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8311pluspunkteFamilien-Wirtschaftsring 48.e.V.Jahrgang Ausgabe 1. Quartal 2018 Nr. 1Neubrückenstraße 6048143 MünsterInformationen desFamilien-Wirtschaftsringes e.V. FrankfurtTitel: lovelyday12 fotolia.deEnergienutzung undEnergieeffizienz stehenweiter im Focus Seite 8PLUSPUNKTE wird vom Familien-Wirtschaftsring e.V., Neubrückenstraße 60, 48143 Münster, Telefon (0251) 49 01 80, Telefax (0251) 4 90 18 28, herausgegebenund erscheint einmal im Quartal. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Redaktion: dialogpress Münster, Ralf Thier-Hinse, Cheruskerring 19, 48147Münster, Telefon (0251) 48 38-127. Druck: Druckhaus Krimphoff, Am Holzbach 44a, 48231 Warendorf, Telefon (02581) 9 28 41-0, Telefax (02581) 9 28 41-23 undISDN:(02581) 9 Mindestlohn28 41-71. Nachdruckmit Genehmigungdes SteuererklärungHerausgebers oder eibetrag für KinderWo steigen die Beiträge und werkann sich über mehr Geld imPortemonnaie freuen. Seite 3Zwar ist die Fristverlängerung zurAbgabe der Steuererklärung eineder wesentlichen Änderungen, giltaber erst ab 2019. Seite 4Bundesfinanzhof (BFH) fällt Urteilmit großer praktischer Bedeutungfür Angehörige. Seite 7

Änderung der betrieblichen AltersvorsorgeDie Gesetzesänderung soll die Betriebsrente für kleine Betriebe attraktiver machenAb 1. Januar 2018 sollen hauptsächlich mehr Geringverdiener von derbetrieblichen Altersvorsoge profitieren. Das wird immer wichtiger, dennvon der gesetzlichen Rente könnenviele Gering- oder Teilzeitbeschäftigtenicht leben. Private Vorsorge ist nötig.Hierbei können ab 2018 Arbeitgeberdurch das „Betriebsrentenstärkungsgesetz“ helfen.Die derzeit fünf Möglichkeiten derbetrieblichen Altersvorsorge sind: Unterstützungskasse, Direktversicherung,Direktzusagen, Pensionskasse undPensionsfonds. Welche Form der Altersvorsorge gewählt wird, entscheidetder Arbeitgeber. Rund 60 Prozent derBeschäftigten haben derzeit einen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge.In erster Linie sind das Beschäftigte inhöheren Einkommensgruppen undMitarbeiter in großen Unternehmen.Jetzt soll auch für Geringverdienerdie Betriebsrente attraktiver werden,um sie so besser vor Altersarmut zuschützen. Mit der Reform soll es auchfür kleine und mittlere UnternehmenAnreize geben, eine Betriebsrente anzubieten. Bislang waren sie damit oftzurückhaltend, da sie den Arbeitnehmern eine garantierte Rente mit einerMindesthöhe zusichern mussten. Dafürmusste viel Geld zurückgestellt werden. Vielen Firmen war das zu riskant.Ab dem 1. Januar 2018 kommt zu denfünf bereits existierenden Modelleneine weitere Variante hinzu, das sogenannte Sozialpartnermodell. Hierbeimuss der Arbeitgeber nicht mehr fürdie zugesagte Rente haften. Festgelegtwird lediglich, welche Beiträge die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer zahlen.Die Höhe der Rente ist nicht garantiert.Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten miteinem monatlichen Einkommen biszu 2200 Euro bei ihren Sparanstren-gungen unterstützen, profitieren vonSteuervorteilen. Einen Arbeitgeberbeitrag von mindestens 240 bis maximal480 Euro im Kalenderjahr bezuschusstder Fiskus mit 30 Prozent des Beitrags,also zwischen 72 und 144 Euro proKalenderjahr. Allerdings: Es gibt aberkeine gesetzliche Verpflichtung für Arbeitgeber, diesen Zuschuss zu zahlen.Bei der Gehaltsumwandlung hat derArbeitgeber bislang Sozialversicherungsbeiträge, die eigentlich auf dieseGehaltsteile angefallen wären, gespart.Künftig muss er die ersparten Sozialversicherungsbeiträge von pauschal 15Prozent an die Beschäftigten oder dieVersorgungseinrichtungen weiterleiten. Die Neuregelung gilt ab 2019 fürneue und ab 2022 auch für alte Vereinbarungen. Bei der neuen Betriebsrenteohne Garantien muss die Weitergabeder 