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DialogHauszeitschrift des DiakonieZentrums Pirmasens18Februar 2020Leben mitteilenPlanierfestHospiz-Neubau

InhaltEditorial812106Ich glaube; Hilf meinem Unglauben! – Markus 9,24Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter, liebe Freunde, Unterstützer und Förderer,rantieren: Sie geben ihren Kindern etwasmit, worüber sie nicht verfügen können.Das liegt ganz auf der Linie von: „Allesist möglich, dem der da glaubt“.EditorialIch glaube; Hilf meinem Unglauben! - Markus 9,24 3DiakonieZentrumRund um das DiakonieZentrum 4Gesundheitstage im DiakonieZentrum 6Betriebsfest 8550 Jahre Einsatz im diakonischen Dienst 10Die Rente ist noch nicht das Ende! 11Premiere am DiakonieZentrum: „Planierfest“ zum Baubeginn für das neue Hospiz Haus Magdalena! 12Spender und Stifter 13Jona. Die JugendhilfeJona. Die Jugendhilfe macht einen teuflischen Ausflug zum 1. FC Kaiserslautern 17Unsere ersten Monate im neuen JWH. 18Angekommen: Die G1 hat sich eingelebt im neuen Haus 19Bildergalerie Jona 20Ausgesetzt in der Wildnis 21Unsere Freizeit 2019 in Oostende 22Die M2 besucht die Tierart Maßweiler 23Zwischen den Bergen und dem Bodensee 2436 Grad und es wird noch heißer 24Wohnen und PflegeDZ-Wiki: Wie finanziert sich ein Altenheim? 25Snoezelwagen im Einsatz 26Aktuelles aus den Häusern 27Hospiz Haus MagdalenaWelthospiztag 36Benefizkonzert Markus Tretter Band 37Hospiz- und Palliativnetz Südwestpfalz: Qualitätszirkel 38Airspray „Winterblues“ 38Ökumenische SozialstationDie drei Damen vom Grill. 39SonstigesDialog auf Reisen 40Auflösung des letzten Preisrätsels: 40Rezept 40Rätsel 41Termine und Veranstaltungen 42AusblickErscheinungstermine Dialog 2020 43Impressum 4326172536Stimmt dieser Satz: „Es wird alles gut“?Über die Jahreslosung für 2020 machenwir die Bekanntschaft mit einem besorgten Vater. Dieser ist dringend aufHilfe für seinen kranken Sohn angewiesen. Das Ganze beginnt aber miteiner Enttäuschung. Jesus ist nicht da,um zu helfen. Und der Glaube der Jünger reicht zur Heilung des Kindes nichtaus. Als er schließlich doch auf Jesustrifft, spricht er ihn an – trotz seinerSkepsis.Der Vater kennt die Grenzen seiner Kraft,doch will er alles für sich und seinenSohn erreichen. „Wenn du etwas kannst“,sagt er zu Jesus, „so erbarme dich unserund hilf uns“. „Du sagst, wenn dukannst", entgegnet ihm Jesus. „AlleDinge sind möglich dem, der da glaubt“.„Wer glaubt, kann alles“. Das steht dawirklich. Das ist eigentlich der entscheidende Satz. Nicht die Antwort des Vaters,die bei den Jüngern immer viel beliebtergewesen ist: „Ich glaube; hilf meinemUnglauben“. Der Vater spricht in seinerVerzweiflung aus, was auch uns immerwieder bewegt: Ich möchte gerne einstarkes Vertrauen auf Gott haben, gerade wenn ich kraftlos bin und an meineGrenzen stoße; möchte daran glauben,dass ich meine Grenzen überschreitenkann. Aber da ist so viel Zweifel in mir.Und deshalb ruft der Vater: „Ich glaube;hilf meinem Unglauben!“ Anders gesagt:2„Ich glaube – und glaube gleichzeitigauch nicht. Ich vertraue dir und habedoch gleichzeitig kein Vertrauen. Hilf mirzu glauben!