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Klinikum Ingolstadt wird Business-AngelZwei Personalentwicklungsprogramme sollen den Nachwuchs fördernSimulierte Operationen im Klinikum IngolstadtÜbung macht den Meister optimale Versorgung der PatientenGeburtenzahlen im Klinikum Ingolstadt gestiegenErfreuliche Entwicklung im neu eröffneten MutterKindZentrumDas Journal des Klinikums IngolstadtAusgabe 1 I Januar 2008

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VorwortSehr geehrte Damen und Herren,liebe Leserinnen und Leser,im Sommer 2008 finden in Peking die Olympischen Spiele statt. Nicht nur Spitzensportlerbereiten sich auf dieses Highlight vor, auch chinesische Mediziner wollen ihr Wissen zur Behandlung von Besuchern und Teilnehmern erweitern. Der Deutsch-Chinesische TechnologieAustausch e.V. aus Grevenbroich ist deswegenmit der bisher einmaligen Bitte an das KlinikumIngolstadt herangetreten, zum Austausch internationaler Erfahrung vor allem im Bereich derOrthopädie zwei chinesische Ärzte in Ingolstadt aufzunehmen.Die aus der südchinesischen Region Guangxistammenden Mediziner schauten fast drei Monate dem Team der Orthopädischen Klinik unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Axel Hillmann über die Schulter. Besonders der OPBereich lag im Interesse der Besucher. Die beiden Chinesen freuten sich, eine gewisse Zeit inDeutschland verbringen zu dürfen, da das Landaufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft Erfahrung mit sportlichen Großveranstaltungen aufweisen kann. Ingolstadt sei in China bekannt, soDawei Xiong, der als Vertreter des DeutschChinesischen Technologie Austausch e.V. mitangereist war. Vor allem durch die Audi AG erfahre man von der für chinesische Verhältnissekleinen Stadt an der Donau.Auch in anderen deutschen Kliniken werdenHospitationen des Vereins durchgeführt. Heuersind insgesamt 36 chinesische Ärzte in Düssel-KlinikumJournal 1 I 2008dorf, Hannover oder eben Ingolstadt unterwegs.Sie wollen nicht nur die Abläufe in einem europäischen Krankenhaus kennenlernen, sondern auch mehr über die Vorgänge im OP unddie Behandlung in der Orthopädie in Erfahrungbringen. Selbst praktizieren dürfen Ärzte ausChina in Deutschland jedoch nicht. „Auch wennes sich bei den beiden Besuchern um bestensausgebildete Mediziner mit langjähriger Berufserfahrung handelt“, so Dawei Xiong dazu.Mit großem Interesse gewannen Xiao Yinan undLu Shenglin, die in China in der vom Tourismusgeprägten 6,4-Millionen-Stadt Nanning arbeiten, einen Einblick in die Arbeitsweise im Klinikum Ingolstadt. Ende Januar treten sie jedochschon wieder die Heimreise an: mit jederMenge neuer Erfahrungen und dem festen Ziel,Ingolstadt auch einmal privat einen Besuch abzustatten.Eine spannende Lektüre mit unserem aktuellenKlinikumJournal und alles Gute wünscht IhnenHeribert FastenmeierGeschäftsführerKlinikum Ingolstadt GmbH3GESCHÄFTSFÜHRERHeribert Fastenmeier

InhaltsverzeichnisLeitartikelKlinikum Ingolstadt wird Business-Angel5MedizinOperationen in Reiserklinik sind angelaufenSimulierte Operationen im Klinikum IngolstadtDer akute HerzinfarktGipsverbände für ein neues Leben7AktuellesSpende an die PalliativStation im Klinikum IngolstadtZwischen Patient und Medizin im Klinikum IngolstadtZivildienst im Klinikum IngolstadtKinder, Karriere, KlinikumKlinikum Ingolstadt bei EU-Projekt dabeiKüchen- und Kasinopersonal des Klinikums Ingolstadt spendetGeburtenzahlen im Klinikum Ingolstadt r28KontaktVerzeichnis31Klinikum von A bis Z32Impressum39Titelbild: Das Klinikum Ingolstadt beteiligt sich aktiv an der Förderung von NachwuchsmedizinernKlinikumJournal 1 I 2008

