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Manuskript der Predigt über 2. Mose 13,20-22Seite 1 von 6Überlebenswichtig in Wüsten- ünd ÜbergangszeitenPredigt über 2. Mose 13,20-221Ein besonderes Jahr liegt fast hinter uns.Vieles lief ganz anders, als wir es vorher wissen oder auch nur ahnen konnten.Ein Jahr „wie noch nie“ könnte man mit vollem Recht sagen.Und so ist uns heute bewusster als bei vergangenen Jahreswechseln,wie unbekannt das Neue Jahr noch ist, das vor uns liegt.Viele hoffen auf die neue Impfung. Ob zurecht, wird sich noch herausstellen.Viele sehnen sich danach, dass es wieder „normal“ wird oder wenigstens „normaler“.Entscheidende Stimmen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sagen allerdings:Es wird nie wieder so wie vorher werden.Es wird keine Rückkehr zur „bisherigen Normalität“ geben.Das Weltwirtschaftsforum plant schon seit längerem einen globalen Reset –einen weltweiten Neustart. „Corona“ scheint das möglich zu machen oder notwendigund unabwendbar. Das würde grundlegende Veränderungen für alle bedeuten.Dafür gibt es große Visionen, die Verheißungsvolles versprechen:Ein Weg in eine bessere Welt, die integrativer, gerechter und respektvoller gegenüberMutter Natur sein wird.2 Ob das kommen wird?Und wenn ja: Wird das die große Verbesserung oder die große Verführung?Wir sind in einem Übergang. Nicht nur von 2020 – 21.Ich denke, man könnte die Corona-Pandemie auch unter dem biblischen Begriff einer„Plage“ fassen. Plagen betreffen größere Teile einer Bevölkerung.Sie können so etwas wie Heimsuchungen GOTTES sein:Warnzeichen, Vorboten des Gerichts, auch schon Gericht.Sie können Übergänge markieren.Wir denken an die 10 Plagen in Ägypten. Wir lesen davon im zweiten Buch der Bibel.Sie sollten den Trotz Pharaos brechen.Und sie waren Gerichte über ägyptische „Gottheiten“.Sie steigerten sich – bis etwas Neues geschah:Israel durfte – ja musste Ägypten verlassen und in sein verheißenes Land ziehen.Auf ähnliche Plagen stoßen wir im letzten Buch der Bibel.Sie steigern sich ebenfalls. Sie sollen im großen Stil zur Umkehr rufen.Leider wird die meist verweigert.3 So werden sie zu Vorboten des Endgerichts.Und danach kommt GOTTES neue Welt, in der alles gut ist.Auch hier markieren die Plagen einen Übergang.Ob Corona ebenfalls in diese Kategorie gehört?Virologen und andere kündigen schon weitere Pandemien an, die unausweichlich wären.Befinden wir uns an einem Wendepunkt?Ganz genau kann das niemand sagen! Erst hinterher sind wir schlauer.Wäre es klug, sich eventuell vorher schon schlau zu machen?Könnten wir dafür etwas aus der Bibel lernen oder müssten wir es sogar lernen?Israel war in Ägypten. Sie waren dem Hunger im eigenen Land entflohen.Nun konnten sie sich an Ägyptens Fleischtöpfen sattessen.1Wort für die Predigt zum Jahreswechsel / Silvester Reihe III, bis 2018 Reihe IV.Der Predigttext wird erst im Laufe der Predigt verlesen!2Siehe das Buch vom Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab mit Thierrey Malleret, COVID 19 – The„Great Reset“ Schwab/dp/29406311233Offb 9,20-21; 16,9- 11https://das-verkuendigte-wort.de Stephan Zeibig

Manuskript der Predigt über 2. Mose 13,20-22Seite 2 von 6Sie vermehrten und etablieren sich und lebten im Wohlstand.Nebenbei wurden sie nach und nach immer mehr versklavt.So lebten sie eine merkwürdige Doppelexistenz:Einerseits gut eingerichtet und im Wohlstand, zahlenmäßig stark.Andererseits in Bindungen und Unfreiheiten.Der Befreiung ging der Versuch voraus, ihre Bevölkerungszahl zu reduzieren:nicht durch Abtreibung vor der Geburt, sondern Tötung sofort nach der Geburt.Das sollte normal sein.Allerdings gab es auch Mütter und Hebammen, die sich der Kindstötung verweigerten.Danach begannen die ägyptischen Plagen.Schließlich verließen die Israeliten ihre angestammten, gewohnten Verhältnisse,mussten sie sogar verlassen.Könnte heute wieder etwas Ähnliches stattfinden?Für die Gemeinde von Jesus jetzt auch in Europa?Ob sie ihre Comfortzone verlassen muss,die zugleich eine sehr enge Bindung an die Welt bedeutet?Schauen wir erstmal weiter: Wo fand sich Israel wieder?In der Wüste! Da ist nichts mehr!Keine Fleischtöpfe mehr, keine Gaststätten, keine Läden, keine Wirtschaft.Urlaub in der Wüste ist auch nicht so prickelnd,blühende Landschaften sind dort eher selten.