Umweltgiften. Diese störten dasFortpflanzungssystem und schwächten die Immunabwehr.Die Gewässerqualität hat sich erfreulicherweise inzwischenverbessert. Heute spielen z.B. die Lärmbelastung durchden Schiffsverkehr ein zunehmende Rolle.Ein großes Problem für Robben sind Netzreste, in denensie sich verfangen und die erhebliche Verletzungen verursachen. Zusätzlich bergen alle Sorten von Plastikmüll,Glas sowie Öl im Meer erhebliche Gefahren für Robben.

12Das Rätsel der StaupeHusten, blutiger Schleim und entzündete Lungen sinddie Symptome der Seehundstaupe, an der in den Jahren1988 und 2002 Tausende Seehunde in Nord- und Ostseestarben. 1988 verendeten rund 18.000, 2002 rund 21.700Tiere. Kegelrobben waren kaum betroffen.Ausgangspunkt der Seuche war beide Male die dänischeInsel Anholt im Kattegat. Von dort aus breitete sich dasVirus bis ins Wattenmeer aus. 1988 brachten vermutlich Sattelrobben, die im Nordpolarmeer leben und dasVirus ständig in sich tragen, den Erreger mit, als sie ausNahrungsmangel weit nach Süden zogen. Im Jahr 2002könnten Kegelrobben, die auf Anholt eine gemischte Kolonie mit Seehunden bilden, das Virus übertragen haben.Das Staupevirus wird zwischen den Tieren durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Bis zu 60 % der Seehunde wurdendahingerafft, aber die Bestände haben sich gut erholt.Bergung eines toten Seehundes2014 kam es erneut zu einer Epidemie unter den Seehunden, diesmal war die Ursache ein Grippevirus. Insgesamtwurden im Bereich des deutschen Wattenmeeres etwa2.500 tote Seehunde geborgen. Diese Epidemien sindnicht, wie manchmal vermutet wird, ein Zeichen für eineÜberbevölkerung des Wattenmeeres durch Seehunde,sondern Teil der natürlichen Bestandsdynamik.

13Fahrten zu den Seehundsbänken oder ein Besuch in einer Seehundstation sindideal, um Seehunde zu beobachten.Wo kann ich Robben sehen?Bei Niedrigwasser können die Seehunde im Wattenmeervom Schiff aus gut beobachtet werden. Bei den Fahrten zuden Seehundsbänken muss das Wohlergehen der Seehundean erster Stelle stehen. Bei langsamer und leiser Annäherung und genügend Abstand der Boote ist die Störunggering und die Seehunde heben oft nicht einmal mehr denKopf, wenn die Schiffe an den Sandbänken vorbeifahren.Wir empfehlen Erlebnisfahrten mit den zertifiziertenNationalpark-Partnerbetrieben.Auf der Düneninsel bei Helgoland hat man die Möglichkeit, Seehunde und Kegelrobben, die dort gemeinsamleben, ganz nah zu sehen. Natürlich ist auch hier einMindestabstand nötig, denn es handelt sich um wildeTiere mit großen, scharfen Zähnen. Am besten bleibt mannahe am Dünenfuß und achtet darauf, die Tiere nicht zubeunruhigen. Auf Neuwerk gibt es den „Seehund-Kiek“:Bei einer Wanderung werden Seehunde an der Mündungdes Elbe-Neuwerk-Fahrwassers aus sicherer Entfernungbeobachtet. Von Land aus lassen sich Robben im niedersächsischen Wattenmeer z.B. auf Borkum, Norderney undLangeoog beobachten.Aus nächster Nähe können Seehunde und Kegelrobbenin den Seehundstationen in Friedrichskoog und NordenNorddeich beobachtet werden, dort gibt es zusätzlich vieleInformationen rund um die Robben.

