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www.lis.bremen.deFreieHansestadtBremen

1InhaltJungen auf eigenen WegenJungenkonferenz Coole unft3Suche nach neuen RollenbildernLebensplanung und Berufsorientierung für Jungen6Jungen checken ihre TalenteBerufswahlfahrplan der Bundesagentur für ArbeitSelbsterkundungsprogramm Berufe-Universum7Ungewohnte Wege wagenJungen recherchieren und erkunden Berufe in derGesundheits- / Sozialwirtschaft undim pädagogischen Primarbereich8Institutionen,die Berufsorientierung von Jungen und Jungenarbeitunterstützen9Literatur und Medien zur Jungenarbeit in der Schule11Medientipps für Jungen vom Zentrum für MedienLiteraturauswahl der LIS – BibliothekLIS-Arbeitskreis Jungen und MannsBilder in der Schule17

2Mit Ihren Jungen ungewohnte Wege wagen –nicht nur am Girls’ DayLiebe Kolleginnen und Kollegen,wie möchten und können Ihre Jungen in ihrer Zukunftleben und arbeiten? Was wissen Ihre Jungen über dieAnforderungen, Möglichkeiten und Erwartungen derDienstleistungs- und Wissensgesellschaft unsererTage? Werden ihre Geschlechtsrollen-Vorstellungenden Erwartungen gerecht?Arbeit und Beruf ist immer noch die wichtigste Identitätsgrundlage für Männer. Aber das traditionelle Berufswahl-Spektrum von Jungen bietet nicht mehr die zukunftssichere Basis für den Start in das Berufs- undArbeitsleben. Die Jungen werden zunehmend ihre traditionellen Berufswege verlassen müssen, um sichneue ungewohnte Rollenbilder und Berufsfelder zu erschließen.Dazu gehört es, dass alle Beteiligten sich möglichst aktuelle Fakten beschaffen, um auf dieser Basis Entwürfefür die Zukunft zu gestalten. Die Anregungen, Ideenund Unterrichtsarrangements, Adressen, Links und Materialien in dieser Broschüre können Ihnen Ihre Planungin Kooperation mit Ihren Jungen erleichtern und auf kreative Weise Ihre Jungen auf ihrem Weg begleiten.Die Chance, einmal einen Projekttag allein für und mitden Jungen zu ihren Zukunftsthemen zu gestalten, bietet sich z. B., wenn die Mädchen an ihrem „Zukunftstag“nicht da sind. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um die Berufs- und Lebensentwürfe der Jungen und jungen Männer zu reflektieren und ihre Lebensplanung und Berufsorientierung in den Mittelpunkt dieses Tages zu stellen.Auch gezielte Exkursionen können das Berufswahlspektrum der Jungen erweitern, z. B. in eine Grundschule oder KiTa sowie Einrichtungen im Sozialsektorund in der Gesundheitswirtschaft, den Boom-Branchenmit enormen Zuwachsraten und Karrieremöglichkeiten.Diese Broschüre enthält Hinweise für Exkursionen undviele Anregungen für die Gestaltung dieses JungenProjekttages – und darüber hinaus. Nutzen Sie dieseChance – im Dialog mit ihren Jungen, ein spannenderWeg!Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg mit IhrerArbeit mit den Jungen und Ihren Jungen viel Spaß undkreative neue Ideen für ihre Berufs- und Lebensplanung!Das Organisationsteam am LISfür den Bremer Jungen-ProjekttagAktuelle LinksHintergründiges und Konzepte, praktische Materialien, Methoden und gute Beispiele für die Arbeit mit Jungen inder Schule finden Sie unter: www.neue-wege-fuer-jungs.de . www.jugendinfo.de/hb-jungs2011 „Aktionslandkarte“ mit außerschulischen Angeboten für Jungen auch in Bremen: www.boys-day.de www.lis.bremen.de (› Fortbildung ›Fächer und Themen › Gender und Schule)