Leitartikel5Klinikum Ingolstadt wirdBusiness-AngelDas Klinikum Ingolstadt betätigt sich als „Business Angel“ in der Nachwuchsförderung: Dasgrößte Krankenhaus der Region bereitet derzeitzwei Personalentwicklungsprogramme vor, diejunge Medizinstudenten, Ärzte im Praktikumund Krankenpflegekräfte in ihrer Ausbildungfördern sollen. Die Geschäftsführung möchteso gut ausgebildete Nachwuchskräfte gewinnen. Zu diesem Zweck soll außerdem eineAußenstelle der Medizinischen und Pharmazeutischen Fakultät der rumänischen Universität Oradea in Ingolstadt entstehen, mit derbereits ein Austauschprogramm besteht.Die viel zitierte demografische Entwicklung betrifft die Kliniken in Deutschland gleich doppelt.Nicht nur, dass die Patienten immer älter undbestimmte Krankheitsbilder wie Diabetes immer häufiger werden, auch hinsichtlich derPersonalbeschaffung und -entwicklung stehendie deutschen Krankenhäuser vor großen Herausforderungen. Immer weniger junge und gutqualifizierte Arbeitskräfte sind auf dem medizinischen Arbeitsmarkt für die Kliniken verfügbar. Die Veränderungen auf dem Stellenmarktlassen sich schon an dem sehr umfangreichen Teil für Stellenangebote im „DeutschenÄrzteblatt“ erkennen, der ständig wächst. „DieAkquise von Jungmedizinern über das vorgeschaltete praktische Jahr in unserem Hause istnahezu unmöglich geworden“, sagt HeribertFastenmeier, Geschäftsführer des Klinikums.Die Situation dürfte sich zudem angesichtshoher Abbrechraten von etwa 40 Prozent inMedizinstudiengängen in Zukunft sogar nochverschärfen.am Klinikum eingerichtet werden. Das Angebotder Hochschule München verbindet eine praxisnahe Berufsausbildung in der Gesundheits- undKrankenpflege oder der Gesundheits- undKinderkrankenpflege, die in Zukunft auch amKlinikum stattfinden soll, mit einem umfassenden Bachelor-Studium. Damit besteht für dieStudierenden die Möglichkeit, bereits währenddes Studiums praktische Einblicke in den späteren Berufsalltag zu gewinnen und wichtigeErfahrungen zu sammeln.In den ersten drei Jahren beziehungsweisesechs Semestern wird parallel zum Teilzeitstudium in Blockform die Berufsausbildung ineinem Pflegeberuf absolviert. Der erste Studienabschnitt endet mit der staatlichen Prüfung inder Gesundheits- und Krankenpflege und demErwerb der Berufszulassung. Der zweite Studienabschnitt sieht ein Vollzeitstudium an derHochschule vor, endet mit der Bachelorarbeitund führt zum international anerkannten akademischen Grad „Bachelor of Science“ in Pflegewissenschaften. Darauf aufbauend kann zusätzlich ein Masterstudiengang absolviert werden. Am Klinikum soll für die Praxisausbildungder Bachelor-Studenten in Kooperation mit derMünchener Hochschule neben den bereits be-Das Klinikum Ingolstadt geht dieses Problemoffensiv an und bemüht sich mit einem „Business-Angel“-Programm aktiv um die Gewinnung und gute Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Das größte Krankenhaus der Regionlegt zwei Personalentwicklungsprogrammeauf, die im ärztlichen Bereich und in der Krankenpflege jungen Leuten eine attraktive Chancefür eine solide Ausbildung und gleichzeitig demKlinikum qualifizierte junge Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger sowie Mitarbeiter imärztlichen Bereich sichern sollen.Dazu soll ein Bachelor-Studiengang mit integrierter Berufsausbildung für KrankenpflegeKlinikumJournal 1 I 2008Für Studierende besteht die Möglichkeit, bereits während des Studiumspraktische Einblicke in den späteren Berufsalltag zu gewinnen