“ Was für ein realistischerMann, dieser Vater. Stark und schwachzugleich. Wie wir alle. Da ist unsere Vernunft, unser Menschenverstand, unsereKraft. Und da ist auch unsere Skepsis,unsere Besorgtheit und Schwachheit –eben die Macht der Tatsachen. Wir könnenim Glauben Gott um Hilfe bitten. Unddoch kann sich keiner in eine heile, bessere Welt flüchten, reden oder denken.Vielleicht spricht manche dunkle, menschliche Erfahrung gegen das Vertrauen zuGott. Aber niemand bezwingt die Nacht,indem er das Aufleuchten des Morgenlichts leugnet. Was für eine schmaler Grat!Wir beschreiten ihn täglich. Er ist unserangestammtes Zuhause. Gerade in derDiakonie wissen wir davon. Glaube undSkepsis, Lebensangst und Lebensmut –alles liegt sehr nah beieinander. Undgenau dort leben wir als Christen: wir sindGrenzgänger des Glaubens.Es ist bezeichnend, dass die Geschichtevon einem Vater spricht. Eltern machenspezielle Erfahrungen mit dem Satz:„Alles ist möglich dem, der da glaubt“.Denn Eltern wollen ihren Kindern Geborgenheit, Urvertrauen und Zukunftshoffnung mit auf den Lebensweg geben. Siesagen oft: „Alles wird gut“. Aber sieselbst können das überhaupt nicht ga-Es ist doch gar nicht alles gut, wie esdie Eltern sagen, um ihr Kind zu trösten.Es gibt vielleicht große Sorgen in dieserFamilie. Schlimmes passiert in unsererWelt. Und sie fragen sich vielleicht, inwas für eine chaotische Welt ihr Kindhineinwächst. Doch trotzdem, trotz ihrereigenen Sorgen sagen sie den Kindern:„Alles wird gut!“ Sie sagen damit dieWahrheit. Es ist keine Lüge. Es ist nurso, dass sie selber dafür nicht einstehenkönnen. Sie sagen mehr, als sie wissenkönnen. Sie wissen, wir können es nicht,alles gut machen, wir haben dazu nichtdie Kraft und auch nicht die Möglichkeit.Aber sie sagen: Alles ist gut! Und sieglauben daran.Diese Geschichte macht uns frei, wo wiran unsere Grenzen stoßen. Wo wir merken, wir können’s nicht, macht sie unsMut zum Glauben. Im Hebräerbrief heißtes: „Der Glaube ist eine feste Zuversichtauf das, was man hofft, und einNichtzweifeln an dem, was man nichtsieht“ (11,1). Weil man nichts sieht,steckt in diesem Glauben immer auch derUnglauben drin.„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“So schreit es aus dem Vater heraus. Erist damit Spiegelbild auch für unser Aufund Ab – im Leben wie im Glauben.Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahrvoller Vertrauen!Ihr Pfarrer Norbert Becker3

Rund um das DiakonieZentrumRund um das DiakonieZentrumHaus Bethanien ist „umgezogen“Glücklicherweise ist dies nur im übertragenen Sinn zu verstehen. Haus Bethanien in Pirmasens bleibt natürlichdem Winzler Viertel in Pirmasens erhalten. Gesellschaftsrechtlich wechselt das1934 am jetzigen Standort eröffneteAltenpflegeheim jedoch tatsächlichseine Heimat. Ab 01. Januar 2020 wirdes von der 100-prozentigen Tochter desDiakonieZentrums Pirmasens, der diacon.der verbund, Diakonische Altenhilfe gGmbH, betrieben.Unser Leitbild und seine Bedeutung für mich:Simone Schönenberger (Leitung ÖSST)Damit folgt Haus Bethanien seinenSchwesterhäusern, Haus Bethesdain Thaleischweiler-Fröschen undHaus Sarepta in Contwig, die bereits seit vielen Jahren durch diacon betrieben werden. PraktischeAuswirkungen hat dieser „Umzug“weder für unsere Mitarbeitenden,noch für unsere Bewohnerinnenund Bewohner. Vielmehr dientdieser Schritt der Vereinheitlichungder Unternehmensstrukturen. Ab01. Januar 2020 sind alle Altenpflegeeinrichtungen unter einemDach organisiert. Auch bleiben allebekannten