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Bericht des Vorstandsder AKHvorgelegt zur Delegiertenversammlung derArbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeindenvom 23. bis 25. November 2018 in Würzburg

Vorwort510Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH) ist der Zusammenschluss aller katholischen Hochschulgemeinden in Deutschland. Der Vorstand derAKH ist das beschlussfassende Organ, das die Belange der AKH zwischen denDelegiertenversammlungen vertritt. Seine Mitglieder werden auf der Delegiertenversammlung (DV) gewählt. Zum jährlichen Treffen der DV legt der Vorstand einenBericht vor, der umfassend über die Arbeit des Vorstandes im Zeitraum zwischen denDelegiertenversammlungen informiert, hier von der DV im November 2017 bis zurVorstandssitzung im September 2018. Der Zeitraum zwischen der Vorstandsitzung imSeptember und der Delegiertenversammlung wird soweit erforderlich durchTischvorlagen ergänzt. Der Bericht dient der Transparenz der Arbeit des Vorstandsund bildet die Grundlage für dessen Entlastung.Der Vorstand der AKH15 nimmt Initiativen aus den Gemeinden auf und unterstützt diese subsidiär, versucht Anregungen von Mitgliedern der DV umzusetzen, beobachtet kritisch hochschulpastorale und hochschulpolitische Entwicklungen, vertritt die Interessen der Gemeinden gegenüber dem Träger Forum Hochschuleund Kirche e.V. (FHoK) und nach außen gegenüber Institutionen (Ministerien u.ä.).2025Der einfacheren Lesbarkeit halber wird in diesem Bericht der BegriffHochschulgemeinde oder KHG verwendet. Hierbei sind alle Gemeindeformen imHochschulkontext eingeschlossen.2

chaft der katholischen Organisationen DeutschlandsAKHArbeitsgemeinschaft Katholischer gsgesetzBDASBund der Alevitischen Studierenden in DeutschlandBDKJBund der Deutschen Katholischen JugendBMFSFJBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendBSWBischöfliches Studierendenwerk MünsterDBJRDeutscher BundesjugendringDBKDeutsche BischofskonferenzDVDelegiertenversammlung der AKHESGEvangelische StudierendengemeindeFHoKForum Hochschule und Kirche e. V.GAGeschäftsführender Ausschuss der KHPJECIJeunesse Étudiante Catholique InternationaleJSUDJüdische Studierendenunion DeutschlandKAADKatholischer Akademischer Ausländer-DienstKHGKatholische HochschulgemeindeKHHKonferenz für Hochschule und HochschulpastoralKHPKonferenz für Katholische Hochschulpastoral in DeutschlandKJPKinder- und Jugendplan des BundesKSGKatholische t International des Étudiants CatholiquesMVMitgliederversammlung des FHoKRAKRegionaler Arbeitskreis OstRAMSARat muslimischer Studierender und AkademikerSHWSalzburger HochschulwochenVDDVerband der Diözesen DeutschlandsZdKZentralkomitee der deutschen Katholiken303

InhaltVorwort . 2Abkürzungsverzeichnis. 311.1Seminare, Bildungsveranstaltungen und regionale religiöse Veranstaltungen . 61.2Arbeitstagungen. 71.3Wintertreffen . 71.4Hospitation im Deutschen Bundestag . 81.5Salzburger Hochschulwochen. 91.6Regionale Vernetzung . 101.6.1 Region Nord – Nordlichter. 101.6.2 Region Ost – RAK. 101.6.3 Region Süd-Ost – Gipfelstürmer . 111.6.4 Region Süd-West . 111.6.5 Region West. 1251015234Weiterbildung des Ehrenamts . 16Struktur und Demokratisierung . 16Geschlechtergerechte Formulierung der Grundlagenpapiere . 17Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) . 17Positionspapier Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende . 17Solidaritätsbeitrag. 18Forum Hochschule und Kirche e. V. (FHoK) . 194.14.24.34.44.530Strukturprozess „Forum 2022 “ . 13Finanzen. 15Kooperation mit dem BDKJ . 15Weltliche und spirituelle Bildungsplanung . 15Beschlüsse der Delegiertenversammlung 2017 (DV). 163.13.23.33.43.53.62540Schwerpunktthemen. 132.12.22.32.42035Bildungsarbeit, Veranstaltungen und Verbandsarbeit . 6Mitgliederversammlung des FHoK (MV) . 19Vorstand des FHoK . 19Gespräch der Vorstände. 20Wissenschaftlicher Beirat. 21Geschäftsstelle . 215Konferenz für Katholische Hochschulpastoral in Deutschland (KHP) . 226Zusammenarbeit und Kontakte . 236.16.26.36.46.5AGKOD und ZdK . 23Bund der Alevitischen Studierenden in Deutschland (BDAS). 23Bundes-ESG . 24Bundesverband Katholischer Studentenwohnheime e. V. . 24Cusanuswerk . 254

