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Was taugt der Wahl-O-Mat?Informationsgehalt und Aussagekraft des größten deutschen WahlhilfetoolsRobin GraichenOnline-AnhangA Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat(zu Kapitel 4.6.2 a) . S. 2B Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat(zu Kapitel 4.6.2 b) . S. 5C Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat(zu Kapitel 4.6.2 c) . S. 9D Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat(zu Kapitel 4.6.2 d) . S. 15E Korrespondenz der Parteipositionen zwischen Bundes- und Länderebeneim Ost-/West-Vergleich (zu Kapitel 4.6.2 d) . S. 21F Korrespondenzberechnung der Parteipositionen zwischen Bundes- undLänderebene (zu Kapitel 4.6.2 a bis d) . S. 21G Zuordnung der Thesen aller Wahl-O-Mat-Versionen zu den Politikdimensionen des zweidimensionalen Politikraumes . S. 22H Rückerhaltene Antworten auf die Anfragen an die Parteien zurWahl-O-Mat-Studie . S. 24 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

A Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat (zu Kapitel 4.6.2 a)Bayern 2003Euklidische Policy-DistanzenCSGFSaarland che Policy-DistanzenCSFGC-S0,821-2 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.F0,5320,780-G0,8080,3900,737-

Sachsen 2004Euklidische Policy-DistanzenSGFCSchleswig-Holstein che Policy-DistanzenCSGFC-S0,737-3 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.G0,9470,650-F0,5250,7250,777-

Nordrhein-Westfalen 2005Euklidische Policy-DistanzenCSGFC-S0,587-4 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.G0,8090,670-F0,6370,6370,793-

B Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat (zu Kapitel 4.6.2 b)Sachsen-Anhalt 2006Euklidische Policy-DistanzenCSFLGRheinland-Pfalz 5080,8060,492-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,585-F0,3980,577-5 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Baden-Württemberg 2006Euklidische Policy-DistanzenCSFWGBerlin 4740,7580,465-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,599-F0,4920,775-6 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Bremen 2007Euklidische Policy-DistanzenCSFLGNiedersachsen 4920,7070,456-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,769-F0,5550,707-7 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Hamburg 2008Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,665-F0,5770,677-8 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

C Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat (zu Kapitel 4.6.2 c)Nordrhein-Westfalen 2010Euklidische Policy-DistanzenCSFLGHamburg 3140,7390,334-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,466-F0,4930,487-9 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Rheinland-Pfalz 2011Euklidische Policy-DistanzenCSFLGBaden-Württemberg 5130,6980,397-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,649-F0,5190,644-10 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Bremen 2011Euklidische Policy-DistanzenCSFLGBerlin 3970,6390,480-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,664-F0,3540,628-11 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Saarland 2012Euklidische Policy-DistanzenCSFLGSchleswig-Holstein 4440,7020,473-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,712-F0,4520,585-12 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Nordrhein-Westfalen 2012Euklidische Policy-DistanzenCSFLGNiedersachsen 4660,6540,473-Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,639-F0,3800,628-13 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

Bayern 2013Euklidische Policy-DistanzenCSFLGC-S0,596-F0,6180,649-14 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -

D Visualisierungen der parteipolitischen Positionierungen im Wahl-O-Mat (zu Kapitel 4.6.2 d)Wahl-O-Mat Sachsen 2014Euklidische Policy-DistanzenCLSAGFC-Wahl-O-Mat Thüringen 20,3630,778-F0,5070,7480,6490,5960,716-Euklidische Policy-DistanzenCLSAGFC-L0,774-S0,6640,459-15 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -F0,5070,6690,6180,5790,602-

Wahl-O-Mat Brandenburg 2014Euklidische Policy-DistanzenSCLAGFS-Wahl-O-Mat Hamburg 90,4730,721-F0,5500,5900,6230,6790,664-Euklidische Policy-DistanzenSCGLFAS-C0,473-G0,5260,596-16 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -A0,6230,5190,7390,8700,507-

Wahl-O-Mat Bremen 2015Euklidische Policy-DistanzenSCGLFAS-Wahl-O-Mat Sachsen-Anhalt 70,6740,778-A0,6440,4870,7690,8310,612-Euklidische Policy-DistanzenLSGCAFL-S0,550-G0,3540,556-17 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -F0,6690,5620,6540,5740,683-