Ansprechpartner erhalten.sourcenschonende Lebensweise“ spieltfür mich als Ehefrau und Mutter eineentscheidende Rolle.Trotzdem überdenke ich häufig, wie dieWerte des Leitbildes in meinem Tagesgeschäft und als Leitung der ÖkumenischenSozialstation bestmöglich umgesetztwerden können.Bei Fragen zum Betriebsübergangsteht Ihnen gerne Frau StefanieEyrisch (Tel.: 06331 / 522 – 132)aus den Zentralen Diensten zurVerfügung. (SE)„Auch wir sind froh, ein Mitglied diesesNetzwerks zu sein und bei den jährlichenKonferenzen teilnehmen zu können. Sowerden die bestehenden Beziehungeninnerhalb Europas gepflegt, gestärkt undneue Netzwerke ausgebaut. Denn nurdurch Austausch kann Europa wachsen“,so Pfarrer Norbert Becker.Der Gastgeber der diesjährigen Konferenzin Timisoara, Rumänien, war Federatia4Philantropia (Diakoniewerk der rumänisch-orthodoxen Kirche).Bei der Konferenz ging es in diesem Jahrum einen der wichtigsten Aspekte fürsoziale Unternehmen: finanzielle Planungen und die Gewinnung von Fördermitteln.Dabei war das Augenmerk auf die neuenEinrichtungsformen sowie die Beschaffungvon externem Kapital für deren Bau undBetrieb gerichtet. Dazu hielten die Sprecher aus verschiedenen „Ecken“ Europasihre spannenden und informativen Vorträge. Und für etwas mehr Praxis sorgte Dr.Frank Gutzmann mit seinem Workshop zuden Finanzierungsformen der Non-ProfitOrganisationen.Auch Hospitationen in sozialen Einrichtungen und das Kennenlernen der Stadtund somit ein Teil der rumänischenKultur waren wichtige und bereicherndeStichworte wie z.B. „verlässliche Beziehungen gestalten“, „auf das Umfeldaufmerksam achten“, oder auch die „res-Dabei ist mir eine offene Kommunikationauf Augenhöhe sehr wichtig. Nur dadurchbaut sich eine vertraute Atmosphäre auf,Konflikte, egal ob mit Kollegen oderKlienten, nehme ich immer ernst, versuche oft den Blickwinkel zu wechseln umauch die Seite des Gegenübers zu erkennen und zu verstehen.Nur so ist es möglich, sinnvolle Lösungsansätze zu finden, die möglichst alleSeiten zufrieden stellen können.Grundsätzlich empfinde ich Kritik oderKonflikt durchaus ein adäquates Mittelzur Weiterentwicklung.Prinzipiell ist für mich jeder Menschwichtig und ich versuche immer, Jedemmit Respekt, Empathie und Freude zubegegnen. (SiS)Zahl des Quartals: 60Europäische KooperationDas DiakonieZentrum hegt und pflegt undseit Jahren gute und fruchtbare Beziehungen ins europäische Ausland. Und ist nichtdie einzige Einrichtung in Europa, die sichinternational einbringt. In dem von Diakoneo, früher Diakonie Neuendettelsau,mitbegründeten „SoCareNet“ (Abkürzungvon Social Care Network, englisch in etwa„Sozial und Pflegenetzwerk“) engagierensich zahlreiche Organisationen.Beim Lesen des Leitbildes des DiakonieZentrums fällt mir immer wieder auf,wie allgemeingültig die Inhalte auch fürmein privates Leben Bedeutung haben.Ein wesentlicher Punkt für mich persönlich ist es, die Ressourcen und Kompetenzen meiner Mitarbeiter / Kollegen zuerkennen, sie dahingehend zu fördern undzu unterstützen (Personalentwicklung),sie in wesentlichen Entscheidungen zuhören und miteinzubeziehen.in der ich auch persönliche Belange undProbleme erkennen kann.Teile der dreitägigen Konferenz. Durchden Besuch des rumänischen Parlamentsabgeordneten Ovidiu Gant konnten wiruns einen Einblick in die aktuelle politische