15 Prozent im Tarifvertrag vereinbart werden.Sparen mit ZuschussBeim VL-Sparen gibt es Geld vom Arbeitgeber und der Staat unterstützt darüber hinausAuch in Zeiten ohne Zinsen ist Sparen noch attraktiv. Eine Möglichkeitsind Vermögenswirksame Leistungen(VL), die oft vom Arbeitgeber bezuschusst werden. Ungefähr 1/3 derAnspruchsberechtigten Arbeitnehmer nutzen diese Möglichkeit jedochnicht. Dabei sind die Renditen durchZulagen für heutige Zeiten noch attraktiv.Die VL werden von Arbeitgebernbezuschusst. Der Zuschuss liegt zwischen 6,65 bis 40 Euro monatlich.Die Höhe ist von Branche zu Brancheund je nach Region unterschiedlich.Teilzeitkräfte erhalten den Zuschussentsprechend anteilig. Vorteil für Beschäftigte mit geringem Einkommen:Sie haben Anspruch auf eine Arbeitnehmersparzulage. Beantragt wirddie Arbeitnehmersparzulage über diejährliche Steuererklärung. Arbeitnehmer sollten sich in ihrer Firma erkundigen, ob es dieses Plus gibt. Falls dieAntwort „Ja“ lautet, dann heißt es:einen Sparvertrag abschließen und2eine Bestätigung dem Arbeitgebervorlegen. Es gibt viele Möglichkeiten,das Geld anzulegen. Bevorzugte Anlageformen sind der Bausparvertragoder Banksparpläne. Das Geld liegtfür sieben Jahre fest. Bausparverträgesind interessant, wenn sich der SparerEigentum zulegen will. Renditejägersind hier nicht richtig. Die Renditeliegt bei unter 1 Prozent. Für Geringverdiener gibt es aber die e Anleger nehmen eher den Banksparplan. Nebeneinem Basiszins winkt am Laufzeitende in der Regel eine Prämie. Kursrisiken gibt es nicht. Allerdings ist eshier besonders wichtig, das passendeProdukt auszuwählen. Denn bei denmeisten Verträgen sind die Renditenmit manchmal unter einem Prozentso gering, dass als Reiz nur der Arbeitgeberzuschuss bleibt.Die höchsten Renditen gibt es beimWertpapiersparen. Der Sparer zahltsechs Jahre ein, ein Jahr ruht der Ver-trag. Diese Variante eignet sich füralle, die sich bewusst sind, dass esam Aktienmarkt mal auf, mal ab geht.Sind die Aktienkurse nach Ablauf dersieben Jahre niedrig, kann man aufKurserholung warten. Die Geldersind im Falle einer Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft als Sondervermögen geschützt.Auch zur Tilgung von Bank- oderBauspardarlehn können VL-Leistungen verwendet werden. Dazu lässtder Kreditnehmer die Zahlungen aufsein eigenes Konto überweisen. DieBank erstellt eine Bestätigung für denArbeitgeber, aus der hervorgeht, dassder Beschäftigte seine Beiträge zurSchuldentilgung einsetzt. VL-Leistungen kann man sich aber auch direktauf das Darlehnskonto überweisenlassen. Bei Bauspardarlehen ist dasoft unproblematisch, da der Kreditnehmer zumeist Sondertilgungen tätigen kann. Bei laufenden Hypothekendarlehen sollte man mit seiner Banksprechen.1/2018

Wieder bringt das neue Jahr reichlich NeuesWichtige Stichpunkte und zu beachtende Fristen im KurzüberblickSteuernDer Grundfreibetrag erhöht sich von 8.820 Euro auf 9.000Euro. Dadurch bleibt mehr Einkommen steuerfrei. DerKinderfreibetrag steigt von 7.356 Euro auf 7.428 Euro ( 36 Euro) je Elternteil. Der steuerfreie Anteil für Neurentner sinkt in 2018 von 26% auf 24%.KindergeldDas Kindergeld steigt je Kind um 2 Euro im Monat. Kindergeld wird nur noch für max. 6 Monate rückwirkendgezahlt. Also Ansprüche rechtzeitig prüfen.Riester-Förderung / AltersvorsorgeDie Riester Grundzulage erhöht sich von 154 Euro auf175 pro JahrHartz-IV-SätzeDer Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfängersteigt zum Jahreswechsel von 409 auf 416 Euro proMonat. Bei Paaren gibt es künftig 374 Euro pro Person– sechs Euro mehr als bisher. Die monatlichen Sätze fürKinder steigen abhängig vom Alter um drei bis fünf Euro.MutterschutzAuch Schülerinnen und Studentinnen können künftigMutterschutz in Anspruch nehmen. Wie üblich gilt einesechswöchige