6.66.76.86.957 Interna . 277.17.27.31015JECI-MIEC . 26Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) . 26Projektinitiative „Lebenswelten Studium“ beim Katholikentag 2018 in Münster . 26Rat muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA) . 27Personalentscheidungen . 27Zuständigkeiten innerhalb des AKH-Vorstandes . 28DV-Vorbereitung . 308Perspektiven für die weitere Arbeit des Vorstands . 309Anhänge . 319.1Agenda für die Arbeitsgruppe „Prozess Forum 2022 “ (Stand 15.06.2018) . 319.2Protokoll des Kick-offs . 369.3Vorlage Visionsarbeit . 429.4Stellungnahme BaWü . 439.5Stellungnahme NRW . 459.6Vergabekriterien für Mittel aus den Solidaritätsbeiträgen . 475

1 Bildungsarbeit, Veranstaltungen und Verbandsarbeit5101520Die rund 125 Katholischen Hochschulgemeinden in Deutschland unterstützen jungeMenschen im Umfeld der Hochschulen dabei, sich zu selbstbestimmten,eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Siebieten ihnen vielfältige Möglichkeiten an, sich in sozialen, kulturellen und politischenAktivitäten selbstorganisiert am Leben der Gesellschaft teilzunehmen. Weiter fördern siedie Entwicklung eines mündigen christlichen Glaubens und einer ganzheitlichenchristlichen Spiritualität und ermutigen junge Menschen, sich an der Gestaltung und amLeben der katholischen Kirche zu beteiligen.Als bundesweiter Verband unterstützt die Arbeitsgemeinschaft KatholischerHochschulgemeinden (AKH) diese Arbeit in subsidiärer Weise. Dies geschieht u. a.durch die Förderung des Informations- und Erfahrungsaustausches, die Koordinierungbundesweiter Aktivitäten, die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen in Politik,Gesellschaft und Kirche, die Durchführung von überregionalen Bildungsmaßnahmen unddie Förderung regionaler und bundesweiter spiritueller Angebote (siehe § 3 Satzung derAKH).Für ihre Tätigkeit im Bereich der Jugendverbandsarbeit wird die AKH durch dasBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen desKinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) finanziell gefördert. Aus den Fördermittelnwerden die nicht religiösen und nicht binnenkirchlichen Aktivitäten der AKH unterstützt.Die Förderung umfasst die Bezuschussung eines Teils der Personalkosten fürReferentinnen und Referenten und für Verwaltungsangestellte der Geschäftsstelle desForums Hochschule und Kirche e. V. (FHoK) sowie die Bezuschussung von Bildungsveranstaltungen („Kurse“ in der Terminologie des KJP) und Arbeitstagungen.251.1 Seminare, Bildungsveranstaltungen und regionale religiöseVeranstaltungen303540Die AKH konzentriert sich bei den bundesweiten Bildungsveranstaltungen auf Formate,die nur auf überregionaler Ebene angeboten und durchgeführt werden können, und diefür die Hochschulgemeinden insgesamt Impulse zur Förderung von gesellschaftlichem,kulturellem und politischem Engagement beinhalten. Dazu gehört das Wintertreffen, dasjährlich von einer anderen Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) ausgerichtet wirdund bundesweit Studierende und Hauptamtliche zusammenführt, die an einembestimmten gesellschaftspolitischen Thema interessiert sind (siehe 1.3). Ein zweiteslangjährig durchgeführtes Angebot ist das Hospitationsseminar im DeutschenBundestag, das einer Gruppe von mehr als 20 Studierenden einen einmaligen Einblick inden parlamentarischen Betrieb der Bundeshauptstadt ermöglicht (siehe 1.4). Zumzweiten Mal wird Ende September ein bundesweiter Chorworkshop angeboten, bei deman der Chorarbeit Interessierte in der Auseinandersetzung mit konkreten Musikstückenihre Kompetenzen im Bereich der Chorarbeit weiterentwickeln können.6

