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Handbuch fürARBEITSSICHERHEIT– 1 –

IMPRESSUMReferat 02Referat 08UniversitätsdruckereiStand: November 2020

VORWORT DES KANZLERS IDr. Martin MehrtensSehr geehrte Damen und Herren,die letzten Monate haben mir gezeigt, dass die Universität Bremen im Bereich der Arbeitssicherheitgut aufgestellt ist. Sie alle haben mit einem großen Einsatz dazu beigetragen, dass die CoronaPandemie in der Universität Bremen zwar ihre Spuren hinterlässt, aber Studium, Lehre und Forschungweiterhin möglich sind. Dies ist u.a. auch Ergebnis einer kompetenten Arbeitssicherheit und der mitSensibilität für die besondere Situation umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsrisiken.Darüber hinaus ist die Universität – und damit wir alle – an vielen Stellen täglich besonderen Arbeitssicherheitsrisiken ausgesetzt. Gerade die Arbeitssicherheit ist ein Bereich, der wichtig für ein ordentliches Funktionieren der Universität in Studium, Lehre, Forschung und Betrieb ist. Wir sollten dahernicht leichtfertig dem Gedanken folgen „Es ist doch bisher auch alles gutgegangen!“. Ich möchteIhnen heute ein Arbeitssicherheitshandbuch für die Universität an die Hand geben. Es umfasstgrundlegende Regelungen und ist als „Work in progress“ zu verstehen, das sich auch künftig Änderungen und Ergänzungen annehmen wird und Ausdruck eines erfolgreichen Zusammenarbeitens seinsoll.Vieles wird Ihnen bekannt vorkommen, Einiges wird wieder in Ihr Bewusstsein rücken. Und damit hatdas Arbeitssicherheitshandbuch bereits ein wichtiges Ziel erreicht: Es bringt die Menschen, die in derUniversität arbeiten und studieren, und ihre Gesundheit in den Mittelpunkt!Das weitere Ziel können wir nur durch unser Handeln erreichen. Gerade im Bereich der Arbeitssicherheit reicht das geschriebene Wort nicht aus, es kommt darauf an, dass entsprechend kompetent gehandelt wird und jeder zum Gelingen beiträgt.Nutzen Sie die vielfältigen Beratungsangebote auf dem Universitäts-Campus, um die Universität zueinem Ort zu machen, in dem ein gutes System der Arbeitssicherheit erfolgreiches Forschen, Lehren,Studieren und Supporten möglich macht. Ich bitte hierfür um Ihre Unterstützung.Ihr Dr. Martin MehrtensKanzler der Universität Bremen

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INHALTSVERZEICHNIS1. Übersicht der Zuständigkeiten in der Arbeitssicherheit61.1. Fachkräfte für Arbeitssicherheit 61.2. Sicherheitsbeauftragte 71.3. Weitere Anlaufstellen der Universität Bremen71.4. Notfallorganisation 81.4.1. Notruf 81.4.2. Brandschutz 81.4.3. Erste Hilfe91.4.4. Unfall 101.4.5. Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED)101.5. Arbeitssicherheit - für alle Bereiche der Universität111.5.1. Die Gefährdungsbeurteilung111.5.2. Unterweisungen 121.5.3. Büro- und Bildschirmarbeitsplatz131.5.4. Prüfung von Arbeitsmitteln131.5.4.1. Leitern und Tritte131.5.5. Mutterschutz 141.5.6. Arbeitsmedizinische Vorsorge151.5.7. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)151.5.8. Abfallentsorgung162. Anhang 172.1. I Rechtsgrundlagen 172.2. I Allgemeine Hausordnung 18– 5 –

1.Übersicht der Zuständigkeiten in der ArbeitssicherheitAn der Universität Bremen wird die arbeitssicherheitstechnische Betreuung durch das Referat 02 (Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz) wahrgenommen. Weitere Informationen zur Arbeitssicherheit finden Sie unter www.uni-bremen.de/arbeitssicherheit.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 e für ArbeitssicherheitDie Fachkräfte für Arbeitssicherheit haben die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit zu unterstützen(vgl. ASiG- Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 6 Aufgabender Fachkräfte für Arbeitssicherheit).Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten und unterstützen bei Fragen zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen, Beurteilung von Arbeitsbedingungen, Begehung der ArbeitsbereicheVerbesserung und Integration des Arbeitsschutzes in allen Arbeitsbereichen und –abläufenBeseitigung von MängelnPlanung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen und EinrichtungenBeschaffung und Prüfung von Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen, Einführung von ArbeitsverfahrenErstellung von BetriebsanweisungenAuswahl von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Hinwirken auf ihre Benutzung inklusive der WirksamkeitskontrolleDie Fachkräfte für Arbeitssicherheit arbeiten mit den Interessensvertretungen (Personalrat, Schwerbehindertenvertretung usw.), dem Betriebsärztlichen Dienst, den Sicherheitsbeauftragten und sonstigen Akteuren des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zusammen. Sie untersuchen Arbeitsunfälle, sind Mitglied im Arbeitsschutzausschuss und berichtenregelmäßig an die Universitätsleitung.Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit sind bei der Ausübung ihrer sicherheitstechnischen Fachkunde weisungsfrei. Ihnenwird von der Universitätsleitung ein ungehindertes Zutrittsrecht zu sämtlichen Bereichen der Hochschule eingeräumt.Auf Verlangen sind der Fachkraft für Arbeitssicherheit auch einschlägige betriebliche Unterlagen (Betriebsanweisungen,Prüfprotokolle etc.) zur Verfügung zu stellen, sofern diese zur Erfüllung der Aufgaben benötigt werden.KontaktRobert CruegerLeitung Referat 02 49 421 218 60130 [email protected]– 6 –

1.2.SicherheitsbeauftragteSicherheitsbeauftragte unterstützen die Universitätsleitung, die Führungskräfte, die Fachkräfte für Arbeitssicherheit,den Betriebsärztlichen Dienst und die Kolleginnen und Kollegen darin, Unfälle, berufsbedingte Krankheiten und Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Sie unterstützen die im Betrieb für den Arbeitsschutz verantwortlichen Personen nachdem Motto: „Vier Augen sehen mehr als zwei“.Sicherheitsbeauftragte verfügen über Betriebserfahrung und kennen die Gefährdungen und Belastungen am konkretenArbeitsplatz. Sie werden von der Universitätsleitung auf Vorschlag der zuständigen Führungskraft schriftlich bestellt.In regelmäßigen Aus- und Weiterbildungen erweitern Sicherheitsbeauftragte ihre Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen. Sicherheitsbeauftragte haben keine Weisungsbefugnis und stehen im Austausch mit dem Referat 02.Die Liste der derzeitigen Sicherheitsbeauftragten finden Sie auf der Homepage des AGUM.1.3.Weitere Anlaufstellen der Universität BremenBevollmächtigter für biologische Sicherheit,Gefahrstoffe und Strahlenschutz 49 421 218 60130 [email protected] für Schwerbehinderte 49 421 218 60080 [email protected] Sozialberatung der Universität BremenAbfallbeauftragter 49 421 218 60088 [email protected] 49 421 218 60106 [email protected] für das GefahrstoffkatasterArbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt –Expertise und Konfliktberatung „ADE“ 49 421 218 60132 [email protected] 49 421 218 60170 le Suchtprävention [email protected] 49 421 218 60105 [email protected]ärztlicher Dienst 49 421 218 60140 e Beratung des StudierendenwerksBremen 49 421 22 01 1 13 10 [email protected] 49 421 218 60060 [email protected] thaler Heerstr. 25928 357 Bremen Zentralruf 49 421 3620 49 421 218 60070 [email protected] Frauenbeauftragte 49 421 218 60075 [email protected] – 7 – 49-421 218 2400 49 421 218 07 (bei Notfällen)

