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Bericht über Solvabilität undFinanzlage 2016 (SFCR)R V Lebensversicherung AG

R V Lebensversicherung AGRaiffeisenplatz 1, 65189 Wiesbaden, Telefon 0611 533-0Eingetragen beim Amtsgericht Wiesbaden, HRB 7629, gegründet 1989Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR)Stichtag: 31.12.2016

INHALTZUSAMMENFASSUNG . 3ABCDGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND GESCHÄFTSERGEBNIS . 5A.1Geschäftstätigkeit .5A.2Versicherungstechnisches Ergebnis.7A.3Anlageergebnis .8A.4Entwicklung sonstiger Tätigkeiten . 10A.5Sonstige Angaben . 10GOVERNANCE-SYSTEM . 11B.1Allgemeine Angaben zum Governance-System . 11B.2Anforderungen an die fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit . 18B.3Risikomanagementsystem einschließlich der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung . 20B.4Internes Kontrollsystem . 23B.5Funktion der internen Revision . 24B.6Versicherungsmathematische Funktion . 25B.7Outsourcing . 25B.8Sonstige Angaben . 26RISIKOPROFIL . 27C.1Versicherungstechnisches Risiko . 27C.2Marktrisiko . 31C.3Kreditrisiko . 33C.4Liquiditätsrisiko . 34C.5Operationelles Risiko . 35C.6Andere wesentliche Risiken . 35C.7Sonstige Angaben . 35BEWERTUNG FÜR SOLVABILITÄTSZWECKE . 36D.1Vermögenswerte . 37D.2Versicherungstechnische Rückstellungen . 43D.3Sonstige Verbindlichkeiten . 47D.4Alternative Bewertungsmethoden . 48D.5Sonstige Angaben . 52

EKAPITALMANAGEMENT . 53E.1Eigenmittel . 53E.2Solvenzkapitalanforderung und Mindestkapitalanforderung . 56E.3Verwendung des durationsbasierten Untermoduls Aktienrisiko bei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung . 58E.4Unterschiede zwischen der Standardformel und etwa verwendeten internen Modellen . 58E.5Nichteinhaltung der Mindestkapitalanforderung und Nichteinhaltung der Solvenzkapitalanforderung . 58E.6Sonstige Angaben . 58ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS . 59Aus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben) auftreten.