Wahl-O-Mat Baden-Württemberg 2016Euklidische Policy-DistanzenSGCAFLS-Wahl-O-Mat Rheinland-Pfalz 30,4870,562-L0,4290,3340,8510,8270,795-Euklidische Policy-DistanzenSCAFGLS-C0,556-A0,7780,602-18 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -L0,5680,7340,8070,7020,397-

Wahl-O-Mat Berlin 2016Euklidische Policy-DistanzenSCLGAFS-Wahl-O-Mat Saarland 90,8580,831-F0,6690,5190,7210,7070,602-Euklidische Policy-DistanzenCSLAFGC-S0,500-L0,6640,519-19 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -G0,6330,5320,4290,7910,590-

Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein 2017Euklidische Policy-DistanzenCSGFALC-Wahl-O-Mat Nordrhein-Westfalen 40,8110,568-L0,8890,4800,3890,8030,815-Euklidische Policy-DistanzenCSFAGLC-S0,507-F0,4370,607-20 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte -L0,7520,5440,7990,7950,303-

E Korrespondenz der Parteipositionen zwischen Bundes- und Länderebene im Ost-/West-Vergleich(zu Kapitel 4.6.2 d)Korrespondenz der Parteipositionen zwischen Bundes- und Länderebene (Ost), eigene Darstellung.Politikraumverortung Bundesparteien(sozioökonomisch)Arithmetisches MittelLandesparteien (sozioökonomisch)Standardabweichung zu Bundesparteien(sozioökonomisch)Durchschnittl. Standardabweichungder Landesparteien (sozioökonomisch)Politikraumverortung Bundesparteien(soziokulturell)Arithmetisches MittelLandesparteien (soziokulturell)Standardabweichung zu Bundesparteien(soziokulturell)Durchschnittl. Standardabweichungder Landesparteien 0,1500,2590,4530,278Korrespondenz der Parteipositionen zwischen Bundes- und Länderebene (West), eigene Darstellung.Politikraumverortung Bundesparteien(sozioökonomisch)Arithmetisches MittelLandesparteien (sozioökonomisch)Standardabweichung zu Bundesparteien(sozioökonomisch)Durchschnittl. Standardabweichungder Landesparteien (sozioökonomisch)Politikraumverortung Bundesparteien(soziokulturell)Arithmetisches MittelLandesparteien (soziokulturell)Standardabweichung zu Bundesparteien(soziokulturell)Durchschnittl. Standardabweichungder Landesparteien 0,0970,3320,6490,318F Korrespondenzberechnung der Parteipositionen zwischen Bundes- und Länderebene(zu Kapitel 4.6.2 a bis d)Die Berechnungen der Korrespondenz der Parteipositionen zwischen Bundes- und Länderebene aller Untersuchungseinheiten aus Kapitel 4.6.2 enthält der erweiterte Online-Anhang (Dateiname: Anhang Wahl-OMat BundLandAnalyse.xlsx).21 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

G Zuordnung der Thesen aller Wahl-O-Mat-Versionen zu den Politikdimensionen des zweidimensionalen 3333321123231123123331213233Wahl-O-Mat-Versionen 1 bis 20, Thesen: 1 sozioökonomisch, 2 soziokulturell, 3 sonstige22 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte 32132131323221332131132112131333

21111213112123313Wahl-O-Mat-Versionen 21 bis 40 (Fortsetzung), Thesen: 1 sozioökonomisch, 2 soziokulturell, 3 sonstigeDie vollständigen Kodierungen der Politikpositionen aller betrachteten Parteien enthält der erweiterteOnline-Anhang (Dateiname: Anhang Wahl-O-Mat Positionen.xlsx).23 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