1.4.NotfallorganisationDie Universität Bremen hat die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um auf Notfälle schnell und angemessenreagieren zu können.Hochschulmitglieder und alle Personen, die sich in der Hochschule aufhalten, sind zur Einhaltung der Vorgaben derNotfallorganisation verpflichtet.1.4.1. NotrufAus der Universität können telefonische Notfallmeldungen über unterschiedliche Nummern weitergegeben werden: Polizei 110Feuerwehr / Rettungsdienste112Zusätzlich sind Polizei und Feuerwehr über eine einheitliche Notfallnummer aus der Universität heraus zu erreichen: Polizei 9 - 1111Feuerwehr / Rettungsdienste9 - 1111Wenn Beschäftigte der Universität die Polizei oder die Feuerwehr / Rettungsdienste direkt in einem Notfall informieren,muss auch die Leitwarte der Universität kontaktiert werden: intern 07extern 0421 - 218 07Die Informationen für Notfälle sind in einem Notrufzettel zusammengefasst, der in allen universitären Gebäudengut sichtbar ausgehängt ist: Wie meldet man einen Notfall? Wo geschah es? (Unfallort, möglichst genaue Angaben) Was geschah? (kurze Beschreibung des Notfalls / Unfalls) Wie viele? (Wie viele Verletzte / Erkrankte benötigen Hilfe?) Welche Art von Verletzungen? Rückfragen abwarten, das Gespräch nicht selbst beenden!1.4.2. BrandschutzBrandschutz dient dem Schutz von Menschenleben und der Umwelt und ist gleichzeitig Voraussetzung für eine erfolgreiche Brandbekämpfung. Mit Brandschutz sind alle Maßnahmen gemeint, durch die die Entstehung eines Brandes oderFeuers verhindert werden kann.Die Universität Bremen regelt alle Maßnahmen zum organisatorischen und anlagetechnischen Brandschutz in ihrer Brandschutzordnung.Die Aufgaben einer/eines Brandschutzbeauftragten hat die Universität aktuell an den Anbieter „Brandschutzplanung-Nord“übertragen. Die/der Brandschutzbeauftragte unterstützt die Universitätsleitung in allen brandschutzerheblichen Angelegenheiten. Brandschutzbeauftragte werden insbesondere bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen beteiligt und entwickelngemeinsam mit der Universitätsleitung und dem Arbeitssicherheitsreferat den organisatorischen Brandschutz der Universität. Die Regelungen wurden in der Brandschutzordnung (s.o.) der Universität Bremen veröffentlicht.An der Universität Bremen wird der Brandschutz durch Brandschutzhelferinnen und Brandschutzhelfer unterstützt. Diesewerden durch die jeweilige Leitung benannt und regelmäßig geschult. Die Brandschutzhelferinnen und Brandschutzhel– 8 –

fer sind im Falle eines Brandes gegenüber den in Sicherheit zu bringenden Personen (Beschäftigte, Gäste, Studierende) weisungsbefugt, um eine Entfluchtung aller in einem jeweiligen Gebäude befindlichen Personen zu unterstützen. DieWeisungsbefugnis ist räumlich auf den Einsatzbereich der Brandschutz- bzw. Evakuierungshelferinnen und -helfer sowiezeitlich auf den unmittelbaren Evakuierungsfall beschränkt.Die Liste der derzeitigen Brandschutzhelferinnen und Brandschutzhelfer finden Sie auf der Homepage des AGUM.Vorgesetze sind für ihren jeweiligen Bereich verantwortlich, 10 % der Beschäftigten zu Brandschutzhelferinnen bzw.Brandschutzhelfern ausbilden zu lassen. Dieser im Vergleich zu anderen Institutionen hohe prozentuale Anteil berücksichtigt, dass neben den Beschäftigten der Universität auch Studierende von den Brandschutzhelferinnen und –helfern zubegleiten sind.Die theoretische und praktische Ausbildung der Brandschutzhelferinnen und Brandschutzhelfer übernimmt der/die Brandschutzbeauftragte der Universität Bremen. Anmeldungen zur Schulung sind an das Referat 02 zu richten.