3Jungen auf eigenen WegenDie Erweiterung ihres Berufswahlspektrums ist für Jungen ein schwieriger Prozess. Viele traditionelle Männer-Berufe gehen zurück. Die Jungen werden in derDienstleistungs- und Wissensgesellschaft unserer Tagezunehmend ihre traditionellen Berufswege verlassenmüssen. Für sie ungewohnte Wege. UngewohnteWege erzeugen erst einmal Ängste und Abwehr. Umdiese Ängste abzubauen, Abwehrverhalten zu vermeiden, bietet der Projekttag die Möglichkeit, mit den Jungen im (geschützten) Rahmen der Klasse eigene undneue Wege zu wagen.Für eine Unterrichts- oder Projektgestaltung in derAls Einstieg eignet sich eine Diskussion in der Klassenur unter Jungen und moderiert von einem Lehrer, eine„Jungenkonferenz Coole Zukunft“ zu Fragen undThemen wie:SelbstbewusstseinWer bin ich?Klasse bieten sich fünf Themenbereiche an: Selbstbewusstsein – Beziehungserleben – Zukunft – Kultur– und als Querschnittsthema AngstDie folgenden Stichworte bieten Anregungen, Unterrichtsideen und die Möglichkeit für praktischeErfahrungen und deren Reflexion im Unterricht.Einige Themen sind für längere Projekte geeignet.Lebensgeschichtemeine eigene Biographie, Vater, Onkel, Familie,Möglichkeiten diese als Rollenspiel darzustellen Wie stellt ihr euch die Zukunft vor? Wie wollt ihr später leben? Allein? Zu zweit in einerBeziehung? Oder vielleicht in einer WG mit vielenLeuten? Wollt ihr mal Kinder haben oder lieber nicht? Wasmacht euch Angst?Männliche VorbilderFamilie, Medien, Sport, Kulturszenische Darstellung Hausmann und Vollzeit-Papa sein - mal für eineZeit („Elternzeit“) oder rund um die Uhr: Wäre dasvorstellbar?Männerrollen – Rollenerwartungzwischen gesellschaftlichen Klischees, Erwartungen der Peergroup und subjektivem Empfinden Wo möchtet ihr am liebsten arbeiten? Welcher Beruf könnte passen? Was sind typisch männlicheund was typisch weibliche Berufe? Wo gibt es mehrInformationen darüber?Was kann ich – wofür „brenne“ ich?Berufsfindung, Demonstration von Fähigkeitenund Fertigkeiten Ladet einmal Männer mit untypischen (für Männer)Berufen oder Hausmänner ein, damit sie von ihremLeben erzählen, warum sie den Beruf gewählt haben und was für sie als Mann das Besondere ausmacht.Was macht mir Spaß?Körpererfahrungen in der Natur – Kämpfen nachRegeln: Boxen, Ringen, Stockkampf, Klettern,z.B. im Seilgarten in HB-Lesum und an Kletterwänden. Bogenschießen, Nacht-Wanderungen,Zelten, LagerfeuerMänner in meiner FamilieIdentifikationWas macht mir Angst?Konkurrenz, Versagen, Ablehnung, Missachtung, Trennung

4BeziehungserlebenWer liebt mich?Wer hat die Macht?ElternFamiliengeschichte, RollenwechselMänner in der FamiliePräsenz des Vaters, Sehnsucht nach männlicherWertschätzung, männlichem Verständnis in KrisenzeitenMänner außerhalb der FamilieWahlväter, Ersatzväter nach Trennungen, Idole,LehrerGleichaltrige JungenEinfluss der Peergroup, Freundschaft, Konkurrenz, Gruppendruck, Mutproben, Profilierungen,Homosexualitätsangst.Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben e.V.Mädchenflirten, Sexualität und Emotionalität, Selbstwahrnehmung/FremdwahrnehmungAndere KulturenMänner- und Frauenbilder in anderen Kulturen,religiöse Gemeinsamkeiten und Unterschiedeerkennen über Besuche von Moscheen, Synagogen, Kirchen, Einladen von Vertretern andererKulturen zum Austausch und GesprächeAngst und Unsicherheit vor gesellschaftlichen, familiären und gruppenbezogenen Erwartungen, vor den Erwartungen von Mädchen undFrauen. vor Impotenz, Sexualität, Identität vor den eigenen Ansprüchen an Mädchenund Frauen, vor anderen Kulturen und dem Fremden Angst, sich darzustellen, Lampenfieber,Komplexe, Neid, Konkurrenz, Desinteresse,VersagenKulturWas interessiert mich?MusikWas ist meine Musik?Von Klassik zu Pop und Rock, Musiker als VorbilderMusiker einladen, Anregungen zum Improvisieren und Vorspielen, Mut zum Solo vor PublikumTheater/Schauspiel/Tanzkleine Alltagsstücke selber schreiben, in derGruppe Sicherheit gewinnen im Auftreten unddann vor Publikum aufführen,Schauspieler einladen: Stegreiftheater, Pantomime, kleine Szenen üben, Theater besuchen,Szenen nachspielenFilmeIdeen sammeln, Themen entscheiden Drehbuchschreiben, Funktion von Kamera, Regie, Schnittetc. festlegen,Schauspielern – Mut vor der Kamera, drehen,vorführen, mit Publikum diskutierenFotoFotosafari zu verschiedenen ThemenLiteraturKurzgeschichten schreiben, Lesung vor Eltern,Schriftsteller einladen für eine Schreibwerkstatt(www.literaturkontor-bremen.de), z. B. Finn-OleHeinrich (www.pipe-up.de)Bildende KunstSelbstbildnisse, „Ich zeichne meinen Freund/Freundin/Lehrer“ etc., Ytonskulptur, SpecksteinarbeitenAngstDarstellung in der Bildenden Kunst, in der MusikMänner sind schon als Babys blauSehnsucht – Ekstase – Sucht