A Geschäftstätigkeit und GeschäftsergebnisB Governance-SystemC RisikoprofilD Bewertung fürSolvabilitätszweckeE KapitalmanagementZusammenfassungSehr geehrte Damen und Herren,die R V Lebensversicherung AG, gegründet 1989, gehörtals Unternehmen der R V der genossenschaftlichen FinanzGruppe an. Sie ist mit einem Beitragsvolumen von5,1 Mrd. Euro der größte Lebensversicherer der R V.Als Kompetenzzentrum für Vorsorgen und Versichern inder genossenschaftlichen FinanzGruppe bietet R V optimalen Versicherungsschutz und passgenaue, moderneVorsorgelösungen an. R V verfügt dabei über ein breitesSpektrum bedarfsgerechter Produkte für alle Zielgruppen.Die Produktpalette der R V Lebensversicherung AG reichtvon staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten überProdukte mit garantiertem Zins zur Absicherung der Langlebigkeit und Rentenversicherungen mit Partizipation amAktienmarkt bis hin zu Risikoversicherungen wie zum Beispiel der Risikolebensversicherung oder der Berufsunfähigkeitsversicherung. In der betrieblichen Altersversorgung bietet R V Lösungen für alle fünf Durchführungswege an. Dabei sind einzelvertragliche Gestaltungenebenso möglich wie die Absicherung im Rahmen von Versorgungswerken. Kapitalmarktorientierte fondsgebundeneVersicherungen sowie spezielle Produkte exklusiv für Mitglieder von Genossenschaften runden das Angebot ab.Die R V Lebensversicherung AG hat die Finanzstärke,um weiterhin Produkte mit Garantien in den Mittelpunkt ihrer Geschäftsstrategie zu stellen.Ein leistungsfähiges Asset-Liability-Management sorgt dafür, dass die Unternehmensleitung jederzeit über die Informationen für eine effiziente Steuerung der Gesellschaftverfügt. Das Asset-Liability-Management ist Element derverabschiedeten und jährlich zu aktualisierendenRisikostrategie der R V Lebensversicherung AG.Reserven auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz,sowie eine ausgewogene Überschussbeteiligungspolitik.Das Management des versicherungstechnischen Risikosunterliegt der Zielsetzung des Vorhaltens eines breit diversifizierten Produktportfolios sowie der Weiterentwicklungbestehender und der Konzeption neuer, innovativer Produkte. Die Rechnungsgrundlagen werden so bemessen,dass sie ausreichende Sicherheitsmargen enthalten undAnpassungen an neueste Erkenntnisse berücksichtigen,um neben der aktuellen auch einer veränderten Risikosituation standzuhalten. Bei Produkten mit Überschussbeteiligung stellt diese das zentrale Instrument zur Risikominderung dar, ihre Festlegung erfolgt in angemessener Weise.Zeichnungsrichtlinien und Risikoprüfungen dienen derVermeidung der Antiselektion. Die Risikoexposition fürgroße Einzelrisiken wird gegebenenfalls durch Rückversicherungsverträge begrenzt.Aus den Kapitalanlagen resultieren insbesondere Zins-,Spread- und Aktienrisiken. Versicherungsunternehmensind verpflichtet, sämtliche Vermögenswerte so anzulegen, dass Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilitätdes Portfolios als Ganzes sichergestellt werden. Die vonder R V Lebensversicherung AG eingegangenen Marktrisiken spiegeln die im Rahmen der strategischen Asset Allocation unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit und der langfristigen Ertragsanforderungenentwickelte Portfoliostruktur der Kapitalanlagen wider.Auch die Marktrisiken werden durch das Instrument derÜberschussbeteiligung wirksam begrenzt.Die R V Lebensversicherung AG verfügte zum 31. Dezember 2016 über Eigenmittel in Höhe von insgesamt3.588.911 TEuro.Die Eigenmittel setzten sich zum Stichtag im WesentlichenIm Mittelpunkt der Risikostrategie steht die dauerhafte Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen. Hierzu verfolgt die R V eine auf langfristige Stabilität ausgerichtete Unternehmenspolitik. Kernelementesind die Anlagestrategie, das Vorhalten hoheraus 98.800 TEuro Grundkapital, der Kapitalrücklage gemäß § 272 VAG in Höhe von 302.500 TEuro, dem Überschussfonds in Höhe von 2.345.398 TEuro sowie der Ausgleichsrücklage in Höhe von 789.213 TEuro zusammen.3

