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nEinPrProjgunerrdFörzutojekng ugendlichenvon um HannoverRedaktion: Projektleitung AusbildungspatenChristian SchmitzKontakt: Freiwilligenzentrum HannoverIm üstra KundenzentrumKarmarschstraße 30/32, 2. OG30159 HannoverTel.: 0511/300 344-6 oder -83Fax: 0511/300 ildungspaten-hannover.deGestaltung: Leinebrandung GbRAgentur für KommunikationTitelfoto:photocase.com

ibsuAGrußwortVorwortLiebe Leserin, lieber Leser, liebe Interessierte,mit dieser Broschüre möchten wir Sie über die wichtige Arbeit der Ausbildungspaten informieren und Sie um Mithilfe und Förderung bitten. Fast jedes siebteKind wächst unter Armuts-Bedingungen auf. Geringes Einkommen der Elternund/oder deren geringer Bildungsstand bestimmen die Gegenwart des Kindesund seine Zukunft als Erwachsener. Dass die soziale Herkunft immer noch überBildungs- und Lebenschancen entscheidet, steht im krassen Widerspruch zumEntwicklungsniveau unserer Gesellschaft.ibsAuEinEinPrProoDass sich in unserem Projekt Ausbildungspaten so viele Menschen, zum großenTeil zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit oder als Pensionäre mit überdurchschnittlichem Einsatz engagieren, verdanken wir ihrer Hilfsbereitschaft und ihremGerechtigkeitsempfinden. Unsere Freiwilligen sind nicht nur gute Menschen,sondern auch außergewöhnlich erfolgreich. Die Patinnen und Paten ermutigenund fördern ihre Schülerinnen und Schüler so weit, dass diese ihren Schulabschluss schaffen und die passende Berufsausbildung ergreifen. Damit ist ihnendie gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, die in unserem Land für jeden Menschen selbstverständlich sein sollte.Liebe Leserinnen und Leser,liebe Paten und Förderer der Ausbildungspaten,„All kids need is a little help, a little hope and somebody who believes in them.“Basketball Legende Magic Johnson bringt es mit diesem Zitat ziemlich genauauf den Punkt, was junge Menschen im Leben benötigen. Doch vielen jungenHeranwachsenden, insbesondere ohne oder nur mit einem Hauptschulabschluss,fehlt es genau daran, weswegen sie stark von der Arbeitslosigkeit und derennegativen Folgen bedroht sind.Um dieses Problem zu bekämpfen und um jungen Menschen eine Perspektive imLeben zu bieten, kommt es auf die Hilfe jedes Einzelnen in der Gesellschaft an.Auch wir, der Basketball Bundesligist UBC Tigers Hannover, sind uns unserergesellschaftlichen Verantwortung bewusst und unterstützen als Schirmherr dasProjekt der Ausbildungspaten. Hier helfen ehrenamtliche Mitarbeiter, aus allenKreisen der Gesellschaft, jungen Menschen beim Start in das Berufsleben undgeben ihnen das, was sie benötigen, um diesen Schritt erfolgreich zu schaffen:Hilfe, Hoffnung und jemanden der an sie glaubt!David ArigbabuGeneral Manager der UBC Tigers Hannover2Angefangen hat das Projekt mit fünf Freiwilligen, mit denen wir über mehrere Wochennach einer eine Idee suchten, wie sie sich mit ihren Kompetenzen und beruflichenErfahrungen sinnvoll und mit Spaß in eine gemeinnützige Einrichtung einbringenkönnten. Versuchsballon war ein mehrtägiges Bewerbungstraining an einer Hauptschule. Aufgrund der positiven Resonanz in der Schule und bestärkt von der Ratspolitik derStadt Hannover entwickelte das Freiwilligenzentrum das Konzept Ausbildungspaten,eine mittel- und langfristige Begleitung benachteiligter Jugendlicher.Heute sind 200 Freiwillige im Projekt aktiv. Sie betreuen mehr als 300 Jugendliche.Pro Patenschaft entstehen 400 Euro Kosten im Jahr. Hierfür sind wir auf Spendenangewiesen. Mit den Ausbildungspaten sind wir auch ökonomisch effizient, denn fürJugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden, entstehen für die Stadt Maßnahmenkosten von mehr als 6.000 Euro pro Jahr.Wenn Sie das Freiwilligenzentrum Hannover mit dem Projekt Ausbildungspaten unterstützen möchten, sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Ideen.Mit Dank für Ihr wohlwollendes InteresseIhreIngrid Ehrhardtder ber3