H Rückerhaltene Antworten auf die Anfragen an die Parteien zur Wahl-O-Mat-StudieFrage 1:Wie werden die Wahl-O-Mat-Positionierungen innerhalb Ihrer Partei bestimmt beziehungsweise werbeantwortet die Wahl-O-Mat-Thesen?Frage 2:Wie beziehungsweise nach welchem Vorgehen werden innerhalb Ihrer Partei die Antwortbegründungen zu den Wahl-O-Mat-Thesen formuliert?Frage 3:Hat sich innerhalb Ihrer Partei seit dem Bestehen des Wahl-O-Mat etwas im Umgang mit der Thesenbeantwortung geändert? (Stichworte: Zeitinvestition, Anzahl beteiligter Person bzw. Gremien, „Prominenz“ beteiligter Personen)Die rückerhaltenen Antworten von den Kontaktstellen der Landesverbände sind anonymisiert abgedruckt. Angefragt wurden im vierten Quartal 2018 die Kontaktstellen aller Landesverbände der Parteien CDU (und CSU),SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD sowie die Kontaktstellen der ---------------------------------------- -----------CDU Brandenburg, eMail vom 03.12.2018Frage 1: Die Antworten erfolgen auf Grundlage der Positionen, die wir in unserem Wahlprogramm erarbeiten.Frage 2: Die Begründungen werden durch die Referenten der Landesgeschäftsstelle in Abstimmung mit denFachpolitikern und Fachreferenten der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag erarbeitet.Frage 3: Eine grundlegende Veränderung beim Vorgehen zur Beantwortung der Thesen im Zeitverlauf ist unsnicht bekannt.CDU Niedersachsen, eMail vom 05.12.2018Frage 1: Die Positionierungen für den Wahl-O-Maten werden auf Grundlage des Regierungsprogrammes undParteitagsbeschlüssen verfasst. Dieses Regierungsprogramm ist das Ergebnis einer langen Diskussion,in der die verschiedenen Parteigliederungen und -vereinigungen, aber auch Experten und interessierteBürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Als CDU in Niedersachsen haben wir den Entwurf desRegierungsprogrammes 2017-2022 sogar zusätzlich in einer Art Anhörung Verbänden und maßgeblichen zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Stellungnahme übersandt. Alle Anregungen von allen Seitenwurden sorgsam geprüft und flossen damit teilweise in die finale Fassung ein.Frage 2: siehe 1Frage 3: siehe 1CDU Sachsen, eMail vom 05.12.2018Frage 1: Die Positionierung zu den Wahl-O-Mat-Fragen werden aus den Wahlprogrammen sowie weiterenprogrammatischen Grundlagen der Partei (Grundsatzprogramm, Positionspapiere etc.) abgeleitet. DieFragen werden durch den Generalsekretär in Abstimmung mit den jeweiligen Fachpolitikern sowieMitgliedern des Landesvorstandes beantwortet.Frage 2: Grundlage für die Antwortbegründungen sind ebenfalls das Wahlprogramm sowie weitere programmatische Grundlagen der Partei. Unter Federführung des Generalsekretärs werden die Antwortbe-24 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