Schutzfrist vor der Geburt, in der die werdende Mutter nicht mehr arbeiten muss, sowie ein achtwöchiges Beschäftigungsverbot nach der Entbindung. Beider Geburt eines behinderten Kindes verlängert sich dieseFrist von acht auf zwölf Wochen.Selbstständige, Gewerbetreibende,Unternehmer, ArbeitnehmerGeringwertige Wirtschaftsgüter können ab 2018 bis zueinem Nettobetrag von 800 Euro im Jahr des Kaufs oderder Herstellung in voller Höhe bei der Einkommenssteuerabgesetzt werden. Bislang lag die Höchstgrenze bei 410Euro.UnterhaltBei minderjährigen Trennungskindern steigt der Mindestsatz beim Unterhalt. Abhängig vom Alter des Kindes unddem Einkommen der Eltern erhöhen sich die monatlichenSätze in der neuen „Düsseldorfer Tabelle“ um sechs biszwölf Euro. Beim staatlichen Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende steigen die monatlichen Sätze um bis zufünf Euro.MindestlohnAb 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos inallen Branchen.HeizöltanksZum 5. Januar tritt das Hochwasserschutzgesetz II in Kraft.Davon betroffen sind auch Wohnhäuser in Gebieten miteinem Hochwasserrisiko.Neu installierte oder erneuerte Heizöltanks müssen künftig besser vor Wasser geschützt werden. Tanks, die bis zumStichtag installiert werden und in einem ausgewiesenenÜberschwemmungsgebiet liegen, brauchen bis zum Januar 2023 mehr Schutz. In Bereichen, die als „überschwemmungsgefährdet“ gelten, gibt es eine Frist zur Umrüstungbis 2033. Bis dahin muss jeweils der Aufstellungsraumgegen eindringendes Wasser geschützt werden. Der Tankmuss außerdem so fest verankert werden, dass ihn Wassernicht anheben kann.Wohnraumvermietung an Freunde oder nahe AngehörigeInstandhaltungskosten können abgesetzt werden.Wer eine Wohnung an Verwandte vermietet, kann Kosten in vollerHöhe geltend machen, wenn dasMietverhältnis wie mit Fremdendurchgeführt wird.Es muss also ein Mietvertrag bestehen, die Miethöhe mindestens 67 %der ortsüblichen Miete betragen undregelmäßig gezahlt werden. Steht insolchen Fällen die Wohnung kurzzeitig leer oder bleibt die Miete aus,weil beispielsweise die Eltern in einPflegeheim gezogen sind, darf dasFinanzamt nicht gleich die Aufgabeder Vermietungsabsicht unterstellen. Das entschied zumindest derBundesfinanzhof (BFH) in München(Az.: IX R 42/15). Die Eltern zogenMonate vor Verkauf des Hauses inein Pflegeheim, wobei der Verbleibdort ungewiss war. Die Eltern zahlten keine Miete mehr. Trotzdem entschied der BFH, dass der Sohn alleWerbungskosten bis zum Verkauf(8 Monate später) geltend machenkonnte.1/20183

Steuererklärung für 2018Wichtige Änderung in der Abgabepflicht, ein Versäumnis kann da teuer werdenDas neue Jahr ist noch in den Anfängen. Trotzdem sind schon jetztAufgaben zu erledigen, die nichtnur erfreulich sind. Dazu gehörtauch die Erstellung der Steuererklärung, die ohne Fristverlängerungam 31.05.2018 beim Finanzamt seinmuss. Für viele eine unangenehmeAufgabe. Vorhandene Belege müssen sortiert werden, sind aber nurnoch mit einzureichen, wenn imVordruck darauf hingewiesen wird.Dazu zählen auch Spendenbelege.Für diese Belege beträgt die Aufbewahrungspflicht dann ein Jahr nachBescheiderteilung. Viele Unterlagen werden erst in den nächstenWochen oder Monaten zur Verfügung stehen. Das gilt auch für dieFinanzämter, die wahrscheinlich vorMärz viele Steuererklärungen nichtbearbeiten können, weil elektronisch übermittelte Unterlagen nichtfrüher vorliegen.Viele Steuerpflichtige müssen eineSteuererklärung abgeben, anderewiederum nur deswegen, weil sie aufRückerstattung von Steuern hoffenkönnen. Trotz der unübersichtlichenFormulare lohnt es sich für viele,eine Steuererklärung abzugeben.Wenn sie es nicht tun, verschenkensie bares Geld.Nachfolgend die wesentlichstenHinweise für Aufwendungen, die zueiner Steuererstattung führen.Die