5ZukunftWas wird aus mir?Fit für die Zukunft ?!SelbstwahrnehmungWer glaubt an mich?FremdwahrnehmungMänner/VäterErwachsene stellen ihre Lebensläufe, Träume,Krisen, Bewältigungsstrategien vor, z. B. Meister, Arbeiter/Angestellte, Inhaber von 1-EuroJobs, Arbeitslose, Hausmänner, alleinerziehende Väter, Männer-untypische BerufeWie lebe ich in 20 Jahren?Phantasiereisen in die Zukunft:Wie stelle ich mir mein Leben, meine zukünftige Frau oder meinen zukünftigen Lebenspartner, meine Kinder, Familie, Arbeit vor? z.B. malen oder als Schauspiel darstellen.Wo ist mein Platz in einer globalisierten Wirtschaft? Auf unserem kleinen Erdball?Vertreter von Wirtschaft, Politik und Kultur diskutieren mit SchülernWünsche und Ängstekünstlerisch vorstellen: Was wünsche ich mirund was macht mir Angst?

6Suche nach neuen Rollenbildern Lebensplanung und Berufsorientierung für JungenNeue Wege für Jungsist ein bundesweites Netzwerk sowie ein Fachportal(www.neue-wege-für-jungs.de) für schulische und außerschulische Angebote zur Erweiterung der Berufsorientierung und Lebensplanung von Jungen, der Flexibilisierung männlicher Rollenbilder und zum Ausbausozialer Kompetenzen, nicht nur am Girls’ Day. Hier finden sich sehr viele Materialien kostenfrei zum Download, z.B.:Coole Jungs sind fit im HaushaltAnleitung zur Durchführung eines Haushaltsparcours für Jungen (5.-10. Klasse) in Aktionen und Ratespielen: vom „T-Shirt bügeln“,„Wäsche sortieren“, „Waschsymbole kennen“usw. über Tisch eindecken, Obstsalat zubereiten und Fenster putzen, Putzmittel /-Utensilienkennen bis hin zu „Zeitmanagement im Haushalt“, aber auch „Wie repariert man einen Platten am Fahrrad?“ und „Umgang mit Hammerund Schraubenzieher“. Alle Jungen bekommen dann eine schön gestaltete Urkunde, oli“ein Ratespiel mit einer fast schon „unheimlichen“ Dynamik: so schnell kommt man sonstkaum in eine Gender-Auseinandersetzung.Ungewohnte Denk-Wege, Witz, Spielszenenund Wettbewerb machen das Spiel extrem attraktiv.Methodenreader zur Förderung sozialerKompetenzen und zur Berufsorientierung undLebensplanung von Jungen.„ready for job“eine gut aufgemachte, spannende Broschürezur erweiterten Berufswahl von Jungen ( alsDownload oder kostenlos bestellbar).„Elly hat Zukunft & Erno hält mit”Material für den Unterricht (7.-8. Klasse) zuBerufsorientierungundLebensplanung.Dieses Material ist am besten ganz knapp mitdiesem Zitat aus der Internetseite www.neuewege-fuer-jungs.de vorgestellt:„Die Beratungsstelle ‚Übergang von der Schule zum Beruf’ entwickelte 1990 in Kleve einSeminar für Mädchen ‚Elly hat Zukunft’ zumThema Beruf- und Lebensplanung. In der Folgezeit wurde das ‚Erno hält mit’-Konzept entwickelt und in der Praxis erprobt. Im Gegensatz zu der Mädchenarbeit gab es kaumMaterialien für die Bildungsarbeit mit Jungen.Diesem Anspruch wurde in dem vorgestelltenMaterial Rechnung getragen. Sie finden dieMaterialien im Bereich ‚Downloads – MethodensammlungDas Projekt ‚Elly & Erno’ hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. In der Dokumentation der Tagung ‚Was Jungen brauchen - und Jungenarbeit bieten kann’ kanndies nachgelesen werden. Bestellungen können an den Landschaftsverband Rheinland([email protected]) gerichtet werden.Die Dokumentation kostet 5,- .“