gründungen in Abstimmung mit den jeweiligen Fachpolitikern sowie Mitgliedern des Landesvorstandes formuliert.Frage 3: Der Wahl-O-Mat stellt für viele Wählerinnen und Wähler eine wichtige Orientierungshilfe hinsichtlich ihrer zu treffenden Wahlentscheidung dar. Insofern hat die Beantwortung der Wahl-O-MatFragen für uns schon immer eine hohe Relevanz.SPD Berlin, eMail vom 13.12.2018Frage 1: Zu einem Großteil der abgefragten Thesen hatten wir eine Position im Wahlprogramm. War einePositionierung nicht im Programm enthalten, wurden die jeweils Beschlüsse vergangener Landesparteitage zur Beantwortung herangezogen. Wir waren dabei bemüht, möglichst für jede These eine eindeutige Positionierung für die Berliner SPD zu finden und somit die Antwortmöglichkeit „neutral“ zuvermeiden. Die Thesen wurden zunächst vom zuständigen Fachreferat (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) beantwortet und anschließend mit dem Geschäftsführenden Landesvorstand abgestimmt.Frage 2: Die Antwortbegründungen wurden analog zu den Positionierungen anhand des Wahlprogramms undder Parteitagsbeschlüsse ausformuliert. Gerade bei Parteitagsanträgen gibt es meist einen ausführlichen Begründungstext. Darüber hinaus nehmen unsere Fachpolitiker zu ihren Themen öffentlich häufig Stellung, so dass auch ihre Argumente in die Begründung eingeflossen sind.Frage 3: Hierzu kann ich leider keine Aussage treffen, da sich meine Erfahrung ausschließlich auf die Wahlenzum Berliner Abgeordnetenhaus 2016 beschränkt.SPD Hamburg, eMail vom 31.01.2019Frage 1: Die Beantwortung der Thesen übernimmt die SPD Landesorganisation Hamburg und bezieht sichdabei auf das Wahlprogramm für die Bürgerschaftswahl.Frage 2: Bei der Formulierung der Antwortbegründungen orientieren wir uns an den Aussagen des Wahlprogramms.Frage 3: Nein.SPD Sachsen, eMail vom 17.12.2018Frage 1: Sie werden anhand von Parteiprogramm, Beschlüssen auf Parteitagen, Positionen der Arbeitsgemeinschaften und Initiativen der Fraktion von Mitarbeiter*innen der Landesgeschäftsstelle zusammengestellt und von der politischen Führung der Landespartei, also Geschäftsführer*in und Generalsekretär*in geprüft und abgestimmt.Frage 2: wie 1Frage 3: Nein.SPD Schleswig-Holstein, eMail vom 10.12.2018Frage 1: Die Antwortentwürfe zur vergangenen Landtagswahl wurden durch den Landesvorsitzenden und demSpitzenkandidaten freigegeben. Sie basierten auf den Aussagen im Wahlprogramm und der Beschlusslage der Partei.Frage 2: Auf Basis des Wahlprogramms und der Beschlusslage wurden zielgruppengerechte Antworten undBegründungen formuliert.25 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Frage 3: Ja. Die Kommunikation im Internet erlangt zunehmende Bedeutung. Entsprechend wird hier mehrZeit investiert. Die Zahl beteiligter Personen ist allerdings vergleichsweise stabil geblieben. In derVergangenheit gab es keine formalen Beschlüsse von Gremien.FDP Bayern, eMail vom 04.12.2018Frage 1: Unsere Wahl-O-Mat-Positionierungen ergeben sich aus unserer aktuellen Beschlusslage und vor allemden Wahlprogrammen (Landtagswahl- und Bundestagswahlprogramm).Frage 2: Die einzelnen Fragen werden hinsichtlich ihrer Thematik sortiert und auf Parteimitarbeiter aufgeteilt.Frage 3: Nicht wesentlich, obschon eine verstärkte Beanspruchung des Wahl-O-Mat durch die Wählerschaftauch zu einer stärkeren Priorisierung dieses Tools durch die Parteien führt.FDP Bremen, eMail vom 28.11.2018Frage 1: Das erfolgt durch den vom Landesvorstand bestimmten Programmatiker in Abstimmung mit demLandesvorsitzenden und der Spitzenkandidatin.Frage 2: Hier werden entsprechende Teile aus dem Wahlprogramm oder ggf. aus Beschlüssen der Partei übernommen bzw. redaktionell angepasst.Frage 3: Nein.FDP Hamburg, eMail vom 16.12.2018Frage 1: Die Bearbeitung der Wahl-O-Mat-Thesen ist Teil der Medienarbeit im Wahlkampf und werden vomgeschäftsführenden Landesvorstand (Präsidium) verantwortet. In der Regel erarbeitet das für die Koordinierung der inhaltlichen Arbeit zuständige Präsidiumsmitglied die Antwortentwürfe, die mit demKandidatenteam für die jeweilige Wahl abgestimmt werden. Bei den Bürgerschaftswahlen 2011 und2015 habe ich diese Aktivitäten als Wahlkampfkoordinator bzw. stellvertretender Landesvorsitzendergesteuert.Frage 2: Grundlage sind immer das jeweilige Wahlprogramm und der Wahlaufruf der Freien Demokraten. DiePositionierung und die Begründungstexte werden daran orientiert möglichst profiliert formuliert, alsobefürwortend oder ablehnend, aber niemals ausweichend.Frage 3: Nein. In der Regel erfordern die Erarbeitung der Positionierung und der Texte einen Tag und dieAbstimmung aufgrund der knappen Fristen max. zwei Tage. Die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind in der Hamburger FDP klar geregelt. D.h. zuständig ist das Präsidium und beteiligt wirddas Kandidatenteam, hier insbesondere die Spitzenkandidatin.FDP Niedersachsen, eMail vom 16.01.2019Frage 1: Im Vorfeld einer Landtagswahl wird aus dem Landesvorstand der FDP Niedersachsen, aus den Landesfachausschüssen der FDP Niedersachsen sowie aus weiteren Mitgliedern die sogenannte Programmkommission gebildet. Diese Programmkommission erarbeitet einen Vorschlag für das Landtagswahlprogramm der FDP Niedersachsen und ist daher am besten mit den inhaltlichen Positionender Partei vertraut. Sobald Fragen der Bundeszentrale für politische Bildung bzw. der zuständigenStelle für den Wahl-O-Mat eingehen, werden die entsprechenden Thesen in einer Arbeitsgruppe aus26 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