6Leitartikelstehenden sechs Ausbildungsklassen für Krankenpflege eine siebte neu eingerichtet werden.Ein zweites Programm richtet sich an Jungmediziner und Absolventen des praktischen Jahres(PJ). Das Klinikum beabsichtigt, Studierenden,die ihr praktisches Jahr im Klinikum absolvieren,eine Aufwandsentschädigung von monatlich 600Euro zu bezahlen und weitere Vergünstigungenwie kostenloses Essen, das Jobticket und günstige Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Außerdem bietet das Klinikum Jungmedizinern inZukunft nach einem Leistungsbewertungsverfahren während ihrer „strukturierten Weiterbildung zum Facharzt“ im Klinikum auch die Möglichkeit, an einem Studium der Akademie fürKrankenhausmanagement teilzunehmen. Dieses Studium schließt mit dem Titel „Krankenhausbetriebswirt“ bei der Akademie für Krankenhausmanagement (AKM) in Ingolstadt ab.Damit werden Nachwuchsmediziner in die Lageversetzt, sich neben ihrer medizinischen Tätigkeit auch betriebswirtschaftliches Wissen anzueignen, um in der modernen Klinikwelt sehrgute Start- und Aufstiegschancen zu haben.Denn die Zusatzausbildung vermittelt den Medizinern wichtige Kenntnisse in betriebswirtschaftlichen Fragen, die für Ärzte gerade inleitenden Funktionen immer wichtiger werden:z.B. die Steuerung der Patienten, das Aufnahme- und Entlassungsmanagement oderControlling. Nach Abschluss der Weiterbildungbesteht eine Verpflichtungszeit von bis zu dreiAls Business-Angel bietet das Klinikum Ingolstadt attraktive WeiterbildungsmöglichkeitenJahren im Klinikum. Derzeit beginnen die Verhandlungen mit der AKM. Bis spätestens Aprilsoll das Programm mit einem eigenen Semester gestartet werden. Das Klinikum übernimmtdabei alle Weiterbildungskosten und stellt dieStudierenden zur Hälfte der Studienzeit bezahltvon der Arbeitsleistung frei.„Die dramatischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, vor allem im Bereich der Ärzte,zwingen uns, neue Wege zu gehen“, erklärtFastenmeier. „Aus diesem Grund haben wirüberlegt, welche Anreize wir Jungmedizinernund PJ-lern bieten können, damit sie sich fürunser Haus entscheiden und im Klinikum bleiben.“ Eine dritte Maßnahme, die neben denFörderprogrammen aus diesen Überlegungenhervorgegangen ist, sieht eine erweiterte Kooperation mit der Fakultät für Medizin undPharmazie der Universität Oradea in Rumänienvor. Bereits heute besteht ein Austauschprogramm für Medizinstudenten mit der Universität. Nach den gemeinsamen Plänen solldie rumänische Universität in Zukunft eine Außenstelle in Ingolstadt einrichten, so dass derpraktische Teil des Studiums in Ingolstadtstattfinden könnte. Sollte die Außenstelle genehmigt werden, sollen 50 Studienplätze angeboten werden, die mit Stipendien und Reisekostenübernahmen unterstützt werden. Dievorklinischen Lehrveranstaltungen der erstenbeiden Studienjahre sollen in Oradea, dieklinischen Lehrveranstaltungen im drittenund vierten Studienjahr in Ingolstadt stattfinden.Mit den Berufsförderungsprogrammen und derKooperation mit der Universität Oradea schafftdas Klinikum als Business-Angel eine Symbioseaus geförderten, attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten für Nachwuchskräfte im medizinischen Bereich und dem eigenen Bedarf anjungen und gut ausgebildeten Pflegern und Ärzten. „Für uns hat eine fundierte Ausbildung derkünftigen Ärzte und Pflegekräfte einen sehr hohen Stellenwert“, erklärt Fastenmeier. „Umgekehrt engagieren sich die Studierenden in derAusbildungsphase in sehr hohem Maße für unsere Klinik. Deshalb wollen wir jungen Menschen in unserem Haus neue Chancen für einehochwertige Ausbildung und einen guten Berufseinstieg bieten und ein attraktiver Arbeitgeber sein“, erklärt der Geschäftsführer. Mitden neuen Programmen sieht er sein Hausauch für die Zukunft gut aufgestellt für dieschwieriger werdende Rekrutierung gut qualifizierter Nachwuchskräfte.KlinikumJournal 1 I 2008

