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Gestaltung vonFragebögen

Inhalt PrinzipiellesFormulieren von FragenAntwortkategorienKodieren von FragebögenErhebungsbögen(Case Record Forms)

Prinzipielles

Prinzipielles zu FragebögenStudienzielBevor Fragen formuliert werden, mussdas Studienziel genau definiert werden.Die Auswahl der Frageitems muss sichstrikt am Studienziel orientieren.Das Studienziel sollte möglichstfokussiert sein.

Prinzipielles zu FragebögenStandardfragen Geschlecht, Alter, Gewicht und Körpergrößesollten bei allen medizinischen Studienerhoben werden.

Prinzipielles Offene Fragen:Antwortkategorien sind nicht vorgegeben „Wie zufrieden sind Sie mit der Zahnbehandlung?“ Geschlossene Fragen:Antwortkategorien werden vorgegeben „Wie zufrieden sind Sie mit der Zahnbehandlung?“O sehr zufriedenO zufriedenO weniger zufriedenO nicht zufriedenFür die statistische Auswertung sind nur geschlossene Fragen, oderoffene Fragen, deren Antworten nachträglich kategorisiert werden,geeignet.

PrinzipiellesFilterfragenum überflüssige Fragen zu vermeiden1. Rauchen Sie?O Nein - weiter mit Frage 2O JAWenn Ja: Mit welchem Alter haben Sie mit demRauchen begonnen?

Prinzipielles zu FragebögenDer Befragte muss die Antwort wissen Falsch: „Wann hatten Sie den erstenkariösen Zahn?“ „Haben Sie aufgehört zu Rauchen?“Wie soll jemand antworten, der aufgehörtund wieder angefangen hat?

Prinzipielles zu FragebögenDie Reihenfolge der Fragen beachten Die erste Frage soll Interesse wecken Einfache und allgemeine Fragen zuerst Ähnliche Fragen gruppieren(Überschriften) Demografische Fragen am Ende desFragebogens (oder Anfang?) Persönliche Fragen und emotionelleFragen am Ende des Fragebogens.

Prinzipielles zu FragebögenPersönliche Fragen Sehr persönliche Fragen nur dann stellen,wenn dies unbedingt notwendig ist. In sensiblen Bereichen die Anonymitätgewährleisten (z.B. statt demGeburtsdatum nur das Geburtsjahrabfragen)

Prinzipielles zu FragebögenFragen zur Überprüfung der KonsistenzeinfügenZweimal den gleichen Sachverhalt (mitverschiedenen Fragen) abfragen um dieErnsthaftigkeit der Antworten zu überprüfen.„Womit reinigen Sie Ihre Zähne?(Mehrfachnennungen möglich)O Zahnbürste O Zahnpasta O Anderes„Verwenden Sie Zahnseide?“

Prinzipielles zu FragebögenNicht zu viele FragenJe kürzer der Fragebogen, desto höherdie Responserate.Durch geschicktes Layout, kann derFragebogen optisch verkürzt werden

Prinzipielles zu FragebögenEin schönes Layout des Fragebogensist wichtig. Unübersichtliche Fragebögen führen zuFehlern Optisch anspruchsvolle Fragebögenerhöhen die Motivation beim Befragten Qualitativ hochwertiges Papier verwenden

Prinzipielles zu FragebögenTest des Fragebogens (Pilot) Werden die Fragen verstanden? Treffen die Fragen auf alle Befragten zu? Gibt es Fragen, die nicht beantwortetwerden? Wie lange dauert das Beantworten derFragen? Gibt es Fragen, die alle gleichbeantworten?

Formulieren vonFragen

Formulieren von Fragen Einfache SpracheKeine Fremdwörter oder technischeFachausdrücke, der Zielgruppeanpassen Kurze FragenLange Fragen sind oft unklarNebensätze werden nicht gelesen.

Formulieren von FragenPro Frage nur ein ThemaFalsch: „Sind Sie dafür Selbstbehalteeinzuführen und die Versicherungsbeiträgezu senken?“

Formulieren von FragenKeine suggestiven Fragen Die Frage darf keine Argumente enthalten.Falsch:“Soll die erfolgreicheGesundheitspolitik der Regierungweitergeführt werden?“ Die Frage soll keine Autoritäten zitierenFalsch: „Die Ärztekammer empfiehlt 2xjährlich zum Zahnarzt zu gehen. Wie oftgehen Sie?“

Formulieren von FragenSubjektive Begriffe vermeidenAdjektive wie „gut, schlecht, angemessen“bedeuten für jeden etwas anderes.Falsch: „Trinken Sie regelmäßig Alkohol?“(„regelmäßig“ ist nicht eindeutig)

Formulieren von FragenKeine doppelte VerneinungFalsch: „Das Implantat verursacht keineSchmerzen“O Ja O Nein

Formulieren von FragenMöglichst exakte InformationenabfragenStatt „Geben Sie Ihre Größe an:“O 0-150 cm O 151-170 cm O 170 –190 O 190„Körpergröße: cm“

