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Digitale SchuleDigitales Lernen (Geräte-Initiative)ManualVersion 04.12.2020

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InhaltZweck des Manuals . 41Allgemeine Information zum Programm Digitale Schule . 52Allgemeine Informationen zur Initiative Digitales Lernen (Geräte-Initiative) . 83Prozess zur Teilnahme an der Initiative Digitales Lernen aus Perspektive der Schule . 94Information zum Anmeldeprozess . 125Information zum Letter of Intent . 146Information zum Digitalisierungskonzept als Teil des Schulentwicklungsplans . 217Information zu Gerätetypen und Betriebssystemen . 248Information zu Fortbildungsmöglichkeiten für Schulen &Schulqualitätsmanager/innen . 289Information zu Inkasso und sozialer Abfederung . 2910 Allgemeine Information zum BBG-Verfahren . 303

Zweck des ManualsZweck des Manuals ist die vollständige und aktuelle Darstellung wesentlicher Eckpunkte derGeräte-Initiative Digitales Lernen in einem Dokument.Zielgruppe sind Schulleiter/innen der SEK I, Schulqualitätsmanager/innen und Abteilungsleiter/innen der Bildungsregionen sowie die Mitglieder der Task Forces Digitale Schule in denBildungsdirektionen. Diesen soll das Manual als roter Faden Orientierung im Umsetzungsprozessgeben.Das Manual wird als lebendes Dokument verstanden. Das bedeutet, dass dem Projektfortschrittentsprechend in regelmäßigen Abständen Aktualisierungen und Überarbeitungen vorgenommenwerden.4

1 AllgemeineInformationProgramm Digitale SchulezumDas Programm Digitale Schule (8 Punkte-Plan) leitet sich aus dem Masterplan für die digitaleBildung ab. Die Digitale Schule stellt den nächsten Entwicklungsschritt für eine breitflächige undnachhaltige Implementierung IT-gestützten Unterrichts sowie innovativer Lehr- und Lernformateim Bildungswesen dar.Mit dem 8 Punkte-Plan Digitale Schule soll ein zukunftsorientiertes Bildungssystem gefördert undsichergestellt werden, so dass jederzeit ein qualitätsvoller Unterricht mittels digitalerUnterstützung im Rahmen von eLearning, Blended Learning und Distance Learning stattfindenkann. http://www.digitaleschule.gv.at gibt einen Überblick zu den verschiedenen Maßnahmenund verzweigt zu den einzelnen Vorhaben.1.1 Portal Digitale SchuleDie Vielzahl an Applikationen, Kommunikationswegen und Webpages ist verwirrend und wenigbenutzerfreundlich. Das Portal Digitale Schule soll daher die Kommunikation zwischenLernenden, Lehrenden und Erziehungsberechtigten verbessern. Als Single Point of Entry stelltdas Portal die wichtigsten Verwaltungs- und pädagogischen Applikationen zur Verfügung. DerZugriff auf alle Applikationen (wie etwa Sokrates, Eduthek, Eduvidual, LMS.at, Microsoft Teamsetc.) wird mit nur einem einzigen Account, sprich mit einer einzigen Anmeldung, möglich sein(Single Sign On). Das Portal Digitale Schule steht Bundesschulen ab sofort zur Verfügung. Ein Teilder Plattform ist das digitale Klassenbuch, das im Schuljahr 2020/21 im Bundesschulbereichflächendeckend von allen Schulen eingesetzt werden kann.1.2 Vereinheitlichung der schensicheineReduktionderLernmanagementsysteme. Ziel ist, ab sofort den Einsatz von Lernplattformen auf eineAnwendung nach Wahl pro Schulstandort zu reduzieren und Kommunikationsprozesse zuvereinheitlichen. Schulen werden bei diesem Umstellungsprozess durch begleitende Maßnahmenunterstützt, etwa durch Unterlagen und Entscheidungshilfen auf dem Distance LearningServiceportal (http://serviceportal.eeducation.at).5