Medizin7Operationen in Reiserkliniksind angelaufenDie Kooperation, die im Dezember 2007 im medizinischen Bereich in Ingolstadt angelaufen ist,ist so etwas wie eine ideale Ergänzung: Während das Klinikum Ingolstadt seit einiger Zeitangesichts der dauerhaft hohen Belegung immer wieder mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen hatte, waren in der Klinik Dr. Reiser Kapazitäten frei. Was lag also näher, als beidezusammenzubringen? Das dachte sich auchdas Bayerische Sozialministerium als zuständige Behörde und stieß Kooperationsverhandlungen über eine gemeinsame Nutzung der zurVerfügung stehenden Betten an mit Erfolg:Innerhalb weniger Wochen wurde man sich einig. Die Kooperation läuft bereits.Seit Dezember 2007 unterhält das Klinikum Ingolstadt eine eigene chirurgische Station imHaus des Kooperationspartners. Die Ärzte derdrei Chirurgischen Kliniken des Klinikums operieren und versorgen bereits Patienten auf der„ausgelagerten“ interdisziplinären Station desKlinikums in der Privatklinik im IngolstädterSüden. Und auch das Schlaflabor des Klinikumsist bereits in seine neue Umgebung umgezogenund profitiert von einer Erweiterung seiner Kapazitäten um zwei Plätze auf nunmehr sechsBetten. Das Schlaflabor verdeutlicht auch denAuslöser der Kooperation: Denn wie verschiedene andere Bereiche des Klinikums auch, wardas Schlaflabor, in dem Menschen mit Schlafstörungen elektrophysiologisch untersuchtwerden können, durch einen steigenden Bedarf an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen.Ähnliches galt beispielsweise auch für die chronisch vollen Operationssäle und das Zentrumfür psychische Gesundheit des Klinikums, dasein steigendes Patientenaufkommen registrieren konnte.Das Klinikum Ingolstadt brauchte also Platz,während die Klinik Dr. Reiser zwar über moderne, erst vor wenigen Jahren frisch renovierte Operationssäle und Patientenzimmerverfügte, aber mit den Einschnitten durch dieGesundheitsreform und die immer kürzereVerweildauer der Patienten zu kämpfen hatte.Jetzt haben sich beide zusammengetan: DasKlinikum führt nun unter eigener Regie eineinterdisziplinäre chirurgische Station mit rund20 Betten sowie das Schlaflabor in der KlinikDr. Reiser und ermöglicht seinem Koopera-KlinikumJournal 1 I 2008tionspartner dadurch eine Nutzung der freienKapazitäten. Den durch die Verlegung der chirurgischen Patienten im Klinikum frei werdenden Platz nutzt das Krankenhaus, um das Zentrum für psychische Gesundheit zu erweiternund eine eigene psychosomatische Station einzurichten.„Die Partnerschaft mit der Klinik Dr. Reiserermöglicht uns eine Entspannung der Belegungssituation im Klinikum“, erklärt HeribertFastenmeier, Geschäftsführer des Klinikums.„Ein weiterer Ausbau der Kapazitäten des Klinikums ist damit aller Voraussicht nach nichtmehr nötig. Denn durch die weitere Verkürzung der Verweildauer müsste sich eine weitere Entspannung der Belegung ergeben, die inunserem Haus zuletzt deutlich höher war als inden meisten anderen Kliniken.“ Auch der Geschäftsführer des neuen Kooperationspartnersist erleichtert über die Kooperation mit demKlinikum. „Das ist eine ideale Sache. Wir warenvon Anfang an dafür“, erklärt Dr. Silvano B.Reiser.Bisher beschränkt sich die Kooperation auf dieDas Klinikum Ingolstadt führt jetzt auch Operationen beim Kooperationspartner, der Klinik Dr. Reiser, durch

8Medizingemeinsame Optimierung der Belegung und dieNutzung von Serviceleistungen. Fest steht: DiePatienten des Klinikums werden weiterhin vonden Ärzten und Pflegern des Klinikums behandelt und versorgt. „Die Patienten können natürlich selbst entscheiden, ob sie auf unsererStation in der Klinik Dr. Reiser oder im Klinikumbehandelt werden wollen“, erklärt Fastenmeier. „Wir unterstützen sie gerne dabei.