Lage in Rumänien verschaffen.Die Verbindung des DiakoneZentrums zuRumänien ist etwas Besonderes. Seit 2014haben wir im rumänischen Sankt Georgenunseren geschätzten europäischen Partner„Diakonia“, den wir durch das ProHospizProjekt für uns gewinnen konnten. Diedadurch entstandene Freundschaft pflegenwir auch heute noch. (SG)In diesem Winter hat unsere Haustechnik stolze 60 Weihnachtsbäume organisiert. Diese werden in die verschiedenenBereiche unserer Häuser verteilt. Davon gehen 34 nach Bethanien, 5 nach Sarepta und 8 nach Bethesda. So steht einemtollen Weihnachtsfest für unsere Bewohner, Angehörigen und Mitarbeitern nichts mehr im Weg.Hochzeiten im DiakonieZentrumCelina Singer (rechts): Freudentränen standen der Mitarbeiterin bei Jona. Die Jugendhilfe in den Augen, als Sie erkannte, wer mitbreitem Grinsen durch den Kirchengangschritt, um die Trauringe zum Altar zu bringen. Der besondere „Ringträger“ war einBezugskind Ihrer Tagesgruppe. Organisierthatten diese Überraschung Ihre Kolleginnen.Stefanie Eyrisch (links): Endlich getrauthaben sich auch Stefanie Phillips (jetztEyrisch) und ihr Mann Markus. Nach vierzehn Jahren „wilder Ehe“ war dies auchdringend angesagt. Frau Eyrisch arbeitete bisher im Vorstandssekretariat undübernimmt ab 01.01.2020 die Leitung derZentralen Dienste.5

Spezielle SonderthemenSpezielle Bewegungim Alter.sung derSpielerische Mesit auf demBalancierfähigkeBalance BoardGesundes, leckeres BuffetFitnesskurs: Übungen für den gesunden RückenGesundheitstage im DiakonieZentrumAttraktives Programm zur GesunderhaltungUnter dem Motto „Die gesunden 5“wurden von der Arbeitsgruppe „Berufund Familie“ die diesjährigen Gesundheitstage am 6. und 7. Novemberorganisiert.Die Veranstaltung, die schon zum drittenMal stattfand, richtete sich an alle Mitarbeitenden des DiakonieZentrums(Jona, Wohnen und Pflege, Hospiz, ÖSSTund Zentrale Dienste). Sie sollte zurSensibilisierung der eigenen Gesundheitbeitragen. Durch die Teilnahme anCheck-ups und Fitnesskursen hilft manKrankheiten und Verletzungen vorbeugen, aber auch Möglichkeiten der Prävention aufzeigen.6Mit den Kooperationspartnern AOK, demSanitätshaus Römer, der Laufschule Südwestpfalz, dem Arbeitsschutzbeauftragten HerrErnst und dem Fitnessstudio ErgoFit ausPirmasens konnte ein attraktives und abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen und Ausprobieren angeboten werden.Ein weiteres Highlight war das gesundeund leckere Essen aus der Showküche desDiakonieZentrums sowie die abwechslungsreichen Snacks und erfrischenden Smoothies. Dieser Angebots-Mix (Ernährung,Bewegung und Entspannung) soll helfen,Gesundheit erlebbar zu machen und vermittelt wertvolle Tipps für mehr Wohlbefinden direkt am Arbeitsplatz.Unser diesjähriges Programm: K urse für den Rücken: 5 Fünf-Minuten-Übungen für die Rückenfitness Kurse zur Entspannung Faszientraining Fußdruckmessung: Feststellung vonFußfehlstellungen Biozoom-Screening: Bestimmung derAbwehrkräfte Cardio-Scan-Herz-Stresstest Muskelfunktionsdiagnostik: Erkennender Muskelverfassung Balanceboard: Trainieren der Koordination und der Balance Alterssimulationsanzug: Erleben derEinschränkungen im Alter (IH/MP)Ein besonderes Highlight:Am Balanceboard konnten die MitarbeiterInnen zu einer Challenge antreten. Hier war gefragt, wer die meistenPunkte bei