Abgabe für die Einkommenssteuer 2017 ist grundsätzlich auch nochin 4 Jahren möglich. Die Erklärungfür 2014 muss also spätestens am31.12.2018 beim Finanzamt sein.Wer grundsätzlich zur Abgabe einerSteuererklärung verpflichtet ist, mussdiese am 31.05.2018 abgegebenoder Fristverlängerung beantragen.Möglichkeiten, wie sie durch Einnahmeverlagerung bei selbständigenTätigkeiten gegeben sind, gibt esfür Gehaltsempfänger nicht. Hierkann evtl. die Auszahlung des Weihnachtsgeldes durch den Arbeitgeber in einem späteren Jahr Steuernsparen helfen. Eine Steuererklärungsollten Sie auf jeden Fall dann abgeben, wenn der Arbeitsverdienst imJahr unregelmäßig war; Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstättebei einfacher Entfernung mindestens15 km betragen; Kinder über 16 Jahrevorhanden sind, die sich noch in derAusbildung befinden und nicht imelektronischen Register erfasst sind;die lohnsteuerpflichtige Arbeit nichtdas ganze Jahr über angedauert hat.Besonders Personen mit geringemEinkommen müssen allein deswegen eine Steuererklärung abgeben,um die Arbeitnehmersparzulage fürvermögenswirksame Leistungen zuerhalten.Höhere Erstattungen können Sie erhalten, wenn zusätzliche Ausgabenvorliegen. Personen, die sogenannte „Lohnersatzleistungen“ erhalten(Arbeitslosengeld, Erziehungsgeld,Altersteilzeit) müssen sehr häufig mitNachzahlungen rechnen, weil dieseLeistungen indirekt der Steuer unterworfen werden. Die nachfolgendenHinweise sind als grobe Anhaltspunkte gedacht und nicht unbedingtvollständig.Zulagen für Riesterverträge desSparjahres2016müssenbis31.Dezember 2018 beantragt werden.Die Wahl der Steuerklasse bei Ehepaaren kann für Entgelt- u. Lohnersatzleistungen sehr wichtig sein.Besonders für das Eltern- u. Mutterschaftsgeld ist eine frühzeitigeÄnderung angesagt (3. Schwangerschaftsmonat). Aber auch andereLeistungen wie Arbeitslosen-, Unterhalts-, Kranken-, Verletzten- oderÜbergangsgeld fallen darunter. Einevor Jahresbeginn getroffene Steuerklassenwahl wird grundsätzlich vonder Arbeitsagentur anerkannt.WerbungskostenFür die Werbungskosten wird einPauschalbetrag von 1.000 jährlichohne Nachweis gewährt, der auchschon im Lohnabzugsverfahren berücksichtigt wird. Erst wenn die nachfolgend aufgeführten Aufwendungenhöher sind als 1.000 wirkt sich dassteuermindernd aus.1. Beiträge zu Berufsständen undBerufsverbänden Kontoführungsgebühr für Lohn- und Gehaltskonto 1,30 EUR pro Monat.2. Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte; bei Gehbehinderten abErwerbsminderung von 50 v. H.zusätzlicheVergünstigungen.Hierzu zählt im Wesentlichendie Entfernungspauschale von0,30 EUR je km für Fahrten zwi1/20184

schen Wohnung und Arbeitsstätte. Bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel könnendie tatsächlichen Aufwendungenhöher sein, als die Entfernungspauschale von 4.500 Euro. DieseKosten zusätzlich eintragen.3. Kosten des Führerscheins, wenndieser aus überwiegend beruflichen Gründen erworben wurde.4. Aufwendungen eines Verkehrsunfalls (Körper- und Sachschäden), die auf einer Dienstfahrtoder bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entstanden sind.5. Wegen eines Unfalls auf einerDienstreise eingetretene beträchtliche Wertminderung desFahrzeugs.6. Arbeitsmittel können ohne Begrenzung geltend gemacht werden. Einzelanschaffungen bis487,90 Euro sind sofort voll absetzbar. Höhere Aufwendungensind nur auf die Nutzungsdauerzu verteilen. Ab 2018 sind sofortbis 920,00 Euro absetzbar.7. Kosten für das häusliche Arbeitszimmer sind abzugsfähig,wenn vom Arbeitgeber keinArbeitszimmer zur Verfügunggestelltoderüberwiegendvon zu Hause gearbeitet wird.Die abziehbaren Aufwendungensind auf 1.250 Euro beschränkt.Einrichtungen, PC u. ä. könnenzusätzlich geltend gemacht werden.12. Telefonkosten, die aus beruflichen Gründen