14Finger weg von jungen Robben!Junge Kegelrobben werden oft von der Mutter für einigeStunden am Strand alleingelassen. Währenddessen wartetdas Jungtier im Trockenen, bis die „Milchbar“ wiederöffnet. Junge Seehunde bleiben dagegen meist beim Muttertier. Findet man sie allein am Strand, sind sie bereitsabgestillt oder haben vielleicht ihre Mutter verloren. FürSpaziergänger heißt das: Halten Sie möglichst großenAbstand, beunruhigen Sie das Tier nicht. Nicht berühren, nicht ins Wasser scheuchen, Hunde fernhalten.Bitte denken Sie daran, dass Sie im Nationalpark dennatürlichen Lebensraum der Tiere betreten. Seehunderuhen sich auch auf touristisch genutzten Stränden aus.Bitte respektieren Sie diesen Lebensraum und halten Siegroßen Abstand zu den Robben - auch zu Ihrer eigenenSicherheit (Robben sind Raubtiere!).Gesunde neugeborene Robben werden an ihremLiegeplatz durch Mitarbeitende des Nationalparks,Seehundjäger:innen oder Wattenjagdaufseher:innen gegenStörungen abgeschirmt. So besteht eine Chance, dass dasMuttertier sein Junges wieder abholt. „Heuler“ sind diejenigen jungen Seehunde, die durch Schwäche, Krankheitoder Störung von der Mutter getrennt worden sind. Dieserufen mit heulenden Lauten nach ihrer Mutter, daher derName „Heuler“.Seehunde unterliegen trotz ganzjähriger Schonzeit demJagdrecht, daher ergibt sich eine besondere Zuständigkeitder Jägerschaft. Die Strände an der Nord- und Ostseegehören zum Lebensraum der Robben. Nicht jede gesichtete Robbe ist hilfsbedürftig! Bitte melden Sie nur verletzte, kranke oder geschwächte Robben:In Schleswig-Holstein informieren Sie bitte einen Seehundjäger, die Seehundstation in Friedrichskoog (Tel.04854-1372) oder die Polizei.

15Nicht jeder Seehund am Strand braucht Hilfe. Bitte melden Sie Robbenfundenur, wenn ein Notfall erkennbar ist!In Niedersachsen informieren Sie bitte eine:n Wattenjagdaufseher:in oder die Seehundstation in Norden-Norddeich(Tel. 04931 973330).Im Bereich des hamburgischen Wattenmeeres geben Siebitte beim Fund einer lebenden Robbe bzw. eines HeulersNachricht an die hamburgische Nationalparkverwaltung(Tel. 04721-69271) oder das Nationalpark-Haus Neuwerk(Tel. 04721-395349).Nur Seehundjäger:innen, Wattenjagdaufseher:innen oderJagdbeauftragte düfen über das weitere Vorgehen entscheiden. Nicht überlebensfähige Tiere müssen zur Vermeidung unnötiger weiterer Leiden tierschutzgerecht getötetwerden. Heuler, die keinen Kontakt mehr zur Mutterfinden, aber sonst gesund sind, kommen in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen in die jeweilige Seehundstation.Die Aufzucht in den Seehundstationen dient nicht demArterhalt, sondern dem Tierschutz und der Informationsund Bildungsarbeit.

Weitere Informationen erhalten Sie:in Schleswig-Holstein:Landesbetrieb für Küstenschutz,Nationalpark und Meeresschutz- Nationalparkverwaltung Schlossgarten 125832 TönningTel. 49 (0) 4861 [email protected] FriedrichskoogAn der Seeschleuse 425718 FriedrichskoogTel. 49 n Niedersachsen:NationalparkverwaltungVirchowstr. 126832 WilhelmshavenTel. 49 sen.deNationalpark-Haus SeehundstationNorden-NorddeichDörper Weg 2426506 NordenTel. 49 (0)[email protected] Hamburg:NationalparkverwaltungNationalpark-Station NeuwerkTurmwurt27499 Insel NeuwerkTel. 49 (0)[email protected] rkverwaltungen der Nationalparks Wattenmeer inNiedersachsen, Hamburg und Schleswig-HolsteinText:Nationalparkverwaltungen, Rainer Borcherding (SchutzstationWattenmeer)Fotos:Michael Stede (Titelfoto), Peter Körber, Sina Clorius, Manuel Pickel,Martin Stock, Georg QuedensZeichnungen: Steffen Walentowitz NationalparkverwaltungenLayout:Elisabeth Koop, Silke Ahlborn02/2021Die Nationalparks im Wattenmeer gehören zu den „Nationalen Naturlandschaften“, der Dachmarke der deutschen Nationalparks, Biosphärenreservateund Naturparks. www.nationale-naturlandschaften.de

Erstaunliches über Robben Robben leben im und am Meer. Alle Robben haben ihren . Körper im Laufe der Evolution sehr gut an das Leben im Wasser angepasst. Ihr Körper ist spindelförmig mit ver-kürzten Hinterbeinen, die als Antriebsflossen fungieren. Die Vorderbeine dienen als Rud