der Koordination erzieltund damit einen der attraktiven Preise gewinnt.Als Preise wurden Gutscheine derPartner Ergotfit Pirmasens, der Laufschule Saarpfalz sowie des Plub-Erlebnisbades in Pirmasens ausgelobt.Die Sieger der Challenge in diesemJahr sind:Platz 1: M elanie Cornet-Emmerich,Jona (784 Punkte)Platz 2: S ofiia Grumser und TiffanyKloos, DZ Zentrale Dienste(beide 732 Punkte)Platz 3: A nna Schnöder, Jona(705 Punkte)Glückliche Gewinner der Balance-Board Challenge: MelanieCornet-Emmerich und SofiiaGrumser (v.l.n.r.)ark sindCheck: wie stnmeine MuskelLeider wurde das Angebot der Gesundheitstage nicht so angenommen, wiewir es uns gewünscht hätten. Aus diesem Grunde werden wir in den kommenden Wochen eine anonyme Abfrage bei den MitarbeiterInnen starten,um Erkenntnisse zu erhalten, woran dies lag.Die dort gewonnenen Infos sollen uns helfen, in Zukunft die Maßnahmenim Rahmen der Arbeitsgruppe „Beruf und Familie“ zu erarbeiten, die eineVielzahl von Mitarbeitenden ansprechen.Deshalb helft uns und macht mit bei der Umfrage!7

BetriebsfestHatten viel Spaß: Simone Willeund Alisa Bauer.Vorhang auf – Spot an!Unser diesjähriges Betriebsfest standunter dem Motto „Musicals“. Bereits beimBetreten der Priminiushalle in Hornbachtauchte man in die Welt der Musicals ein.Angesteckt von diesem Flair konnten wirviele Mitarbeitenden in unterschiedlichenMusical-Kostümierungen bestaunen und8uns an den Kostümen erfreuten. Gestaltetwurde das Programm von der saarländischen Band „Chorwurm“, die mit einerbreiten Palette an bekannten Liedern demPublikum einheizten und begeisterten. VonCats, Hair, Grease, über Rocky Horror Show,Phantom der Oper, Wicked, My Fair Ladybis hin zu Mamma Mia war alles auf derShowbühne vertreten. Es wurde getanzt,gerockt und gesungen – ein schöner Rahmen außerhalb der Arbeit zusammen zukommen, zu reden, essen und zu feiern.Neben dem reichhaltigen Essensbuffet wardie Fotobox ein beliebtes Magnet für Erinnerungsfotos von diesem tollen Abend.Es hat Spaß gemacht! (MP)9

Spezielle SonderthemenSpezielle Sonderthemen550 Jahre Einsatz im diakonischen DienstDie Rente ist noch nicht das Ende!Das DiakonieZentrum ehrt seine Mitarbeitendendie in den letzten Monaten in ihrenwohlverdienten Ruhestand gingen. DerVorstand dankte Frau Gerda Kluge, FrauMonika Randriansolo, Frau Gabriele Hofer, Frau Karin Wagner, Frau Ruth Seelinger sowie Frau Elisabeth Germann für diegeleistete Arbeit und wünschte allesGute für die bevorstehenden Jahre.Mit einem Gottesdienst in der Mariaund Marta Kapelle in Haus Bethanienin Pirmasens gratulierte das DiakonieZentrum Pirmasens am 8. Novemberinsgesamt 58 Mitarbeitenden zumDienstjubiläum und dankte für derenArbeit und unermüdlichen Einsatz imSinne des Leitbilds. Stolze 550 Jahrekamen dabei zusammen.Unter den Geehrten waren Heidi undHartmut Guckel – beides Mitarbeitendein der Jugendhilfe Jona – mit jeweils 30Jahren am längsten mit an Bord. Dierestlichen Kolleginnen und Kollegenwurden für 10-, 15- und 20-jährige Mitarbeit geehrt:10 JAHRE:Michaela Reiter, Ana Maria Castro Barosa, Anja Piller, Heidi Borck, Silvia Kunisch, Iris Ponte, Christine Buchheit,Janina Clauß, Kristina Borck, MelanieBuchheit, Alexandra Sammel, IsabellMang, Iris Price, Isabell Bauer, MelanieSeibel, Marcus Wetzke-Baldauf,Stephanie Kirste, Claudia Sprau,Jutta