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected] Erste HilfeAn der Universität Bremen sind Beschäftigte als Ersthelferinnen und Ersthelfer ausgebildet und benannt worden. Die Ersthelferinnen und Ersthelfer und die Erste Hilfe-Räume werden im Notrufzettel angegeben, der sichtbar in den universitärenGebäuden ausgehängt wird. Die Führungskräfte informieren die Beschäftigten über die Ersthelferinnen und Ersthelfer, dieErste Hilfe-Räume und über die Inhalte im Notrufzettel.Ersthelferinnen und Ersthelfer sind ausgebildete Laien, die als Erste am Ort des Geschehens Maßnahmen ergreifen können, um akute Gefahren für Leben und Gesundheit abzuwenden.Die Liste der derzeitigen Ersthelferinnen und Ersthelfer finden Sie auf der Homepage des AGUM. Beschäftigte können vonihren Vorgesetzten im Referat 02 zur Ausbildung als Ersthelferinnen und Ersthelfer angemeldet werden.Erste Hilfe-Material:Die Beschaffung und Pflege der Verbandskästen und die Bereitstellung der Erste Hilfe-Räume obliegt den jeweiligen Fachbereichen, Dezernaten, dezernatsfreien Referaten und allenübrigen Organisationseinheiten. Ausgehend von der Gefährdungsbeurteilung können neben der Grundausstattung mitErste Hilfe-Material auch ergänzende Mittel zur Ersten Hilfenotwendig werden.Das Erste Hilfe-Material (DIN 13157 und DIN 13169) sollteleicht zugänglich sein und jährlich überprüft werden. Nachbestellungen des Inhalts können im Zentrallager vorgenommenwerden.Erste Hilfe-Plakate und Broschüren erhalten Sie auf Anfrageüber das Referat 02.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected]: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)– 9 –

1.4.4. UnfallJeder Unfall auf dem Universitäts-Campus ist anzuzeigen. Je nach Zugehörigkeit zur Universität Bremen gibt es unterschiedliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:Beamte:Beamtinnen und Beamte müssen ihre Vorgesetzten über den Dienstunfall informieren. Zusätzlich muss der Dienstunfallunverzüglich über das Referat 21 (Dez. 2) an die Hochschulverwaltung gemeldet werden.Das Formblatt zur Meldung von Dienstunfällen erhalten Sie im Referat 21. Dieses ist auszufüllen und an den zuständigen Mitarbeiter des Referates 21 zurückzugeben. Das Referat 21 leitet die Unfalluntersuchung ein und informiert dieFachkraft für Arbeitssicherheit und ggf. den Betriebsärztlichen Dienst. Nachweise über entstandene Kosten sind beimzuständigen Referat 21 einzureichen, nicht bei der Beihilfestelle.Beschäftigte, die nicht verbeamtet sind:Diese müssen ihre Vorgesetzten über den Dienstunfall informieren. Die bzw. der Beschäftigte füllt das Formular „Unfallanzeige für Beschäftigte und sonst. Versicherte“ aus, lässt es von der Vorgesetzten bzw. vom Vorgesetzten unterschreiben und leitet die Unfallanzeige an das Referat 02 weiter.Bei einem Wegeunfall ist zusätzlich der „Wegeunfallfragebogen“ von der bzw. von dem Beschäftigten auszufüllen undzu unterschreiben und der Unfallanzeige beizufügen.Das Referat 02 übernimmt dann die weiteren Schritte wie die Meldung an die Unfallkasse der Freien Hansestadt Bremen.Studierende:Studierende füllen das Formular „Unfallanzeige für Studierende“ aus und lassen es von der Leitung des Fachbereichesunterschreiben. Die Verantwortlichen leiten die Unfallanzeige an das Referat 02 weiter. Von dort werden dann die weiteren Schritte wie z.B. die Meldung an die Unfallkasse der Freien Hansestadt Bremen unternommen. Bei einem Wegeunfallist zusätzlich der „Wegeunfallfragebogen“ von der Studentin bzw. dem Studenten auszufüllen und zu unterschreibenund der Unfallanzeige beizufügen.Beschäftigte, die nicht verbeamtet sind, und Studierende sind nach den Regelungen der Gesetzlichen Unfallversicherung verpflichtet, sich bei einem Durchgangsarzt vorzustellen, wenn die Unfallverletzung zu Arbeitsunfähigkeit über denUnfalltag hinaus führt, die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich länger als eine Woche dauert, Heil- oderHilfsmittel nötig sind oder es sich um eine Wiedererkrankung wegen Unfallfolgen handelt. Durchgangsärzte sind in denUnfallambulanzen aller Bremer Krankenhäuser und in der BG Ambulanz, Industriestr. 