InhaltUnsere Vision.5Unser Konzept.6Warum wir helfen! Stimmen aus dem Projekt.7Projektstruktur .8Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft. 10Unsere VisionDas Projekt Ausbildungspaten wird eine zentraleAnlaufstelle in Hannover für Jugendliche auf demWeg in die Ausbildung und in den Beruf sowiefür Ausbilder bzw. Ausbildungsbetriebe, Elternund Lehrer, die die Jugendlichen auf diesem Wegbegleiten.Als außerschulisches Angebot fördern wir dieEigenverantwortung und Selbständigkeit jungerMenschen. Als eigenständiges Projekt, das mit einerVielzahl ehrenamtlicher Patinnen und Paten arbeitet,bieten wir den Jugendlichen einen niedrigschwelligenZugang und individuelle Hilfe.Selbstständigkeit, Eigenverantwortung undNachhaltigkeit:Eine Patenschaft bietet Hilfe zur Selbsthilfe. So nehmendie Jugendlichen ihr Leben mit der Zeit selbst in die Hand.Sie suchen eigenständig Ausbildungsplätze, schreibenihre Bewerbungen selbst und nutzen ihre Netzwerke.Diese Fähigkeiten und das erworbene Selbstbewusstseinsind auch über die Ausbildungszeit hinaus wichtige Faktoren um einer Langzeitarbeitslosigkeit vorzubeugen.Ausbildungspaten helfen Schülern und Unternehmen. 11Projekterfolge.12Stimmen der Jugendlichen.13Statement der Stifter. 14Das Projekt Ausbildungspaten wird zu einer dauerhaften Einrichtung. Es unterliegt einem stetigenVerbesserungs- und Entwicklungsprozess.Die Ergebnisse und Strukturen sind transparent undkönnen in anderen Städten und Gemeinden genutztwerden.Pressespiegel.15Impressum. 16Jan Herburg ist seit ? Geselle in einem Bauunternehmen in Hannovers Südstadt. Der ?-Jährige hat? am Projekt Ausbildungspaten teilgenommen undseinen Weg in den Beruf erfolgreich gemeistert.45

„Dass die Hauptschüler immer untergebuttert werden und kaumChancen auf dem Ausbildungsmarkt haben, hat mich schon immer gestört.“Dieter Dorn, Ausbildungspate,ehrenamtlicher Projektleiter undSystemadministrator i.R.„Warumwir helfen!“Unser KonzeptWir stellen jungen Erwachsenen ehrenamtliche Paten zur Seite,die ihnen den Übergang von der Schule in eine Ausbildungerleichtern.„Während meiner Schul- und Studienzeit habe ich sehr gute Ausgangsbedingungen vorgefundenund ich konnte meine Ziele verwirklichen. Erst später verstand ich, dass das nicht selbstverständlich war und heute immer mehr Schüler unter ganz schlechten Bedingungen leiden. Ich finde, esist die Pflicht einer Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass alle Kinder gleiche Voraussetzungen inSchule und Ausbildung haben. Mir ist wichtig, dazu meinen Beitrag zu leisten.“ Gabriele Hübner,Ausbildungspatin und Inspektorin Staatliches Gewerbeaufsichtsamt HannoverPatenschaften werden von beiden Seiten freiwillig eingegangenund eigenverantwortlich gestaltet. Berufstätige und Pensionäre aus vielen unterschiedlichen Berufsgruppen bringen ihreumfangreichen praktischen Erfahrungen und Kompetenzen einund begleiten die Jugendlichen je nach Bedarf vom vorletztenSchuljahr bis weit in die Ausbildung hinein.In regelmäßigen Gesprächen mit den Paten wird die Strategie fürdie Bewerbung entwickelt und den Jugendlichen Mut gemacht,wenn es mal nicht geklappt hat. Eine besondere Bedeutungkommt der Reflektion der eigenen persönlichen Stärken, Zieleund Aktivitäten zu. Denn es geht darum, den passenden Ausbildungsplatz zu finden, der dem jungen Erwachsenen auf DauerBerufsbildungsbericht 2010 – viele Jugendlichesind nicht ausbildungsreif!„Unternehmen finden nicht genug fähige Auszubildende.Jeder fünfte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig gelöst.Ursache: die ungenügende schulische Qualifikation derBewerber.