1.3 LehrendenfortbildungAlle Lehrenden sollen auf das Unterrichten mit Informations- und Kommunikationstechnologienin Blended und Distance Learning Settings gut vorbereitet werden. Schon im Sommer gab esdaher ein umfangreiches Angebot an Schulungen und Weiterbildungen zur Nutzung einereinheitlichen Plattform. Als praxisnahes Angebot wurde ab August dieses Jahres unter anderemauch ein Massive Open Online Course zum Thema „Distance Learning“ (Distance LearningMOOC) angeboten, der eine zeit- und ortsunabhängige individuelle Fortbildung in diesem Bereichermöglicht. Konkrete Inhalte sind etwa die Organisation von Distance Learning, der Einsatz vonPlattformen, Verwendung von digitalem Content oder Kommunikation mit Eltern.1.4 Ausrichtung der Eduthek nach LehrplänenDie Eduthek liefert als digitale Bildungsplattform seit Beginn der COVID-19-Krise vertiefendeÜbungsmaterialien für alle Schularten und Unterrichtsgegenstände. In technischer Hinsichtbündelt sie anhand eines einheitlichen Katalogsystems digitale Bildungsinhalte undUnterrichtsmaterialien. Als nächster Ausbauschritt werden alle digitalen Lehr- undLernressourcen nach den Lehrplänen ausgerichtet, um die zielgenaue Suche noch zu verbessernund den Lehrerinnen und Lehrern ein optimales Service zu bieten. Das hinterlegteMetadatenmodell wurde entsprechend angepasst und erweitert, damit die digital aufbereitetenLehrpläne und die zu erwerbenden Kompetenzfelder mit den digitalen Lehr- und Lernmaterialieneffizient verknüpft werden. Die Eduthek-Redaktion setzt nun sukzessive die Verknüpfung derContents und Lehrpläne um, beginnend mit der Sekundarstufe I und der Primarstufe. Zukünftigwerden alle neuen Lehrpläne umgehend in die Eduthek integriert. Die Eduthek wurde mit demPortal Digitale Schule verknüpft.1.5 Gütesiegel Lern-AppsUm das inhaltliche Angebot innovativer und digitaler Bildungsmedien zu erweitern, sollen inAnlehnung an internationale Good Practice Lern-Apps geprüft und als Bildungsmedien für denEinsatz im Blended und Distance Learning zertifiziert werden. Im Vordergrund steht dabei dieBeurteilung nach pädagogischen Kriterien. Aber auch Lernmanagement, Lernengagement sowieBenutzerfreundlichkeit und Datenschutz sind wesentliche Kriterien für eine innovative LernSoftware.6

1.6 Ausbau der schulischen Basis IT-InfrastrukturDurch Investitionen in die Basis IT-Infrastruktur werden die Rahmenbedingungen für digitalunterstützten Unterricht an den Bundesschulen in den nächsten vier Jahren wesentlichverbessert. Zur IT-Basisinfrastruktur zählen eine auf Glasfaser basierende performanteBreitbandanbindung am jeweiligen Schulstandort sowie eine leistungsfähige und ausreichendeWLAN-Versorgung in den einzelnen Unterrichtsräumen. Bereits in diesem Jahr kann mit demAnschluss von weiteren 39 Schulen begonnen werden.1.7 Digitale Endgeräte für Schüler/innenUm den Zugang der Schüler/innen zu einem eigenen Lerngerät sicherzustellen, ist ab demSchuljahr 2021/22 die Ausstattung der 5. und 6. Schulstufe mit digitalen Endgeräten geplant.Danach erfolgt die Ausstattung schrittweise mit jeder neuen 5. Schulstufe. Auf Basis einerautonomen Entscheidung zum Betriebssystem am Standort und eines „Letters of intent“ könnenSchulen an der Initiative teilnehmen. Ein privater Finanzierungsanteil im Umfang von 25 % istvorgesehen. Mit der Umsetzung des Vorhabens sollen die pädagogischen und technischenVoraussetzungen für IT-gestützten Unterricht in den Schulen der Sekundarstufe I geschaffenwerden.1.8 Digitale Endgeräte für Lehrer/innenAlle Schulen, die sich an der Initiative beteiligen, erhalten im Rahmen einer pädagogischenInitiative auch eine bestimmte Anzahl an zusätzlichen Endgeräten für Lehrer/innen für denEinsatz in den digitalen Klassen.7

