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Ausbildung in VielfaltModellversuchsreihe:„Neue Wege in die dualeAusbildung - Heterogenität alsChance für dieFachkräftesicherung“www.kolpinghaeuser.de

Ausbildung in Vielfalteiner von 18 Modellversuchenwww.kolpinghaeuser.de

Projektanliegen1. Zusammenführung von jungen Menschen ohneAusbildung und kleinen bis mittleren Betriebenmit unbesetzten Ausbildungsstellen unterZuhilfenahme von Jugendwohnen.2. Unterstützung junger Menschen undAusbildungsbetriebe durch das Jugendwohnenwährend der Ausbildungszeit verbessern.3. Verknüpfung des Angebots „Jugendwohnen“mit anderen Angeboten und Maßnahmen, umdie Effektivität zu steigern.www.kolpinghaeuser.de

ProjektrahmenLaufzeit April 2011 – März 2014Ausbildungsjahrgänge 2011/2012 und2012/2013Ziel: Entwicklung wirksamer Instrumenteim Jugendwohnen und Verstetigung der„best practice“ innerhalb allerJugendwohnheime Deutschlandswww.kolpinghaeuser.de

Ausbildung in Vielfalt –bundesweit und trägerübergreifendKath. Jugendwohnheim Bernhard-Letterhaus, KölnIN VIA Haus St. Lioba, WürzburgEnergie Campus, OldenburgKatholisches Jugendwohnheim Landshut, LandshutKolping Jugendwohnheim und Hotel Schweinfurt, SchweinfurtKolpinghaus Koblenz Jugendwohnheim, KoblenzAb 2012:Jugendwohnheim im Kolping Berufsbildungswerk Thüringen, ErfurtCJD Geradstetten, Remshaldenwww.kolpinghaeuser.de

Was ist Jugendwohnen?www.kolpinghaeuser.de

Jugendwohnen„Jugendwohnen“ ist als Leistung im 13 Abs. 3 des Kinderund Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) verankert.Das Angebot richtet sich an junge Menschen im Alterzwischen 14 und 27 Jahren, die aufgrund ihrer Ausbildungsoder Arbeitsstelle, der Teilnahme an schulischen oderberuflichen Bildungs- und Eingliederungsmaßnahmen oder aussonstigen sozialen Gründen ihre Familien und Heimatverlassen und an einem anderen Ort auf sich allein gestelltsind. Jugendwohnen bietet an über 550 Standortendeutschlandweit Wohnraum und sozial-pädagogischeBegleitung im Alltag. Und über 200.000 Jugendliche pro Jahrnutzen das Angebot. Fast 60 Prozent von ihnen sindminderjährig.www.kolpinghaeuser.de

Was bietet Jugendwohnen?Wohnen außerhalbdes ElternhausesStationäreUnterbringung imRahmen der Kinder- undJugendhilfe (z. B.betreutes Wohnen alsHzE)Internatsangeboteallgemein, außerhalb derJugendberufshilfe (z. B.Kolleginternate)JugendwohnenEingliederung inArbeitswelt und sozialeIntegration ( 13, Abs.1 SGB VIII)Ambulante Angebote derJugendberufshilfe imRahmen www.kolpinghaeuser.de

Finanzierung Jugendsozialarbeit gem.13, Abs. 1 in Verbindung mit13. Abs. 3 SGB VIII Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) BAföG, 6 HärteV Berufsvorbereitung oder –ausbildung im Rahmen vonMaßnahmen der Rehabilitation ( 97-115 SGB III in Verbindung 33SGB IX) Zuschüsse für Blockschüler/innen (Kultusministerien / Schulaufwandsträger) Zuschüsse von Betrieben, Kammern / Innungen Selbstzahler/innen Zuschüsse der ARGEN/ Jobcenter ( 16 SGB II)www.kolpinghaeuser.de

Die Jugendwohnheime im Modellversuch Die JWH haben sehr unterschiedliche Zielgruppen:von den leistungsstarken Azubis des EWE Konzerns inOldenburg über NachwuchssportlerInnen in Koblenz bishin zu den FörderschülerInnen in Landshut. Die methodischen Ansätze sind ebenso vielfältig: vondiversen Freizeitangeboten bis zu berufsübergreifendenLerngruppen und Medien-AGs. Die Konzepte sind sehr verschieden gestaltet: von fertigentwickelten, mehrfach erprobten und in dieLeistungsbeschreibung eingeflochtenen Konzepten biszu eher vage formulierten Konzeptideen, die teilweisenicht einmal verschriftlicht sind.www.kolpinghaeuser.de