3, 28199 Bremen ansässig; dienächstgelegene Praxis ist Dr. Heitmann, Schwachhauser Heerstr. 367, 28211 Bremen (siehe Notrufzettel).Beschäftigte, die nicht verbeamtet sind, und Studierende halten nicht meldepflichtige Unfälle (Bagatellunfälle) im Formular„Dokumentation von Erste-Hilfe-Leistungen“ fest und senden das ausgefüllte Formular an das Arbeitssicherheitsreferat.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected] Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED)Wenn eine leblose Person gefunden wird, ist der Rettungsdienst (siehe 1.4.1. Notruf) zu alarmieren und direkt mit derWiederbelebung (Herzdruckmassage) zu beginnen. Wenn im Gebäude oder in der Nähe ein AED verfügbar ist, solltedieser von einem weiteren Helfer bzw. einer weiteren Helferin geholt werden und direkt eingesetzt werden. Die Gerätesind für den sicheren Einsatz durch Laien konzipiert und erklären die Benutzung selber durch Sprachanweisungen.Bei den auf dem Campus eingesetzten AED sind regelhaft mehrsprachige Anweisungen vorhanden.Häufig finden sich in der Nähe der AED-Standorte Ersthelferinnen und Ersthelfer, die über Erfahrungen mit dem Einsatz der AED verfügen.– 10 –

Standorte Automatisierter Externer Defibrillatoren (AED) auf dem Campusgelände: Sportturm, Geräteausgabe NW1 S 1240, AG Kaminski NW1, IUP, vor dem Raum U2115, IMSAS, vor dem Raum O 2090 NW2, Durchgang zum Block B Energiezentrale Geo, 1. Etage vor dem Raum 1190 Marum I, Raum 0200 SFG, Raum 3060, FB 9 GW1, Ebene 0, juridicum GW2, neben dem Veranstaltungsbüro SuUB, Ebene 1 Nähe der Selbstverbuchungsanlage, Ebene 3 Nähe des Info-Tresens Ecotec 5 /TAB, Eingang E, Ebene 1, Treppenhaus Glashalle, neben dem Eingang zum Studierendenwerk Grazer Straße, Foyer MZH, neben dem Raum 0200 Cartesium, Raum 00.025KontaktBetriebsärztlicher Dienst 49 421 218 60140 [email protected] - für alle Bereiche der Universität1.5.1. Die GefährdungsbeurteilungDie Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element im Arbeits- und Gesundheitsschutz und bildet die Grundlage fürdie sichere und gesunde Gestaltung von Arbeitsabläufen und Arbeitsplätzen. Alle Rechtsgrundlagen im Arbeitsschutzbasieren auf der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und der Ableitung geeigneter Maßnahmen, um festgestellte Gefährdungen bestenfalls zu beseitigen.Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist: Minimieren der Unfall- und Gesundheitsgefahren bei der Arbeit (anhand der Beurteilung der Arbeitsbedingungen kann erkannt werden, aus welchen Gefährdungen eine Gefahr werden könnte) Kontinuierliche Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes Rechtliche Absicherung der Verantwortlichen und der BeschäftigtenDazu werden mögliche Gefährdungen einschließlich ihrer Wechselwirkungen erfasst und bewertet geeignete Schutzmaßnahmen festgelegt und umgesetzt (z.B. Betriebsanweisungen) Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin kontrolliert und ggf. nachgebessert alle Schritte der Gefährdungsbeurteilung dokumentiertDie Gefährdungsbeurteilung besteht aus sieben Schritten:1.2.3.4.5.6.7.Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegenErmitteln der GefährdungenBewerten der GefährdungenFestlegen konkreter ArbeitsschutzmaßnahmenDurchführen der MaßnahmenÜberprüfen der Wirksamkeit der MaßnahmenFortschreiben der Gefährdungsbeurteilung– 11 –

