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Mitarbeiterbefragung „Gesundes Arbeiten“Inhalt- Vorgehensweise- Musteranschreiben zur Information der Beschäftigten- Fragebogen „Gesundes Arbeiten“VorgehensweiseDie Mitarbeiterbefragung mit Hilfe des Fragebogens „Gesundes Arbeiten“ dient dazu, sich auf einer breiten empirischen Grundlage ein umfassendes Bild von der Gesundheits- und Belastungssituation im Betrieb unter Alternsgesichtspunkten zu verschaffen ( Praxishilfe, Kap. 3). Die Befragungsergebnisse liefern: eine Bewertung der Arbeitsbedingungen aus Mitarbeitersicht nach Dimensionen, die für ein gesundes Arbeiten und Altern im Betrieb bedeutsam sind; eine Einschätzung von Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit derBelegschaft, differenziert nach Alter; Hinweise auf sinnvolle bzw. dringliche Handlungsansätze, mit denen die Gesundheit und die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen gefördertwerden kann.Bei einer Wiederholung der Mitarbeiterbefragung nach größeren Zeitabständen (z.B.nach einem oder nach zwei Jahren) kann ermittelt und abgebildet werden, inwieweit sich die Qualität der Arbeitsbedingungen wie auch der Gesundheitszustand derBeschäftigten im jeweiligen Zeitraum verändert haben. Der Fragebogen kann damitauch einer Überprüfung der Wirksamkeit durchgeführter Gestaltungsmaßnahmendienen.Um die Gültigkeit der Ergebnisse sicherzustellen und um einen möglichst hohen Rücklauf bei der Befragung zu erzielen, sind folgende Richtlinien bei der Durchführung zubeachten: Freiwilligkeit: Die Teilnahme an der Befragung ist grundsätzlich freiwillig. Die Belegschaftsvertretung wird bei der Planung und der Organisation der Befragung einbezogen. Anonymität: Den Beschäftigten wird die vertrauliche Handhabung ihrer Angaben zugesichert. Zur Gewährleistung des Datenschutzes werden auf demFragebogen keine Namen festgehalten. Die Rückgabe der Fragebogen erfolgt anonym in geschlossenem Umschlag. Bei der Auswertung werden keineUntergruppen gebildet, die Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen. iso-Institut / Matthäi & Morschhäuser (2009)1

Vorgehensweise Information: Die Beschäftigten werden nach Abschluss der Auswertung überdie Ergebnisse informiertBei dem hier vorgestellten Fragebogen handelt es sich um eine überarbeitete Fassung des KMU-vital der Gesundheitsförderung Schweiz (vgl. www.kmu-vital.ch), erweitert um einige Items aus der Erhebung „Was ist gute Arbeit“ der Initiative NeueQualität der Arbeit und ergänzt um eine gestaltungsorientierte Frage.Vor Einsatz des Fragebogens sind die Fragen 13 („Gestaltungsmöglichkeiten“) und 17(„Arbeitsbereich“) auf die betrieblichen Gegebenheiten im einzelnen Unternehmenanzupassen. Die nachfolgende „erste Seite“ zur allgemeinen Information stellt einenVorschlag dar, der entsprechend den betrieblichen Durchführungsmodalitäten abzuändern ist.Bei der Auswertung empfiehlt es sich zur ersten Sichtung der Ergebnisse zunächst,eine Häufigkeitsauszählung (unter Verwendung der Prozentwerte und der absolutenZahlen) zu erstellen. In einem zweiten Schritt sind differenziertere Auswertungen sinnvoll, etwa nach Altersgruppen und/oder nach Unternehmensbereichen.Einfache Auswertungen wie Häufigkeiten und Mittelwerte können mit Tabellenverarbeitungen, wie sie in den gängigen Office-Paketen enthalten sind (Excel, OpenOffice/Calc), vorgenommen werden. Für weitergehende Auswertungen, wie Vergleiche zwischen Gruppen oder Errechnung von Zusammenhangsmaßen, muss auf spezielle Statistikprogramme zurückgegriffen werden. iso-Institut / Matthäi & Morschhäuser (2009)2