2 AllgemeineInformationenzurInitiative Digitales Lernen (GeräteInitiative)2.1 Worum geht es?Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen des Programms Digitale Schule die5. Schulstufen ab dem Schuljahr 2021/22 mit digitalen Endgeräten auszustatten. Im Herbst 2021werden zudem einmalig auch die 6. Schulstufen mit digitalen Endgeräten ausgestattet.Zweck der Initiative Digitales Lernen ist es, die pädagogischen und technischen en den Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen. Aus diesem Grund trägtdiese Initiative die Bezeichnung Digitales Lernen. Digitales Lernen umfasst sowohl die Vermittlungdigitaler Kompetenzen und das Erlernen des richtigen Umgangs mit Notebooks und Tabletssowie den optimalen Einsatz dieser Geräte für bessere Lernchancen.2.2 Welche Schulen können teilnehmen?Teilnehmen können Bundesschulen, Pflichtschulen und Privatschulen mit gesetzlich geregelterSchulartbezeichnung in der Sekundarstufe I. Dies sind insbesondere AHS und Mittelschulen.Interessierte Schulen verpflichten sich in einer Absichtserklärung dazu, die Geräte pädagogischsinnvoll im Unterricht einzusetzen und die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zuschaffen.2.3 Wer schafft die Geräte an und wie ist die Bezahlung geregelt?Die Beschaffung der Geräte erfolgt zentral über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG). Eltern bzw.Erziehungsberechtigte haben einen Selbstkostenanteil von 25% des Gerätepreises zu tragen.Welcher Betrag dies konkret sein wird, hängt von den Geräten ab, die beschafft werden. Fürfinanziell weniger gut gestellt Eltern bzw. Erziehungsberechtigte besteht die Möglichkeit einerBefreiung vom Selbstkostenanteil. Informationen dazu folgen demnächst. Die private Nutzungder Geräte - vor allem für schulische Zwecke, wie Hausaufgaben, Teamarbeit, Recherchieren undÜben - ist ausdrücklich erwünscht.8

3 Prozess zur Teilnahme anInitiativeDigitalesLernenPerspektive der Schulederaus3.1 Abbildung 1: Customer Journey3.2 Kurzbeschreibung einzelner Schritte aus Abbildung 1Schritt1BeschreibungAufruf zur Teilnahme an Schulleitungen. Schulen werden zur Teilnahme an derInitiative Digitales Lernen aufgerufen (Call). Begleitend dazu werden ternvertretung,LehrerundLehrerinnenvertretung) über die Initiative informiert.2Diskussion mit Schulpartner/innen über Teilnahme. Nach dem Call befassen sichdie Schulen mit der Teilnahme und diskutieren mit den Schulpartner/innen sowie9