Als Kernelement des Arbeitsschutzes ist die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig zu überprüfen. Die Kontrollverantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung trägt die Hochschulleitung. Die Führungskräfte sind verantwortlich für die Durchführung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung.Verfügen die Führungskräfte über keine ausreichenden Kenntnisse, sind sie verpflichtet, sich durch dieFachkräfte für Arbeitssicherheit oder den Betriebsärztlichen Dienst beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung einbezogen.In der Universität Bremen steht verbindlich die Datenbank und Arbeitshilfe AGUM zur Verfügung, um die Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen.Für alle tätigkeitsbezogenen Auslandsreisen soll das Formular „Gefährdungsbeurteilung Auslandstätigkeiten“ (sieheAGUM) im Vorfeld der Reise ausgefüllt werden. Diese gilt unter anderem als Voraussetzung für ggf. notwendige Untersuchungen durch den Betriebsärztlichen Dienst. Die „Gefährdungsbeurteilung Auslandstätigkeiten“ verbleibt im zuständigen Fachbereich.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected] UnterweisungenAn der Universität Bremen ist die Leitung einer Organisationseinheit dafür verantwortlich, dass die Beschäftigten bzw.die Studierenden regelmäßig unterwiesen werden. Sie müssen über die Gefährdungen bei der Arbeit und im Studiumsowie über Maßnahmen zu deren Vermeidung unterrichtet werden. Die Durchführung der Unterweisung kann delegiertwerden. Verantwortlich für die Inhalte der Unterweisung bleibt aber die Leitung der Organisationseinheit. Unterweisungen können beispielsweise in die üblichen Abteilungsbesprechungen oder Teamsitzungen integriert werden. Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden.Wann muss unterwiesen werden?1.vor Aufnahme der Tätigkeit2.danach mindestens einmal jährlich (besonders schutzbedürftige Gruppen sind zu berücksichtigen)3.bei Veränderungen im Arbeitsbereich (z.B. Einführung neuer Geräte oder Gefahrstoffe, Änderung der Tätigkeiten etc., vgl. DGUV-Regel 100-001)Die Unterweisung muss konkret auf die Tätigkeit der Beschäftigten und Studierenden abgestimmt und mündlich, anschaulich vor Ort durchgeführt werden (ArbSchG §12). Sie muss für jeden verständlich sein und ist daher ggf. auch inFremdsprachen durchzuführen.Unterweisungsthemen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung.Alle Gefährdungen, die in einem Arbeitsbereich bestehen, sind mögliche Themen einer Unterweisung.Diese müssen nach Gefährdungspotenzial gewichtet werden und gehen entsprechend in die Unterweisung ein.Neben der Gefährdungsbeurteilung sind auch Betriebsanweisungen eine Grundlage für die Unterweisungen. Betriebsanweisungen werden von den Verantwortlichen (in für die Beschäftigten verständlicher Form und Sprache) für densicheren Umgang mit Arbeitsstoffen und Arbeitsmitteln schriftlich zur Verfügung gestellt. Sie enthalten Verhaltensregelnfür das sichere Arbeiten mit Gefahrstoffen oder Maschinen, für das Verhalten im Notfall, für die Entsorgung und für dasVerhalten bei Reinigung, Desinfektion und Wartung, Instandhaltung und Reparatur.Die Unterweisung sollte durch praktische Vorführungen, Übungen und eine arbeitsplatzbezogene Erfolgskontrolle ergänzt werden. Die Inhalte und die Teilnahme an einer Unterweisung müssen auf dem Nachweisformular dokumentiertwerden. Die Nachweisformulare finden Sie im AGUM. Die Unterweisungsnachweise müssen 5 Jahre aufbewahrt werden.Unterweisungshilfen und –materialien werden im AGUM zur Verfügung gestellt.– 12 –

KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected] Büro- und BildschirmarbeitsplatzIm Rahmen der Arbeitssicherheit nimmt der ergonomisch eingestellte Büro- und Bildschirmarbeitsplatz eine bedeutende Rolle ein. Der Arbeitsplatz ist so zu gestalten, dass die Gesundheit der Beschäftigten geschützt wird.Als Standard für Gefährdungsbeurteilungen ist die AGUM Beurteilungsdatenbank vorhanden.Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze liegt bei den Führungskräften.Sie kann als Arbeitsauftrag delegiert werden.Zur Unterstützung und Selbsteinschätzung des jeweiligen Bildschirmarbeitsplatzes ist die DGUV Information 215-410zu empfehlen.Beschäftigten der Universität Bremen an Bildschirmarbeitsplätzen wird die arbeitsmedizinische Vorsorge „Bildschirmarbeit – G37“ angeboten. Eine Anmeldung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge erfolgt über das Referat 02.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected] Prüfung von ArbeitsmittelnFast alle Arbeitsplätze der Universität sind mit den verschiedensten Geräten (z.B. Monitore), Maschinen oder Anlagen ausgestattet. Diese Arbeitsmittel und Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung müssen regelmäßig geprüft,gewartet und/oder gemessen werden: In ihrem jeweiligen Bereich ist die Führungskraft für die Prüfungen, Wartungen und Messungen und die Einhaltung von Fristen verantwortlich (Gefährdungsbeurteilung). Nach den §§ 10, 14 und 15 BetrSichV sind vom Arbeitgeber bzw. vom Betreiber befähigte Personen oderzugelassene Überwachungsstellen mit der Prüfung zu beauftragen. Alle Anlagen und Arbeitsmittel sind innerhalb der Bereiche in einem Anlagen- und Arbeitsmittelkataster zuerfassen. Die Prüffristen sind auf Basis der Gefährdungsbeurteilung und ggf. bestehender gesetzlicher Vorgaben festgelegt und im Arbeitsmittel- und Anlagenkataster eingetragen. Die Prüfvorgaben des Herstellers werden beachtet. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung ist zu dokumentieren und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren (Protokollvorlagen sind in den entsprechenden Handlungshilfen). Die Anlagen/Arbeitsmittel sind mit dem Hinweis auf den nächsten Prüftermin als „geprüft“ gekennzeichnet. Erforderliche Schutzmaßnahmen/Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen. Vorgaben zur Wiederinbetriebnahme werden eingehalten.1.5.4.1. Leitern und TritteEin bestimmungsgemäßer Umgang mit Leitern und Tritten ist erforderlich, um für alle Hochschulmitglieder ein sicheresund unfallfreies Arbeiten zu erreichen.Führungskräfte sind für die Bereitstellung geeigneter und geprüfter Leitern und Tritte zuständig. Sie veranlassen auch,dass Leitern und Tritte wiederkehrend auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden (Sicht- und Funktionsprüfung).– 13 –

Die Benutzerinnen und Benutzer haben vor jeder Nutzung eine Sichtprüfung der Leitern und Tritte durchzuführen und diese bestimmungsgemäß und umsichtig zu benutzen: Die Leitern und Tritte entsprechen den Einsatzanforderungen. Die Sichtprüfung der Leiter ist vor der Benutzung durchgeführt. Es sind Maßnahmen zur sicheren Aufstellung getroffen. Der richtige Anstellwinkel bei Anlegeleitern wird beachtet. Der Untergrund ist ausreichend tragfähig. Eine Sicherung gegen Wegrutschen, Abkippen, Abrutschen ist vorhanden. Geeignete Behälter zum Mitführen von Werkzeug stehen zur Verfügung. Der / Die Nutzende trägt geeignetes Schuhwerk. Eine Leiter wird als Arbeitsplatz nur kurzfristig eingesetzt.Eine „Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“ finden Sie auf der Homepage der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 [email protected] MutterschutzZum 1. Januar 2018 ist mit dem Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts ein neues Mutterschutzgesetz inKraft getreten (Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium). Alle werdendenMütter, die der Universität Bremen angehören, teilen ihre Schwangerschaft so früh wie möglich dem bzw. der Verantwortlichen