“ Auchder Kooperationspartner versorgt weiterhineigene Patienten in den verbleibenden 14 eigenen Betten.Auf der interdisziplinären Station des Klinikumsin der Klinik Dr. Reiser werden chirurgischePatienten der drei Chirurgischen Kliniken desKlinikums behandelt. Dabei sollen im Wesentlichen nur planbare Eingriffe durchgeführt werden. Das bringt einen entscheidenden Vorteilfür die Patienten: Denn die Notfälle, die häufigzu Verzögerungen im OP-Plan und zu Verschiebungen von Operationen führen, werden weiterhin im Klinikum behandelt, so dass sich diePatienten des Klinikums, die sich für eine Be-KostenlosesInfo-Telefon:handlung auf der neuen Station im IngolstädterSüden entscheiden, nicht nur über die helleund freundliche Atmosphäre der Privatklinikfreuen können, sondern auch auf verlässlicheOP-Termine.Als erfolgreich gilt eine Partnerschaft dann,wenn dabei Synergien entstehen, wenn alsobeide Seiten davon profitieren. Im Falle der Kooperation der beiden Kliniken ist das sicher so,auch wenn beide Seiten weiterhin getrennt voneinander behandeln. Auch der IngolstädterOberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann äußerte sich positiv über die Kooperation. DiePartnerschaft der beiden Kliniken verbesseredie wohnortnahe medizinische Versorgung derBevölkerung im Süden Ingolstadts. Unter diesem Gesichtspunkt könnte die Kooperation inZukunft sogar weiter ausgebaut werden. Erwerde sich dafür einsetzen, dass der Standortzum Notarztstandort ausgebaut werde, sagteLehmann. Ziel sei es, die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in Ingolstadt sicherzustellen.508 00 /7 18 19 1Wohnortnahe undqualifizierte RehabilitationDie m&i-Fachklinik Herzogenaurach bietet stationäre, teilstationäre und ambulanteRehabilitation sowie eine physikalische, ergotherapeutische, sprachtherapeutischeund neuropsychologische Ambulanz im Konzept eines modernen ologieNeuropsychologieAls Fachklinik für Physikalische Medizin und Medizinische Rehabilitation sind wir IhrPartner für individuelle und qualifizierte Behandlung, Therapie und Pflege.Innere MedizinKardiologieDie Fachklinik Herzogenaurach gehört zur m&i-Klinikgruppe Enzensberg und stehtin Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.In der Reuth 1 91074 Herzogenaurach Telefon 0 91 32 · 83 · 0 Telefax 0 91 32 · 83 · 30 [email protected] www.fachklinik-herzogenaurach.deKlinikumJournal 1 I 2008

Medizin9Simulierte Operationenim Klinikum IngolstadtÜbung macht den Meister das gilt auch undbesonders für die Medizin. Gerade in Extremsituationen, wie bei Notfallpatienten oder Komplikationen während eines Eingriffs, ist es wichtig, dass ein Team von Ärzten und Pflegern überviel Erfahrung verfügt, gut funktioniert und reibungslos zusammenarbeitet. Jeder muss wissen, was er zu tun hat, um den Patienten optimal zu versorgen. Aus diesem Grund sind in derNotfallversorgung Simulationsprogramme imKommen, die beispielsweise in der Luftrettungeingesetzt werden und bei denen die an derRettung Beteiligten ihr Verhalten und die Koordination in solchen Situationen trainieren. ImKlinikum Ingolstadt fand jüngst ein solcher Teststatt, der durchaus als einzigartig gelten darf:Die Anästhesisten des Hauses trainierten besondere Szenarien, die sich ihnen während desBerufsalltags stellen können und zwar während des laufenden OP-Betriebs.Die Narkoseeinleitung sowie die Stabilisierungund Kontrolle der Vitalfunktionen eines Patienten sind für die gut ausgebildeten Anästhesisten des Klinikums Ingolstadt Alltag und Routine. In den letzten 20 bis 30 Jahren haben sichin der Anästhesiologie Narkoseverfahren entwickelt, die nicht nur vergleichsweise schonendfür die Patienten sind, sondern auch sehr sicher. Neue Narkosemittel und neue technischeGeräte gewähren eine hohe Sicherheit und einestabile Einstellung der Vitalfunktionen des Patienten. Dennoch müssen die Mediziner daraufvorbereitet sein, dass es jederzeit zu Komplikationen, zum Beispiel durch allergische Reaktionen, kommen kann. Diese oder andere extremeSituationen bei Schwerstverletzten erfordernein rasches und sicheres Vorgehen der Anästhesisten.Um die Abläufe