entstanden sind(Grundgebühr aufteilen).13. Bewerbungskosten, Kosten fürInserate, Porto, Zeugnisabschriften, Fotokopien, Fahrtkosten,Spesen, Reisekosten.14. Berufsfortbildungskosten, Kursgebühren, Fahrtkosten, Mehrverpflegungskosten, Kosten derUnterlagen, des Schreib- undÜbungsmaterials. Lehrbücher,Prüfungsgebühren.15. Kosten für Ablegung der Meisterprüfung.16. Umzugskosten, wenn der Umzug beruflich veranlaßt wurde(Wechsel des Arbeitgebers, Berufswechsel, erstmalige Begründung eines Arbeitsverhältnisses,Fahrzeitersparnis von 1 Stunde).17. Schuldzinsen, wenn die Schulden in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den Einkünften ausdem Arbeitsverhältnis stehen.18. Schadenersatzleistungen,dieaufgrund der Tätigkeit als Arbeitnehmer zu bezahlen sind.19. ReisekostenSonderausgaben /Außergewöhnliche Belastungen1. Vorsorgeaufwendungen. Beiträge zur Kranken- u. Pflegeversicherung. Bonuszahlungen derKrankenkassen mindern nichtden Beitragsaufwand. Haftpflicht-Kfz-Versicherungusw.Oft sind die Höchstbeträgeschon durch die Beiträge zurRenten- und Krankenversicherung erreicht, die auf der Lohnbescheinigung aufgeführt sind.2. Krankheitskosten. Die zumutbare Eigenbelastung wird abgezogen.3. Kurkosten. Trotz BFH-Urteilvom 11. November 2010 verlangt die Finanzverwaltungweiterhin amtsärztliche Gutachten oder vom medizinischenDienstderKrankenkassen.Ausnahmsweise gilt auch einPrivatgutachten. Für Besuchsfahrten eine Bescheinigung desKrankenhausarztes.4. Kosten für die Bestattung einesAngehörigen und die Aufwendungen für das Grabmal, wennsie nicht aus dem Nachlaß desVerstorbenen gedeckt werdenkönnen.8. Typische Berufskleidung, Amtskleidung.9. Waschen und Pflegen der Berufskleidung. Reparatur von Arbeitsschuhen.10. Fachliteratur, Aktentasche, elektronische Geräte, PC usw.11. Doppelte Haushaltsführung istabsetzbar auch bei ledigen Arbeitnehmern. Komplizierte Regelung. Hierzu sollten zusätzliche Informationen eingeholtwerden.1/20185

5.Ehescheidungskosten (Prozeß-,Gerichts- und Anwaltskosten).6.Umzugskosten im Falle derZwangsläufigkeit (z. B. wegenKrankheit), wenn sie nicht bereits als Werbungskosten berücksichtigt werden konnten.7. Außerordentliche Kosten fürWiederbeschaffung von Hausratund Kleidung, wenn die Gegenstände durch ein unabwendbares Ereignis (Brand, Diebstahl,Hochwasser, Unwetter u. ä.)verlorengegangen sind. Behindertengerechter Umbau einerDusche.8. Kinderbetreuungskosten bis zurVollendung des 14. Lebensjahreskönnen zu 2/3 der Betreuungskosten (4000 ) als Sonderausgaben abgesetzt werden. Ab 2012ist es unerheblich, ob die Aufwendungen beruflich oder privatanfallen. Ohne persönliche Anspruchsvoraussetzungen können2/3 von 6000 berücksichtigtwerden. Der Nachweis mußdurch Rechnungen oder Kontoauszüge geführt werden. Barzahlung wird nicht anerkannt.9. Unterstützung bedürftiger Personen, insbesondere Angehörige, soweit sie zwangsläufigerwachsen. Durch die Absenkung der Kinderaltersgrenze aufdas 25. Lebensjahr, können alsAusgleich bis zu 8.820 Euro für2017 als Unterhaltsleistungengeltend gemacht werden. Zusätzliche Kranken- und Pflege-versicherungsbeiträge erhöhenden Höchstbetrag. GesonderteAnlage „U“.10. Unterhaltsleistungen an geschiedene oder getrenntlebendeEhegatten. Entweder als Sonderausgaben bis 13.805 oder alsaußergewöhnliche Belastung inAnlage „U“ bis 8.820 , an Kinder ohne Kindergeldanspruchbis 8.820 .11. Freibeträge für Kinder werdenin der Regel durch das Kindergeld/Kinderfrei-betrag und demFreibetrag für Betreuungs- undErziehungs- oder Ausbildungsbedarf gewährt. Welche Variantegünstiger ist, prüft das Finanzamtautomatisch. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende mussbeantragt werden. Hier sind dieBeträge angehoben worden.12. Ausbildungsfreibetrag. Nur beiauswärtiger Unterbringung.aber nur aus, wenn auch steuerpfl. Einkünfte vorhanden sind.Das trifft aber nur selten zu. ZumErststudium gibt es noch einige gerichtliche Verfahren. DasBundesverfassungsgericht mussnoch entscheiden.14. Tatsächliche Aufwendungen füreine Haushaltshilfe (Haushaltsnahe Dienstleistungen).15. Heimunterbringung oder dauernde Unterbringung zur Pflege.In einem rechtskräftigen Urteil(SK 2714/15) hat das Finanzgericht klargestellt, dass Aufwendungen für die häusliche Pflegeauch dann als außergewöhnlicheBelastung abgezogen werdenkann, wenn die Pflege nicht vonbesonders qualifizierten Pflegekräften erbracht wird (polnischePflegekräfte). Auch häuslichePflege ist absetzbar.13. Aufwendungen für die eigeneBerufsausbildung können in unbegrenztem Umfang als Werbungskosten geltend gemachtwerden, sofern sie in einem16. Schwerbehinderung ab 30 %Grad der Behinderung. Ab 70% unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich Fahrtkostenpauschal 3.000 km á 0,30 . BeiAusweisstufe mit „aG“ bis zu15.000 km.hinreichendem konkreten Zusammenhang mit künftigen steuerbaren Einnahmen bestehen.Besteht dieser Zusammenhangnicht, können Aufwendungender eigenen Berufsausbildung,in Höhe von bis zu 6.000,00 im Kalenderjahr als Sonderausgaben steuermindernd geltendgemacht werden. Das wirkt sich17. Ausgaben im Privathaushalt fürhaushaltsnahe Dienstleistungenwie Rasenmähen, Fensterputzen,Haushaltshilfe. Pflegeleistungenkönnen in Höhe von 20 % derAufwendungen, höchstens 4.000Euro jährlich steuerminderndgeltend gemacht werden. Daneben können für Handwerkerleistungen (nur der Arbeitslohn,Maschinen u. Fahrtkosten), alsoalle im eigenen Haushalt getätigten Renovierungs-, Erhaltungsu. Modernisierungsmaßnahmenebenfalls mit 20 % der Ausgaben, höchstens aber in Höhevon 1200 Euro jährlich geltendgemacht werden; beide Abzugsbeträge nebeneinander. Für geringfügig Beschäftigte (Minijob)20 % von 2.550 Euro zusätzlich.HandwerklicheTätigkeitensind dabei nicht nur Instandsetzungsarbeiten, sondern auchNeubaumaßnahmen. Dies hatder Bundesfinanzhof in dem Urteil vom 13.07.2011 (Az. VI R1/20186

61/10) bestätigt. Hier ging es umdie Kosten für Außenanlagen.AuchHandwerkerleistungenauf öffentlichem Grund (Gehwege, Straßen) z. B. Schneefegen, können geltend gemachtwerden. Barzahlung wird nichtanerkannt. Die Beträge müssenüberwiesen werden.die vereinfachten Nachweise nurnoch vorlegen, wenn das Finanzamt ihn dazu auffordert. Das Finanzamt kann die Vorlage vomSteuerpflichtigen bis zum Ablaufeines Jahres ab der Bekanntgabedes Bescheids verlangen. Solange sollten sie alle Unterlagensorgfältig aufbewahren.18. Spenden können einheitlich bis20 % des Gesamtbetrages derEinkünfte abgezogen werden.Dabei ist der Zweck der Spende nicht mehr von Bedeutung.Spendenquittungenmüssennicht mit eingereicht werden.Der Steuerpflichtige muss seineZuwendungsbestätigungen bzw.Bei den Finanzämtern wird ein steigender Trend zur Internetnutzungfestgestellt. Auf dem Markt sindSteuerprogramme zu erwerben, dienützliche Hilfe r“ ein kostenlosesPC-Programm zur Verfügung. Dasgibt es unter www.elster.de.Kurz und KnappKasse darf nicht kündigen Eine Bausparkasse darf den Bausparvertrag nicht kündigen, bloßweil der Sparer nach 15 Jahrennoch keine Darlehen abgerufenhat. Eine solche Vertragsklauselist unwirksam, entschied dasLandgericht Stuttgart nach einerKlage der VerbraucherzentraleBaden-Württemberg gegen dieLBS Südwest (Az. 11 0 218/16).Eine ähnliche Klausel der Badenia hatte zuvor das LandgerichtKarlsruhe für unwirksam erklärt(Az. 10 0 509/16). (Quelle: Finanztest)Wenn Kinder sich um die plegebedürftigen Eltern kümmernGesetzgeber honoriert Pflegeleistungen auch bei der ErbschaftsteuerHat ein Kind einen pflegebedürftigenElternteil zu Lebzeiten gepflegt, ist esberechtigt, nach dem Ableben des Elternteils im