4GeschäftstätigkeitDie Kapitalrücklage wurde von den Anteilseignern im Geschäftsjahr um 30.000 TEuro verstärkt.AG. Das Kapitel B zeigt das solide und vorsichtige Management des Geschäfts der R V LebensversicherungAG. Das Risikoprofil wird in Kapitel C beschrieben undDie R V Lebensversicherung AG verfügt über nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 53.000TEuro die sämtlich von Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken ge-quantifiziert. Es wird aufgezeigt, wie Risikominderungstechniken eingesetzt werden und wie mögliche StressSzenarien auf das Unternehmen wirken könnten Im Kapitel D werden die in der Solvabilitätsübersicht auszuweisenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gemäßden Anforderungen von Solvency II mit ihrem beizulegenden Zeitwert dargestellt sowie die für diese Zwecke verwendeten Bewertungsansätze und -verfahren beschrie-zeichnet wurden.Die R V Lebensversicherung AG konnte im Geschäftsjahrjederzeit ihre Auszahlungsverpflichtungen erfüllen. Anhaltspunkte für eine künftige Liquiditätsgefährdung sindnicht erkennbar.Die Eigenmittel stellen im Wesentlichen den Überschussder Vermögenswerte der R V Lebensversicherung AGüber ihre Verbindlichkeiten dar und stehen zur Verfügung,um erhöhte Verpflichtungen aufgrund des Eintritts von Risiken zu bedecken. Bei der Berechnung dieses Solvenzkapitalbedarfs werden alle quantifizierbaren Risiken sowiederen Abhängigkeiten untereinander berücksichtigt. DasSicherheitsniveau bei dieser Berechnung beträgt 99,5 %.Die R V Lebensversicherung AG verfügt zum Stichtagüber ausreichend Eigenmittel, um sowohl die Mindestkapitalanforderung als auch den Solvenzkapitalbedarf in Höhevon 875.313 TEuro zu decken. Es errechnet sich zum31.12.2016 damit eine Bedeckungsquote von 410,0 %.Dabei hat die R V Lebensversicherung AG keine genehmigungspflichtigen Instrumente wie Übergangsmaßnahmen oder Volatilitätsanpassungen in ihren Berechnungenangesetzt.Die R V Lebensversicherung AG wird innerhalb der R VGruppe auch weiterhin die sich ergebenden Marktchancennutzen. Hierzu hat die R V das Programm „Wachstumdurch Wandel“ aufgelegt. Auch in Zukunft steht dabei dielangfristige Solidität und Stabilität der Unternehmensentwicklung im Mittelpunkt der Strategie.Auch bei anhaltend niedrigen Zinsen wird die R V Lebensversicherung AG aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen eine hohe Risikotragfähigkeit aufweisen.Der vorliegende Bericht erläutert im Kapitel A die Ergebnisse der Geschäftstätigkeit der R V Lebensversicherungben. Im abschließenden Kapitel E werden die Eigenmittelder Gesellschaft und die Solvenzkapitalanforderungen sowie die daraus resultierende Bedeckungsquote dargestellt.Mit freundlichem GrußIhrFrank-Henning Florian,Vorstandsvorsitzender der R V Lebensversicherung AG

A Geschäftstätigkeit undGeschäftsergebnisB Governance-SystemC RisikoprofilD Bewertung fürSolvabilitätszweckeE tigkeit und GeschäftsergebnisA.1GeschäftstätigkeitDie RVV befindet sich über direkt und indirekt gehalteneAnteile mehrheitlich im Besitz der DZ BANK AG DeutscheZentral-Genossenschaftsbank. Weitere Anteile werdenvon genossenschaftlichen Verbänden und Instituten ge-Rechtsform und KonzernzugehörigkeitDie R V Lebensversicherung AG (RVL), gegründet 1989,gehört als Unternehmen der R V der genossenschaftlichen FinanzGruppe an. Sie ist mit einem Beitragsvolumenvon 5.071.786 TEuro der größte Lebensversicherer derR V.Die Anteile der RVL werden zu 80,0 % von der R V Personen Holding GmbH und zu 20,0 % von der R V Versicherung AG (RVV) gehalten. Die R V Personen HoldingGmbH wiederum ist eine hundertprozentige Tochter derRVV. Die RVV fungiert als Obergesellschaft des R V Konzerns.halten. Der Vorstand der RVV trägt die Verantwortung fürdas gesamte Versicherungsgeschäft innerhalb der DZBANK Gruppe.Die Vorstände der Gesellschaften der R V sind teilweisein Personalunion besetzt. Der R V Konzern wird geführtwie ein einheitliches Unternehmen. Die einheitliche Leitung des R V Konzerns findet ihren Niederschlag überdies in den zwischen den Gesellschaften abgeschlossenen umfangreichen internen Ausgliederungsvereinbarungen.Das nachfolgende Schaubild zeigt die R V Gruppe. Diesesetzt sich zusammen aus dem R V Konzern sowie denVersicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit.HALTER QUALIFIZIERTER BETEILIGUNGENAnteil am Kapitalin %R V Personen Holding GmbH, Raiffeisenplatz 1,65189 Wiesbaden80,0R V Versicherung AG, Raiffeisenplatz 1, 65189Wiesbaden20,05