7Jungen checken ihre TalenteDer Berufswahlfahrplan derBundesagentur für Arbeit- ein interaktiver Countdown der Berufswahlentscheidungsprozesse vom vorletzten Schuljahr bis zum Abschluss Ende der 10. Klasse.Meilensteine, wie sie im ProjektmanagementStandard sind. Gut zu wissen: Dieses pdf-Dokument gibt es auch in russischer und türkischer Sprache!www.planet-beruf.de - weiter: Schüler Jetztstarten Berufswahlfahrplan & Berufswahlpass Informieren, Entscheiden, Bewerben interaktivZeitnah zum Girls’ Day gibt die BA ein Sonderheft für Schülerinnen und Schüler heraus, dassdie Berufswahl jeweils zur Hälfte für Mädchenund zur anderen Hälfte für Jungen thematisiert.Das Heft wird kostenlos an die Schulen verschickt.Das SelbsterkundungsprogrammBerufe-Universumist zentral auf dem Portal www.planet-beruf.de.Für Jungen der Sekundarstufe I, die noch keine konkreten Vorstellungen von einem Berufhaben, wird die Berufswahl einfacher.Das Selbsterkundungsprogramm fragt in vierStationen nach: Beruflichen Interessen Persönlichen Stärken Verhaltensweisen Schulabschluss und Schulnotenund ermittelt dazu passende Ausbildungsberufe als Basis für die Berufswahlentscheidung.Jungen finden Informationen zur ersten Orientierung unter „Berufe finden“ im Schülerportalwww.planet-beruf.de. Sie nutzen für weitereRecherchen „BERUFENET- das Netzwerk fürBerufe“ der Bundesagentur für Arbeit. BERUFENET beschreibt Berufe, Ausbildungsinhalte,Aufgaben und Tätigkeiten, Zugangsvoraussetzungen sowie Verdienst- und Beschäftigungsmöglichkeiten.Das Lehrerportal von www.planet-beruf.dehält Lehrkräfte auf dem aktuellen Stand zu denThemen Ausbildung und Beruf. Es liefert Fakten, Anregungen und Arbeitsmaterialien für dieGestaltung des Berufsorientierungsunterrichts.

8Ungewohnte Wege wagen– Jungen recherchierenund erkunden Berufe in derGesundheits- und Sozialwirtschaft Auf der LIS-Homepage befinden sich Unterrichtsmaterialien zur Durchführung von ngen können an ihrem Projekttag am 14. April 2011pädagogische und soziale Einrichtungen und Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaftsowie des Bildungswesens besuchen wie Kindertagesstätten und Grundschulen, Krankenhäuser, Krankenpflegeschulen und Altenpflegeheime, Krankenkassen u. a.Dabei ist sehr wohl zu bedenken, dass sie nicht aneinem Tag ganze Berufsfelder erfahren können und isolierte eintägige Praktika nicht zielführend sind. Aber einGespräch mit Männern, die z. B. als Krankenpfleger arbeiten, über ihre Gründe, diesen noch „untypischen“Beruf auszuüben, kann durchaus hilfreich sein und zurMotivation beitragen, sich zumindest gedanklich damitzu beschäftigen. Außerdem bietet sich an, auf diesemWege erste Kontakte für weitere Schnupperangebotewie z.B. Praktika zu knüpfen. Diese Besuche solltenalso mit den Jungen vorbereitet und nachbereitet werden. Sie erleben Arbeitsalltag, stellen Fragen, reflektieren in der Schule ihre Erfahrungen und verknüpfen diese mit ihrem individuellen Berufswahlprozess.Hierher passen Angebote für Jungen (ab der 8. Klasse)von Friedehorst, Diakonische Stiftung,Herr Oppel, Tel.: 6381 252 Alle Einrichtungen der AWO Bremen,Frau Wiench, Tel.: 790267, Anmeldung perMail: [email protected] Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützige Krankenhäuser eV,Herr Oestreich, Tel.: 5599 443 Alle Einrichtungen der Bremer Heimstiftung,Frau Sörensen, Tel.: 2434 181Diese Einrichtungen öffnen an diesem Tag die Türen fürinteressierte Jungen (nach Anmeldung). Sie erhaltendie Gelegenheit, erste persönliche Einblicke in die Berufswelt der Sozial- und Gesundheitswirtschaft zu werfen. In einem persönlichen Austausch stellen sich Männer, die in den verschiedenen, sehr vielfältigenpflegerischen, medizinischen und pädagogischen Arbeitsfeldern in diesen Institutionen arbeiten, den Jungen vor und berichten von ihrem Arbeitsalltag, warumsie den Beruf gewählt haben, was für sie als Mann dasBesondere daran ausmacht und auch, welche Karrierechancen es hier gibt. Sie bringen den Jungen damitheute noch eher untypische Berufe für Männer naheund regen die Jungen damit an, über ihre berufliche Zukunft in der modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nachzudenken. und im pädagogischen PrimarbereichMänner in die Grundschule: Grundschulen öffnensich an diesem Tag für Besuche und Hospitationen interessierter Jungen. Wenn an der Schule auch ein Mannunterrichtet, wäre es sinnvoll, wenn die Schüler vor Ortdurch einen Mann betreut werden, der sich den Fragender Jungen genderbewusst stellt.Männer in KiTas: auch Kindertagesstätten in Bremenfreuen sich auf den Besuch von interessierten Jungenund stellen gerne die vielfältige Arbeit mit den Jungenund Mädchen in einer Kindertagesstätte vor. Das Erleben der sinnstiftenden Tätigkeit des Erzieherberufeskann motivationsfördernd sein, sich mit dem Beruf zubeschäftigen und ihn anzustreben.