“„Jeder sechste junge Mensch in Deutschland zwischen 20und 30 Jahren hat keinen Berufsabschluss und befindetsich auch nicht mehr in einer Bildungsmaßnahme.“Auszüge aus dem Nachrichtenmagazin Focus, 03.03.20106„Es ist eine gesellschaftliche Pflicht, Lebens- und Berufserfahrungen jungen Menschen auf ihrem Weg in eine berufliche Zukunft zur Verfügung zu stellen und ihnenin Schule und Ausbildung mit viel Einfühlungsvermögen zur Seite zu stehen. DasProjekt Ausbildungspaten bietet mir den organisatorischen und inhaltlichen Rahmen.“Horst Schulz, Ausbildungspate, Schulko or di nator und Regierungsschuldirektor a.D.beruflichen Erfolg ermöglicht. Die persönlichen Netzwerke derPaten werden darüber hinaus für die Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche genutzt.Viele der Jugendlichen erfahren in der Patenschaft das ersteMal Interesse und Unterstützung außerhalb der Schule und desElternhauses. Ganz nebenbei werden wichtige soziale Kompetenzen trainiert, die für die Ausbildungsreife wichtig sind. Insbesondere Zuverlässigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein der jungen Erwachsenen werden gefördert.„14,8 % aller ausländischen und 5 % der deutschenSchüler verlassen die hannoverschen Schulen ohneeinen Abschluss.“Statistik der Stadt Hannover, Schuljahr 2008/2009„Die Stadtentwässerung Hannover unterstützt das Ausbildungspaten-Projektdurch ein vielseitiges Ausbildungs- undPraktikumsangebot. Ich bin von der Notwendigkeit der Hilfestellung für die jungenHeranwachsende überzeugt und arbeitedeshalb selbst als Ausbildungspate mit.“Helmut Lemke, Pressesprecher und Ausbildungspate der StadtentwässerungHannover„Seit ca. zweieinhalb Jahren bin ichnun als Patin tätig. Die Arbeit ist interessant und vielseitig. Schön ist, zusehen, wie sich die Jugendlichen mitHilfe der Paten entwickeln, sie selbstsicherer und zugänglicher werden.“Ulrike Langhorst, Ausbildungspatin,Schulkoordinatorin und Dipl.-Kauffrau der Deutschen Bundesbank„Mitarbeiterengagement bedeutet .einen dreifachen Gewinn: für die Gesellschaft, die Mitarbeiter und für dasUnternehmen.“E.ON in Hannover„Die Tätigkeit als Ausbildungspatinist in zweierlei Hinsicht für michwichtig. Etwas vom eigenen Glückweiter zu geben und somit ein wenig Dankbarkeit und Demut zu zeigen. Auf der anderen Seite ist dieZusammenarbeit mit Jugendlichen,die es etwas schwerer haben in dieberufliche Welt der Erwachseneneinzusteigen, eine ganz neue Seite,die mir in der Form bisher fehlte. Esschärft den Blick auf die wichtigenDinge des Lebens.“ Gesine Hansel,Ausbildungspatin und Referentinstrategische Projekte & Hotelberatung, TUI aqtiv GmbH„Ich genieße die Arbeit mit jungen Menschen. Sie sind voller Energie, Lebensfreude unddenken erfrischend neu und anders. Als ich das erste Mal im Jahre 2009 von dem Projektder Ausbildungspaten erfahren habe, war ich von der Idee sofort begeistert.“Michael Koch, Ausbildungspate und Mitarbeiter der VGH Versicherungen7

nformation durchWebsite, räger, eiligungen7 ktleitungAusbildungspateninformiertSchulen schließen mitdem Projektträger Kooperationsvereinbarungen,um die Ausbildungspatenals Bestandteil der berufs orientierenden Maßnahmen zu verankern.6 ehrenamtlicheDozentenJugendlichebilden aus8Unsere Paten werdendurch Schulungen auf ihreTätigkeit vorbereitet. Überbegleitende Workshopskann ein Zertifikat erworben werden.Zurzeit engagieren sich200 Freiwillige als Ausbildungspaten. Sie unterstützen die Jugendlichenlangfristig auf Ihren Wegins Berufsleben.Die Teilnahme an dem Projekt steht grundsätzlichjedem Jugendlichen offen.Insbesondere fördern wirbenachteiligte Jugendlichevon Hauptschulen.10 Schul koordinatorenbegleiten200 PatenDie Zusammenarbeitmit Lehrern und Schulsozialarbeitern