6GeschäftstätigkeitDie RVL hält per 31. Dezember 2016 folgende Anteile anverbundenen Unternehmen:ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENAnteil amKapitalin %Überschussbeteiligung, Krankenversicherung, (Berufsunfähigkeitsversicherung wird gemäß der Solvency II-Bestimmungen unter Krankenversicherung ausgewiesen), Indexgebundene- und fondsgebundene Versicherung undSonstige Lebensversicherung.Die RVL betreibt den wesentlichen Teil des Versicherungsgeschäfts in Deutschland.Assimoco Vita S.p.A., Segrate, Italien10,3Englische Strasse 5 GmbH, Berlin90,0GbR Dortmund Westenhellweg 39-41, Wiesbaden94,0Finanzaufsicht und externer AbschlussprüferHGI Immobilien GmbH & Co GB I KG, Frankfurt am Main73,2IZD Beteiligung S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg33,2Die für das Unternehmen und die R V Gruppe zuständigeAufsichtsbehörde ist dieRC II S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg90,0R V INTERNATIONAL BUSINESS SERVICES Ltd., Dublin, Irland1100,0R V Leben Wohn GmbH & Co. KG, Wiesbaden100,0R V Mannheim P2 GmbH, WiesbadenBundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht,Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn94,01) Die Gesellschaft befindet sich in LiquidationGeschäftsbereiche und RegionenDie RVL betreibt ausschließlich selbst abgeschlossenesGeschäft in den Geschäftsbereichen Versicherung mitPostfach 125353002 BonnFon: 0228 / 4108 – 0Fax: 0228 / 4108 – 1550E-Mail: [email protected]: [email protected]

A Geschäftstätigkeit undGeschäftsergebnisB Governance-SystemC RisikoprofilD Bewertung fürSolvabilitätszweckeE Der Abschlussprüfer der RVL ist die Ernst & Young GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mergenthalerallee 3-5,65760 Eschborn.Wesentliche Entwicklungen mit Einfluss auf dieGeschäftsentwicklungIm Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Geschäftsvorfälle oder sonstigen Ereignisse, die sich erheblich aufdas Unternehmen ausgewirkt haben, zu verzeichnen.A.2Versicherungstechnisches ErgebnisDie RVL ist der größte Lebensversicherer in der R VGruppe und bietet Produkte in den Geschäftsfeldern private Altersvorsorge und betriebliche Altersversorgung sowie Produkte mit Indexpartizipation an. Das Geschäft derRVL verteilt sich auf die Geschäftsbereiche „Versicherungmit Überschussbeteiligung“, „Krankenversicherung“,„Sonstige Lebensversicherung“ sowie „Index- und fondsgebundene Versicherung“.Den größten Anteil am Geschäft der RVL haben dabeiVersicherungen mit Überschussbeteiligung. Hier sind insbesondere klassische Rentenversicherungen und kapitalbildende Versicherungen zu nennen. Im GeschäftsbereichKrankenversicherung werden bei der RVL Berufsunfähigkeitsversicherungen (als Zusatz- oder Hauptversicherung)sowie der Risikobestandteil aus Hauptversicherungenausgewiesen. Der Geschäftsbereich Sonstige Lebensversicherungen umfasst im Wesentlichen Kapitalisierungsgeschäfte. Der vierte Geschäftsbereich betrifft Index- undfondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen.Die RVL betreibt den wesentlichen Teil des Versicherungsgeschäfts in Deutschland.Im Berichtszeitraum erzielte die RVL einen Rohüberschuss von 485.700 TEuro.Im Folgenden werden die wesentlichen Größen des Meldebogens „Prämien, Forderungen und Aufwendungennach Geschäftsbereichen“ (S.05.01) dargestellt:VERSICHERUNGSTECHNISCHE ERGEBNISGRÖßEN (BRUTTO)Aufwendungen f. VersicherungsfälleGebuchte Bruttobei- (brutto, ohne Regulieträgerung)Abschlussaufwendungen (brutto)Verwaltungsaufwendungen (brutto)in TEuroin TEuroin TEuroin erung539.131108.773104.4496.809Sonstige Lebensversicherung253.589205.2326063.203Index- und fondsgebundene 648318.92864.057Versicherung mit ÜberschussbeteiligungGesamtZum Bilanzstichtag verwaltete die RVL 4,3 Mio. Verträgemit gebuchten Bruttobeiträgen von 5.071.786 TEuro. Davon entfielen 4.173.573 TEuro auf Versicherungen mitÜberschussbeteiligung und 539.131 TEuro auf Krankenversicherungen. Die gebuchten Bruttobeiträge von indexund fondsgebundenen Versicherungen sowie sonstigenLebensversicherungen betrugen zusammen 359.082TEuro.Mit 51,0 % hatten Rentenversicherungen den größten Anteil an den gebuchten laufenden Beiträgen, gefolgt von kapitalbildenden Versicherungen mit 23,9 %. Der Anteil derRisikoversicherungen lag bei 9,4 %. Der verbleibende Teilentfiel auf Verträge mit Indexpartizipation, Verträge zurAbsicherung von Lebensarbeitszeitkonten und Altersteilzeit, Bauspar-Risikoversicherungen und Kreditrahmenversicherungen.Zum Neugeschäft trugen vor allem Verträge der betrieblichen Altersversorgung bei. Die laufenden Beiträge imNeugeschäft dieses Geschäftsfelds lagen bei 374.316TEuro. Mit einem Anteil von 44,5 % am gesamten Neugeschäft erreichte die private Altersversorgung im Jahr 2016ein Rekordergebnis.