Mit wem kooperieren wir?Jobcenter /ARGEAgenturfür ArbeitSchulenBetriebeKulturelleNetzwerkeund beitskreiseSchule hilfeträgerJugendamtwww.kolpinghaeuser.de

Kompetenzentwicklung imJugendwohnenwww.kolpinghaeuser.de

Kompetenzentwicklung im Jugendwohnen Ziel: Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung fördern Dieses Anliegen setzen die Jugendwohnheime in denFreizeitangeboten im religionspädagogischen, musisch-kreativen,sportlichen oder politischen Bereich um Aktivitäten in der Gruppe und gemeinsame Erfolgserlebnissehelfen dabei, das Verständnis der Einzelnen für die Gruppehervorzubringen und Teamfähigkeit zu entwickeln Individualität berücksichtigen und Hilfen zurLebensbewältigung geben Kommunikation ist einer unserer wichtigsten Bausteine: Einführungs- und Abschlussgespräche bilden den Rahmen,Gruppen- und Einzelgespräche ermöglichen ein besseresKennenlernen und Zusammenleben.www.kolpinghaeuser.de

Kompetenzentwicklung im Jugendwohnen Schwerpunkt Sport und Gesundheit Die körperliche, seelisch-geistige und soziale Entwicklung zufördern und gesundheitliche oder psychische Defizite auszugleichenist das Anliegen bei allen sportlichen Angeboten. Erlebnisse schaffen:durch Freude, Spaß, Motivation und Spannung Gesundheit fördern:durch Bewegung, Fitness, Ausdauer und Erfolgserlebnisse Soziale Erfahrungen machen:durch Geselligkeit, Kommunikation und Gruppenerfahrung Ausgleich schaffen:zu schulischen und beruflichen Belastungen Angebotspalette: Breiten- und Erlebnissport (Projekttage, -wochen) Räumlichkeiten und Plätze: Fitnessraum im JWH oder Sportplatzwww.kolpinghaeuser.de

Kompetenzentwicklung im Jugendwohnen Schwerpunkt musisch-kreativer Bereich Im musisch-kreativen Bereich gestalten, unternehmen und genießendie BewohnerInnen - jenseits vom Leistungsdenken. Beispiele sind: Besuche in Museen jeder Art wie z.B. im Technischen Museumoder Völkerkundemuseum Besuche in einem naturwissenschaftlichen Kontext wie z.B. in einerSternwarte Besuche einer Kunstausstellung oder einem Theaterbesuch Gestaltung einer Projektwoche (z.B. „Afrika und seine Kultur“) Initiieren eines Kreativworkshops zur Gestaltung von Collagen Exkursion in Orte der Umgebung Filmabend Chinesisches Kochen in der Koch-AG usw. www.kolpinghaeuser.de

Kompetenzentwicklung im Jugendwohnen Schwerpunkt Demokratie lernen und leben Demokratisches Handeln zu lernen und für sich und andereVerantwortung zu übernehmen, ist das Ziel der Angebote in Bezugauf die Politischen Bildung. Gesprächskreise, Projektwochen und Exkursionen sind festerBestandteil des Programms: Diskussionen über politische und gesellschaftliche Themen anhand– thematisch passender Filme– erarbeiteter Dokumentationen– unternommener Exkursionen - zum Beispiel auch mal mit demRad nach Luxemburg und Verdun.www.kolpinghaeuser.de

Kompetenzentwicklung im Jugendwohnen Schwerpunkt Religionspädagogische Bildung Den eigenen unverwechselbaren Wert erkennen, weil jede undjeder einmaliger und unverzichtbarer Schöpfungsgedanke Gottesist, Werte und Inhalte der christlichen Botschaft verstehen, Halt undOrientierung finden - das ist Ziel der religionspädagogischenAngebote - zum Beispiel: Projektwochen– aktuelle Fragen zu Religion und Gesellschaft diskutieren z. B.zum Thema Okkultismus, Organspenden, Religionen der Welt. Gesprächskreise– was heißt eigentlich "Pfingsten"? Fragen, die in den Gesprächenzu christlichen Feiertagen beantwortet und diskutiert werden. Gebetswochen und besinnliches Frühstück– Zur Ruhe kommen, Gemeinschaft erleben, Gott erfahren.www.kolpinghaeuser.de