Rahmen der Veranlagungzur Erbschaftssteuer den sog. Pflegefreibetrag in Anspruch zu nehmen.lische Wohlbefinden einer hilfsbedürftigen Person. Es ist nicht erforderlich, dass der Erblasser pflegebedürftigim Sinne des Sozialgesetzbuchs undeiner Pflegestufe zugeordnet war.zu verbessern. Da Pflegeleistungenüblicherweise innerhalb der Familie,insbesondere zwischen Kindern undEltern erbracht werden, liefe die Freibetragsregelung bei Ausschluss diesesDemnach steht die gesetzliche Unterhaltspflicht der Gewährung des Pflegefreibetrags nichts entgegen. Diesfolgt nach Ansicht des Gerichts ausWortlaut, Sinn und Zweck sowie derHistorie der Vorschrift, ein freiwilligesOpfer der pflegenden Person zu honorieren. Zudem wird der generellenIntention des Gesetzgebers Rechnung getragen, die steuerliche Berücksichtigung von PflegeleistungenPersonenkreises nahezu ins Leere.Die Höhe des Freibetrags bestimmtsich nach den Umständen des Einzelfalls. Vergütungssätze von entsprechenden Berufsträgern könnenals Vergleichsgröße herangezogenwerden. Bei Erbringung langjähriger,intensiver und umfassender Pflegeleistungen kann der volle Freibetrag inHöhe von 20.000 auch ohne Einzelnachweis zu gebären sein.Der anzusetzende Freibetrag hängtinsbesondere von Art, Dauer und Umfang der erbrachten Hilfeleistungenab. Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 10.05.2017 (Az.: II R 37/15)entgegen der Verwaltungsauffassungentschieden, dass der Gewährungdes Freibetrags die allgemeine Unterhaltspflicht zwischen Personen, die ingerader Linie miteinander verwandtsind, nichts entgegensteht.Das Finanzamt wollte der Tochter,die ihre Mutter über mehrere Jahreauf eigene Kosten gepflegt hatte, denPflegefreibetrag bei der Erbschaftssteuer in Höhe von 20.000 nichtgewähren. Die Finanzverwaltung hatden Freibetrag bislang nicht gewährt,wenn der Erbe dem Erblasser gegenüber gesetzlich zur Pflege oder demUnterhalt verpflichtet war und aufgrund des eigenen Vermögens nichthilfsbedürftig war.Der Begriff „Pflege“ ist grundsätzlichweit auszulegen und erfasst die regelmäßige und dauerhafte Fürsorgefür das körperliche, geistige oder see1/20187

Energiehinweise für HeizungenEffizienzklassen gibt es auch bei Heiz- und aubsauger und viele weitere Elektrogeräte tragen bereits ein buntesLabel. Neu hinzugekommen sind dieHeiz- und Warmwassergeräte. Zielist, mehr Transparenz herzustellenund den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, die Energieeffizienzder Geräte besser beurteilen undvergleichen zu können.Eine Besonderheit bei den Heizungenund Warmwasseranlagen ist das sogenannte Package-Label. Denn vieleHersteller bieten ihre Systeme in Paketen an, deren Bestandteile exaktaufeinander abgestimmt sind. DasPackage-Label gibt Auskunft überdie Energieeffizienz des gesamtenSystems. Dabei kann es passieren,dass nicht alle Einzellabel A sind,Foto: Jenny Sturm fotolia.deDas gilt für Gas-, Öl- und Stromheizungen, Heizungen auf Basis von Wärmepumpen sowie Kraft-Wärme-Kopplung und Kombinationsheizungen mitintegrierterWarmwasserbereitung.Auch reine Warmwassergeräte und-speicher sind betroffen. Die neuenStandards sollen Hausbesitzer dazuanregen, bei der Modernisierung vonHeizungsanlagen auf möglichst energieeffiziente Geräte zu setzen. Wiebei den Hausgeräten gibt es auch hierEffizienzklassen: In den ersten vierJahren gibt es die Einteilung A bisG. Schlechteres darf nicht mehr aufden Markt kommen. Ab August 2019gelten dann nur noch die KlassenA bis D. Darüber hinaus sinddie Geräte mit einer Farbskala vonGrün bis Rot gekennzeichnet. Dassoll das Effizienzniveau optisch darstellen. Zusätzlich gibt das Label nochHeizleistung und Schallpegel an.aber die Anlage durch die intelligenteKombination der Komponenten amEnde trotzdem eine hohe Effizienzklasse verdient.Die neue Kennzeichnung