Öde, Leere und Mangel.Wie sehnten sie sich nach ihrer alten Normalität zurück! Immer wieder!Wie wurden sie immer wieder zornig auf ihren politischen Führer, Mose,der sie in diese Lage gebracht hatte!Immer wieder Demonstrationen dagegen, Aufbegehren, Rebellion, Murren.Wüstenzeiten sind in der Bibel Zeiten der Prüfungen.Und es sind GOTTES-Zeiten.In der Wüste sind wir zurückgeworfen auf uns selbst.Wir sind mit uns allein – und es wird sichtbar und hörbar,was so alles in unserem Herzen ist.In der Wüste sind wir Versuchungen ausgesetzt,mitunter auch den Angriffen finsterer Mächte.Und in der Stille der Wüste kann GOTT nahe kommen wie sonst nie:Es können Zeiten der intensivsten GOTTES-Begegnung werden.Wüstenzeiten: Das kann die größte Katastrophe bedeuten und die größte Chance.So wie eine Krise ins Verderben führen kann oder ganz Neues ermöglichen.4Wüstenzeiten sind immer entscheidende Zeiten.Sie können uns verändern zum Schlechten oder zum Guten.Israel in der Wüste.Die Gefahr ist, dass man dort nur im Kreis läuft und nur um sich selbst kreist.Aber GOTT hatte mit Seinem Volk etwas ganz anderes vor.Im vorgeschlagenen Predigtwort für heute lesen wir:Die Israeliten zogen aus von Sukkotund lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.20Sie die ursprüngliche Bedeutung von „Krise“ im Deutschen: Dieses Fremdwort wurde bei uns zuerst gebraucht, umden Scheitelpunkt einer Krankheit zu markieren, von wo aus es entweder besser wird oder das Leben zu Ende geht.4https://das-verkuendigte-wort.de Stephan Zeibig

Manuskript der Predigt über 2. Mose 13,20-22Seite 3 von 6Und der HERR zog vor ihnen her,am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen,und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten,damit sie Tag und Nacht wandern konnten.22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tagenoch die Feuersäule bei Nacht.21Zunächst waren sie noch im fruchtbaren, bewohnten Land, in Gosen –und nun ging es in die Wüste:Da war nichts mehr – außer – ER.Alles andere war ihnen genommen.Aber ER – verhüllt in Wolke und Feuer – wich niemals von Ihnen.Für GOTTES Volk gilt:Selbst wenn alles uns verlässt:GOTT ist da – ganz krisenfest.Es gibt Wegstrecken, da kennen wir uns aus.Da sind Markierungen, Straßen, Hinweisschilder.Aber manchmal sehen wir nichts mehr. Nicht mal mehr Wege.Normalerweise haben wir Landkarten.In der Wüste, wo’s nichts gibt, nützen die nicht allzu viel,da würde man nur eine gelbe Fläche sehen.Heute gibt’s zum Glück GPS und Navigationsgeräte.Und so etwas hatte Israel damals auch schon,allerdings einige Nummern und Dimensionen größerin Form einer Wolken- und Feuersäule.GOTT hat sie so zuverlässig in Sein verheißenes Land gebracht.Dass es länger dauerte als geplant, hing nicht an IHM,sondern an Ihnen, weil sie immer wieder abgehängt haben.Sie haben sich den Anweisungen GOTTES verweigertund wollten es selber besser wissen.Wir sind nicht Israel vor 3.500 Jahren.Aber es gibt auch in unserem persönlichen Leben Wüstenzeiten.Und jetzt lässt „Corona“ so einiges dahinschwinden.Dafür tritt manches zutage, was wir so bisher nicht vermutet hätten.So könnte man jetzt auch von einer „Wüstenzeit“ sprechen.Möglicherweise dauert die noch eine Weile an.Oder wird sogar noch schlimmer.Wüste bedeutet Mangel.Wüste macht sichtbar, was bisher im Herzen verborgen war.So ist „Corona“ auch eine Art Katalysator