dem Schulerhalter1, welche Chancen diese bietet und welche Schritte für eineTeilnahme vorzusehen sind.3IKT-Infrastruktur prüfen. Ein wesentlicher Faktor der Entscheidungsfindung ist dieIKT-Infrastruktur. Schulen prüfen daher im Zuge der Entscheidungsfindung diebestehende IKT-Infrastruktur (z.B. Internetanbindung, Verkabelung im Haus, WLANin den Klassenzimmern) am Standort und stellen fest, ob Handlungsbedarf zuNachrüstungen besteht. Die erforderlichen IKT-Mindestanforderungen sowieEmpfehlungen sind in Kapitel 5.2 Erklärende Erläuterungen zum Letter of Intentangeführt. Die Erfüllung der definierten IKT-Mindestanforderungen ist erforderlich,um den optimalen Einsatz der digitalen Endgeräte am Schulstandortsicherzustellen.4Schulinterne Entscheidung treffen. Basierend auf den Gesprächen mit denSchulpartner/innen und dem Schulerhalter treffen Schulen eine Entscheidung überdie Teilnahme. Ein formaler Beschluss der Schulpartnerschaft ist bis 29. Jänner 2021herzustellen. Der Beschluss kann selbstverständlich auch früher erfolgen.5Letter of Intent annehmen, Entscheidung an Bildungsdirektion kommunizieren.Schulen teilen die Entscheidung der für sie zuständigen Bildungsdirektion bisspätestens 29. Jänner 2021 mit. Die Meldung erfolgt über die Webplattform.Die Schulen geben ihre Meldung in die Webplattform unmittelbar nach erfolgterEntscheidung der Schulpartnerschaft und Zustimmung des Schulerhalters ein. DieseMeldung kann und soll gerne bereits im November eingegeben werden. DieMeldung über die Webplattform enthält folgende Informationen2: Teilnahme an der Initiative: ja, nein3, noch unentschlossen4 Mit einem “Ja” bestätigt die Schule die Annahme des Letters of Intent Angabe der Anzahl der geplanten auszustattenden Klassen Auswahl des Gerätetyps und Betriebssystems Angabe von zwei an der jeweiligen Schule für dieses Projektverantwortlichen Personen (Name, Telefonnummer, E-Mail)Mit der Unterzeichnung des Letters of Intent bekräftigt jede teilnehmende Schuledie Absicht, sich zu einer Digitalen Schule zu entwickeln und dabei Schritt für Schrittan vier Qualitätsbereichen zu arbeiten: Schulentwicklung und Steuerung,Infrastruktur und technische Betreuung, Pädagogik sowie Fort- und Weiterbildung.Jede Pflicht- und Privatschule bestätigt mit der Unterzeichnung des Letter of Intentzudem, mit dem Schulerhalter bezüglich des technischen HandlungsbedarfsKontakt aufgenommen und die Zustimmung zur Teilnahme erhalten zu haben.6Schulinterne Steuerungsgruppe formieren. Nach der getroffenen internenEntscheidung gründet jede Schule eine Steuerungsgruppe für die Initiative DigitalesLernen. Diese steuert den Prozess zur Digitalen Schule und muss u.a. wesentlicheorganisatorische Eckpunkte und Fristen sowie einzumeldende Informationen imBlick behalten.1Abstimmung mit Schulerhalter gilt für PflichtschulenDetails dazu: Siehe Kapitel 4: Informationen zum Anmeldeprozess3 Den Grund für „nein“ bitte im Kommentarfeld kurz ausführen.4 Den Grund für „unentschlossen“ bitte im Kommentarfeld kurz ausführen. Am 15. Jänner 2021 wird die Option„unentschlossen“ in der Applikation entfernt.210

BubbleOeAD-Webinare, u.a. zum Thema Betriebssystem-Entscheidung besuchen.Parallel dazu informieren sich Schulen u.a. in Webinaren des OeAD und bei ihrenKontaktpersonen von eEducation über wesentliche Aspekte der Teilnahme. Dazuzählen die Geräteentscheidung und die Auswahl eines Betriebssystems, dieerforderliche IKT-Ausstattung der Schule (siehe Checkliste) und die Erstellung einesDigitalisierungskonzeptes.7Erforderliche IKT-Infrastruktur mit Schulerhalter herstellen. In Abstimmung undmit Unterstützung durch den Schulerhalter werden die notwendigenMindestanforderungen für den Einsatz der Geräte am Schulstandort hergestellt. DieMindestanforderungen müssen bis Schulbeginn des Schuljahres 2021/22 hergestelltsein.8Initiative im Zuge der Schulanmeldung bewerben. Die Teilnahme der Schule ander Initiative Digitales Lernen kann genutzt werden, um die Schule im Zuge derSchulanmeldungen als Digitale Schule zu bewerben. UnterstützendesInformationsmaterial wird über das BMBWF und den OeAD bereitgestellt.9MOOCs absolvieren und sonstige Beratungs-, Unterstützungs- undFortbildungsangebote in Anspruch nehmen. Neben der technischen Vorbereitungdes Schulstandorts (IKT-Infrastruktur) sind auch pädagogische Vorbereitungen zutreffen. Schulen wird nahegelegt, das Lehrer/innenteam entsprechend fortzubilden,bspw. über Massive Open Online Courses (MOOC).10Formloses Digitalisierungskonzept in den Schulentwicklungsplan integrieren.Jede teilnehmende Schule arbeitet ein formloses Digitalisierungskonzept aus,welches den Einsatz der Geräte am Schulstandort und pädagogische Vorhabensowie die Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonal im Bereich der Digitalen Schulefesthält. Das Digitalisierungskonzept ist ein integraler Bestandteil ndZielvereinbarungsgespräche mit dem/der zuständigen Schulqualitätsmanager/inabgestimmt.Das Digitalisierungskonzept soll sicherstellen, dass Digitalisierung nicht alsSelbstzweck, sondern stets im Zusammenwirken mit den Schulentwicklungszielendes Standorts geplant und umgesetzt wird.11Gerätelieferung an der Schule annehmen. Nach dem Anmelde- und Bestellprozessder Geräte erfolgt die Lieferung der Geräte an den Schulstandort. Am Schulstandortsind die Geräte durch eine/n Ansprechpartner/in entgegenzunehmen.BubbleGeräte am Schulstandort verteilen und Schüler/innen zuordnen. Die Zuteilungder Geräte wird in einer Applikation abgebildet.Geräte am Schulstandort einsetzen. Ab Beginn des Schuljahres im Herbst 2021werden die Geräte im Unterricht eingesetzt.1211