wird überdie Schulkoordinatorengesteuert. Sie sind ersterAnsprechpartner für allean der jeweiligen Schuletätigen Paten.steuertDie Projektleitung, Con stance Meuer-Mergenthaler, Dr. Kurt Kühnpast undder ehrenamtlich tätigeDieter Dorn nehmen allezentralen Aufgaben war.KriseninterventionProjektträger ist das Freiwilligenzentrum Hannovere.V. Die zentralen Räumlichkeiten und das Café fsind Treffpunkt für Patenund Jugendliche.wählt ausDie LandeshauptstadtHannover und die Rut- undKlaus-Bahlsen- Stiftungunterstützen das Projektfinanziell.345 jungeErwachsenebegleitenwählt und bildet ausUnternehmenPraktikums- undAusbildungsplätze9

Ausbildungspaten helfen Schülern und UnternehmenNutzen für Wirtschaftund GesellschaftDer langfristige Nutzen des Projektes ist die Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit und den damit verbundenen Kosten. Dabei darfnicht vergessen werden, dass hinter diesem nüchtern formulierten Sachverhalt menschliche Schicksale stehen. Arbeitslosigkeit erzeugtLeid und macht krank. Die Folgen sind von uns allen zu tragen. Jungen Menschen den Weg in die Ausbildung zu ebnen, beugt außerdemdem derzeitigen und zukünftig steigenden Fachkräftemangel der Wirtschaft vor, und unser Staat profitiert von den erzielten Steuereinnahmen.Martina Fuhrmann, Ausbildungspatin: „Unternehmen wetteifern um Lehrlinge“, „Kampf um Talente“, „Ausbildungsbetriebemüssen sich auf sinkende Schülerzahlen einstellen “ So oderähnlich lauten immer öfter die Schlagzeilen in den Zeitungenzum Ausbildungsbeginn im August. So gab es Mitte August 2010in Deutschland noch 108.500 offene Lehrstellen – allerdings beigleichzeitig 153.000 suchenden Bewerbern! Viele Jahre konntensich die Unternehmen unter den Jugendlichen eines Jahrgangsdie Besten aussuchen. Meist waren dies – zumindest für diegrößeren Unternehmen – Abiturienten oder zumindest sehr guteRealschüler. Hauptschüler waren kaum im Focus. Und auch heuteschaffen es nach inoffiziellen Schätzungen keine 10 % einesHauptschuljahrgangs direkt nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Viele landen stattdessen in sogenannten „berufsvorbereitenden Maßnahmen“, die – nicht selten aneinandergereiht – am Ende doch nicht zu einem Berufsabschluss führen.Der weitere berufliche und private Weg ist damit vorprogrammiert. Dabei brauchen viele von ihnen einfach eine echte Chanceund das heißt: Einen Ausbildungsplatz!Immer mehr Unternehmen erkennen, dass es zu wenig ist, immerwieder auf die „mangelnde Ausbildungsreife“ und die Defizite beiden Eltern und in der Schule hinzuweisen. Angesichts weiterhindrastisch sinkender Absolventenzahlen werden sich die Unternehmen damit anfreunden müssen, (scheinbar) weniger gutqualifizierte Jugendliche aufzunehmen. Gleichzeitig gilt es dabeizu akzeptieren, dass dies wahrscheinlich nur mit mehr Geduldund zusätzlichen personellen Ressourcen möglich ist.Die Ausbildungspaten des Freiwilligenzentrums können durchihre individuelle Betreuung eine Schlüsselrolle dabei spielen, dassHauptschüler wieder direkt den Weg in die Unternehmen undauch einen passenden Ausbildungsplatz finden. In diesem Sinnehat ihr Einsatz gesellschaftliche und immer mehr auch wirtschaftliche Relevanz.Ein weiterer großer Erfolg des Projekts ist die Zusammenführung von Menschen aus unterschiedlichen Generationen, sozialen Gruppenund Kulturkreisen, die gegenseitig voneinander lernen. In einer Umfrage stellte das Institut Demoskopie Allenbach die Frage „Was trennt,was unterscheidet die Menschen in unserer Gesellschaft vor allem?“ 74 % der Bevölkerung antworteten darauf: „Die soziale Schicht,zu der man gehört.