51015Das in den vergangenen Jahren mehrfach durchgeführte interreligiöse Seminar „DieSchätze des anderen heben“ ließ sich aus organisatorischen Gründen im November2017 nicht durchführen. Da der bisher für Konzeption und Durchführung federführendeHochschulseelsorger Dr. Martin Rötting (KHG LMU München) nicht mehr zur Verfügungsteht, konzipieren der Vorstand und die Geschäftsstelle das Format und dieKooperationsstruktur des interreligiösen Seminarangebotes neu.Der AKH-Vorstand befasst sich weiter mit der Frage, wie die Bildungsangebote erungundeineVernetzunggesellschaftspolitisch aktiver Hochschulgemeinden besser an den Bedürfnissen derbundesweiten Arbeitsgemeinschaft und der einzelnen Hochschulgemeinden ausgerichtetwerden kann.Im Bereich der religiösen Angebote konnte der AKH-Vorstand aus Mitteln des freiwilligenAKH-Solidaritätsbeitrages einige regionale Veranstaltungen fördern. Dazu gehörte auchdie traditionelle Rosenthalwallfahrt, dieses Jahr unter dem Titel (R)auszeit2018, derostdeutschen Studierendengemeinden. Von der vom AKH-Vorstand angedachtenbundesweiten Fahrt nach Taizé hat dieser aus Gründen der inhaltlich konzeptionellenAusrichtung der Woche für Junge Erwachsene in Taizé sowie personeller EngpässeAbstand genommen. Für das Jahr 2019 ist beabsichtigt, eine bundesweite Wallfahrt derHochschulgemeinden nach Rom durchzuführen.201.2 Arbeitstagungen253035Das förderrechtliche Format der Arbeitstagungen nutzt der AKH-Vorstand, um seineArbeit im Dienst der unter Kapitel 1 genannten Ziele der Arbeitsgemeinschaft zuentwickeln, zu planen und den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Neben denVorstandssitzungen führt der Vorstand im Frühjahr und im Herbst ein Arbeitsgruppentreffen durch, bei dem zusätzliche an bestimmten Themen interessierte Ehrenamtlicheoder Hauptamtliche aus den Hochschulgemeinden sowie Mitglieder von Ausschüssen,die die Delegiertenversammlung (DV) eingesetzt hat, teilnehmen können. Diegemeinsame Arbeit von mehreren Gruppen, die sich mit unterschiedlichen Themenbefassen, fördert den themenübergreifenden Austausch innerhalb der AKH und wirktsich befruchtend auf die Planungsarbeit aus.Für den Erfahrungsaustausch und die konzeptionelle Weiterentwicklung der Arbeit derHochschulgemeinden erweisen sich regionale Vernetzungstreffen in Form vonArbeitstagungen als ergiebig. Im Berichtsjahr haben in den Regionen Ost, Südwest undSüdost solche regionalen Treffen stattgefunden (siehe 1.6).1.3 WintertreffenUnter dem Titel Besser leben! Von Nachhaltigkeit und dem inneren Schweinehund trafensich gut ein Dutzend Haupt- und Ehrenamtliche aus Hochschulgemeinden aus ganz7