für Dinge, die bisher eher verborgen waren,aber nun plötzlich heftiger reagieren und sichtbar werden.Einiges wird da beschleunigt und intensiviert.Wüstenzeiten können Übergänge sein.Etwas wird anders. Es geht danach neu oder anders weiter.Wüstenzeiten gehören zu unserem Leben.Wir sollten ein JA dazu finden, uns den Herausforderungen stellenund die Chancen darin nicht verschwenden.Ob man den Ankündigungen und Versprechungen der Politikernun glauben kann und sollte – oder nicht:Es gibt da noch GOTT als den Herrn der Welt und Geschichte!https://das-verkuendigte-wort.de Stephan Zeibig

Manuskript der Predigt über 2. Mose 13,20-22Seite 4 von 6Es lockt da tatsächlich ein verheißenes Land!GOTT will, dass wir in unsere Berufung hineinkommen.Was braucht es dafür?Ich nenne jetzt nur 3 Dinge, die alle mit G beginnen: Gemeinschaft mit GOTTES VolkGOTTES Wort, das Richtung und Orientierung gibtGOTTES Geist, der konkret führt.Wüste bedeutet drastische Einschränkungen.Aber eines darf nicht eingeschränkt werden: Die Gemeinschaft mit anderen!Israel zog als Volk aus. Durch die Wüste kommt man nicht allein!Da ist man auf andere angewiesen!Und die Führung GOTTES, die im 2. Mosebuch geschildert wird,hat es nie für Einzelne gegeben, nur für das Volk insgesamt.5Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, die auf dem Weg mit GOTT und zu GOTT sind,ist in allen Zeiten unverzichtbar!Egal, wie die Herausforderungen sind:Wir müssen Wege finden, geistliche Gemeinschaft zu leben,und wenn es mit wenigen ist. Jesus spricht von 2 – 3 Leuten.6Und dafür ist ein reales, körperliches Zusammensein im selben Raum unverzichtbar.Virtuelle – und damit auch überwachte – Formen können das zwar ergänzenund manchen Mangel etwas ausgleichen.Aber sie sind kein Ersatz für echte Gemeinschaft.Und die brauchen wir für unser menschliches und geistliches Überleben!Zweitens ist GOTTES Wort unverzichtbar. Es zeigt die generelle Richtung an.Mose und die Israeliten wussten, wo es hingehen soll!Es brauchte in der Wüste nicht nur Nachrichten und Analysen und Statistiken darüber,wie viel Sand es gibt und und wie viel Steine, wie heiß es tags und wie kalt es nachts ist,welche Arten von Schlangen und Skorpionen sich dort aufhaltenund was es alles in der Wüste nicht gibt und was alles nicht mehr möglich ist.Wir brauchen auch in Corona-Zeiten nicht nur Corona-Nachrichten und Ähnliches!Wir brauchen grundlegende Orientierungen von GOTT her!Wir brauchen eine Perspektive von GOTT her!Die Bibel ist die notwendige Landkarte für unser Leben!GOTTES Wort ist absolut unverzichtbar, sonst kommen wir nicht heil durch!Aber 3. braucht es eben in der Wüste nicht nur Landkarten,sondern gerade da braucht es unbedingt Navigation!Es braucht eine Verbindung nach oben, um den Weg zu finden, wo kein Weg zu sehen istund diesen Weg gehen zu können.Es braucht GOTTES persönliche Führung.Dies geschah für Israel durch eine Wolken- und Feuersäule 24 Stunden am Tag.Dabei ist durchaus fraglich, ob diese Wolken- und Feuersäule tatsächlich für alle sichtbarwar!7 Möglicherweise brauchte es dafür ein eigenes Auge!Wolke und Feuer sind etwas Bewegtes.Sie sind deshalb DEM Lebendigen, dem Geist GOTTES, am ähnlichsten.5Siehe dazu den sehr ausführlichen und ebenso empfehlenswerten Kommentar (1098 Seiten) von Benno Jacob, DasBuch Exodus, Calver Verlag Stuttgart 1997, z.St.6Matth 18,207Siehe die ausführliche Begründung für diese Frage / These von Jakob zur Stelle, S. 396-397!https://das-verkuendigte-wort.de Stephan Zeibig