in solchen Stresssituationen zuoptimieren, hat das Institut für Anästhesie undIntensivmedizin im November ein so genanntes„Zwischenfalltraining“ durchgeführt. Bei demSimulationstraining wurden einen Tag lang verschiedenste Ausnahmesituationen trainiert, diesich den Anästhesisten im Alltag zwar seltenstellen, aber dennoch immer vorkommen können. Rund 30 Ärzte der Klinik und ebenfallsrund 30 Anästhesieschwestern und -pfleger unter der Leitung des Leitenden Anästhesiepflegers Roland Mayer probten in einem eigens da-KlinikumJournal 1 I 2008für vorbereiteten Operationssaal unter weitgehend realen Bedingungen den Ernstfall. Beispielsweise können Allergien auf bestimmteMedikamente beim Patienten zu einem Zuschwellen der Atemwege führen, so dass derTubus nicht mehr eingeführt werden kann. Wiereagiert man dann? Wer übernimmt welcheAufgaben? Wie kommuniziert man in solchenSituationen richtig und wie organisiert man dieverschiedenen Abläufe?„Solche Zwischenfälle sind sehr selten, aberimmer möglich“, erklärt Prof. Dr. Gunther Lenz,Direktor des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin. „Das Simulatortraining vermittelt einen sehr realitätsnahen Eindruck der simulierten Situationen.“ Den ganzen Tag übertrainierten Anästhesieteams in unterschiedlichen Zusammensetzungen quasi das „anästhesiologische Krisenmanagement“. Auch Lenz alserfahrener Chefarzt und „alter Hase“ mit großer Erfahrung in allen Bereichen der Anästhesie nahm an dem Simulationstraining teil. „Eswar für mich selbstverständlich, an dem Training teilzunehmen. Man lernt schließlich nieaus. Bei einem Simulatortraining hat man dieMöglichkeit, sich selbst aus einer anderen Perspektive zu sehen.“Genau darin sieht Mitinitiator Dr. Alfred Hünichen den Sinn des aufwendigen Trainings. Hünichen ist nicht nur als Facharzt für Anästhesieim Klinikum tätig, sondern ist auch Expertefür das so genannte „Crew Resource Management“. Das CRM beschäftigt sich mit Konzepten und Maßnahmen, wie die Patientenversorgung optimiert werden kann: die Umgebung,die zur Verfügung stehende Ausrüstung undalle beteiligten Personen müssen bestmöglichantizipiert, strukturiert genutzt und gemanagtwerden. Das Grundkonzept dafür stammt ausder Luftrettung, wo es bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird.In Zusammenarbeit mit dem Tübinger Patienten-Sicherheits- und Simulations-Zentrum (TüPASS) organisiert Hünichen regelmäßig Simulationstrainings, bei denen ärztliche Teams gemeinsam unterschiedlichste Szenarien der Patientenversorgung üben. Trainiert werden dabeineben den „technical skills“, also der Fähigkeit,bestimmte Tätigkeiten richtig auszuführen, bei-Prof. Dr. Gunther Lenz

www.geriatriezentrum.deNicht dem LebenJahre geben,sondern den JahrenLeben geben.Der Geriatrische Patient: Höheres Lebensalter; mindestens zweibehandlungsbedürftige Erkrankungen; geriatrische Syndrome (z.B. Immobilität,Sturzneigung u. Schwindel, Gebrechlichkeit, Schwerhörigkeit, Sehbehinderung,chronische Schmerzen, Depression, Fehl- u. Mangelernährung); hohes Risiko derEinschränkung der Selbständigkeit bis hin zur Pflegebedürftigkeit.Geriatrische Rehabilitation: „Den Jahren Leben geben !“Wann:Im Anschluss an einenKrankenhaus-Aufenthalt.Vorbeugend über eineAntragsstellung des Hausarztes.Warum:Zur Rückgewinnung einerselbständigen Lebensführungmit der Möglichkeit, wiedernach Hause zurückkehren zukönnen.Das Akut-Krankenhaus erstelltfür den Patienten einen Antragauf Geriatrische Rehabilitation(GRB-Antrag) zurGenehmigung durch dieKrankenversicherung.Zur Verhinderung oder zurVerminderung vonPflegebedürftigkeit,Sturzgefährdung, Immobilität etc.Wie:Der Hausarzt erstellt für denPatienten eine Verordnung vonmedizinischer Rehabilitation(Formular 61) zur Einreichung beider Krankenversicherung.