5Deutschland vom 12. bis 14. Januar 2018 in Vechta zum alljährlichen Wintertreffen. DasOldenburger Land bot sich als eine der größten fleischproduzierenden RegionenDeutschlands inhaltlich passend zum Thema an. Das traditionsreiche Veranstaltungsformat wurde trotz der langfristigen Erkrankung der Bildungsreferentin Maria Gondolfdurch Daniel Reichmann, der sie vertrat, und dank des großen Engagements der KHGOldenburg und der KHG Vechta ausgerichtet. Zudem begleitete der Bischöfliche Offizial,Weihbischof Wilfried Theising (Vechta), das Wintertreffen vor Ort.10In der Reflexion wurde vor allem hervorgehoben, dass das Wintertreffen bereicherndeProjektideen für die Programmplanung in der eigenen KHG bot. Die beiden externenAnwendungsbeispiele, Projekte auf Forschungsschiffen und traditionelle Landwirtschaft,fanden besondere Beachtung. Das Fest wurde diesmal durch nachhaltiges Grillen amCampus und Feuerzangenbowle in der Bischofswohnung ersetzt.15Der AKH-Vorstand stellt nach der Auswertung der Wintertreffen 2017 in Augsburg und2018 in Vechta fest, dass sich deutlich später als gewohnt Austragungsorte fanden undbeide Treffen spürbar geringere Teilnahmezahlen als üblich aufzeigten. Das veranlassteihn dazu, das Wintertreffen für das kommende Jahr, nachdem sich trotz stärkererBemühungen erneut Probleme bei der Vergabe abzeichneten, abzusagen.Hochschulgemeinden, die Interesse haben, in folgenden Jahren ein Wintertreffenauszurichten, werden gebeten, sich mit dem AKH-Vorstand in Verbindung zu setzen.201.4 Hospitation im Deutschen Bundestag253035Vom 18. bis 23. März 2018 ermöglichte die AKH zum 17. Mal die Hospitation imDeutschen Bundestag in Berlin, bei der dieses Jahr 23 interessierte studentischeTeilnehmerinnen und Teilnehmer eine Woche lang den Arbeitsalltag Abgeordnetermiterleben konnten. Die Woche in Berlin wurde von Dr. Veronika Niederhofer(Geschäftsstelle) und Lisa-Marie Singer vorbereitet und begleitet.Neben den Einblicken in die konkreten Arbeitsabläufe von Abgeordneten undAngestellten im Deutschen Bundestag, dem Verfolgen von Debatten in denAusschüssen und den Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft undMedien, machte ein vielseitiges Rahmenprogramm den Besuch in der Hauptstadt zueinem eindrücklichen Erlebnis.Bei einer lobbykritischen Stadtführung konnte die unmittelbare Nähe von einflussreichenVerbänden zu den verschiedenen Regierungsgebäuden aufgezeigt werden. Gleichzeitigkonnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen ersten Eindruck desRegierungsviertels in Berlin bekommen. Der Besuch im Jüdischen Museum mit einerAusstellung zur Situation der Stadt Jerusalem stellte einen wichtigen kulturellen Beitragdes Programms dar. Im Medienhaus des Springer-Verlags war das Gespräch mit einemVideojournalisten für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein spannenderProgrammpunkt, der aus deren Sicht in Zukunft ausgebaut werden sollte.8

5101520Daneben wurde auch die Vertretung der katholischen Kirche in der Hauptstadtthematisiert, was bei einem Besuch im Katholischen Büro und einer Morgenandacht mitPrälat Dr. Karl Jüsten durch ein sehr informatives Gespräch mit Kerstin Düsch,Referentin im Katholischen Büro, abgerundet wurde. Das Treffen mit Lisi Maier,Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) undMitglied im Vorstand des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), ermöglichte außerdem,die Komponente der Politik für Jugendliche und junge Erwachsene kennenzulernen.Ein weiterer Höhepunkt der Woche war das Treffen mit dem Bundestagspräsidenten Dr.Wolfgang Schäuble, der sich in einem sehr persönlichen Gespräch mehr als eine StundeZeit nahm, um mit den Studierenden über die aktuellen Herausforderungen in derBundes- und Europapolitik, über Veränderungen im Parlament und die Themen derZukunft zu sprechen. Auch über seine Beweggründe, sich in der Politik und derDemokratie zu engagieren, diskutierte er mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nichtzuletzt aus diesem Gespräch konnten die Teilnehmenden Inspiration, Motivation undAnregungen ziehen, sich auch selbst in Zukunft (stärker) politisch einzubringen, daspolitische Geschehen weiterhin aufmerksam zu verfolgen bzw. sich in unsererdemokratischen Gesellschaft zu engagieren.Die AKH kann dieses Jahr auf eine durchweg gelungene Veranstaltung zurückblicken,da sowohl von Seiten der Büros der Bundestagsabgeordneten, als auch von Seiten derTeilnehmerinnen und Teilnehmer sehr positive Rückmeldungen sowohl für das Formatals auch für die Inhalte gegeben wurden.1.5 Salzburger Hochschulwochen25303540Zu den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen (SHW) unter dem Thema Angst?kamen vom 30. Juli bis zum 5. August 2018 knapp 170 Studentinnen und Studenten undHochschulseelsorgerinnen und Hochschulseelsorger aus ganz Europa zusammen.Charlotte Dietrich (KHG Regensburg) vertritt die AKH im Direktorium der SHW. DieBewerbung der SHW im deutschsprachigen Raum wird durch die AKH unterstützt.Aufgrund der fehlenden Anfrage durch die Hochschulgemeinden verzichtet der Vorstandin der Bildungsplanung weiterhin auf die Durchführung eines Vorbereitungswochenendes.In diesem Jahr beschäftigte sich die Studienwoche mit dem Thema Angst. In Vorträgenwurde deutlich, dass welt- und innenpolitisch immer mehr Gruppierungen, Regierungenund Parteien die Ängste der Menschen ausnutzen, um den Willen von Wählerinnen undWählern in ihre Richtung zu beeinflussen. Aber auch die Lebenswelt der heimischen undinternationalen Studierenden würde immer stärker von Ängsten geprägt: die Angst, imStudium zu versagen; die Angst, vor Freunden und der Familie das Gesicht zu verlieren;die Angst vor einer ungewissen Zukunft trotz höchster Qualifikationen. Daher wurdebeispielsweise in Seminaren und in Workshops an den Themen Umgang mit Angst imStudienalltag und Was ist Angst und wie können Studierende diese bewältigen?gearbeitet.9