zwingt natürlich keinen Hausbesitzer, seine alteAnlage gegen eine neue auszutauschen. Aber das neue Label kann eineAnregung sein, die Heiz- und Warmwasseranlagen mal unter die Lupe zunehmen.Wie effizient die Heizungsanlage imKeller arbeitet, wissen die Besitzer oftnicht. Ältere Heizungen, die schonin den Häusern installiert sind, sollennun ebenfalls mit einem Label versehen werden. Voraussichtlich könnenInstallateure und Energieberater Kessel, die älter als 15 Jahre sind, künftig anhand einer Typenliste und entsprechend dem Baujahr mit einemEnergielabel kennzeichnen. Ob eineHeizung viel oder wenig Energie verbraucht, hängt aber viel mehr von anderen Faktoren ab. Hier ist besondersauf die Brennwertnutzung und dieHeizungsregelung zu achten. Manchegut funktionierende Heizung solltenicht voreilig erneuert werden.Viele Heizungen sind falsch eingestellt. Mit ein paar Handgriffen undetwas Geld lassen sich die Heizungenso optimieren, dass 10 % bis 15 % weniger Energie benötigt werden. Gluckert es in den Rohren oder werdenRäume unterschiedlich warm, sollteein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Auch wenn die Heizungnoch keine Probleme macht, sollteman sie regelmäßig checken lassen.Ältere Umwälzpumpen verbrauchenin einem Einfamilienhaus ca. 90 Watt;moderne Pumpen kommen mit ca.5 Watt aus. Häufig sind Heizungenfalsch eingestellt. In der Regel lässtsich eine Heizung so programmieren,dass sie dem individuellen Bedarf derNutzer entspricht.Moderne Heizungen sind meist witterungsgeführt. Das bedeutet, dassihre Vorlauftemperatur auf Grundlage einer eingestellten Heizkurve undder Außentemperatur berechnet wird.Die passt in der Werkeinstellungmeist nicht zum konkreten Anwendungsfall. Hier muss der Nutzer selbstaktiv werden. Die Heizkurve sollte soniedrig wie möglich stehen. Am besten ist es, ihre Verschiebung auf dreibis fünf Grad einzustellen. Steht dieHeizungspumpe auf der niedrigstenPosition, spart das Strom. Das verhindert außerdem störende Geräusche.Dabei ist aber darauf zu achten, dassalle Heizkörper im Haus noch warmwerden.Nachts sollte die Heizungspumpe Pause haben. Viel bringt es, dieNachtabsenkung auf 16 Grad Innentemperatur zu stellen – dann schaltetauch der Kessel nachts ab. Nicht jederRaum benötigt die gleiche Wärme,meist ist es im Badezimmer wärmerals im Schlafzimmer. Mit Thermostatventielen lassen sich Heizkörperindividuell regeln. Das verhindert,1/20188

dass die Räume überheizt werden.Mit programmierbaren Thermostatenlassen sich sogar die Temperaturen anunterschiedlichen Wochentagen oderzu Tages- und Nachtzeiten im Vorauseinstellen.Auch scheinbar kleine Dinge könnendazu beitragen, Energie zu sparenund damit die Heizung zu entlasten.Sogar Staubwischen bringt Effekte.Die Staubschicht wirkt isolierend.Wer sie konsequent beseitigt, auchin den schmalen Lamellen, nutzt dieHeizenergie besser aus.Für die Optimierung Ihrer Heizungkönnen Eigentümer einen staatlichenZuschuss bekommen. Gefördert vomBundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird die Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehendenHeizsystemen. Auch für den Einsatzvon Heizungs-Umwälzpumpen undWarmwasser-Zirkulationspumpendurch hocheffiziente Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen kann ein Zuschuss beantragtwerden. Übernommen werden jeweils bis zu 30 % der Kosten.Die Förderung erfolgt als Zuschuss,der nach Umsetzung der Maßnahmenund Einreichung der vollständigenAntragsunterlagen an den Antragsteller überwiesen wird. Wer die Förderung in Anspruch nehmen will, musssich vor Beginn auf der Homepagedes BAFA registrieren (ww

Bausparverträge sind interessant, wenn sich der Sparer Eigentum zulegen will. Renditejäger . Es muss also ein Mietvertrag beste-hen, die Miethöhe mindestens 67 % . Sparjahres 201