4 Information zum AnmeldeprozessDer Prozess des Calls und Anmeldeverfahrens zur Geräte-Initiative Digitales Lernen für Schulenwird automationsunterstützt mittels eines elektronischen Workflows abgebildet. Den Schulenwird dazu ein Link zu einer Webplattform übermittelt. Diese ermöglicht eine einfache,übersichtliche Eingabe und Pflege der Daten.Schritt12356BeschreibungAussendung des Links für die Webapplikation an Schulen. Die Schulleitungenerhalten etwas zeitversetzt nach dem Call des Bundesministers Univ.-Prof. Dr. HeinzFaßmann automatisiert ein E-Mail mit den individuellen Zugangsdaten zurApplikation www.digitaleslernen.gv.at (analog zur Infrastrukturerhebung), über dendiese für ihre jeweilige Schule alle Informationen zur Initiative erhalten.Hier werden der Letter of Intent, die Stammdaten der jeweiligen Schule inkl.relevanter Infrastrukturdaten, Kontaktmöglichkeiten zu einzelnen inhaltlichenBereichen und ein kurzer Fragenkatalog zur Verfügung gestellt.Schulinterne Entscheidung treffen, Entscheidung plus Details anBildungsdirektion kommunizieren [29.1.2021]Basierend auf den Gesprächen mit der Schulpartnerschaft und dem Schulerhaltertreffen Schulen eine Entscheidung über die Teilnahme. Ein formaler Beschluss derSchulpartnerschaft ist bis 29. Jänner 2021 herzustellen.Die Schulen teilen die Entscheidung der für sie zuständigen Bildungsdirektion bisspätestens 29. Jänner 2021 durch die entsprechende Eingabe in die Webapplikationmit. Folgende Eingaben sind erforderlich.o Teilnahme an der Initiative:o JA (Mit einem JA bestätigt die Schule die Annahme des Letters of Intent)- NEIN5- NOCH UNENTSCHLOSSEN6o Angabe der Anzahl der geplanten auszustattenden Klasseno Auswahl des Gerätetypso Angabe von zwei an der jeweiligen Schule für dieses Projekt verantwortlichenPersonen (Name, Telefonnummer, E-Mail)Mit Absendung können diese Daten zwar eingesehen, jedoch nicht mehr editiertwerden.Workflow Freigabe durch die Bildungsdirektion. Mit Absenden desFragenkatalogs werden diese Daten an die jeweilige Bildungsdirektion übermitteltund durchlaufen einen dreistufigen Workflow:1. Schulqualitätsmanager/in2. Abteilungsleitung3. Leiter/in Pädagogischer DienstMit Zustimmung ergeht automatisch eine Information an die nächste Ebene.Ablehnungen erfordern zwingend eine Begründung.Alle drei Ebenen können den Schulleitungen nach Rücksprache mit diesen eineneuerliche Editierbarkeit ihrer Angaben und ein erneutes Einreichen ermöglichen.Bedarf einer AnmerkungBedarf einer Anmerkung12

4Mit der Freigabe durch die Bildungsdirektion erhalten die Schulleitungen eineautomatische Verständigung.Prozessende. Mit der abgelaufenen Frist für den Letter of Intent Ende Jänner ist einÜberblick über alle in Österreich teilnehmenden Schulen, inkl. geplanterKlassenzahlen und Anzahl der unterschiedlichen ausgewählten Gerätetypenvorhanden.Der OeAD und das BMBWF haben von Beginn an eine österreichweite Sicht überalle Prozessschritte und eingebrachten Daten, die Bildungsdirektionen für dasjeweilige Bundesland.13