9Bremer Institutionen, die Berufsorientierungvon Jungen und Jungenarbeit unterstützenAnmeldungBei der Anmeldung direkt bei den Anbietern müssenauch eventuelle Eintritts- und Honorarfragen geklärtwerden.Sie können aber auch mit den Jungen Ihrer Klasse sichgeschlossen anmelden. Sollten die Angebote in denEinrichtungen bereits ausgebucht sein, fragen Sie dochnach weiteren Terminmöglichkeiten an anderen Tagen!Bremer JungenbüroRolf Tiemann, Volker Möhrchen,Erkan Altun, Daniel TschollSchüsselkorb 17/1828195 BremenTel.: 0421 / 59 86 51 [email protected] 46Das konkrete Angebot an Filmen bitte direkterfragen.Das Kino bietet spezielle Veranstaltungenund Filme für Jungen gerne an.Tel.: 0421 / 38 767-31/[email protected] & Tat Zentrum fürSchwule und Lesben e. V.Bernd Thiede (Sozialpädagoge)Tel.: 0421 / 70 41 70Theodor-Körner-Str. 128203 BremenDAK BewerbungstrainingStock-Kampf-KunstDie Deutsche Angestellten-Krankenkasse lädtam 14. April 2011 Jungen ein, an einem kostenlosen Bewerbungstraining für die Ausbildungsplatzsuche teilzunehmen. Hier erhaltensie Tipps und Tricks für das Erstellen einer Bewerbung und weitere Informationen rund umdas Thema Bewerbungsgespräch.Steffen NaumannTel.: 0421 / 34 78 [email protected] 42, 28201 Bremenwww.stock-kampf-kunst.deDie Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.Bitte den genauen Zeitrahmen mit Herrn Sterna absprechen.Kontakt - bis 31.03.2011:Herr SternaTel.: 0421 / 79 28 11 21 [email protected] Lagerhaus / 2. EtageSchildstr.12 –19, 28203 Bremenwww.tanzwerk-bremen.de

10Angebote der Museen in BremenWenn Sie einen geschlechtsspezifischen Besuch mitIhrer Klasse planen, wenden Sie sich bitte für die genaue Planung (Thema, Kosten- und Zeitrahmen) direktan das Museum bzw. den museumspädagogischenDienst.Focke MuseumKunsthalle BremenDie Kunsthalle Bremen wird trotz der Umbaumaßnahmen auch in diesem Jahr ein sehrinteressantes geschlechtsspezifisches Angebot für die Jungen erarbeiten.Kosten- und Zeitrahmen nach Absprache mitdem museumspädagogischen Dienst.Das Focke Museum bietet nach Absprache andiesem Tag etwas für Jungengruppen an (genauen Zeit- und Kostenrahmen absprechen).Kontakt:Schwachhauser Heerstraße 240,28213 BremenTel.: 0421 / 699 600 – 61www.fockemuseum.deKontakt:Tel.: 0421 / 329 08 33www.kunsthalle-bremen.deÜbersee-Museum BremenDas Überseemuseum bietet nachAbsprache an diesem Tag Programme für Jungengruppen an.Kontakt:Bahnhofsplatz 13, 28195 BremenTel.: 0421 / 16 03 81 [email protected] Bremen MuseumDas Werder Museum ist an diesem Tag ab10.00 Uhr auch für Jungengruppen geöffnet.Kontakt:Frau DiesingTel.: 01805 – 937337WeserstadionFranz-Böhmert-Str. 1c28205 Bremenwww.werder-online.de