Hemmer, Sabine Rendgen,Elisabeth Tatarov, StefanieMaisch, Olga Weisbeck, Michaela Ecker, Melanie Sperber, Oksana Schaschow, Petra Brück, EvaMüller, Natalia Pavlow, TanjaKämmerer, Elena Lutz, Isabelle Rembecki, Monika Renner,Jeanette Igel, Ulrike Danner-10Jaquard, Janine Feiner, Tamara Benoit,Sabrina Röckel15 JAHRE:Jörg Marx, Karin Burkey-Wagner, TorstenSchappert, Bernd Wagner, Wolfgang Müller, Ulrike Major, Sonja Candello, CindyKrob20 JAHRE:Gabriele Hagen, Anne Woll, Irina Wagner,Nina Leibrock, Christiane Schneider, Ursula Wilhelm, Doris Forthofer, MichaelaPearson30 JAHRE:Heidi Guckel, Hartmut GuckelBeim Ehrungsgottesdienst werden traditionell auch die Mitarbeiterinnen undMitarbeiter verabschiedet,Eine besondere Überraschung erfuhrPfarrer Nobert Becker, der durch seinenlangjährigen Vorstandskollegen CarstenSteuer sowie durch der Verwaltungsratsvorsitzenden Winfried Tänzer ebenfallsgeehrt wurde. Becker, der seit über 30Jahren die Geschicke des DiakonieZentrums mit lenkt und verantwortet, feierte nämlich wenige Woche zuvor 40-jähriges Dienstjubiläum als Pfarrer derPfälzischen Landeskirche. Steuer undTänzer skizzierten daher nicht nur dendienstlichen Werdegang Beckers im DiakonieZentrum, sondern auch seineVerdienste als Pfarrer in der Priesterwiese in Pirmasens. Eine spannende Reisedurch die Arbeit Beckers mit vielenpersönlichen und beruflichen Highlights.Im Anschluss an den Gottesdienst wurdenoch mit einem Gläschen Sekt mit denKolleginnen und Kollegen angestoßen,bevor die Geehrten zusammen mit ihrenLeitungskräften im Restaurant Kunz inPirmasens weiter feierten. (SE)Für Pfarrer Norbert Becker begann derwohlverdiente Ruhestand – nur teilweise. Nach fast 30-jähriger Vorstandschaftschied Pfarrer Norbert Becker zum 1.November 2019 als Theologischer Vorstand und somit aus den operativenGeschäften des DiakonieZentrums aus.Nachdem die Ausschreibung für dieNachfolge des Theologischen Vorstandsohne Ergebnis blieb, steht Norbert Becker dem DiakonieZentrum jedoch auchweiterhin in einem gewissen Umfangzur Verfügung.Norbert Becker hat sich bereit erklärt, alsBevollmächtigter die theologischen Inhalte und strategischen Prozesse desUnternehmens sowie die laufenden Bauprojekte von Haus Kana in Zweibrückenund den Hospiz-Neubau auch über seinePensionierung hinaus zu begleiten. Dafürist das DiakonieZentrum Pirmasens sehrdankbar, denn diese Vorstandsänderunggeht weit über die erforderlichen Satzungsänderungen und Unterschriftenregelungen hinaus.Für Pfarrer Norbert Becker gehört derWandel zum Leben und ohne Wandel istkein Fortschritt möglich. Diese Haltungzeigt sich auch in der Entwicklung, diedas DiakonieZentrum Pirmasens mit Norbert Becker als Theologischem Vorstandin den letzten 30 Jahren vollzogen hat.Gemeinsam mit seinem kaufmännischenVorstandskollegen, Diplom-KaufmannCarsten Steuer, ist es durch eine Vielzahlvon strukturellen Maßnahmen und baulichen Aktivitäten gelungen, aus demehemaligem Waisenhaus ein modernes,diakonisches Dienstleistungsunternehmenzu machen. Neben dem Wachstum desUnternehmens in Form von Bauprojektenhaben beide Vorstände stets auch dieQualität der internen Prozesse, die Leistungsangebote und vor allem die Mitarbeiter als „Herz“ des Unternehmens imBlick behalten.Bei allem Wandel hat sich Pfarrer NorbertBecker jedoch immer auch die Frage