Das erste Jahrwww.kolpinghaeuser.de

Erste Schritte1. Recherche zum Themengebiet und Gewinnungder Modellversuchspartner2. Klärung welche Bedarfe es aktuell imJugendwohnen gibt. Wo kann derModellversuch einen Mehrwert generieren?3. Wie ist die öffentliche Wahrnehmung vonJugendwohnen? Welche Medien könnengenutzt werden? Gibt es Zielgruppen, die nichtangesprochen werden?www.kolpinghaeuser.de

Wer nutzt Jugendwohnen?(Ergebnisse des Forschungsprojekts „leben.lernen.chancen nutzen“)Wie lange waren die jungen Menschen in 2007 in Ihrer Einrichtung?Angaben in % aller gültigen Fälle (n 114/28, Mehrfachnennungen ewohnerInnen (n 95/26)BlockschülerInnen regelm. (n 79/17) BlockschülerInnen punktuell (n 40/9)Sonstige BewohnerInnen (n 25/8)alle JWwww.kolpinghaeuser.de

Die Geschlechter im Jugendwohnen(Ergebnisse des Forschungsprojekts „leben.lernen.chancen nutzen“)Wie viele BewohnerInnen waren 2007 Mädchen, wie viele Jungen?Angaben in % aller gültigen Fälle (n 104/23)8072,3706050403027,72010absolut: 10.268absolut: 26.7370MädchenJungenalle JWwww.kolpinghaeuser.de

Minderjährige im Jugendwohnen(Ergebnis der Studie „leben.lernen.chancen nutzen“)Wie alt waren die jungen Menschen bei Aufnahme in Ihre Einrichtung?Angaben in % aller gültigen Fälle (n 102/23)7059,9605040,140302010absolut: 13.907absolut: 20.7750minderjährigvolljährigalle JWwww.kolpinghaeuser.de

Förderbedarfe bei den jungen Menschen im JWH(Fragenbogen an die JWH 2011)5Förderbedarf4,543,532,521,510,50Großer FörderbedarfGeringer Förderbedarfkaum Förderbedarfwww.kolpinghaeuser.de

Jugendwohnen ins Gespräch gebracht Europäische Mobilitätskonferenz in BudapestZentrum für Türkeistudien und IntegrationElektro-Innung KölnHWK und IHK in Köln, Würzburg und ErfurtAK Schule Wirtschaft in Würzburg und ErfurtRegionalkonferenz „Bildungsketten“Jahrestagung „Perspektive Berufsabschluss“BAG Katholisches JugendsozialarbeitFachstelle Jugendwohnen des Erzbistums KölnBeauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeitwww.kolpinghaeuser.de

Bekanntheit des Jugendwohnens1412108Kennen Sie ein JWH inIhrer inghaeuser.de

Aufgaben des Modellversuchs Vernetzung des Jugendwohnens lokal, regional undbundesweit, auch als Öffentlichkeitsarbeitdurch eigene Netzwerkarbeit, aber auch durch denAustausch mit den Einrichtungen werden Möglichkeitenund Grenzen des Netzwerks erfasst. Evaluation zum Jugendwohnenaufbauend auf den Daten des Forschungsprojekts„leben.lernen.chancen nutzen“ werden im ModellversuchErhebungen zu den BewohnerInnen, den Methoden undden Trends im Jugendwohnen durchgeführt.www.kolpinghaeuser.de

Entwicklung von Produktenwww.kolpinghaeuser.de

Aus unserer Produktschmiede Fragebögen zur beruflichen Orientierung wurden entwickelt als Servicefür Jugendwohnheime, die sich intensiv mit der beruflichen Orientierungjunger Menschen vor und nach der Ausbildung beschäftigen, aber nochkeine geeigneten Instrumente haben. Nach der Erprobung wurde dieFragebögen allen Modellversuchspartnern zugänglich gemacht und aufWunsch auch an bestimmte AdressatInnenkreise angepasst. Leitfaden zur Netzwerkarbeit wurde erstellt, indem die Netzwerke derverschiedenen Modellversuchsjugendwohnheimen und unserer eigenenNetzwerkarbeit abgeglichen wurde. So bietet der Leitfaden einen Überblicküber wichtige und interessante Netzwerkkontakte fürs Jugendwohnen,inklusive der Hinweise zum Aufbau und der Pflege eines effizientenNetzwerks. Öffentlichkeitsarbeit für das Jugendwohnen allgemein und dieModellversuchspartner im Speziellen. Hierbei wurden u.a. Verlinkungen vonWebsites eingeleitet, Pressemitteilungen veröffentlicht und Pressetexte denEinrichtungen zur Verfügung gestellt.www.kolpinghaeuser.de