Manuskript der Predigt über 2. Mose 13,20-22Seite 5 von 6Sie drücken am ehesten sichtbar aus,dass GOTTES Geist8 GOTTES Volk persönlich führte.Und das brauchen wir ebenso!Wenn wir diese Führung nicht erleben und ihr nicht folgen,werden wir nicht heil durch diese Zeit kommen!Wir werden auch nicht zwischen guter menschlicher Führungund Verführung unterscheiden können.Und Verführung ist das Erste, wovor Jesus in der letzten Zeit warnt!Vor Verführung warnt Er auch häufiger als vor allem anderen!9Wir brauchen GOTTES Führung!In unserer Zeit nehme einiges an religiösem Aktionismus wahr,dazu viel Gleichförmigkeit mit der Welt,10aber wenig an Klarheit und Führung von oben, die gesucht und der gefolgt wird.Aber wenn ich in der Wüste einfach nur immer schneller laufe,um möglichst bald wieder in den grünen Bereich zu kommen,dann laufe ich u.U. nur schneller im Kreisund bin eher erschöpft und tot als am Ziel.Wir haben schon im weltlichen Bereich genug Hysterie und Aktionismus.Die mögen über das eigene Unvermögen hinwegtäuschen und ein gutes Gefühl geben.Gelöst wird so nichts.Wir brauchen Erlösung davon und GOTTES Führung.GOTTES Geist ist 24 Stunden am Tag da.Ich darf Ihn empfangen.Und dann braucht es Augen und ein Gespür für Ihn.Und Stille, um Sein Flüstern zu hören.Und dafür ist in der Wüste mehr Gelegenheit als sonst,wenn wir nicht dauernd unseren künstlichen Lärm machen,um die Fata-Morgana von einem Wohlfühl- und Wellneschristentum aufrecht zu erhalten.Um GOTTES persönliche Führung zu erfahren, braucht es ein inneres Hören –und nicht ein sich ständig von außen anstoßen und drängen lassen.Wir leben in speziellen Zeiten.Wir erleben Dinge, die in dieser Weise so noch nie da waren.Wenn wir da heil durchkommen wollen, sind mindestens 3 Dinge unverzichtbar: Gemeinschaft mit GOTTES Volk GOTTES Wort, das Richtung und Orientierung gibt GOTTES Geist, der konkret führt.GOTT will und wird das schenken!Nehmen wir es in Anspruch?(Mögliche Predigtlieder wären:58,8ff / 391, 1 4 / 395 / 409, 3-4 / 445,5)8Vgl. Jes 63,10-14!z.B. in Matth 24 immer wieder: Verse 4, 5, 11, 2410Vgl. Röm 12,2, möglichst im Urtext 9https://das-verkuendigte-wort.de Stephan Zeibig

Manuskript der Predigt über 2. Mose 13,20-22Seite 6 von 6GebetVater im Himmel,unsere Zeit steht in Deinen Händen,unsere Lebenszeit und alles, was uns begegnet.In allem willst Du uns begegnen.Du willst, dass wir Dich suchen und finden,dass wir Dich ehren und so selber heil werden.Wir danken Dir für das vergangene Jahr.Vieles war ganz anders.Danke, dass wir leben und Deine Hilfe und Bewahrungbis zu dieser Stunde erfahren konnten.Wir bringen Dir all unsere Unsicherheit und unsere Fragen,unsere Ängste und unsere Sorgen.Wir nennen Sie Dir in der Stille: Hilf uns, Deinen Willen und Deine Absichten zu erkennen!Hilf uns durch Deinen Geist zu empfangen,was Du gerade jetzt schenken willst.Und hilf uns, Deinen Willen zu tun!Schenke uns ein neues Hören auf Dein Wort!Zeige uns, wie wir Gemeinschaft mit anderen, die zu Dir gehören,leben können.Zeige uns als Gemeinde, was jetzt dran ist und was nicht.Wir bitten für die Leitung unserer Kirche und unseren Bischof,dass Du sie erleuchtest und führst durch Dein Wortso dass sie mit Mut, Kraft und Hoffnung die richtigen Schritte gehen und führen können.Wir bitten für unsere Regierung in diesen so herausfordernden Zeiten,dass sie Schaden abwenden und Gutes fördern können.Schenke Mut zur Wahrheitund lass auch immer wieder die Wahrheit ans Licht kommen,die Wahrheit, die frei macht.Wirklich gut wird erst alles, wenn Du selber eingreifst und kommstdurch Deinen Sohn Jesus Christus.So komme Dein Reich, das alles Unheil überwindet.Erfülle uns mit der Hoffnung und Freude auf Deine Erlösungund den neuen Himmel und die neue Erde, die Du schaffen wirst.(Darum beten wir gemeinsam: Unser Vater im Himmel ) Amen.https://das-verkuendigte-wort.de Stephan Zeibig

Plagen betreffen größere Teile einer Bevölkerung. Sie können so etwas wie Heimsuchungen GOTTES sein: Warnzeichen, Vorboten des Gerichts, auch schon Gericht. Sie können Übergänge markieren. Wir denken an die 10 Plagen in Ägypten. Wir lesen davon im zweiten Buch der Bibel. Sie soll