gestellt, welche Rolle die Theologie in derUnternehmensdiakonie spielt und spielenmuss.Seine Antwort: „Die Vielfalt der Kompetenzen, die in einem diakonischen Unternehmen zusammenlaufen, so zu orchestrieren, dass diakonische Musik daraus wird– das ist der eigentlichen kybernetischeJob der Theologie in der Diakonie“. Mentalität, Passion und Rationalität sinddafür erforderlich, laut Becker. All diesbleibt dem DiakonieZentrum in der PersonNorbert Beckers Gott sei Dank noch eineZeit erhalten. (IB)Pfarrer Norbert Becker wurde im saarländischen St. Ingbert geboren. Seitseinem Theologischen Examen 1979 in Speyer ist er in der Pfalz und seit1981 in der Stadt Pirmasens tätig. Ob als Pfarrer an der Lukaskirche oder alsLehrer am Leibniz- und Immanuel-Kant-Gymnasium – Norbert Becker wurdein Pirmasens mit offenen Armen aufgenommen und ist hier angekommenund hochgeschätzt. Am 13.10.1987, trat er in den Verwaltungsrat und damitauch in das DiakonieZentrum Pirmasens – damals noch das „ProtestantischeWaisenhaus“ – ein. Am 2.7.1990 wurde er zum Verwaltungsrats-Vorsitzenden(bis 14.10.2004) gewählt und gleichzeitig ehrenamtlicher Vorstand. SeineFunktion als Vorstand des DiakonieZentrums Pirmasens übte er seit dem01.01.2008 hauptamtlich aus.11

Spender und StifterSpender und StifterPremiere am DiakonieZentrum: „Planierfest“ zumBaubeginn für das neue Hospiz Haus Magdalena!und stellte mit einem Blick in den vollbesetzten Theo-Schaller-Saal eine steigende Unterstützung fest. Er dankte,stellvertretend für alle Spender, Dr.Carsten Henn als Vertreter des Fördervereins Hospiz Haus Magdalena e.V., derAnfang November erneut 60.000 Euro andas DiakonieZentrum überreichte. Damitwar der Baustart gesichert und der Eigenanteile von ca. 900.000 Euro an denGesamtkosten des Neubaus ist in greifbare Nähe gerückt.Der erste Bagger ist angerollt und dieErdarbeiten für den Hospiz-Neubauhaben begonnen. 700.000 Euro Spendeneinnahmen war die Voraussetzung,den Neubau mit Plankosten in Höhevon 2,9 Mio. und rund einem DrittelEigenkapitalanteil zu starten. Dies hatdie Region gemeinsam geschafft. Dankzahlreicher Spender und Förderer standdas Spendenbarometer im Novemberan der Winzler Straße auf 750.000Euro. Anlass genug, am DiakonieZentrum Pirmasens das erste „Planierfest“zu feiern.Nach dem offiziellen Baustart auf demGelände des DiakonieZentrums, bot sichim Theo-Schaller-Saal die Möglichkeit,sich intensiv über Inhalt und Form desneuen Hospizes zu informieren. Dabeiwurde schnell die gesellschaftliche Bedeutung dieses Neubau-Projektes klar.„Ein solcher Bau hat sehr viel mit Zahlenund Geld zu tun, aber noch viel mehr mitden Menschen, für die gebaut wird“,betonte Pfarrer Norbert Becker nach derBegrüßung der zahlreichen Gäste undRedner. „Das Hospiz Haus Magdalena istzu einem Teil der Gesellschaft geworden.Es hilft, ins Gespräch zu kommen undunbefangener über das Sterben zu sprechen. Gleichzeitig zeigt es, wie wichtigein gutes Team, Nachbarschaft und Netzwerkstrukturen sind, um die Herausforderungen unserer Gesellschaft zu tragen.