mit. Mitarbeiterinnen der Universität Bremen kontaktieren zusätzlich das Dezernat 2. Auf den Internetseitendes Dezernates 2 finden Mitarbeiterinnen weitere Informationen zum „Mutterschutz“.1.Die Verantwortlichen führen die Gefährdungsbeurteilung für den Mutterschutz durch. Gemäß Mutterschutzgesetz (2018) muss der Mutterschutz immer und schon bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nachArbSchG berücksichtigt werden, unabhängig von der Besetzung des Arbeitsplatzes durch eine Frau oderdem Vorliegen einer Schwangerschaft.2.Bei Eintreten von Schwangerschaft oder Stillzeit wird die Gefährdungsbeurteilung aktualisiert und mit derSchwangeren/Stillenden besprochen. Sich daraus ergebende Anpassungen, Einschränkungen oder Verbotevon Tätigkeiten sind zwingend umzusetzen. Eine Einwilligung der Schwangeren/Stillenden ist nicht möglich,da der Gesundheit und dem Schutz der Schwangeren und ihres ungeborenen Kindes oberste Priorität eingeräumt wird. Etwaige berufliche Nachteile sollen ausgeglichen werden.3.Der Betriebsarzt und das Referat 02 können zur Beratung hinzugezogen werden.Zusatzregelungen für Studierende mit laborpraktischen Lehrinhalten:Studierende dürfen erst nach der Teilnahme an der Veranstaltung „Erstsemesterunterweisung einschließlich Brandschutzunterweisung“ mit Laborarbeiten beginnen. In dieser Veranstaltung wird u.a. auf Bestimmungen des Mutterschutzes sowie auf die Dringlichkeit der frühestmöglichen Mitteilung einer Schwangerschaft hingewiesen.Schwangere oder stillende Studentinnen können sich mit ihren Fragen an das Familienservicebüro der UniversitätBremen wenden. Von dort werden die notwendigen sicherheitstechnischen Maßnahmen eingeleitet.KontaktReferat 02, Sekretariat 49 421 218 60131 .de/dezernat2– 14 –

1.5.6. Arbeitsmedizinische VorsorgeDie arbeitsmedizinische Vorsorge ist eine präventive Maßnahme und hat gem. der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) zum Ziel, arbeitsbedingte Erkrankungen einschließlich Berufskrankheiten frühzeitig zuerkennen und zu verhüten. Sie soll zugleich dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und der Fortentwicklung desbetrieblichen Gesundheitsschutzes dienen.An der Universität Bremen werden arbeitsmedizinische Untersuchungen für Beschäftigte durch den BetriebsärztlichenDienst durchgeführt.Die möglichen Anlässe zur arbeitsmedizinischen Vorsorge sind in der ArbMedVV gelistet. Hierbei wird zwischenPflichtvorsorge und Angebotsvorsorge unterschieden. Die Durchführung der Pflichtvorsorge ist Tätigkeitsvoraussetzung und vor Beginn der Tätigkeit durchzuführen. Die Angebotsvorsorge wird nur auf Wunsch der Beschäftigtendurchgeführt, ist diesen aber regelmäßig schriftlich anzubieten. Darüber hinaus ist den Beschäftigten in der Regel dieWunschvorsorge durch den Betriebsarzt zu ermöglichen.Außerhalb der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV können weitere Untersuchungen durch denBetriebsarzt notwendig sein:Beim Umgang mit Radioaktivität oder Strahlung ist eine jährliche Strahlenschutz-Untersuchung gesetzlich vorgeschrieben. Bei Nutzung gefährlicher Arbeitsgeräte, etwa von Gabelstaplern, kann der Arbeitgeber nach berufsgenossenschaftlichen Regelungen eine medizinische Untersuchung der Eignung verlangen. Bei beruflichem LKW-Fahren isteine Führerscheinuntersuchung für die Erteilung oder Verlängerung des Führerscheins erforderlich. Für Expeditionsreisen können die Veranstalter eine Tauglichkeitsuntersuchung fordern.Führungskräfte sind in ihrem jeweiligen

[email protected] Psychologische Beratung des Studierendenwerks Bremen 49 421 22 01 1 13 10 [email protected] Polizeirevier Horn Lilienthaler Heerstr. 259 28 357 Bremen Zentralruf 49 421 3620