5 Information zum Letter of IntentDie Anmeldung einer Schule zur Initiative Digitales Lernen (Geräte-Initiative) erfolgt über eineAbsichtserklärung in Form eines „Letters of Intent“. Mit der Unterzeichnung des Letters of Intentbekräftigt jede teilnehmende Schule die Absicht, sich zu einer Digitalen Schule zu entwickeln unddabei Schritt für Schritt vier Qualitätsbereiche zu entwickeln: Schulentwicklung und Steuerung,Infrastruktur und technische Betreuung, Pädagogik sowie Fort- und Weiterbildung.5.1 Letter of IntentLetter of Intent zur Teilnahme als Digitale SchuleMit der Unterzeichnung dieses Letters of Intent bekräftigen wir unsere Absicht, uns zu einerDigitalen Schule zu entwickeln und dabei Schritt für Schritt untenstehende Qualitätsbereiche zuentwickeln.1. Schulentwicklung und SteuerungWir verstehen den Weg zu einer Digitalen Schule als Teil des Schulentwicklungsprozesses. Wirnehmen dabei alle mit, die in der Schule tätig und am Schulleben beteiligt sind. Dabei vernetzenwir uns auch mit regional verfügbaren Unterstützungsstrukturen (z.B. mit Lehrenden derPädagogischen Hochschulen, IT-Betreuer/innen der Bildungsdirektion). Wir dokumentierenunsere Entwicklung zur Digitalen Schule im Schulprofil und kommunizieren diese auch nachaußen. Wir beraten über die Einrichtung einer Steuerungsgruppe unter der Führung derSchulleitung, die die digitale Schulentwicklung am Standort koordiniert, Rahmenbedingungen und Ansprechpartner/innen für die schulinterne Unterstützungvon Kolleg/innen untereinander festlegt, sowie eine schuleigene Internet Policy bzw. entsprechende Punkte in der Hausordnungentwirft, die den Einsatz digitaler Endgeräte im Unterricht klar regelt.7 Wir legen fest, welche Lern- und Kommunikationsplattformen für Lehr-/Lern- undKommunikationsprozesse sinnvoll kombiniert werden.878siehe dazu auch die erklärenden Erläuterungen im Anhangsiehe dazu auch die erklärenden Erläuterungen im Anhang14

2. Infrastruktur, technische Betreuung Wir bestätigen, dass wir mit unserem Schulerhalter bezüglich des technischenHandlungsbedarfs Kontakt aufgenommen haben. Wir klären den Status der schuleigenen Infrastruktur im Hinblick auf die Teilnahme an derInitiative ab, um einen reibungslosen Einsatz der Geräte zu gewährleisten und stimmen unsmit dem/der IT-Verantwortlichen der Bildungsdirektion bzw. des Schulerhalters ab.Folgende Aspekte der Ausstattung berücksichtigen wir dabei: Breitbandanschluss plus ausreichende und performante Internet-Bandbreite nvorgesehenenUnterrichtsräumen W-LAN/LAN9 laufende Wartung und Instandhaltung dieser IT-Basis-Infrastruktur3. Pädagogik Wir streben eine aktive und didaktisch sinnvolle Nutzung digitaler Endgeräte mitschülerzentrierten Phasen des selbstgesteuerten Lernens und einer digital-inkludierendenFachdidaktik10 an. Darüber hinaus wollen wir jene Kompetenzen erzielen, die der Lehrplan für die VerbindlicheÜbung „Digitale Grundbildung“ vorsieht.4. Fort- und WeiterbildungWir verstehen unseren Weg zur Digitalen Schule als gemeinsamen Lernprozess. rechendeFort-undFort-undWeiterbildungsangebote, insbesondere den Distance Learning MOOC, zu absolvieren. Wir unterstützen einander gegenseitig nach dem Prinzip „eBuddy“ dabei, digitalinkludierende Fachdidaktik im Unterricht umzusetzen.119 siehedazu Checkliste für Infrastrukturausstattung des Standortssiehe dazu auch die erklärenden Erläuterungen im Anhang11 siehe dazu auch die erklärenden Erläuterungen im Anhang1015