“ Im Projekt Ausbildungspaten profitieren nicht nur die Jugendlichen vom Wissen und den Kompetenzen der Paten.Für viele der Paten sind die Einblicke in die Lebenswelten von Hauptschülern etwas völlig Neues. Über den Kontakt und die Gesprächeentsteht mit der Zeit Verständnis für Menschen aus anderen Gesellschaftsteilen. International vergleichende Studien belegen, dassDeutschland bei der Durchlässigkeit der sozialen Schichten Nachholbedarf hat.Wirtschaftlichkeit des Projektes Ausbildungspaten:Ein Arbeitsloser kostete den Staat durchschnittlich 17 900 Euro pro Jahr.Quelle: Eugen Spitznagel, leitender Mitarbeiter im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der „Welt“vom 24.09.2008' Durchschnittlich werden im Projekt 40 Jugendliche pro Jahr in eine Berufsausbildung vermittelt.' Demgegenüber betragen die Projektkosten ca. 125.000 Euro pro Jahr.Martina Fuhrmann ist Personalleiterin der ROBINSON Club GmbH und Ausbildungspatin1011

ProjekterfolgeJ 200 Patinnen und Paten engagieren sichJ 345 Jugendliche werden begleitet35 % der Schüler verfügen über Migrationshintergrund. Das Projekt AusbildungspatenJ leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration dieser JugendlichenJ 1 16 Jugendliche konnten seit Projektbeginn in eine Berufsausbildung vermitteltwerdenJ 1.600 Mal besuchten Jugendliche die angebotenen Workshops und Veranstaltungen ber 2.500 Jugendliche und mehr wurden in Schulen, auf Messen und AusstellungenJ Üvon Paten ildungspaten1220102011Erwerb sozialer Kompetenzenund AusbildungsreifeEine Patenschaft erfordert vielMotivation vom Jugendlichenund Verbindlichkeit von beidenSeiten. Verabredungen müsseneingehalten werden, Ziele werdenvereinbart und deren Erreichenüberprüft. Erfolge werden gemeinsam erlebt und Misserfolgeüberwunden. Die Jugendlichentrainieren in der PatenschaftVerhaltensweisen und eignen sichKompetenzen an, die im Vorstellungsgespräch, in der Ausbildungund im Berufsleben von ihnenerwartet werden.„Lasst euchhelfen, wennihr Problemehabt!“Sina Bethke: „Vor einem Jahr kam Herr Pucknus in meine Klasseund berichtete von den Ausbildungspaten. Da ich keine guteschulische Prognose hatte, entschied ich mich zu einem der Projekttreffen gehen. Dort erzählten wir, von unseren Berufswünschen und wie wir diese verwirklichen wollen. Dann bekamen wireinen Ausbildungspaten zugeteilt. Mit ihm schrieb ich noch amselben Tag eine Bewerbung. Doch schnell stellten wir fest, dasses für mich gut wäre, Hilfe in Mathe zu bekommen. Also bot mirmein Ausbildungspate an, einmal die Woche mit mir Mathe zupauken. Zunächst war ich nicht so sehr begeistert, doch irgendwie musste ich meinen Abschluss ja retten. Und schon nachden ersten Nachhilfestunden merkte ich: „Ich bin ja gar nicht sodumm, wie ich dachte!“ Eigentlich brauchte ich nur einen kleinenSchubs in die richtige Richtung. Schnell machte ich Fortschritteund noch heute bin ich dankbar für die Hilfe meines Paten. Dankihm habe ich 2010 meinen Realschulabschluss gemacht und eineAusbildung zur Sozialpädagogin begonnen. Danach möchte ichstudieren. Und ich weiß genau, wenn ich dann noch weiter Hilfebrauche, bekomme ich sie auch. Egal wobei!“Richard Hennies: Ich bin 15 Jahre alt und besuche zur Zeit die9. Klasse der IGS Hannover-Linden. Um einen guten Ausbildungsplatz zu finden, hat mir mein Ausbildungspate Helmut Lemkeschon sehr viel geholfen. Herr Lemke, der bei der Stadtentwässerung Hannover die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leitet, undich treffen uns regelmäßig im Freiwilligenzentrum. Wir habenzum Beispiel eine perfekte Bewerbungsmappe erstellt, die ichnun für meine späteren Bewerbungen nutzen kann. Auch habenwir zusammen die „Lange Nacht der Berufe“ im neuen Rathausbesucht, wo ich einige interessante Berufe kennengelernt habe.Als nächstes wollen wir zusammen Bewerbungsgespräche üben.Die Ausbildungspaten helfen, wo sie können, und es kostet nurdie Zeit, die ein Patenschüler investieren muss. Dass ich nicht zudenen gehöre, deren Bewerbung nicht berücksichtigt wird, weilsie beispielsweise eine schlechte oder fehlerhafte Bewerbungsmappe abschicken, habe ich Herrn Lemke zu verdanken. Er achtetgemeinsam mit mir darauf, dass alles ordentlich ist. Mein Aufrufan alle da draußen: „Lasst euch helfen, wenn ihr Probleme habtmit der Suche nach einem passenden Beruf oder mit der Bewerbung, und macht einen Termin mit einem der Ausbildungspaten.Sie können euch helfen.“Jugendliche, Schüler/innen13