11Literatur und Medienzur Jungenarbeit in der SchuleMedientipps für Jungen vom Zentrum fürMedien am LISBerufsbilder (Onlinemedien)Nach dem Abschluss der Lehre öffnen sich mit der Weiterbildung zum Handwerksmeister oder zum Fachwirt Textilbeziehungsweise einem Studium an der FachhochschuleMeine Ausbildungfür Mode- oder Produktdesign interessante Aufstiegschan-Schüler führen selbst Regie – Einführungsfilmcen.Online-Video 17 Min, /2009Zusatzinfos: issen und mehr”, das Bildungsprogramm des hr-fernse-htm/index.htmhen, hat gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium, den Landesmedienzentren Hessen, der DGB-Jugend,der Vereinigung der hessischen Unter nehmerverbändeIch mach s - Maskenbildnersowie dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thürin-Online-Video 15 Min, /2010gen den Wettbewerb “Meine Ausbildung” ausgeschrieben.“Wissen und mehr” rief darin die Schülerinnen und Schüleraller allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ab Klasse acht in Hessen auf, ausgerüstet mit Kamera, Mikro undStativ, die Ausbildungssituation in ihrer Region zu untersuchen.Der abgehackte Arm, die aufgedunsene Wasserleiche, dasverkohlte Brandopfer, die tödliche Schusswunde – kaum einKrimi, kaum ein Actionreißer kommt ohne drastische Großaufnahmen grausiger Verletzungen und Verstümmelungenaus. Im Film, auf der Bühne und Fernsehen sorgen Maskenbildner mit Kunstblut, Schminke und plastischen Materi-Joachim Meißner beschreibt das gesamte Projekt undalien für möglichst glaubhafte, und das heißt, möglichst rea-stellt die die Siegerfilme und Gewinner-Schulen vor.listische Spezialeffekte . So wichtig und spektakulär dieseSchauerzutaten auch sein mögen, sind sie doch nur ein klei-Ich mach s - ModistOnline-Video 15 Min, /2009ner Ausschnitt der Aufgaben eines Berufs, der das Spiel mitder Illusion perfektioniert. Egal, ob Oper, Theater, Musical,Film oder Fernsehen - überall tragen Maskenbildner dazuModisten und Modistinnen stellen Hüte, Mützen, Kappenbei, dass Schauspieler in ihre Rollen schlüpfen und einenund andere Kopfbedeckungen aus Filz, Stoff, Stroh und Le-Charakter auch optisch überzeugend darstellen können.der nach eigenen Entwürfen oder Vorgaben her. Über dieNeuanfertigung hinaus müssen sie auch getragene Hüteauffrischen, aufarbeiten und reparieren können.Ein sicheres Auge und ein ebenso sicheres Stilempfindenbraucht die Modistenzunft nicht nur beim Entwerfen, Anfertigen oder Garnieren individueller Kopfbedeckungen. DieseEigenschaften sind zusammen mit Freundlichkeit, Geduldund einem höflichen Auftreten auch bei der typgerechtenKundenberatung im Laden unabdingbar.Die dreijährige Lehre im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule befähigt nicht nur zur Arbeit in Handwerk oderHandel, sondern auch in der Hutindustrie. Hier fertigen Modistinnen und Modisten häufig die Erstmodelle einer neuenDer Beruf des Maskenbildners ist staatlich anerkannt undbundeinheitlich geregelt. Die duale Ausbildung dauert dreiJahre. Sie findet sowohl in der Berufsschule als auch in denMaskenabteilungen verschiedener Veranstaltungsbetriebe(Theater, Film- oder Fernsehen) statt und schließt mit einerPrüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.In der Regel arbeiten Maskenbildner und Maskenbildnerinnen entweder festangestellt oder freiberuflich für Film,Fernsehen und Theater. Alternativ können sie einen Fertigungs-, Dienstleistungs- oder Handelsbetrieb in ihremFachbereich übernehmen oder einen neuen Betrieb gründen.Kollektion und die dazugehörigen ProduktionsunterlagenZusatzinfos: e Holz- oder Metallformen für die Serienproduktion an.htm/index.htm