5.2 Letter of Intent: Erklärende ErläuterungenInternet- und Handy-Policy des SchulstandortsWenn an einem Schulstandort das Internet oder mobile Endgeräte für Lehr- und Lernzweckeeingesetzt werden, ist es sinnvoll, Verhaltensvereinbarungen in der Schule zu verhandeln und zubeschließen. Zweck solcher Vereinbarungen ist die Festlegung von Richtlinien für die akzeptableund sichere Nutzung von Technologieressourcen und des Internets.Es sind in diesen Prozess die Schulpartner einzubinden: Lehrer/innen, Schüler/innen, aber auchErziehungsberechtigte. Dadurch werden die Verhaltensvereinbarungen eher verstanden undakzeptiert. Überlegen Sie auch gemeinsam Konsequenzen bei Regelverstößen.Ein Beispiel, wie eine Internet- und Handy-Policy in der Schule aussehen könnte, findet sich n-der-schule-aussehen/.Sinnvolle Kombination von Lern- und Kommunikationsplattformen am StandortEine große Herausforderung im Zusammenhang mit der der Covid-19 Pandemie und ernplattformenundKommunikationswerkzeuge pro Schulstandort: Auf der einen Seite haben Lehrer/innen mit Hilfevon einheitlichen Lernplattformen rasch und effektiv den Kontakt zu ihren le verwendet, was als nachteilig empfunden wurde.Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurden die Schulleitungen im Juni 2020 ersucht, einesinnvolle Auswahl bzw. Kombination von Lern- und Kommunikationsplattformen amSchulstandort zu treffen, in der es keine Doppelgleisigkeiten gibt und stets allen Beteiligten klarist, über welchen Kanal, welche Information übermittelt wird. (vgl. Aussendung mit der GZ 20200.376.370)Das Distance Learning Serviceportal begleitet Lehrer/innen mit zehn Kurzvideos und Anleitungendabei, die Lernplattform der Schule didaktisch sinnvoll zur Unterstützung des Lehrens undLernens einzusetzen: https://serviceportal.eeducation.at/.Checkliste für Infrastrukturausstattung des StandortsDie abgebildete Checkliste soll Ihnen dabei helfen, die am Schulstandort vorhandene ITInfrastruktur mit Ausstattungsempfehlungen für einen gelingenden Einsatz digitaler Endgerätezu vergleichen sowie mit dem/der IT-Verantwortlichen der Bildungsdirektion bzw. desSchulerhalters abzustimmen. In der linken Spalte der abgebildeten Tabelle finden sich dieMindestanforderungen für eine wirksame Nutzung der digitalen Endgeräte. In der rechten fallsausgehendvondenMindestanforderungen Optimierungen der IKT-Infrastruktur vorgesehen werden. Vorweg einekurze Erklärung der einzelnen Kategorien.16

Breitbandanschluss und ausreichende, performante Internet-BandbreiteDie Nutzung digitaler Endgeräte wird in vielen Unterrichtszenarien mit der Nutzung des Internetseinhergehen, sei es in der Arbeit mit einer Lernplattform oder für den Abruf von multimedialenLernmaterialien. Wenn viele Schüler/innen auf das Internet zugreifen, bedarf es einerausreichenden Bandbreite der Internetleitung zum Schulgebäude sowie einer entsprechendenhausinternen Möglichkeit, die zur Verfügung stehende Bandbreite tatsächlich auszunutzen. Dazuzählt ein entsprechender Providervertrag als organisatorische Grundvoraussetzung.In der untenstehenden Kalkulation der Bandbreiten ist mitbedacht, dass die hauptsächlicheNutzung des Internetzugangs durch die Schüler/innen der Digitalen Klasse(n) erfolgen wird, dassaber in eingeschränktem Ausmaß auch andere Schüler/innen einen Internetzugang zumfallweisen Erledigen internetbasierter Aufgaben benötigen werden. Je nachdem wie vieleSchüler/innen außerhalb der Digitalen Klassen über einen Zugang zum gleichen Netzwerkverfügen, sind entsprechende Puffer einzubauen.Inhouse-Basisinfrastruktur (Netzwerkverkabelung) und Ladeinfrastruktur in den vorgesehenenUnterrichtsräumenDie in das Schulhaus eingespeiste Internetanbindung muss im Gebäude über ausreichend schnelleLeitungen weitertransportiert werden, um in allen benötigten Räumen einen zuverlässigenZugang zum Internet zu gewährleisten. Auf diese Ausstattung beziehen sich untenstehendeEmpfehlungen.Weiters sollte es in den Räumen, in denen die Digitale Klasse arbeitet bzw. die Digitalen Klassenarbeiten, zusätzliche Möglichkeiten für die Stromversorgung der digitalen Endgeräte geben,wenngleich die Schüler/innen stets dazu angehalten sind, ihr digitales Endgerät in aufgeladenemZustand in die Schule mitzubringen.W-LAN/LANDer Zugang zum Internet erfolgt für Tablets und Notebooks üblicherweise via W-LAN, da dieseine größere räumliche Flexibilität der Nutzung der Geräte erlaubt, als die Anbindung via LANKabel. Wie schon die Inhouse-Basisinfrastruktur, müssen auch die Komponenten des W-LANs,wie etwa die Router, die das Internetsignal drahtlos verteilen, imstande sein, die benötigteInternet-Bandbreite zu verarbeiten bzw. zur Verfügung zu stellen. Außerdem empfiehlt es sichbei der Neukonzeption der W-LAN Infrastruktur, entsprechende Messungen vornehmen zulassen, um die idealen Standorte der W-LAN-Router zu bestimmen, da sich auch eine nichtoptimale räumliche Verteilung der W-LAN-Infrastruktur negativ auf die zur Verfügung stehendeInternet-Bandbreite auswirken kann.17