Erkenntnissewww.kolpinghaeuser.de

DatenerhebungKritische Anmerkung zu den Fragebögenan unserer JWH und die Unternehmen:Der Rücklauf unserer Fragebögen warernüchternd. Entweder war die MethodeFragebogen unpassend gewählt oder dasInteresse mitzumachen zu hocheingeschätzt worden.Ein anderes Vorgehen zur Datenerhebungist 2012 in Planung.www.kolpinghaeuser.de

Bedarfe der KMUIn unseren Gespräche mit den Kammern,Innungen und einzelnen Betriebenkonnten wir feststellen, dass derFachkräftemangel durchaus als Problemwahrgenommen wird. Allerdings scheintes vor allem bei den KMUs nicht so akutzu sein, dass sofort etwas getan werdenmüsste. Trotz der Warnungen undAngebote seitens der Kammern.www.kolpinghaeuser.de

TeilzeitausbildungenDas Interesse an Teilzeitausbildungen inVerbindung mit Jugendwohnen ist derzeitverschwindend gering.Gleichwohl scheint es langfristig sinnvollKinderbetreuung, begleitete Wohnformund Ausbildungsmöglichkeiten für jungeAlleinerziehende bereitzustellen. DerAusbau solcher Plätze wird behutsamvoran getrieben.www.kolpinghaeuser.de

Bedarfsanalyse im Bernhard-Letterhaus-JHW(Fragebogen zur beruflichen Klarheit)Förderbedarfe bei den jungen Menschen: PünktlichkeitOrdnung haltenInformationskompetenz (Lernen und Verstehen)Umgang mit GeldMediennutzung (welche Portale sind für dieAusbildung sinnvoll?) Unrealistische Selbsteinschätzung Leistungsbereitschaft / Motivationwww.kolpinghaeuser.de

Ausblickwww.kolpinghaeuser.de

Ideen und Chancen Jugendwohnen bietet in Kooperation mitKindertageseinrichtungen Plätze für alleinerziehendeEltern an – z.B. im Rahmen der Teilzeitausbildung Jugendwohnen bietet mit anderen Trägern eine fundierteBerufsvorbereitung außerhalb der gewohntenUmgebung an (Sommer-Akademie, EQ außerhalb desHeimatorts o.ä.) Kammern, Jobcenter, KMU und Jugendwohnen kreierenein gemeinsames Angebot, um junge Menschen ohneAusbildungschance erfolgreich in eine Ausbildung zuintegrieren (z.B. gemeinsam junge Menschen fürAusbildung mit abH und Jugendwohnen aus größerenEntfernungen anzuwerben)www.kolpinghaeuser.de

VerstetigungWährend der gesamten Laufzeit werdensukzessive immer mehr Jugendwohnheimeeingebunden und so die „best practice“ breitergestreut.Im Modellversuch selber werden dieentwickelten Produkte und Methoden in einemdigitalem Methodenkoffer zusammengetragenund anschließend über eine Plattform(www.auswärts-zuhause.de) allenJugendwohnheimen zugänglich gemacht.www.kolpinghaeuser.de

Wünsche für das Arbeitsforumwww.kolpinghaeuser.de

Das Rad nicht doppelt erfinden Austausch über die Methoden und Ideen,wie man KMUs für junge Menschenbegeistern kann Austausch über Netzwerke, Erfahrungenmit Kooperationen in der beruflichenBildung Austausch über Methoden, Konzepte undIdeen, um die Ausbildungsreife (und –fähigkeit) bei jungen Menschen zuverbessernwww.kolpinghaeuser.de

Kath. Jugendwohnheim Bernhard-Letterhaus, Köln IN VIA Haus St. Lioba, Würzburg Energie Campus, Oldenburg Katholisches Jugendwohnheim Landshut, Landshut Kolping Jugendwohnheim und Hotel Schweinfurt, Schweinfurt Kolpinghaus Koblenz Jugendwohnheim, Koblenz Ab 2012: Jugendwohnheim im