Musteranschreiben zur Information der BeschäftigtenMitarbeiterbefragung „Gesundes Arbeiten“Ihre Sicht und Ihre Meinung sind gefragt!Diese Befragung soll die Stärken und Schwächen des Unternehmens in Bezug auf die Arbeits- und Arbeitsplatzbedingungen ermitteln und Möglichkeiten aufzeigen, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter/innen zu verbessern.Die Befragung erfolgt anonym und ohne Namensangabe. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich und auch nicht das Ziel der Befragung.Über die Ergebnisse werden wir Sie nach Abschluss der Auswertung informieren.Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Wir hoffen jedoch, dass Sie die Möglichkeit nutzen, um uns Ihre Erfahrungen mitzuteilen. Je mehr Mitarbeiter/innen sich an der Befragungbeteiligen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse!Anleitung zum Ausfüllen des Fragebogens:Kreuzen Sie jeweils die Antwort an, die Ihre Meinung am besten wiedergibt. Dabei gibt eskeine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten. Falls ein angesprochener Themenbereich überhaupt nicht auf Ihre persönliche Arbeitssituation zutrifft, kreuzen Sie die Antwort «trifft nicht zu»an.Um eine irrtümlich angekreuzte Antwort zu korrigieren, streichen Sie Ihre Antwort einfachdurch und kreuzen Sie das gewünschte Feld an.Bitte stecken Sie den ausgefüllten Fragebogenin den beiliegenden Umschlag undschicken Sie ihn an uns zurück.Quellenhinweis:Der Fragebogen basiert in weiten Teilen auf der MitarbeiterInnenbefragung von KMU-vital, dem Programm für gesunde Betriebe von Gesundheitsförderung Schweiz (www.kmuvital.ch).Er wurde um einige eigene Fragen erweitert undergänzt um Items aus der Erhebung „Was ist guteArbeit?" der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). iso-Institut / Matthäi & Morschhäuser (2009)3

Fragebogen „Gesundes Arbeiten“1.Allgemeine Fragen zu Ihrer ArbeitIst Ihre Arbeit in den letzten zwei Jahren anstrengender geworden?Ja, und zwar mengenmäßig mehr komplizierter, mit höheren AnforderungenNeinWie oft ist es in den letzten vier Arbeitswochenvorgekommen, dass Sie nieseltenoftimmer nieseltenoftimmer Ihre Arbeitssituation als frustrierend erlebt haben? mit einem flauen Gefühl an Ihre berufliche Zukunft sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzukörperliche Anstrengungen(z.B. Tragen/Heben von schweren Gegenständen) gleichbleibende Körperhaltung/Zwangshaltungen verfügbare oder funktionsfähige Arbeitsmittel(z.B. Werkzeuge, Geräte, Computer) Raum-/Platzverhältnisse am Arbeitsplatz Gefahren am Arbeitsplatz mit richtiger Freude gearbeitet haben?durch Ihre Arbeit Anerkennung bekommen ha ben? stolz auf Ihre Arbeit waren? sich mit Ihrem Unternehmen besonders verbundengefühlt haben?Und wie oft ist es in den letzten vier Arbeitswochen vorgekommen, dass Sie sich nach der Arbeit leer und ausgebrannt gefühlthaben? sich auch in Ihrer arbeitsfreien Zeit nicht richtig erholen konnten?gedacht haben?2.Körperliche Beanspruchung und ArbeitsumgebungWie empfinden Sie Ihren Arbeitsplatz inBezug auf die folgenden Merkmale: iso-Insitut4

Fragebogen „Gesundes Arbeiten“Wie häufig treten an Ihrem Arbeitsplatzfolgende Anforderungen auf:niekaummanchmalhäufigständigStehen lange Laufwege Arbeiten in gebückter Haltung Arbeiten auf Knien oder in der Hocke Arbeit über Kopf sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzuLärm TemperaturVibrationen Beleuchtung Staub, Gas und Rauch sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzuZeitdruck Taktgebundenheit häufige Wiederholung gleicher Tätigkeiten Konzentrationsanforderungen Vielfalt an Aufgaben/Tätigkeiten selbstständige Einteilung der Arbeit Verantwortung (z.B. für Material, Personal) Zusammenarbeit mit Arbeitskollegen Wie empfinden Sie die Umwelteinflüsse an IhremArbeitsplatz in Bezug auf:3.Arbeitsaufgaben und ArbeitsanforderungenWie empfinden Sie Ihre Arbeitssituation inBezug auf die folgenden Merkmale: iso-insitut5

Fragebogen „Gesundes Arbeiten“4.Arbeitszeit und FreizeitWie empfinden Sie Ihre Arbeitssituation in Bezugauf die folgenden Merkmale:sehrschlechtziemlichschlechtes t Vereinbarkeit von Arbeit und Familie/Freizeit sehrschlechtziemlichschlechtes gsmöglichkeiten Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung undWeiterbildung Sicherheit, den Arbeitsplatz behalten zu können Bezahlung/Entlohnung Sozialleistungen (z.B. Altersvorsorge) sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzuInformation über wichtige Dinge und Vorgänge imUnternehmen Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern Mitsprachemöglichkeiten bei betrieblichen Entscheidungen Einflussmöglichkeit bei Problemen am Arbeitsplatz 3-Schichtarbeit5.UnternehmensleistungenWie empfinden Sie Ihre Arbeitssituation in Bezugauf die folgenden Merkmale:6.Informationspolitik und MitarbeiterbeteiligungWie empfinden Sie Ihre Arbeitssituation in Bezug auf die folgenden Merkmale: iso-insitut6