anbindung zum Schulgebäude und Providervertrag20 bis 30 Mbit pro Digitaler Klasse für den Anbindung an ACOnet (ggf. über EDUNETStartbzw. Einrichtungen im Bundesland) Wesentlich ist, dass für die erstenbeiden Digitalen Klassen mindestensjeweils 20-30 Mbit pro Klasse tatsächlichzur Verfügung stehen. Die 20 bis 30 Mbit pro Digitaler Klassesind nicht linear hochzurechnen. Dasheißt, zum Start mit zwei Klassen ist essinnvoll, dass für diese beiden Klasseninsgesamt 40-60 Mbit zur Verfügungstehen. Darüberhinausgehend sind je Schuleund Standort individuelle en, die sich u.a. amNutzungsverhalten und den baulichenGegebenheiten vor Ort orientieren. Zu berücksichtigen ist in diesemZusammenhang, ob Schüler/innen, dienicht in den Digitalen Klassen arbeiten,ebenfalls auf das gleiche Netzwerkzugreifen. Falls das der Fall ist, sindPuffer für Schüler/innen außerhalb derDigitalen Klassen, die die dieselbeInternetanbindung nutzen, vorzusehen.Andernfalls wird die Arbeit in denDigitalen Klassen erschwert.Anforderungen an Netzwerkverkabelung Erforderlich ist eine strukturierte Verkabelung durch das Schulgebäude,über Stockwerke bis in die einzelnenRäume (Lichtwellenleiter [LWL] inStockwerke, Kupfer gigabitfähig bis zum Raum).Es wird dringend empfohlen, nicht mehrzeitgemäße Netzwerk-VerkabelungenBei Neuverkabelung empfehlen wir dieKategorie CAT 7A / 1500 MHz / AWG22mit RJ45 CAT 6A Stecksystemen (wegenEignung IEEE 802.3 bt) vorzusehen.Bei einem Accesspoint sollen zweiNetzwerkanschlüsse und eine SchukoSteckdose vorgesehen werden, falls derAccesspoint nicht mit PoE (Power over18

zu ersetzen.Bitte beachten Sie auch etwaige vomBundesland festgelegte Standards fürVerkabelungen an den Pflichtschulen.Ethernet) versorgt ist.Anforderung an WLAN-Infrastruktur Jede Digitale Klasse muss über eine funktionierende W-LAN Abdeckung imKlassenraum verfügen.Als Mindeststandard für den AccessPoint empfehlen wir einen 802.11nStandard, besser wäre noch ein802.11ac-Standard. Bei der Neukonzeption der W-LANInfrastrukturempfiehltessich,Messungen vornehmen zu lassen, umdie idealen Standorte der W-LANRouter zu bestimmen

8 Initiative im Zuge der Schulanmeldung bewerben. Die Teilnahme der Schule an der Initiative Digitales Lernen kann genutzt werden, um die Schule im Zuge der Schulanmeldungen als Digitale Schule zu bewerben. Unterstützendes Informationsmaterial wird übe