1.6 Regionale Vernetzung5Der AKH-Vorstand beobachtet mit großem Interesse die Entwicklungen in der regionalenVernetzung, insbesondere bezüglich Regionaltreffen und regionaler Wallfahrten. Dazuholt er Rückmeldungen bei den Regionaltreffen während der DV ein und benanntewieder Ansprechpersonen aus dem AKH-Vorstand für die einzelnen Regionen.10Von der satzungsmäßigen Möglichkeit der Regionen, ein sie vertretendes beratendesMitglied für die DV zu benennen, machten 2017 in Münster mit der Region Süd-Ost(Gipfelstürmer) und der Region Ost (RAK) zwei Regionen Gebrauch. Administrationsrechte für einen regionalen Teil auf der Homepage und/oder eines regionalenNewsletters ließ sich bislang noch keine Region einräumen.Für etwaige regionale Veranstaltungen und Initiativen stehen der AKH-Vorstand und dieGeschäftsstelle auch weiterhin beratend wie unterstützend – auch finanziell aus Mittelndes freiwilligen Solidaritätsbeitrags (siehe 3.6) – zur Verfügung.151.6.1 Region Nord – NordlichterIn der Region Nord hat, abgesehen vom Regionaltreffen bei der DV, kein weiteresTreffen stattgefunden.Ansprechpartnerin für die Region Nord im AKH-Vorstand war Caren Cürvers. SeitAnfang August übernimmt Henrik Wolframm diese Aufgabe.201.6.2 Region Ost – RAK253035Der RAK kommt für zwei Tagungen innerhalb des Berichtsjahres zusammen. Um einenregelmäßigen Austausch zu gewährleisten, werden die Tagungen terminlich im Januarund Oktober abgehalten. Ein zusätzliches Treffen findet zudem während der DV statt.Als zurzeit amtierende Sprecher sind Sophia Wagner (KSG Halle) und Hagen Müller(KSG Leipzig) für die Organisation und Durchführung der Tagungswochenendenverantwortlich. Zudem geben sie relevante Informationen an die Vertreter derostdeutschen KHGn weiter.Die Organisation und Durchführung des diesjährigen Fußballturniers übernahm die KSGPotsdam. Die sonst traditionell veranstaltete Rosenthalwallfahrt wurde in diesem Jahr ineinem neuen Rahmen aufgezogen. Ort und Zeiten blieben ähnlich, vor allem ändertesich der Veranstaltungstitel (R)auszeit, um dies zum Anlass zu nehmen, übergrundsätzliche Eckpunkte und inhaltliche Säulen dieser Veranstaltung nachzudenken.Darüber hinaus konnten wieder zahlreiche regionale Seminare im RAK-Gebietangeboten werden wie zum Beispiel ein ‚Entscheidungswochenende‘ für Studierendeund Junge Erwachsene sowie die Schweige-Exerzitien in Leipzig. Diese werden vonSchwester Claudia Valk (Studierenden-Seelsorgerin im Bistum Dresden-Meißen) geleitetund organisiert.10