“so Becker weiter. Als Vorstand des DiakonieZentrums erläuterte Carsten Steuer dieKostensituation des Neubau-Projektes12dividualräume der Gäste schützend. Sowird auf 1.000 qm mit zwölf barrierefreien Hospizplätzen ein „Haus des Lebensin der letzten Lebensphase“ entstehen.In direkter Nachbarschaft zu den beidenNeubauten der Jugendhilfe Jona und inder Mitte der Gesellschaft.Apotheken. Dabei spielt „Dankbarkeit“eine große Rolle. Simone Jennewein zitierte Cicely Saunders: „Sterben ist für unsdie Chance, Freunden und der Familienochmals Danke zu sagen.“ und beschreibteinfühlsam die Dankbarkeit ihrer Gäste undderen Angehörigen, für die Zeit, die Ihnennoch bleibt. Für das Vertrauen in die Hospizarbeit in Haus Magdalena bedankt sichdie Hospizleiterin bei allen Beteiligten.Ihr Dank gilt auch dem Vorstand, der esermöglichte, ihre Erfahrungen in das Neubauprojekt einfließen zu lassen. Mit dieservielseitigen Unterstützung könne auch siemit Dankbarkeit nach Hause gehen, sagtJennewein.Mit den Grußworten von Dr. SusanneGanster, Landrätin und Schirmherrin desNeubauprojektes, Dr. Bernhard Matheis,ehemaliger OB und Unterstützer desHospizes seit Eröffnung von Haus Magdalena vor über zehn Jahren, Denis Clauer,1. Beigeordneter sowie Dr. Carsten Hennund Erwin Merz für den FördervereinHospiz Haus Magdalena e.V. ging dieser„Hospiz im Gespräch“-Nachmittag zuEnde. Einig waren sich alle Redner undBeteiligte: Die Hospizarbeit ist etwasganz Besonderes und findet Mitten imLeben statt. Sie erfordert das Zusammenwirken und die Unterstützung vieler Beteiligter, wie es in Pirmasens und derRegion Südwestpfalz gelungen ist.Den Mitarbeitern und Unterstützern vonHospiz Haus Magdalena gilt der allergrößte Dank für das Erreichte. UnterstützenSie uns auch weiterhin, den Leitgedanke„Leben teilen – bis zuletzt“ ab 2021für doppelt so viele Menschen wie bisherlebenswert zu gestalten. (IB)Sammelaktion:Die Bauaufträge möchte Carsten Steuerregional vergeben und appellierte an dieanwesenden Handwerker und Baufirmen,den Kostenrahmen zu halten. DiesemAufruf schloss sich die Architekten desNeubaus, Prof. Kerstin Molter vom Planungsbüro „Molter Linnemann Architekten BDA dwb“ an. „Bauen für’s Hospizist Ehrensache. Dieses Hospiz ist einHaus für die Region und soll mit Unternehmen aus der Region gebautwerden. Es ist ein angemessenes Gebäude, das angemessene Preise erfordert“ soMolter und verwies auf die Projektausschreibung, die im Januar erfolgt ist.Anhand Ihrer Baupläne beschrieb Prof.Molter eindrucksvoll, wie die funktionalenHerausforderungen und die emotionaleAufladung eines solchen Hauses, vereintwurden. In regelmäßigen Treffen ist gemeinsam mit dem Bauteam des DiakonieZentrums ein Winkelbau mit „umfassenderGeste“ entstanden. Auf einer Etage umschließen die kollektiven Räume die In-Dass in Haus Magdalena noch ganz vielLeben stattfindet, kann HospizleiterinSimone Jennewein bestätigen. Dazu zählen manchmal sogar noch Konzert- oderFußballspielbesuche oder das Stück Kuchenaus der Kuchentheke selbst auswählen zukönnen. Die letzten Tage ihrer Gäste soangenehm wie möglich zu gestalten, hatsich Simone Jennewein zur Aufgabe gemacht – gemeinsam mit 14 hauptamtlichen und 12 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Seelsorgern undPsychologen, niedergelassenen Palliativ-Ärzten und

um zu helfen. Und der Glaube der Jün-ger reicht zur Heilung des Kindes nicht aus. Als er schließlich doch auf Jesus trifft, spricht er ihn an – trotz seiner Skepsis. Der Vater kennt die Grenzen seiner Kraft, doch will er alles für sich und seinen Sohn erreichen „Wenn d