Die StifterProf. Dr. Burkhard Huch, Vorstandsvorsitzender der Rut-undKlaus-Bahlsen-Stiftung:„Fasziniert vom Engagement der Ausbildungspaten und überzeugt von der Notwendigkeit eines solchen Engagements,unterstützt die Rut-und Klaus-Bahlsen-Stiftung dieses Konzeptseit dem Jahr 2007 mit jährlich über 50.000 Euro. Hier geht es umviel mehr als um die bloße Vermittlung von Ausbildungsplätzenfür die sich schon viele Institutionen und Programme mit Erfolgverwenden. Bürger unterschiedlichen Alters, unterschiedlichenBerufs, mit unterschiedlichen Ausbildungen aber insbesonderemit sehr viel Lebenserfahrung kümmern sich ehrenamtlich, wieechte Paten, um junge Menschen. Ohne ein solches Engagement, ohne ein solches „Sich Kümmern“ würden diese jungenMenschen nur schwer oder auch gar nicht in den Beruf finden.Hier wissen wir, ganz im Sinne unsers Stifters Klaus Bahlsen, eingesellschaftspolitisch notwendiges Projekt für die Zukunft derJugend fördern zu dürfen.“Resonanz in der Öffentlichkeit.Die Ausbildungspaten sind online. Über 20.000 Zugriffe im letzten Jahr.Die Website ist ein wichtiges Instrument zur Gewinnung neuer Paten.Als einziges Projekt in Niedersachsen:Liste der guten Praxisbeispiele im PatenatlasThemenbereich Übergang Schule/Ausbildung und BerufBeauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und IntegrationThemenbereich Phineo2. Platz beim Hannover-Preis des Wirtschaftskreises Hannover 2008„Wirtschaft braucht Nachwuchs – Erfolgskonzepte für gering Qualifizierte“73 Zeitungsartikel9 Radio- und FernsehbeiträgeThomas Walter, Sozialdezernent der LandeshauptstadtHannover:„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Weg in die beruflicheZukunft für viele junge Leute heute oftmals besonders schwierigist. Das liegt zum einem sicherlich am schwierigem Ausbildungsmarkt. Es liegt zum anderen auch an individuellen Voraussetzungen und oftmals spielen auch nicht immer optimale schulischeAusgangsbedingungen eine entscheidende Rolle. Deswegen istes für uns wichtig, über verschiedenste Hilfsmöglichkeiten zuverfügen, bei denen den jungen Menschen Hilfsmöglichkeiten,Unterstützung und Beratungsmöglichkeiten gewährt werden.Und wir sind besonders froh darüber, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit unserem Freiwilligenzentrum und der großzügigenFörderung der Rut-und Klaus-Bahlsen-Stiftung seit einigen Jahrenerfolgreich praktizieren können. Dabei geht es bei weitem nichtnur darum, jungen Menschen bei der Suche bei einem konkreten Ausbildungsplatz zu helfen, sondern es geht auch weiterhindarum, diesen Jugendlichen auch während der Ausbildungsphasedarin zu unterstützen, die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren und einen unnötigen und teuren Abbruch der Ausbildungzu verhindern. Die Landeshauptstadt Hannover wird sich auchzukünftig an der Finanzierung dieses sehr wertvollen Projektesbeteiligen.“1415

der beruflichen Ausbildung von Jugendlichen Ein Projekt zur Förderung der beruflichen Ausbildung von Jugendlichen Impressum Herausgeber: Freiwilligenzentrum Hannover Redaktion: eituel ktonPj gr Alduubsi ngpas ent Christian Schmitz Kontakt: gwenli ezei rilFunrmt Hannover Im üstra Kundenzentrum Karmarschstraße 30/32, 2. OG 30159 Hannover