MedizinDas Klinikum Ingolstadt führt jetzt simulierte Operationen in Extremsituationen durchspielsweise einen Tubus zur Beatmung einesPatienten zu legen, auch Management-Fähigkeiten, bei denen es um Fragen der Führung,Planung und Organisation geht, aber auch dasTraining der menschlichen Faktoren, beispielsweise der richtigen Kommunikation in Stresssituationen.Vor allem der Aspekt der Teamsteuerung standdaher auch bei der Simulation im Klinikum Ingolstadt im Mittelpunkt: Denn gerade in Ausnahmesituationen geht es nicht nur darum, dasRichtige zu tun, sondern es auch schnell und imRahmen einer konzertierten Aktion aller Beteiligten zu tun. Anästhesieärzte, Schwestern undPfleger müssen perfekt harmonieren. „Das Besondere an der Simulation im Klinikum warnicht nur, dass wir die Simulation vor Ort undmit den Teams durchgeführt haben, die auchtagtäglich im Klinikum zusammenarbeiten,sondern vor allem, dass wir sie in den laufendenOP-Betrieb des Klinikums integriert haben“,erklärt Hünichen. „Das gab es in dieser Formnoch nie.“ Dadurch sei der Lerneffekt viel größer, der organisatorische Aufwand allerdingsauch erheblich höher.„Es war schon eine echte Herausforderung, dieSimulation in die OP-Planung zu integrieren,ohne dabei den laufenden OP-Betrieb zu stören“, erklärt Dr. Thomas Ramolla, OP-Managerdes Klinikums. „Wir haben einen zusätzlichenOP für die Simulation eingerichtet.“ Der Operationssaal 11 fungierte als Trainings-OP undwurde wie ein ganz normaler Operationssaal inden normalen OP-Betrieb eingegliedert. Der seidurch die Simulation überhaupt nicht gestörtworden, so Ramolla. Die Simulation war für dieÄrzte und Pfleger aus dem Bereich der Anästhesie damit beinahe so etwas wie ein normalerEinsatz zwischen den anderen Eingriffen desKlinikumJournal 1 I 2008Tages nur eben unter etwas anderen Bedingungen und mit einem „Dummy“ als Patienten.„Die Simulation war für uns ein wichtiger Beitrag zu mehr Patientensicherheit“, sagt Ramolla.Nach einer gemeinsamen Einführung durchHünichen und die Experten von TüPASS aus Tübingen, dem „Briefing“, folgte für die Teilnehmer die eigentliche Simulation. Dabei wurdenunterschiedlichste Szenarien durchgespielt,die sich einem Anästhesisten im Laufe seinesLebens stellen können, beispielsweise Komplikationen bei der Beatmung oder Herzinfarktevon Patienten, mit denen die Teilnehmer fertigwerden mussten. Eine sehr wichtige Funktionhatte das anschließende „Debriefing“, die ausführliche Nachbesprechung. Die ganze Simulation ist als Fortgeschrittenentraining angelegt,schließlich handelt es sich bei den Teilnehmernum erfahrene bis sehr erfahrene Anästhesisten, Schwestern und Pfleger. Einen „Lehrer“gibt es daher nicht, sondern nur „Instruktoren“,die die Teilnehmer anleiten. Sie besprechennach dem Ende der Simulation gemeinsam denAblauf des Tests, identifizieren selbst eventuelle Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten und lernen dadurch dazu.„Die Simulation ist sehr gut gelaufen“, resümiert Direktor Lenz. Fast sein gesamtes Teamhat abwechselnd an der eintägigen Simulationteilgenommen. Mit den Ergebnissen sei er sehrzufrieden. „Wir sind auch ein wenig stolz, dieseForm der Simulation hier gemacht zu haben.Das ist eine sehr wünschenswerte Sache.“ Aufgrund der guten Erfahrungen sei eine Neuauflage des Simulatortrainings im nächsten Jahrdenkbar, wenn die Geschäftsleitung das Projektweiterhin unterstütze.11