Inhaltlich beschäftigte sich der RAK vor allem mit der Umstrukturierung der(R)auszeit2018. Hinzu kamen kontinuierliche Themen wie Studierendengewinnung fürdie KHGn sowie die Intensivierung regionaler Vernetzung.Ansprechpartner für die Region Ost im AKH-Vorstand ist Luise Felsmann.51.6.3 Region Süd-Ost – Gipfelstürmer1015202530Auf der DV 2017 traten die Hochschulgemeinden der Region Süd-Ost erneut zusammen.Dabei wurde hauptsächlich das erste Regionaltreffen im Sommer 2017 in Füssenreflektiert. Ebenso wie in Füssen wurde auch auf der DV 2017 bekräftigt, dass regionaleVernetzung hinsichtlich Kompetenz- und Erfahrungsaustausch und Kontaktpflege denBedürfnissen der Hochschulgemeinden der Region entspräche.Auf Initiative der KHG Würzburg wurde bereits auf der DV 2017 für ein Regionaltreffeneingeladen, das vom 15. bis 17. Juni 2018 in Würzburg stattfand. Thematischbeschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei unter dem Titel WelchenWein schenkt ihr ein? mit dem Verhältnis von Religionen am Campus. Neben denthematischen Blöcken bot das Wochenende, viel Raum für den direkten Austausch überaktuelle Entwicklungen, Themen und Probleme in den einzelnen Hochschulgemeindenund auch Freizeitaktivitäten – eine Wanderung durch die Würzburger Weinberge mitanschließender Weinprobe – kamen nicht zu kurz.Trotz der frühzeitigen Bekanntgabe des Termins und der engen Orientierung an denWünschen der Region, fiel die Resonanz mit insgesamt neun Teilnehmerinnen undTeilnehmer deutlich geringer aus als erwartet. Hinzu kommt, dass davon neben der KHGWürzburg nur zwei weitere Gemeinden vertreten waren. Da gleichzeitig von allenAnwesenden das Treffen jedoch sehr geschätzt wurde, steht zur Diskussion, in welcherForm die regionale Vernetzung in der Region Süd-Ost weiter an den Bedürfnissen derGemeinden und gleichzeitig unter angemessenem Einsatz von Ressourcenweiterentwickelt werden kann. Alle Hochschulgemeinden der Region wurden dazu imNachgang des Gipfelstürmertreffens in Würzburg über die Geschäftsstelle befragt. DieRückmeldungen sollen im Rahmen des Regionaltreffens auf der DV 2018 diskutiertwerden.Die Facebookgruppe der Teilregion Franken KHG Franken besteht weiterhin,verzeichnet aber seit mehreren Jahren keine Aktivitäten.Ansprechpartner für die Region Süd-Ost im AKH-Vorstand ist Stephan Köser.351.6.4 Region Süd-WestVom 18. bis 21. März 2018 fand ein Regionaltreffen mit 25 Teilnehmenden aus sechsverschiedenen Hochschulgemeinden zum Thema Rhetorik – werteorientiert überzeugen11