Fragebogen „Gesundes Arbeiten“7.Zufriedenheit mit Führungsstil der direkten VorgesetztenWie empfinden Sie den Führungsstildes/der direkten Vorgesetzten in Bezug auf:sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzuRückmeldung über die geleistete Arbeit Anerkennung der persönlichen Leistung Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzuGegenseitige Unterstützung und Hilfestellung unterden Arbeitskollegen Konfliktbewältigung unter den Arbeitskollegen Arbeitsklima im Team sehrschlechtziemlichschlechtes gehtsoziemlichgutsehrguttrifftnichtzuIhre Arbeitsmotivation Ihre Verbundenheit/Identifikation mit demUnternehmen Ihre Zufriedenheit mit der Arbeit 8.BetriebsklimaWie empfinden Sie Ihre Arbeitssituation inBezug auf die folgenden Merkmale:9.„Ich und das Unternehmen“Wie schätzen Sie ein:10. Körperliche BeschwerdenWie oft hatten Sie in den letzten 12 Monatenfolgende hmerzen Nacken- oder Schulterschmerzen Rücken- oder Kreuzschmerzen Gelenk- oder Gliederschmerzen Schlaflosigkeit, Schlafstörungen iso-insitut7

Fragebogen „Gesundes Arbeiten“Wie oft hatten Sie in den letzten 12 Monatenfolgende tlosigkeit, Magenbeschwerden, Verdauungsstörungen Hautprobleme/Hauterkrankungen, Juckreiz Augenprobleme:Brennen, Rötung, Jucken, Tränen der Augen ständighäufigmanchmalseltennie 11. GefühlszustandWie oft empfanden Sie in letzter Zeit folgendeGefühle und Stimmungen?Zuversicht, LebensfreudeEnergielosigkeit, Erschöpftheit, allgemeine UnlustAusgeglichenheitnach der Arbeit nicht abschalten könnenSelbstvertrauenAngst vor Fehlern, vor dem Versagen12. Langfristige Ausübung der TätigkeitBitte denken Sie noch einmal an Ihre Arbeit und Ihren Gesundheitszustand: Meinen Sie, dassSie bei den derzeitigen Anforderungen Ihre jetzige Tätigkeit bis zum Rentenalter ausübenkönnen?Ja, wahrscheinlichNein, wahrscheinlich nichtWeiß nicht 13. GestaltungsmöglichkeitenUm Arbeitsbelastungen abzubauen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Kreuzen Sie bittedie Handlungsfelder an, die Sie persönlich besonders wichtig finden, wo mehr getan werdensollte, damit man langfristig gesund und leistungsfähig bleibt:ergonomische ArbeitsplatzgestaltungVerbesserung der Arbeitsumgebungsbedingungen(z.B. bessere Beleuchtung, Lärmschutz, usw.)Tätigkeits-/BelastungswechselQualifizierung und verbesserte berufliche EntwicklungsmöglichkeitenPausengestaltung (z.B. Ermöglichung von „Mikropausen“ am Arbeitsplatz)flexible Gestaltung der Arbeitszeit (Verkürzung oder veränderte Lage der Arbeitszeit) iso-insitut 8

Fragebogen „Gesundes Arbeiten“Um Arbeitsbelastungen abzubauen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Kreuzen Sie bittedie Handlungsfelder an, die Sie persönlich besonders wichtig finden, wo mehr getan werdensollte, damit man langfristig gesund und leistungsfähig bleibt:Veränderung des Schichtarbeitsmodellsgesundheitsförderliches ArbeitsverhaltenGesundheitsprogramme (z.B. Fitnesstraining)Gesundheitsworkshops zum Thema „Gesund in die Rente“Sonstiges: 14. Persönliche AngabenSind Sie männlich weiblich 15. AlterWie alt sind Sie?unter 20 Jahre20 - 24 Jahre25 - 29 Jahre30 - 34 Jahre35 - 39 Jahre 40 - 44 Jahre45 - 49 Jahre50 - 52 Jahre53 - 54 Jahre55 Jahre oder älter 16. TätigkeitsdauerSeit wie vielen Jahren sind Sie in Ihrem Arbeitsbereich tätig? Seit weniger als 5 Jahren5 - 9 Jahren10 - 14 Jahren15 - 19 Jahren 20 - 24 Jahren25 - 29 Jahren30 - 34 Jahrenmehr als 34 Jahren 17. ArbeitsbereichIn welcher Unterabteilung arbeiten Sie? iso-insitut9

eine Einschätzung von Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft, differenziert nach Alter; Hinweise auf sinnvolle bzw. dringliche Handlungsansätze, mit denen die Ge- sundheit und die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen gefördert . Einflussmöglichkeit bei Problemen am