8AnlageergebnisZum 31. Dezember 2016 sind Aufwendungen für Versicherungsfälle (brutto, ohne Regulierung) in Höhe von4.104.649 TEuro angefallen. Diese betreffen Versicherungsleistungen und Zahlungen für Rückkäufe. Mit 90,0 %entfiel der größte Anteil auf Versicherungen mit Überschussbeteiligung. Krankenversicherungen, Sonstige Lebensversicherungen und index- und fondsgebundene Versicherungen hatten zusammen einen Anteil von 10,0 %.Wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Versicherungsleistungen hatten die Ablaufleistungen von 2.847.815 TEurosowie die Rentenzahlungen von 546.169 TEuro. Die Leistungen für vorzeitige Versicherungsfälle betrugen 269.679TEuro und die Aufwendungen für Rückkäufe 440.986TEuro.Im Jahr 2016 betrugen die Abschlussaufwendungen(brutto) 318.927 TEuro. Bezogen auf die Beitragssummedes Neugeschäfts in Höhe von 7.811.447 TEuro ergabsich ein Abschlusskostensatz von 4,1 %. Die Abschlussaufwendungen entfielen zu 66,0 % auf Versicherungen mitÜberschussbeteiligung und zu 32,8 % auf Krankenversicherungen.Die Verwaltungsaufwendungen (brutto) per 31. Dezember2016 lagen bei 64.058 TEuro. Davon entfielen 82,3 % aufVersicherungen mit Überschussbeteiligung und 10,6 %auf Krankenversicherungen. Für Index- und fondsgebundene sowie Sonstige Lebensversicherung betrug der Anteil an den Verwaltungsaufwendungen zusammen 7,1 %.Der Verwaltungskostensatz per 31. Dezember 2016 betrug 1,3 %.A.3AnlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis (HGB) setzt sich aus dem ordentlichen und dem außerordentlichen Ergebnis zusammen. Das ordentliche Ergebnis umfasst auf der Ertragsseite Zins-, Dividenden- und Mieteinnahmen und wird aufder Aufwandsseite insbesondere um die Verwaltungskosten und die planmäßigen Immobilienabschreibungen vermindert. Im außerordentlichen Ergebnis werden Gewinneund Verluste aus Abgängen von Kapitalanlagen sowie Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen sowie Zuschreibungen aufgrund von Wertaufholungen saldiert.Nachstehende Tabelle zeigt die verschiedenen Quellendes Anlageergebnisses auf eigenes Risiko:ANLAGEERGEBNIS IM GESCHÄFTSJAHR2016in TEuroOrdentliche Erträge1.728.021Ordentliche .7931.684.905Die RVL erzielte aus den Kapitalanlagen ordentliche Erträge von 1.728.021 TEuro. Abzüglich ordentlicher Aufwendungen von 94.659 TEuro ergab sich ein ordentlichesKapitalanlageergebnis von 1.633.362 TEuro. Die laufendeDurchschnittsverzinsung, die sich auf die Kapitalanlagenauf eigenes Risiko bezieht, betrug gemäß Verbandsformel3,5 %.Bei den Kapitalanlagen der RVL ergaben sich Abschreibungen von 27.793 TEuro. Aufgrund von Wertaufholungenfrüherer Abschreibungen wurden 49.015 TEuro wieder zugeschrieben. Durch Veräußerungen von Vermögenswerten erzielte die RVL einerseits Abgangsgewinne von45.849 TEuro, andererseits entstanden Abgangsverlustevon 15.528 TEuro. Aus dem Saldo der Zu- und Abschreibungen sowie den Abgangsgewinnen und -verlusten resultierte ein außerordentliches Ergebnis von 51.543TEuro.Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen als Summe des ordentlichen sowie des außerordentlichen Ergebnisses belief sich damit für das Geschäftsjahr 2016 auf 1.684.905TEuro. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen auf Rechnung und Risiko der Gesellschaft lag bei 3,6 %.In der folgenden Tabelle ist die Aufschlüsselung der verschiedenen Ertrags- und Aufwandsquellen nach Vermögenswertklassen dargestellt:

A Geschäftstätigkeit undGeschäftsergebnisB Governance-SystemC RisikoprofilD Bewertung fürSolvabilitätszweckeE Kapitalmanagement9AnlageergebnisAUFSCHLÜSSELUNG DER ERTRAGS- UND AUFWANDSQUELLEN NACH bungenAbschreibungenin TEuroin TEuroin TEuroin TEuroin TEuroin Einlagen außer ZahlungsmitteläquivalentenSonstige AnlagenSumme ohne FLVFLV*Summe mit FLV*FLV: Fondsgebundene Lebensversicherung. Bei FLV werden unter Zu- und Abschreibungen die unrealisierten Zeitwertveränderungendargestellt.Die Verteilung der ordentlichen Kapitalanlageerträge von1.728.021 TEuro auf die einzelnen Anlageklassen ver-Im Jahr 2016 betrug die Summe der Zuschreibungen49.015 TEuro. Diese verteilten sich vor allem auf Invest-deutlicht die hohe Gewichtung der Anlagen in Zinsträgern.So wies die Anlageklasse Anleihen, unter der die direktgehaltenen Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen aggregiert sind, einen Wert von 871.624TEuro auf. Die Position Investmentfonds mit einem Ertragvon 427.736 TEuro im Jahr 2016 umfasste Rentenanlagenim Fondsbestand sowie die in Fonds gehaltenen Substanzwerte der Anlageklassen Aktien und Immobilien. DieBaufinanzierung unter Hypothekendarlehen trug in 2016mentfonds in Höhe von 24.707 TEuro und Anleihen mit23.556 TEuro.mit 304.017 TEuro zu den Erträgen bei.Die ordentlichen Aufwendungen aus Kapitalanlagen inHöhe von 94.659 TEuro verteilten sich insbesondere mit33.700 TEuro auf die Position Hypothekendarlehen sowiemit 28.736 TEuro auf die Positionen Immobilien. Dort wurden auch die planmäßig zu verbuchenden Abschreibungen in Höhe von 18.318 TEuro erfasst.Abgangsgewinne und Abgangsverluste entstehen durchHandelsaktivitäten im Zuge der Portfoliosteuerung und-optimierung. Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Abgangsgewinne 45.849 TEuro, Abgangsverluste beliefensich auf 15.528 TEuro. Mit 35.890 TEuro wies die Anlageklasse Anleihen, die auch mengenmäßig dominierte, diehöchsten Abgangsgewinne auf. Veräußerungen im Beteiligungsbestand führten in 2016 zu Buchgewinnen von4.987 TEuro.Abschreibungen wurden in Höhe von 27.793 TEuro vorgenommen. In 2016 entfielen davon 12.136 TEuro auf dasBeteiligungs-Portfolio und 8.176 TEuro auf Anleihen.Die Kategorie Fondsgebundene Lebensversicherung(FLV), unter der die Kapitalanlagen der fondsgebundenenLebensversicherung sowie die Anlagen der betrieblichenAltersvorsorge zusammengefasst sind, die für Rechnungund Risiko von Versicherungsnehmern laufen, erzielte ordentliche Erträge von 8.430 TEuro. Veräußerungen vonKapitalanlagen in dieser Kategorie führten auf der einenSeite zu Abgangsgewinnen von 803 TEuro und auf deranderen Seite zu Abgangsverlusten von 452 TEuro. DieKapitalanlagen der FLV werden zu Zeitwerten bilanziert.Unter Zuschreibungen und Abschreibungen werden andieser Stelle die positiven und negativen Zeitwertwertänderungen abgebildet.Das Verbriefungsportfolio der RVL bestand zum Berichtsstichtag vollständig aus Collateralized Debt Obligations.Der beizulegende Zeitwert belief sich auf 531.789 TEuro.Die zugrundeliegenden Forderungen stammten zu 54,6 %aus Europa und zu 32,2 % aus den Vereinigten Staaten.