12Berufsbilder (VHS)Ausbildung und BerufBerufskundliche Kurzfilme:Was erwartet mich in der Ausbildung?Kinderpfleger,Online-Medium ca. 24 min f, /2005 / 5550505Sozialpädagogischer Assistent / AssistentinDer Film gibt Hinweise zu den Inhalten eines Ausbildungsver-VHS-Videokassette 9 f, /2001trags und seinen rechtlichen Rahmenbedingungen. Ein wei-4270570Film zur Berufsfindung, in dem anhand von Beispielen dietypischen Aufgabengebiete dargestellt werden (Best.-Nr.der BfA: A 9120-1). Zu diesem Berufsbild gehört die Betreuung von Kleinkindern und Säuglingen in Krippen, Kindertagesstätten, Heimen und Familien. Tätigkeiten sindu.a.: Anleitung beim Spielen, Sorge tragen für altersgemäßes Spielmaterial, Körperpflege, Werken und Musizieren, Hausarbeit wie Essenszubereitung und WäschepflegeAdressaten: S1(Sch 8); S2(Sch 11); J(L 14)teres Kapitel klärt die Jugendlichen über ihre Rechte undPflichten innerhalb der Ausbildung auf. Das Führen eines Berichtsheftes wird dabei ebenso vorgestellt, wie die Bereitstellung von Ausbildungsmitteln und der Ausbildungszweck. EinKapitel widmet sich dem Ausbildungsplan und den Tätigkeiten im Rahmen einer ordentlichen Ausbildung.„Nie wieder Schule“ - Denkste!“ Das duale Ausbildungssystem wird anhand von Beispielen erläutert und die Unterschiede zu den allgemein bildenden Schulen verdeutlicht.Zudem befasst sich ein Kapitel mit den Prüfungen und demAbschluss Die Funktion der Kammern wird dabei ebenso erklärt, wie Ablauf und Bewertung von Zwischen- und Abschlussprüfung sowie den schulischen und den betrieblichenZahnmedizinische Fachangestellte / zahnmedizinischer FachangestellterVHS-Videokassette 9 min f, /20024271208Film zur Berufsfindung, in dem anhand von Beispielen diePrüfungsteilen. Dabei wird bereits auf Modelle der praxisnahen und gestreckten Ausbildung eingegangen. Zusatzmaterial: Bildergalerie; Linkliste; Kommentartext.Adressaten: A(8-13)typischen Aufgabengebiete und Tätigkeiten dargestelltErfolg ist machbarwerden. BA Nr. A 0890-2.Strategien für einen guten Start in den BerufAdressaten: S1(Sch 8); S2(Sch 11); QVideo-DVD/CD 17 min f, /20065550522KostümbildnerDer Film will zeigen, welche Handlungsspielräume jederVHS-Videokassette 9min Farbe, /2003Einzelne bei seiner Lebensplanung hat und mit welcher4271743Filme zur Berufsfindung, in dem anhand von Beispielendie typischen Aufgabengebiete und Tätigkeiten dargestelltwerden.Adressaten: S1(8),S2(11)Einstellung und welchen Strategien Berufsorientierung gelingen kann. Experten in Sachen Erfolg - eine Olympiasiegerin, ein Sternekoch und einige Azubis, die begehrte Ausbildungsplätze bekommen haben - erzählen, worauf esankommt, wenn man sein Ziel erreichen will.Adressaten: A(8-10), SO

13Geschlechterrollen (Onlinemedien)Endlich emanzipiertDas Dilemma der Geschlechterrollen heuteOnline-Video 15 Min, /2010Der Film zeigt, welche Rollenverteilungen es im Zusammenleben der Geschlechter bzw. der Familie gibt, und versucht an einzelnen Beispielen die Vorteile, Nachteile undSchwierigkeiten der unterschiedlichen Situationen zu zeigen.Spielfilm (DVD/CD)Billy Elliot - I will dance**Video-DVD/CD ca. 106 min f, /20004650473Das Leben des 11-jährigen Billy Elliot, Sohn eines Bergmanns, ändert sich grundlegend, als er während seinemwöchentlichen Boxtraining eine Ballettklasse beobachtet.Ohne zu überlegen, macht er bei den Übungen mit undbeweist dabei ein Talent, wie es die Trainerin Mrs. Wilkin-Der “Hausmann” setzt sich der Gefahr aus, in unserer Ge-son selten gesehen hat. Er muss jedoch die Ballettstundensellschaft als unmännlich und “Weich-Ei” zu gelten. Dievor seinem verwitweten Vater und seinem Onkel geheimHausarbeit wird in der Regel an der Frau hängen bleiben,halten.die sich aber nach dem ersten oder spätestens zweitenAdressaten: J(12-18), QKind für diese Rolle trotz negativem Image entscheidetoder entscheiden muss.Beide Geschlechter fühlen sich jedoch in ihren traditionellen Rollen oft unverstanden: Frauen fehlt die Anerkennung, Männer glauben das Beste zu geben und verstehendie Kritik an ihrem Handeln nicht. Berufstätige Mütter plagtin vielen Fällen ein schlechtes Gewissen, sie wollen beideAufgaben, Beruf wie Familie, gut meistern, werden dabeiaber überfordert.Und die neuen, teils widersprüchlichen Rollenerwartungenan die Männer führen auch bei ihnen zu Überforderungen,oft bleibt dann das Leben als Single als Ausweg.Zusatzinfos: sr2in.htmFrauen und Männer - Gleich geht‘s weiterMedienpaket, /20095050879Das Medienpaket besteht aus 1 DVD, 1 CD-ROM und 1Broschüre. DVD: Enthalten sind 5 Clips zum Thema„Gleichstellung“. CD-ROM: Auf dieser werden unter anderem Gesetze wie das Elterngeldgesetz erklärt. BROSCHÜRE: Enthalten sind Tipps zur Auflockerung des Unterrichts.Adressaten: A(9-12); TAusleihe:LIS Zentrum für MedienFrau KarstedtZentraler MedienverleihTel. 0421 / 361-11915Große Weidestraße 4 – [email protected] Medien le.bremen.de(ermöglicht Katalogrecherche online zu15.000 Medien für den Unterricht ; DVDs,CD-ROMS, Download-Medien, Videos usw.)Ausleihe Bremen-Nord:LIS Zentrum für Medien NordFrau BohnAm Sedanplatz 5Tel. 0421 / 361-784728757 [email protected] Zentrum für Medien Nord sind nach Absprache auch „Kinobesuche“ für Gruppenmöglich: Tel. 0421 / 361-7847