besagter Programmkommission, dem Landesvorstand und weiteren Mitgliedern bewertet und Positionierungen verfasst.Frage 2: Die Formulierung erfolgt in der Regel durch einzelne Personen aus der Programmkommission, ausdem Landesvorstand, aus der Landesgeschäftsstelle oder weiteren Mitgliedern der FDP, die die Formulierungsvorschläge anschließend diskutieren, darüber befinden und diese dann gemeinsam bei derBundeszentrale einreichen.Frage 3: Seit dem Bestehen des Wahl-O-Mat hat sich im Umfang mit der Thesenbeantwortung innerhalb derFDP Niedersachsen keine wesentliche Änderung eingestellt. Das tägliche Arbeiten innerhalb der Programmkommission und unter den eingebundenen Mitgliedern ist jedoch einem stätigen Digitalisierungsprozess unterworfen. So ist die gemeinsame Arbeit an Formulierungen heute einfacher möglichals noch zu Zeiten der Einführung des Wahl-O-Mat.FDP Nordrhein-Westfalen, eMail vom 03.12.2018Frage 1: Die Positionierungen ergeben sich aus dem vom Landesparteitag verabschiedeten Wahlprogramm zurLandtagswahl. Die Antwort erfolgt dann durch den Generalsekretär.Frage 2: Die Antwortbegründungen leiten sich ebenfalls aus dem Wahlprogramm ab. Zusätzlich werden diesenoch mit den Vorsitzenden der Landesfachausschüsse sowie fachlich damit befassten Landesvorstandsmitgliedern abgestimmt. Die Beantwortung erfolgt auch hier durch den Generalsekretär.Frage 3: Die Beantwortung der Wahl-O-Mat-Fragen hatte für die Freien Demokraten in NRW immer schonPriorität, weil dieses Instrument der Meinungsfindung durch eine zunehmende Personenzahl genutztwurde und wird sowie zusätzlich auch durch die Presse eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfährt. Vordiesem Hintergrund erfolgt die Beantwortung mit vergleichsweise großem Zeiteinsatz und der beschriebenen Einbindung des Generalsekretärs.Grüne Baden-Württemberg, eMail vom 31.01.2019Frage 1: Die Wahl-O-Mat-Positionierungen werden auf Grundlage der gültigen Programm- und Beschlusslagevon Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg vorgenommen. Im Landtagswahlkampf 2016 habenzwei Mitarbeiterinnen der Landesgeschäftsstelle (Bereich Presse-/Öffentlichkeitsarbeit) einen Vorschlag für die Wahl-O-Mat-Positionierungen erarbeitet und sich dabei insbesondere am Wahlprogramm zur Landtagswahl 2016 orientiert. Dieser Vorschlag für die Wahl-O-Mat-Positionierungenwurde anschließend von den beiden Landesvorsitzenden freigegeben und die Wahlkampfkommissionzur Landtagswahl 2016 wurde über die Beantwortung informiert.Frage 2: Die Antwortbegründungen zu den Wahl-O-Mat-Positionierungen werden auf Grundlage der gültigenProgramm- und Beschlusslage von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg vorgenommen. ImLandtagswahlkampf 2016 haben zwei Mitarbeiterinnen der Landesgeschäftsstelle (Bereich Presse/Öffentlichkeitsarbeit) einen Vorschlag für die Antwortbegründungen zu den Wahl-O-MatPositionierungen erarbeitet und sich dabei insbesondere am Wahlprogramm zur Landtagswahl 2016orientiert. Dieser Vorschlag für die Antwortbegründungen zu den Wahl-O-Mat-Positionierungen wurde anschließend von den beiden Landesvorsitzenden freigegeben und die Wahlkampfkommission zurLandtagswahl 2016 wurde über die Beantwortung informiert.27 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Frage 3: Nein, das grundsätzliche Vorgehen bei der Erarbeitung der Wahl-O-Mat-Positionierungen hat sichnicht geändert und entspricht schon immer dem für den Landtagswahlkampf 2016 beschriebenen Vorgehen.Grüne Hamburg, eMail vom 06.12.2018Frage 1: Die Positionierungen stammen aus dem Wahlprogramm. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter koordiniert die Beantwortung der Fragen bzw. die Begründungen. Diese Antworten werden dann vonden Fachpolitiker*innen gegen gecheckt und von der Spitzenkandidatin und/oder der Landesvorsitzenden freigegeben.Frage 2: Zunächst wird die entsprechende Stelle im Wahlprogramm für die Antworten genutzt, zusätzlichergänzen die Fachsprecher*innen aus der Bürgerschaftsfraktion.Frage 3: Der Wahl-O-Mat war für uns von Anfang an ein wichtiger Teil des Wahlkampfes. Wir investieren vielZeit in die Beantwortung der Fragen. Da der letzte Bürgerschaftswahlkampf schon über drei Jahre zurück liegt, kann ich Ihnen leider keine konkreten Zahlen liefern, was Zeitaufwand und beteiligte Personen angeht. Grundsätzlich beziehen wir die jeweiligen Fachpolitiker*innen, den Landesvorstandund die Spitzenkandidat*innen ein. Das war bislang immer so. Und am Wahl-O-Mat-Presseterminnimmt traditionell die Spitzenkandidatin teil.Grüne Niedersachsen, eMail vom 29.11.2018Frage 1: Grundlage der Wahl-O-Mat-Positionierung ist in erster Linie das Wahlprogramm zur Landtagswahl.Sofern das Wahlprogramm auf bestimmte Thesen keine Positionierung liefert, werden bisherige Parteitagsbeschlüsse, Landtagsanträge oder eigene Positionierungen zu Landtagsanträgen anderer Landtagsfraktionen herangezogen. Die hier genannten Quellen werden hierarchisch herangezogen: Zunächst das Wahlprogramm, wenn dieses nicht genug liefert, eigene Parteitagsbeschlüsse und Landtagsanträge. Sofern auch daraus keine Positionierung abzuleiten ist, wird die Positionierung unsererLandtagsfraktion zu Landtagsanträgen anderer Fraktionen herangezogen. Die Antworten zur Landtagswahl 2017 wurden vom Landesgeschäftsführer formuliert. In Zweifelsfällen wurde mit den zuständigen fachpolitischen Sprechern der Landtagsfraktion Rücksprache genommen.Frage 2: wie 1.Frage 3: Aus alten Unterlagen ist ersichtlich, dass auch bei vorhergehenden Landtagswahlen in ähnlicher Weise agiert wurde.Grüne Sachsen, eMail vom 11.12.2018Frage 1: Die Beantwortung erfolgt jeweils durch den Landesvorstand auf Grundlage des durch die Landesarbeitsgemeinschaften erarbeiteten und auf dem Programmparteitag am 1. und 2.03.2019 beschlossenenWahlprogramms.Frage 2: wie 1.Frage 3: Nein, an dem grundsätzlichen Verfahren hat sich nichts geändert.28 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Grüne Sachsen-Anhalt, eMail vom 03.12.2018Frage 1: Aufgrund Beschluss des Wahlkampfteams, dem zentralen Koordinationsorgan der Partei im Wahlkampf, wurde die Beantwortung/Redaktion an ein Mitglied des WKT delegiert. Dies wurde durch einepolitische Spitzenposition (einer der Parteivorsitzenden) geleitet, wobei auch eine Abstimmung mitund Freigabe durch die Spitzenkandidatin erfolgte.Frage 2: Die Beantwortung erfolgte entlang der Beschlusslage, v.a. des Wahlprogramms der Partei, wobei dieArgumentation sich an den Begründungen der Parteibeschlüsse orientierte. Ggf. wurde auf Positionierungen anderer grüner Akteure (zB Fraktionen) zurückgegriffen. Sofern keine „grüne“ Beschlusslagebestand, wurde eine durch die beauftragten Personen entwickelt und anhand grüner Grundsätze begründet.Frage 3: Eher nein. Durch den nachwievor eher geringen Organisationsgrad wurde das bisher „immer“ durchPartei„prominenz“ geleistet. Das korrespondierte aber sicher auch damit, dass das die letzten Maleimmer Ende Dezember/Anfang Januar zu finalisieren war, als die regulären Mitarbeiter im Urlaub waren. Hinsichtlich des Aufwandes ist es einer von verschiedenen Gesichtspunkten, die im Wahlkampfzu leisten sind. Tatsächlich lästig sind Fragen, die ohne Landesbezug oder -kompetenz sind und gefühlt zugenommen haben.Linke Bremen, eMail vom 29.11.2018Frage 1: Maßgeblich ist das beschlossene Wahlprogramm des Landesverbands. Das deckt meist einen großenTeil der abgefragten Positionen ab. Zusätzlich gibt es einige Positionen, die so selbstverständlich sind,dass sie nicht einmal im Wahlprogramm stehen (das sind meistens Fragen nach der Position zu konkreten Vorschlägen, die zu unseren Auffassungen sehr konträr sind). Natürlich gibt es jedes Mal aucheinen Anteil von Fragen, die nicht im Wahlprogramm abgedeckt sind. Dafür wird in der Regel bei denfachpolitisch zuständigen Mitarbeiter*innen der Fraktion nachgefragt, welche Position wir hier in derpolitischen Praxis vertreten.Frage 2: Wie unter 1) beschrieben, gibt es eine Person aus dem Landesvorstand, die sich um den Wahl-O-MatProzess kümmert. Diese entscheidet, welche Antwortbegründungen sie selbst formuliert (insbesondereda, wo man die Begründung ebenfalls dem Wahlprogramm entnehmen kann), und welche Antwortbegründungen sie delegiert (an fachpolitisch zuständige Personen, entweder im Landesvorstand oder beiden Mitarbeiter*innen der Fraktion). Die koordinierende Person füllt das Formular dann letztlich aus,liest auch die Zuarbeiten gegen, und schickt die Antwortbegründungen gesammelt zurück.Frage 3: Das Verfahren hat sich eigentlich nicht verändert. Neu hinzugekommen ist, dass es beim letzten Mal(ich glaube das war 2015 neu) eine Art Vorverfahren gab: Die Parteien wurden angeschrieben, welchePositionen sie für besonders wichtig halten, oder für besonders trennscharf zu anderen Parteien, unddies floß dann in die Zusammenstellung der Fragen mit ein.Linke Nordrhein-Westfalen, eMail vom 06.12.2018Frage 1: DIE LINKE hat für gewöhnlich sehr ausführliche und detailreiche Wahlprogramme, die vom höchstenOrgan, dem Landesparteitag, beschlossen werden. Diese bieten eine umfassende Grundlage für dieBeantwortung der Thesen. Für die Umsetzung der Beantwortung war ich in der Vergangenheit imRahmen meiner Aufgaben in unserem „Wahlbüro“ zuständig. In das Wahlbüro beruft der Landesvor29 NOMOS Verlagsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

stand einige Monate vor der jeweiligen Wahl ca 5 bis 10 Mitglieder, die für die unterschiedlichen Bereiche der Wahlkampforganisation zuständig sind. Der Landesgeschäftsführer bildet als Landeswahlkampfleiter die Schnittstelle zu den politischen Beschlussgremien. Bei Fragen des Wahl-O-Mat, dienicht bereits durch Beschlüsse der Partei eindeutig zu beantworten sind, konsultieren wir Fachpolitiker*innen und entscheiden am Ende im Wahlbüro gemeinsam über die Beantwortung. Das betrifftaber nur einen sehr kleinen Teil der Fragen. In meiner Erinnerung waren es zur letzten Mal etwa 3 der40 Thesen, die nicht ohnehin durch das Wahlprogramm oder andere Beschlüsse der Parteigremien beantwortbar waren. Auch bei diesen unklaren Fragen orientieren wir. uns bei der Beantwortung an denRahmenpositionen, die durch die Partei bereits gesetzt sind.Frage 2: Auc

18 Wahl-O-Mat Baden-Württemberg 2016 Euklidische Policy-Distanzen S G C A F L S -