10Entwicklung sonstiger TätigkeitenZum 31. Dezember 2016 waren insgesamt 87,9 % der Positionen in den Investment Grade-Bereich (bis BBB-) eingestuft. 64,0 % des Exposures entfielen auf die beidenhöchsten Ratingklassen (AAA bis AA).In der Risikomessung werden Verbriefungen im Spreadrisiko berücksichtigt. Die Kapitalanforderung hierfür ergibtsich mithilfe eines Faktoransatzes auf Grundlage des relevanten Kreditvolumens. Die Höhe des Stressfaktors wirddurch das Titel-Rating und die modifizierte Duration derAnlage bestimmt.A.4Entwicklung sonstiger TätigkeitenSonstiges ErgebnisIm sonstigen Ergebnis werden bei der RVL überwiegendErträge und Aufwendungen aus erbrachten Dienstleistungen innerhalb der R V Gruppe ausgewiesen. Diese sindfür die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RVL als unwesentlich einzustufen.Operating-Leasing-VerträgeDie RVL ist Leasingnehmer bei Verträgen für Büro- undGeschäftsräume sowie bei Verträgen für eine Dienstwagenflotte. Leasinggeber ist die RVL grundsätzlich bei standardisierten gewerblichen Mietverträgen im inanzierungs-Leasing-Verträge lagen zum Stichtag 31.Dezember 2016 nicht vor.A.5Sonstige AngabenZwischen der RVL und der R V Personen Holding GmbHbesteht ein Ergebnisabführungsvertrag.Im Berichtszeitraum sind keine weiteren Vorgänge zu verzeichnen, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der RVL von Bedeutung sind.

A Geschäftstätigkeit und GeschäftsergebnisB Governance-SystemC RisikoprofilD Bewertung fürSolvabilitätszweckeE KapitalmanagementAllgemeine Angaben zumGovernance-SystemBGovernance-SystemB.1 Allgemeine Angaben zumGovernance-SystemHeinz-Jürgen KallerhoffRessort Vertrieb und MarketingJulia MerkelVorstandRessort Personal und KonzerndienstleistungenDie Geschäftsorganisation der R V wird von vier ineinandergreifenden Grundsätzen geprägt:Marc René MichalletRessort Finanzen und Kapitalanlagen- Einheitliche Leitung in der R V- Horizontale und vertikale Delegation- Steuerung nach Ressorts- Organisation nach dem Gedanken des Gemeinschaftsbetriebs.Die R V-Gesellschaften werden wie ein einheitliches Unternehmen geführt. Die R V Versicherung AG ist die leitende Konzern- bzw. Gruppenobergesellschaft. Sie koordiniert die Zusammenarbeit der R V. Alle wesentlichen strategischen und operativen Entscheidungen werden – imRahmen der gesellschaftsrechtlichen Zulässigkeit – durchden Vorstand der R V Versicherung AG getroffen unddurch die To

A.1 Die RVV befindet sich über direkt und indirekt gehaltene Geschäftstätigkeit Rechtsform und Konzernzugehörigkeit Die R V Lebensversicherung AG (RVL), gegründet 1989, gehört als Unternehmen der R V der genossenschaftli-chen FinanzGruppe an. Sie ist mit einem Beitragsvolumen