14LiteraturLiteraturauswahl zum Thema Jungenin der LIS – BibliothekDer „Klassiker“ als Basis:Bibliothek des LISAm Weidedamm 20Telefon: 361 – 14419Email: [email protected],D./Neutzling,R.: Kleine Helden in Not. Hamburg1990. Vollständig überarbeitete Neuauflage 2011Erlebnispädagogik:Senninger, T. : Abenteuer leiten – in Abenteuern lernen.Ökotopia Verlag 2000Jungenarbeit in der Schule – 2 Ratgeber für den Unterricht:Cwik,G.: Jungen besser fördern. Denkanstöße. Praxisideen. Für die Klasse 1-4.Rhyner,Th./Zumwald,B.: Coole Mädchen – starke Jungs,Ratgeber für eine geschlechterspezifische Pädagogik.Haupt Verlag 2002K. L. A. R. – eine empfehlenswerte Serie des Verlagsan der Ruhr: Weber, A.: Im Chat war er noch so süß! Verlag an der Ruhr 2006 / K.L.A.R. - Literatur Kartei: „Im Chatwar er noch so süß“. Verlag an der Ruhr (Klasse 7-11)LIS Gesundheit und SuchtpräventionPädagogisches Arbeitsmaterial für die Arbeit mit Jugendlichen: „LebenskünstlerInnen“ und „Design your life oderalles Schicksal?“Medien von www.neue-wege-fuer-jungs)Medienkoffer „Frauen und Männer - Gleich geht s weiter“Haushaltsparcours „Coole Jungs sind fit im Haushalt“ mit„Haushaltsüberlebenszertifikat“DVD: „Eigentlich wollte ich Fußballprofi werden“Lesetipps:392.31:136.7 BERBergmann, Wolfgang:Kleine Jungs - große Not : wie wir ihnen Halt gebenWeinheim ; Basel : Beltz, 2008.392.31:370.18 BOLBoldt, UliJungen stärken : zur Modernisierung der Lebensentwürfe von Jungen ;Lese- und Arbeitsbuch zur arbeitsorientierten und geschlechterbewussten Bildung 1. Aufl. - Berlin 2000392.31:370.18 BOLBoldt, UliJungen stärken : Materialien für die Lebensplanung(nicht nur) für JungenHohengehren, 2005392.31:370.18 BOLBoldt, Uli:„Ich bin froh, dass ich ein Junge bin“Materialien zur Jungenarbeit in der SchuleHohengehren, 2001Haindorf, G., Die Jungs von nebenan – das magischeLand der jungen männlichen Psyche. Satzwerk-Vlg. Göttingen 2003372.32:392.31 BREHeinrich, F-O: Räuberhände. Mairisch Verlag 2008Finn-Ole Heinrich schrieb extra für uns eine Zusammenfassung: „Ein Buch über das Werden und Gewordens

3 Die Erweiterung ihres Berufswahlspektrums ist für Jun-gen ein schwieriger Prozess. Viele traditionelle Män-ner-Berufe gehen zurück. Die Jungen werden in der