51015statt. Als Referent war Prof. Dr. Alberto Gil (Universität des Saarlandes) eingeladen. Erführte in die Thematik ein und vertiefte sie im Laufe des Seminars mit praktischenEinheiten. In konkreten Übungen konnten die Teilnehmenden die gewonnenenEinsichten am Beispiel von Sprechübungen und Kurzvorstellungen ausprobieren. DieVeranstaltung war sehr gelungen und das Feedback der Teilnehmenden war einhelliggut. Der Ort, die Unterkunft, das Essen und die Willkommenskultur der KHGSaarbrücken gefielen sehr und auch der Dozent wurde ausdrücklich gelobt. Es gelangihm, mit seiner hohen Sachkompetenz den Erwartungen der Teilnehmerinnen undTeilnehmer zu entsprechen und sein Thema spannend und sehr praxisbezogenvorzubringen.Manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer meldeten zurück, sie hätten statt in einerJugendherberge lieber direkt in den Räumen der KHG übernachtet, um nicht immer hinund herfahren zu müssen und um mehr Zeit für die Gruppe zu haben.Teilnehmende zweier Hochschulgemeinden (Karlsruhe und Konstanz) erklärten, sich fürein nächstes Treffen im kommenden Jahr einsetzen zu wollen.Ansprechpartner für die Region Südwest im AKH-Vorstand ist Franz-Josef Dobelmann.1.6.5 Region West202530Das Regionaltreffen im Rahmen der DV 2017 in Münster entwickelte sich atmosphärischdeutlich entspannter und vom Ablauf her entschieden stringenter als bisherige Treffen. Inerster Linie lag das an der Integration des Regionaltreffens in den thematischinhaltlichen Teil der DV. So wurde die konzeptionelle Ergänzung, es alsregionenspezifische Austauschplattform über inhaltliche Fragestellungen aus demPlenum zu nutzen, als willkommene Gelegenheit empfunden, unverkrampft und ohne diesonst übliche selbstreferenzielle Überfrachtung miteinander ins Gespräch zu kommen.Hilfreich war nach Auffassung vieler auch die dem Konzept zugrundeliegende, vonvornherein feststehende und gestellte Moderation.Während der DV 2017 problematisierten die Anwesenden sowohl das Phänomenfremdenfeindlich geprägter Straßenzüge in Teilen Dortmunds, als auch strukturelleBesonderheiten in der Verfasstheit der KSG Jülich.Zusätzlich zu dem Regionaltreffen während der DV fand im Berichtszeitraum keinweiteres statt.Ansprechpartner für die Region West im AKH-Vorstand ist Daniel Reichmann.3512

s „Forum 2022 “Die Berichtslegung bezieht sich auf die Entwicklungen im Strukturprozess seit der DV2017 in Münster. Für alle weiteren Informationen verweist der Vorstand u. a. auf die DVBerichte 2016 und 2017.Bereits vor der DV 2017 konnte durch Dr. Peter Krawczack, 3. Vorsitzender des FHoK,ein Kontakt zur unabhängigen Moderatorin und Organisationsentwicklerin, Dr. BettinaJanssen, aus Köln hergestellt werden. Bei einem ersten Gespräch zwischen ihr, dem 1.Vorsitzenden des FHoK, Peter Blümel, und Peter Krawczack erklärte sie sich bereit, dieAufgabe der Begleitung des Prozesses für das Forum zu übernehmen. Um dengesamten Prozess auf ein sicheres Fundament zu stellen, wandte sich Peter BlümelAnfang November 2017 an die Vorsitzenden der Konferenz für KatholischeHochschulpastoral in Deutschland (KHP), Jürgen Hünten, und der AKH, Stephan Köser,um mit ihnen über das Format und die Ausrichtung des Verfahrens zu sprechen. DerVorsitzende der KHP stimmte einem baldigen Kontraktgespräch zu. Stephan Köser erbatmehr Zeit für eine Zusage: Einerseits, da diese langfristige, bindende und wichtigeEntscheidung vom gesamten AKH-Vorstand zu fällen sei und andererseits, weil die Wahldieses Vorstandes auf der DV 2017 kurz bevorstand. Nach der konstituierenden Sitzungim Dezember konnte auch der wiedergewählte AKH-Vorsitzende auf Grundlage einesBeschlusses des neuen Vorstandes der ursprünglichen Anfrage bezüglich einesKontaktgesprächs mit Dr. Bettina Janssen zusagen. Ein solches wurde für Ende Januaranberaumt, an dem Henrik Wolframm als Vertreter von Stephan Köser teilnahm.Im Maternushaus in Köln wurde vereinbart, dass man für die Arbeitsgruppe Forum2022 (im weiteren auch Think Tank genannt) eine Steuerungsgruppe zur Planung derSitzungen einsetzen würde, die sich aus den Vorsitzenden des FHoK, der KHP und derAKH sowie Dr. Bettina Janssen zusammensetzen solle. Vor allem die Moderatorinmachte darauf aufmerksam, dass die drei Vorsitzenden in dieser Steuerungsgruppegleichberechtigt agieren sollten, u

Hochschulseelsorger Dr. Martin Rötting (KHG LMU München) nicht mehr zur Verfügung 5 steht, konzipieren der Vorstand und die Geschäftsstelle das Format und die Kooperationsstruktur des interreligiösen Seminarangebotes neu. Der AKH-Vorstand befasst