Antwortkategorien

AntwortkategorienFragen mit disjunkten Antwortkategorien“Ihr Geschlecht:“O männlichO weiblich„Wie zufrieden sind Siemit der Zahnbehandlung?“O sehr zufriedenO zufriedenO weder zufrieden noch unzufriedenO weniger zufriedenO nicht zufrieden

AntwortkategorienFragen mit Mehrfachnennungen„An welchen der folgenden Krankheitenleiden Sie?“ (Mehrfachnennungen möglich)Ja NeinO O DiabetesO O BluthochdruckO O Rheuma

AntwortkategorienVollständige Antwortkategorien Befragte, die Ihre Antwort nicht finden ,geben falsche Antworten oder werdenfrustriert. Evtl. Kategorien wie „weiß nicht“, „keineMeinung“ oder „anderes“ hinzufügen.

AntwortkategorienAusgewogene Antwortkategorien„Wie empfinden Sie das Tragen der Zahnspange?“Falsch:O sehr unangenehmO angenehmO sehr angenehmRichtig:O sehr unangenehmO unangenehmO weder angenehm noch unangenehmO angenehmO sehr angenehm

k sollte im Zahnmedizinstudium mehr Gewichtbekommen.“O bin stark dafürO bin eher dafürO bin weder dafür noch dagegenO bin eher dagegenO bin stark dagegen.

AntwortkategorienVisual Analog Scale„Markieren Sie einen Punkt auf derGerade um Ihren Schmerz rSchmerz

AntwortkategorienAngabe von EinheitenBei Fragen nach Häufigkeit, Dauer, Größe,Gewicht, etc. muss eine Einheit angegebenwerden. Falsch: „Wie oft benutzen Sie Zahnseide?“ Richtig: „Wie oft haben Sie in der letztenWoche Zahnseide benutzt?“

AntwortkategorienReihenfolgeJe länger die Liste derAntwortkategorien, desto größer ist derEinfluss der Reihenfolge

AntwortkategorienFragen unterschiedlich polenDie allgemeine Tendenz zu „Ja“ Antworten kann zuVerzerrung führen.„Ich bin mit der Zahnbehandlung zufrieden.“„Die Wartezeiten sind zu lang“

Kodierung

Kodierung des Fragebogens Jeder Fragebogen soll eine eindeutigeNummer haben. Die Nummer muss auf jedeSeite aufgedruckt werden. Fehlende Werte Nicht einfach mit „0“ kodieren Das entsprechende Feld frei lassenoder einen eigenen Kode für „fehlend“ einführen Fehlende Werte können auch Informationenthalten

Kodierung des FragebogensSind die Antwortkategorien disjunkt, so wird fürjede Kategorie ein Code vergeben:Geschlecht:O männlich (0)O weiblich (1)„Wie zufrieden sind Siemit der Zahnbehandlung?“O sehr zufrieden(1)O zufrieden(2)O weder zufriedennoch unzufrieden (3)O weniger zufrieden (4)O nicht zufrieden(5)

Kodierung des FragebogensSind die Antwortkategorien nicht disjunkt(Mehrfachnennungen), so ist für jedeAntwortmöglichkeit eine eigene Variablevorzusehen:„An welchen der folgenden Krankheitenleiden Sie?“JaOOONeinO DiabetesO BluthochdruckO RheumaJa (1) Nein (0)

Kodierung des Fragebogens Visual Analog Scale0mmKeinSchmerz26mm100 mmStärkstervorstellbarerSchmerz Eine „runde“ Länge der VAS Skala erleichtertAuswertung und Interpretation.

DatentabellePatNr Geschlecht Zufriedenheit Diabetes Bluthochdruck Rheuma Schmerz1031102621400167311011100LegendeGeschlecht: 0 männlich, 1 weiblichZufriedenheit: 1 sehr zufrieden, 2 zufrieden,3 weniger zufrieden, 4 nicht zufriedenDiabetes,Bluthochdruck,Rheuma:1 Ja, 0 NeinSchmerz:0-100

Quelle pdf/f1.pdf

BeispieleQuelle: bogen.pdf

Quelle: ork/papers/infzimb/appndx.htm

Datenerhebungsbögen

Datenerhebungsbögen In klinischen Studien werden die Datenvon Patienten mit sogenanneten „CaseRecord Forms“ (CRFs) erhoben. Pro Patienten sind das typischerweiseviele Seiten. Für das Design von CRFsgelten ähnliche Richtlinienwie für Fragebögen.

Beispiel CRF

Beispiel CRF

International SARS Case Report FormQuelle: rm-sars.pdf

Quellen und ww.tele.sunyit.edu/TEL598sur.htmlCase Record for%20CD/19%20Case%20Report%20Form%20Design.pdf

abfragen) Prinzipielles zu Fragebögen Fragen zur Überprüfung der Konsistenz . Je kürzer der Fragebogen, desto höher die Responserate. Durch geschicktes Layout, kann der . PatNr