Reha-Zentrum Bad GöggingOrthopädie – Neurologie – Geriatrie – Innere Medizin – HNO-PhoniatrieDas Reha-Zentrum Bad Gögging besteht seit mehr als15 Jahren als Kompetenz-Zentrum für Rehabilitation.Unsere Schwerpunkte sind die Orthopädie, Neurologie, Geriatrie, Innere Medizinund HNO-Phoniatrie – eine in Deutschland einzigartige Kombination, die besonders für Patienten mit Mehrfacherkrankungen viele Vorteile bieten kann.Wir legen großen Wert auf Team-Arbeit. Gemeinsam entwickeln unsere Ärzteund Therapeuten Behandlungskonzepte, die auf jeden Patienten persönlichabgestimmt sind.Das Reha-Zentrum führt stationäre Heilverfahren (Reha), orthopädische Anschlussheilbehandlungen (AHB), neurologische Rehabilitationen der Phasen C und D undgeriatrische Rehabilitationsmaßnahmen (GRB) durch. Auch ambulante und teilstationäre Rehabilitation ist möglich. Auf Rezept können Sie auch unsere ambulantenAngebote für Krankengymnastik/Physiotherapie, Physikalische Therapie, Sprachtherapie/Logopädie und Ergotherapie nutzen.Wünschen Sie sich eine besonders gastliche Atmosphäre?Unser Angebot Komfort & Klinik verbindet medizinische Kompetenz mit demWohnkomfort eines Vier-Sterne-Hotels.Für Fragen stehen wir Ihnen am Servicetelefon gerne zur Verfügung.Reha-Zentrum Bad GöggingKaiser-Augustus-Straße 993333 Bad GöggingServicetelefon: 0800 / 201-2702www.reha-zentrum-bad-goegging.deE-Mail: [email protected]

Medizin13Der akute HerzinfarktFür Säuglingsnahrung geeignet.fü rdie ZubereitungKlinikumJournal 1 I 2008Prof. Dr. Conrad PfafferottgeeigBanetnDie zweite Referentin des Abends, Dr. ClaudiaBayer, ging in ihrem Vortrag auf die Erste Hilfebei einem Infarkt ein: Ruhe bewahren, sofortden Notarzt verständigen und jede weitere Aufregung vom Patienten fernhalten auf dieseAspekte ist zu achten. „Man sollte den Patienten nie alleine lassen. Nach einem HerzinfarktObwohl etwa ein Drittel aller Betroffenen über74 Jahre alt ist, richtete sich die Vortragsreiheauch an ein jüngeres Publikum. Denn zu denRisikofaktoren gehören Nikotinsucht, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, hoher Alkoholkonsum, Fehlernährung, Bewegungsmangel und nicht zu vergessen Stress. All dieseFaktoren sind längst nicht mehr nur dem Alterzuzuschreiben.voDie Veranstaltung richtete sich bewusst nichtan medizinisches Personal, sondern an alle Interessierten. Prof. Dr. Pfafferott begann denVortragsabend mit einer allgemeinen Einführung: „Was ist ein Herzinfarkt? Wie kann ichvorbeugen?“ Das sind Fragen, die ihm häufiggestellt werden und auf die er Antworten gebenkonnte. „Ich bin immer wieder erstaunt, wiegroß der Bedarf an Information auch bei einemfast schon alltäglichen Thema wie dem Herzinfarkt ist“, erklärt Prof. Dr. Pfafferott, der mitder Herzwoche im Klinikum Ingolstadt einemöglichst breite Öffentlichkeit ansprechenwollte. „Aufklärung ist dringend nötig“, weißder Direktor der Medi

komfortable Pflegezimmer und Betreutes Wohnen aktivierende und rehabilitierende Angebote in Einzel- und Gruppenbetreuung Hollercafé, Begegnungsraum, Fitnessraum, sonniger Garten mit Springbrunnen . Austausch e.V. aus Grevenbroich ist deswegen mit der bisher einmaligen Bitte an da